Schweiz
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Frühling im Februar: Ein Klimatologe sagt, ob das Flachland bald immer schneefrei bleibt

Frühling mitten im Winter: Ganze 22,3 Grad zeigte das Thermometer am Sonntag in Laufen BL. Das hat Folgen: Skilifte kämpfen um die Existenz, Pflanzen blühen zu früh – und ein richtiger Winter ist weiterhin nicht in Sicht.



Bleibt es warm?

Klimatologe Stephan Bader von Meteoschweiz hat für watson die aktuellsten Wettermodelle analysiert:

Zwar sinkt die Schneefallgrenze am Mittwoch kurzzeitig auf gegen 600 Meter. Am kommenden Wochenende könnte die Höchsttemperatur im Mittelland gemäss den aktuellen Modellen sogar zwischen 12 und 15 Grad liegen.

Auf Mitte nächster Woche sinken die Höchstwerte wieder unter 10 Grad, aber am darauf folgenden Wochenende könnte die 10-Grad-Marke wieder erreicht werden. Grund dafür ist eine anhaltende Südwestströmung, welche milde Atlantikluft zur Schweiz führt.

Das Fazit:

«Bis Ende Februar ist kein Winter in Sicht.»

Stephan Bader, Meteoschweiz

Wie wird der Frühling?

Der Saisonausblick von Meteoschweiz zeigt: Die Periode von Februar bis April liegt eindeutig auf der milden Seite, dies laut Bader mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60 Prozent auf der Alpennordseite und mit über 70 Prozent auf der Alpensüdseite.

Gibt es überhaupt noch Schnee bis ins Flachland?

Dieser Winter ist gemäss Bader ein Vorgeschmack auf die Zukunft: Schneefall bis ins Flachland wird laut dem Klimatologen wegen der Klimaerwärmung immer seltener. Bis Mitte Jahrhundert werden sich die Tage mit einer Schneedecke im Flachland auf einen Viertel des heutigen Wertes reduzieren. «In Bern haben wir heute im Durchschnitt knapp 40 Tage mit einer Schneedecke. Um 2060 sind es dann im Durchschnitt noch etwa 10», so Bader.

Die Wetterschwankungen von Jahr zu Jahr sind gross, das wird wahrscheinlich auch in Zukunft so bleiben. Deshalb wird es auch mit zunehmender Winterwärme und immer höher steigender Nullgradgrenze Winter mit Schnee bis ins Flachland geben.

Wie blühen die Pollen?

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An vielen Messstationen ist die Pollenbelastung bereits stark (rot). quelle: meteoschweiz

Pollenallergiker aufgepasst: Es sind bereits viele Pollen in der Luft. An sieben der bisher 44 Stationen fand der Blühbeginn noch nie so früh statt wie im aktuellen Jahr. In Rafz ZH etwa wurde seit Messbeginn 1952 noch nie eine so frühe Haselblüte beobachtet wie 2020.

An acht Stationen war es der zweitfrüheste und an zwölf Stationen der drittfrüheste Blühbeginn. Noch früher fand der Blühbeginn an vielen Stationen im Jahr 2016 statt.

Welche Pflanzen blühen?

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bild: shutterstock

Ob Krokus, Schneeglöcklein, Alpenveilchen oder gar Bärlauch: Im Botanischen Garten (Boga) der Universität Zürich spriesst es schon an allen Ecken und Enden. «So früh habe ich noch nie frisches Bärlauchpesto machen können», sagt Boga-Leiter Peter Enz zu watson. Und das heisst was, denn Enz arbeitet seit 27 Jahren im Boga Zürich.

Die Flora habe aktuell circa 3 Wochen Vorsprung auf die Marschtabelle. Was aber passiert mit den Pflanzen, wenn jetzt trotzdem nochmal richtig der Winter zurückschlägt? Einheimische Pflanzen könnten Frost und Schnee problemlos überleben. «Wenn Blüten kaputtgehen, produzieren sie zwar keine Samen. Können aber später noch Blüten und Blätter nachschieben», so Enz.

Obst

Anders sieht es bei Obst aus. Zwei bis drei Wochen mildes Wetter sei noch nötig, dann könnten frühe Zwetschgen- und Kirschbäume bereits blühen in geschützten Lagen. «Dann darf es aber keinen Frost mehr geben, sonst geht die ganze Ernte kaputt», erklärt Enz.

Was passiert mit den Skiliften?

Für die kleinen Skilifte in den Voralpen ist der Winter ein totales Desaster. Null Betriebstage zählt etwa der Skilift Rüschegg im Berner Gantrisch.

«Wenn es in den nächsten Tagen nicht schneit, ist die Saison wohl gelaufen», sagt Manfred Baumann, VR-Präsident des Skilifts Rüschegg. Dieser ist mit 2,3 Kilometern einer der längsten Skilifte Europas. Er rechnet heuer mit einem Defizit von rund 50'000 Franken. «Wir haben zwar ein finanzielles Polster. Aber wiederholen sich solche schneelosen Winter, ist unsere Existenz gefährdet. Das schleckt keine Geiss weg.»

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Er mache sich keine Illusionen: Wegen der Klimaerwärmung werde es immer weniger Schneetage geben. «Wir sind alles Idealisten und kämpfen weiter», so Baumann.

Wachen jetzt die Tiere aus dem Winterschlaf auf?

Ein Blick in die Höhle der Berner Bären zeigt: Die Mutze befinden sich trotz der milden Temperaturen weiterhin im Winterschlaf. «Es muss schon mehrere Wochen warm sein, dass Tiere frühzeitig aufwachen», sagt der Berner Tierparkdirektor Bernd Schilger.

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Die Berner Bären beim Winterschlaf. bild: webcam bärenpark

Die Klimaerwärmung verändere aber langsam, aber sicher das Verhalten der Mutze. «Dieses Jahr sind die Bären erst im Januar in den Winterschlaf gegangen – so spät wie noch nie», so Schildger weiter.

Kann ich bereits Salat setzen?

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bild: shutterstock

Hobbygärtner sollten schon mal einen ersten Schritt in ihren Garten wagen. «Am Wochenende habe ich bereits gejätet, ist der effizienteste Zeitpunkt. Das Unkraut verteilt schon Samen», sagt Peter Enz vom botanischen Garten Zürich. Kann ich denn jetzt bereits Salat anpflanzen? «Anpflanzen nein, aber Nüsslisalat, Melde, Kerbel und Spinat säen in einem Frühbeet mit Abdeckung oder Vlies ist schon möglich», so Enz.

Frühling im Februar: Was löst dies bei dir aus? Schreib deinen Input ins Kommentarfeld.

Im Rausch des Frühlings

«Oh, shit!» – watson am windigsten Ort der Schweiz

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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Forest 18.02.2020 18:28
    Highlight Highlight Endlich Bärlauch Zeit 😍
  • SUV-Fahrer 18.02.2020 11:36
    Highlight Highlight wäre schön, wenn solche Aussagen etwas fundierter wären. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es extrem viele Klimatologen gibt... maW: jeder schwätzt es bitzeli drii.... Also: ich bin jetzt auch Klimatologe: gem. Bericht in der NZZ am Sonntag ist der warme Winter einem Polarwirbel geschuldet, welcher unentwegt warmen Westwind nach Europa schaufelt... nun denn, ob dies nun auch mit dem Klimawandel zu tun hat entzieht sich meiner Kenntnis.
    • Pümpernüssler 19.02.2020 07:34
      Highlight Highlight Wenn du dich fragst wieso die Blitzer, liegt an deinem Namen.
    • SUV-Fahrer 19.02.2020 14:28
      Highlight Highlight mir soll es recht sein: jetzt muss ich keine Winterpneus mehr für mein SUV kaufen, 2000.- gespart, ist doch super.. Super Namen finde ich.. ist echt und ich muss mich nicht verstecken. Im Gegensatz zu all den anderen Heuchler... aber Danke für deine Anteilnahme.. ;-))
  • Weisser Mann 18.02.2020 10:25
    Highlight Highlight Ich erinnere mich als Kind an Schneereiche Winter in meinem Dorf.
    Und wie älter ich wurde, desto weniger Schnee hatte es.
    Und in diesem Winter, gerade mal einmal Schneeregen.

    Wer diese Veränderung in den letzten 30 Jahren nicht bemerkt, der hat doch Tomaten auf den Augen.
    • Trump ist der Beste! 19.02.2020 13:11
      Highlight Highlight Solch und ähnlich warme Winter gab es in den vergangenen 50 Jahren immer wieder.

      Das ist nichts aussergewöhnliches.
  • Spargel 18.02.2020 08:28
    Highlight Highlight Hat das Einfluss auf die Salinen?
  • stevemosi 18.02.2020 06:26
    Highlight Highlight Kann ich denn jetzt bereits Salat anpflanzen? «In einem Frühbeet mit Plastikfleece ist dies problemlos möglich», so Enz.
    Finde ich super wenn einer vom botanischem Garten Plastikvlies empfiehlt. Plastik hat in Gärten nichts zu suchen, die Böden sind schon genug kontaminiert. Gruss an Herrn Enz von einem gelernten Gärtner mit verantwortung
  • landre 17.02.2020 22:19
    Highlight Highlight Ein Februar 2020 mag hiesig und anderswo ein "Frühling im Winter" sein, eindrücklicher bleibt wie seit Jahrzehnten sich die Gletscher tendenziell zurückziehen...
  • Locutus70 17.02.2020 22:12
    Highlight Highlight Der gute Mann verwechselt Wetter und Klima (diesbezüglich könnte er sich mal von echten Klimaforschern aufklären lassen).
    Letztes Jahr hat es hier in Alosen ZG bis Mitte Mai geschneit. Da hat auch keiner davon geredet, das eine neue Eiszeit bevor steht ^^
    • PlayaGua 17.02.2020 22:35
      Highlight Highlight Warm=Klima, Kalt=Wetter. Das hat sich so eingebürgert.
    • Rundlauf 18.02.2020 11:46
      Highlight Highlight @Playa: Könnte man meinen, ist aber wirklich so.

      Bei Klima redet man von Langzeitentwicklungen, Wetter ist kurzfristig. Da seit einigen Jahrzehnten ein Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen nachweisbar ist, ergibt es sich, dass man tatsächlich vom Klima sprechen muss, wenn man über Wärme redet, und es leider nur Wetter ist, wenn es mal kalt wird.
  • Locutus70 17.02.2020 22:09
    Highlight Highlight Die Bezeichnung Klimatologe sollte eindeutig geschützt werden, bei den meisten kommt eher irgendwas mit Klo raus ^^
  • Pr0di 17.02.2020 22:08
    Highlight Highlight Ich bin etwas gespaltener Ansicht über den warmen Winter. Auf der einen Seite bin ich kein grosser Fan von Schnee und Kälte, weshalb ich ehrlicherweise zugeben muss, dass mir der warme Winter gefällt. Für die Natur und die Skigebiete ist es natürlich sagen wir mal suboptimal und wenn das Phänomen tatsächlich Klimabedingt auftritt, dann ist dies ein alarmierendes Zeichen. Also kurz gesagt: ich geniesse das milde Wetter, aber mit schlechtem Gewissen.
    • Antinatalist 18.02.2020 03:08
      Highlight Highlight Die klimavergiftenden Tätigkeiten, die du bei guter Laune unternimmst, sind aber bestimmt total OK und ein schlechtes Gewissen hast du deswegen doch nicht, oder?
      Auto - Fliegen - Konsumieren - Importieren - tatsächlich klimabedingt? Keine WItze bitte.
    • Pr0di 18.02.2020 09:37
      Highlight Highlight @Antinatalist: Wie du zu dem Schluss kommst, dass ich bei guter Laune nichts als Klimasünden begehe, würde mich brennend interessieren. Leute wie du, die herumrennen und andere Leute ohne sie zu kennen so herablassend zu behandeln, sind Teil des Problems. Gegenseitige Anschuldigungen bringen uns nicht weiter. Es muss gemeinsam eine Lösung für ein globales Problem gesucht werden.
    • Pümpernüssler 19.02.2020 07:37
      Highlight Highlight @prodi naja seine lösung ist die günstigste und effektivte. Zudem löst sie auf einmal alle Probleme. Nur gibts uns dann auch nichtmehr.
  • Gooner1886 17.02.2020 21:38
    Highlight Highlight Etwas kälter dürfte es schon sein.

    Schliesslich gibt es nichts schöneres als in seinem Garten Pneus, FCKW-haltige Kühlschränke, Batterien, Glas etc. zu verbrennen und sich dabei aufzuwärmen. Das tollste am ganzen war aber immer das gemütliche grillen währenddessen. Die Grilladen haben dann immer einen ganz besonderen Geschmack. Ich denke das kommt wohl von den Minustemperaturen. So ein richtiger Winter kann so schön sein. 😍
    • Gattaca 18.02.2020 07:26
      Highlight Highlight Kühlschrank und Pneus im eigenen Garten verbrennen ist ja ganz OK, ABER in der Schweiz „Grillen“ geht gar nicht, hier wird „GRILLIERT“ !!!! 😉
  • Coffeetime 17.02.2020 21:35
    Highlight Highlight Primeli & Co. mitte Februar auf ca. 680 m. 😖🤷🏻‍♀️ das habe ich auch noch nie erlebt... und mein Rhabarber spriesst auch schon...
    Benutzer Bild
    • Der_Andere 18.02.2020 00:18
      Highlight Highlight Ich bin auf 500m.
      Dieses Jahr habe ich ohne Scheiss am 16. Januar die ersten Bienen fliegen sehen. Ist ja schön um jede Biene, so wie die Bestände zurückgehen.

      Aber ich dachte ich spinne.
    • Hirngespinst 18.02.2020 07:02
      Highlight Highlight Dass Bienen bei guter Witterung Reinigungsflüge absolvieren ist aber völlig normal und dringend nötig, weil sie sich sonst notgedrungen im Stock erleichtern und krank (Ruhr) werden können.
  • John Henry Eden 17.02.2020 21:29
    Highlight Highlight Besser so, das Mittelland von heute wäre in einem richtigen Winter sowieso am Arsch. Zug- und Autoverkehr kämen schnell einmal zum Erliegen, dann steht bald alles still.

    Ein Winter wie 1962/63 (die letzte Seegfrörni) würde in der Stadt Zürich gar zu apokalyptischen Zustanden führen. Damals herrschten knapp hundert Tage lang Minustemperaturen.
  • Ferd Blu 17.02.2020 21:23
    Highlight Highlight Nun, irgendwie gefällt es mir wenn der Winter im allgemeinen sonnig und lauwarm wird, denn dann kann man viel mehr unternehmen während eines Tages. Ich hasse Schnee und Phasen in denen es wochenlang bewölkt ist. Auch habe ich automatisch eine Glückliche Grundhaltung wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint. Wenn dies im Winter dauerhaft so sein wird, wäre es gut von diesem Standpunkt ausgesehen.

    Aber ich weiss das es die Flora und Fauna schädigt und die Natur im allgemeinen wirklich nicht gut tut. So gesehen kann ich mich nicht ganz freuen
  • SRI2 17.02.2020 20:53
    Highlight Highlight Hmm, also durchschnittlich 40 Tage mit einer Schneedecke habe ich in der Stadt Bern seit Jahren nicht erlebt. Das wäre ja mehr als ein Monat. Das ist definitiv sehr lange her. Einzelne Tage, ja. Aber 40 sicher nicht.
    • MarGo 18.02.2020 07:35
      Highlight Highlight Dachte ich mir auch... wir hatten die letzten 12 Monate genau einen Tag lang ein bisschen Schnee - bis Mittag, und ein zweites Mal hats geschneit, ohne das was liegen blieb... (Rheintal/ ca 400m.ü.M.)
  • aye 17.02.2020 20:34
    Highlight Highlight «Die Periode von Februar bis April liegt eindeutig auf der milden Seite, dies laut Bader mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60 Prozent.»

    Klimatologe müsste man sein. 😂🎲
  • Chrigi-B 17.02.2020 20:34
    Highlight Highlight Die Gesamtwetterlage war diesen "Winter" bisher eher ungünstig für alle Kälteliebhaber. Es kann nächstes Jahr ganz anderst sein.

    Ich bin diesen pauschalen Voraussagen eher skeptisch eingestellt - obwohl die Klimaerwärmung eindeutig ist. Wiso?

    Meteorologen mit Supercomputer können nicht mal eine verlässliche 7 Tage Prognose machen (mit übersehbarer Anzahl von Variablen). Die Klimatologen arbeiten mit noch mehr Variablen und den gleichen Supercomputern. Es ist reine Kaffeesatzleserei, notabene von den Medien befeuert, was diese Leute betreiben.
    • ninolino 17.02.2020 22:47
      Highlight Highlight Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin, dass du uns hier mit deinem grandiosen Wissen beglückst und all die unwissenden Wissenschaftler entlarvst.
      Sicherlich kannst du auch sekundengenau die nächste Eruption des Stromboli voraussagen, damit ich meinen nächsten Trip nach Süditalien nicht umsonst plane oder sogar blind ins Verderben renne...
    • Antinatalist 18.02.2020 03:01
      Highlight Highlight Du machst Kopfweh.
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      .be&t=5223
    • Chrigi-B 18.02.2020 10:15
      Highlight Highlight @Wander....

      Soso, meinst du die Computermodelle, welche einen Gletscherfreien Glacier National Park prophezeiten haben per 2020?

      *hust* Sie entfernen momentan übrigens die Plaketten *hust*
  • Hier Name einfügen 17.02.2020 20:21
    Highlight Highlight Bis jetzt ein wunderschöner Winter. Bitte mehr davon 👍
  • MartinZH 17.02.2020 20:11
    Highlight Highlight Vielen Dank an die Redaktion, dass ihr einen Klimatologen zu Wort kommen lässt! 😉👍

    Als am 6. Februar ein Beitrag mit dem Titel "Das war der wärmste Januar seit Messbeginn – und 9 weitere Rekorde, die gebrochen wurden" publiziert worden ist, habe ich – m.E. berechtigterweise – moniert, dass Wetter und Klima durcheinandergewirbelt worden sind:

    https://www.watson.ch/international/schweiz/494585513-wetterrekorde-diese-9-rekorde-wurden-in-den-letzten-monaten-gebrochen#comment_2392080

    Die Leser/innen-Reaktionen waren leider nicht sehr differenziert... 😔

    Danke, dass mein Input beherzigt wurde!
  • Auric 17.02.2020 19:52
    Highlight Highlight Oh wahnsinn, wir haben seit Wochen Wetter das vom Atlantik kommt, teilweise ganz schön heftig...

    Ja der ist warm, nein der bringt kein Schnee, das hat er die letzten 5000 Jahre nicht.

    Das hat nichts aber garnichts mit Klima zu tun das ist WETTER.
    Letzte Saison hatte es an manchen Hängen in Innsbruck bis zu 7 m hoch Schnee, auch das ist nur WETTER und keine neue EISZEIT.

    Aber Hauptsache ALARMISMUS!

    In den US of A haben sie das gleich immer wieder gemeldet, der Glacier National Park muss demnächst umbenannt werden .... Wirklich??
    https://www.nps.gov/glac/learn/photosmultimedia/webcams.htm
    • wilhelmsson 17.02.2020 21:36
      Highlight Highlight Der Klimatologe kann Wetter und Klima durchaus unterscheiden. Natürlich werden wir auch wieder Winter mit mehr Schnee haben und trotzdem ist der allgemeine Trend rückläufig. 🤷🏻‍♂️

      http://www.meteozurich.ch/?tag=schneetage
    • Amphibol 17.02.2020 21:43
      Highlight Highlight Klima ist z.B. wenn erwiesenermassen die Temperatur über einen längeren Zeitraum steigt. Und das ist halt nun mal Fakt. Der Januar und der Februar passen halt dann auch in die beobachtete Tendenz, auch wenn es, wie sie sagen- eher Wetter ist den Klima. Dass es aber etwas mit einem sich ändernden Klima zu tun hat, das würde ich nun wiederum auch nicht ganz ausschliessen.
    • Albert Stpeck 17.02.2020 22:11
      Highlight Highlight Durchatmen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 17.02.2020 19:52
    Highlight Highlight Ob im Dezember, Januar – oder Frühlings-Temperaturen im Februar, an dieses warme Wetter will ich mich nicht gewöhnen... 😔 Als Januar-Kind liebe ich Schnee und kalte Winter..! 🙄❄👍

    Was an diesem "Frühling im Februar" auch schlecht ist: Schädlinge werden nicht durch die natürliche Winter-Kälte dezimiert!

    Was dem Bauern die Mäuse im Feld, sind bei mir Spinnmilben und andere ungebetene Gäste bei meinen Pflanzen: Meine wunderschönen Oleander werde ich jetzt wohl leider mit schädlingsbekämpfenden Mitteln besprühen müssen, weil die Winterkälte nicht zugeschlagen hat. – Ich hätte gerne verzichtet!
    • Ichwillauchwassagen 17.02.2020 20:05
      Highlight Highlight Wie wäre es mit ein bisschen Kälte aus Dosen, statt Chemie, wenn die Viecher daran kaputt gehen?
    • 7000lt. 17.02.2020 20:09
      Highlight Highlight Bin Ach ein Januarkind, aber ich brauche kein Schnee und schon gar keine Minusgrade. Könnte noch wärmer ein von mir aus.
    • Antinatalist 17.02.2020 20:25
      Highlight Highlight Die Fenaco freut's, die können 2020 Schädlingsbekämpfungsmittel en masse absetzen. Alle anderen dürfen sich mit Kartoffelkäfern, Dickmaulrüsslern und Blattläusen herumschlagen. Der Pilzbefall wird ebenfalls ein Thema sein, die aktuellen Temperaturen und das Wetter sind der ideale Nährboden dafür.
      Ich sehe schon seit drei Wochen zahlreiche Schmetterlinge. Da aber augenscheinlich kein Nektar zu finden war, sind diese wohl einfach verhungert.

      Aber Hautpsache der Tank ist gefüllt und die Karre jederzeit fahrbereit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Johnny Guitar 17.02.2020 19:49
    Highlight Highlight Früher Frühling f*** dich!
  • Keller101 17.02.2020 19:47
    Highlight Highlight Zumindest gibt es mehr Salat 😀👍
  • Astrogator 17.02.2020 19:46
    Highlight Highlight Mein Rasen hat bereits einen Wachstumsschub hinter sich, zeigt Düngemangel und sollte den ersten Schnitt bekommen. Und die ersten Margritli haben auch bereits geblüht...
    • Atheist1109 17.02.2020 23:14
      Highlight Highlight Lass ihn doch einfach mal wachsen;)
    • Hirngespinst 18.02.2020 08:12
      Highlight Highlight Die Insekten würden sich über eine Wildblumenwiese freuen.
      Mitte Juni kannst du dann entweder heuen oder ein paar Schafe ausleihen und sie weiden lassen.

      Natürlich musst du dann auf deinen englischen Rasen verzichten. ;)
  • Tekk 17.02.2020 19:44
    Highlight Highlight Also ich finds super... Noch nicht einmal geschippt dieses Jahr, kein Salz und Eis auf den Strassen und somit ein zügiges vorankommen bis jetzt, weniger Unfälle und gestern schön im Wald brötlä gsi. Perfekt.
  • Hackphresse 17.02.2020 19:38
    Highlight Highlight Schade, wird wohl wieder nix mit einem verschneiten Geburtstag für mich. 😪😢
    • Antinatalist 17.02.2020 19:55
      Highlight Highlight Ich fühle mit dir. Bis Mitte der 90er Jahre konnte ich mich praktisch darauf verlassen, dass es an meinem Geburtstag schneit. Selbst wenn es nur ein paar Flocken waren, es gab immer etwas Schneefall.
      Spätestens seit dem Jahrtausendwechsel hat es, wenn ich mich richtig erinnere, kein einziges mal mehr an meinem Geburtstag geschneit. An den Tagen davor und danach zwar schon hin und wieder mal, aber auch nicht mehr so wie früher. Wenn man so im Februar geboren wurde, entwickelt man schon früh eine Affinität für's Klima. Und diesbezüglich haben wir inzwischen ganz klar ein gewaltiges Problem.
    • MartinZH 17.02.2020 20:58
      Highlight Highlight @Antinatalist: ...und erst recht, wenn man im Januar geboren wurde... 🙄❄☃😉
    • SRI2 17.02.2020 20:58
      Highlight Highlight Ui als fast Mai Kind möchte ich aber die Jahre 2016 und 2017 nienienienienie wieder erleben, als es schneite an meinem Geburtstag. Vor dem Klimawandel war es an meinem Geburtstag meist Zeit für kurze Hosen; fast Badewetter. So soll es sein! 😊🌷
    Weitere Antworten anzeigen
  • tzhkuda7 17.02.2020 19:29
    Highlight Highlight Den Klimawandel gibts nicht, er ist reine Panikmache der Grünen!











    Ironie off
  • rburri68 17.02.2020 19:22
    Highlight Highlight «In Bern haben wir heute im Durchschnitt knapp 40 Tage mit einer Schneedecke. Um 2060 sind es dann im Durchschnitt noch etwa 10», so Bader. 2019/20 waren es bisher etwa 0,5 Tage (Stadt Bern)
    • rburri68 18.02.2020 17:45
      Highlight Highlight Mhm, und wir hatten in den letzten 5 Jahren wohl kein einziges Jahr mehr mit mehr als 2 oder 3 Tagen Schnee. Mir ist bewusst was Durchschnitt bedeutet, aber 40 Tage ist weit weit weg von einer realistischen Zahl.
  • feuseltier 17.02.2020 19:07
    Highlight Highlight Bei Punkt 7. Ist da der scb gemeint ?
  • Bratansauce 17.02.2020 19:03
    Highlight Highlight In Bern 40 Tage mit einer Schneedecke? Meint er 40 Tage pro Dekade? 🤔🤔

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