Saharastaub und Gewitter: Das folgt auf die Hitzewelle in der Schweiz
Über Pfingsten wurde an mehreren Standorten in der Schweiz die 30-Grad-Marke geknackt. Ähnlich geht es zum Wochenauftakt weiter: Bis am Samstag herrschen in allen Teilen der Schweiz hohe Temperaturen und viel Sonnenschein. Der Grund dafür ist die Verlagerung eines Omegahochs, wie MeteoNews in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.
Konkret schiebt sich ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa, das heisse Luft von Nordafrika in die Schweiz bringt. Diese Lage ist relativ stabil, hält also über einen längeren Zeitraum an. Deshalb bleibt es diese Woche warm und es kommt kaum zu Wolkenbildung.
«Es gibt lediglich jeweils im Laufe des Tages über den Alpen und dem Jura zunehmend Quellwolken und etwas Saharastaub, der die Sicht leicht trübt», schreibt der Wetterdienst zur Entwicklung im Laufe der Woche.
Gut fürs Baden, schlecht für die Haut
Damit bleibt das Wetter weiterhin sehr sommerlich. Für Badebegeisterte und Wandervögel gehen die perfekten Wetterbedingungen für die jeweilige Aktivität damit in die Verlängerung. Die Landwirtschaft profitiert ebenfalls von gutem Heuwetter.
«Die Kehrseite der Medaille sind zumeist sehr hohe Graspollenkonzentrationen. Zudem sind die Ozonkonzentrationen am Nachmittag meist über den Grenzwerten», schreibt MeteoNews.
Wer allergisch auf Gräserpollen reagiert, hat schwierige Tage vor sich. Laut der Polleninformationen des Allergiezentrums Schweiz sorgen «reife Pflanzen, trockenes Wetter und Wärme» für reichlich Pollenflug. Deshalb empfiehlt das Zentrum: «Kurz lüften, möglichst ganz früh am Morgen oder besser während längeren Regenphasen. Waschen Sie Ihre Haare und lassen Sie die Kleider, an denen Pollen haften, ausserhalb Ihres Schlafzimmers.»
Hinzu kommen verbreitete Trockenheit und steigende Waldbrandgefahr. Aktuell warnt der Bund für das Tessin, für die Region um Chur und die Ostschweiz vor «erheblicher Waldbrandgefahr».
So geht es am Wochenende weiter
Mit Temperaturen von über 30 Grad ist aber spätestens am Sonntag Schluss, wie die Prognosen zeigen. «Es erreicht uns mit einem Höhentrog zunehmend feuchtere und gewitteranfällige Luft», schreibt der Wetterdienst weiter. Wegen des auffrischenden Windes dürfte es dann am Sonntag und am Montag auch zu verbreiteten Niederschlägen kommen.
Die Maximaltemperaturen dürften dann im Norden auf 25 Grad und im Süden auf 28 Grad sinken. Aber: «Möglicherweise kehrt die Hitze in der zweiten Wochenhälfte wieder zurück, allerdings ist dies noch unsicher», so MeteoNews. (leo)
