Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gutes Wetter, optimal gelegene Festtage und genug Schnee – Skigebiete mit Rekordtagen

Unten grau und grün, oben weiss und blau: Die Suche nach Winterstimmung trieb die Flachländer über die Festtage in Scharen in die Berge. Die Bahnbetreiber reiben sich die Hände.

Samuel Thomi und Peter Walthard / ch media



Seit Jahren totgesagt, erlebt der Wintersport gerade einen Boom. «Hervorragend» - Mit einem einzigen Wort umschreibt Peter Reinle am Berchtoldstag den Saisonstart der Titlis Bergbahnen. Gegenüber dem Vorjahr kann er rund vier Prozent mehr Gäste vermelden. «Und vor allem», ergänzt der stellvertretende CEO, «hatten wir von Samstag bis Montag eben drei Spitzentage hintereinander».

Gründe für diesen steilen Start der Innerschweizer in die Wintersaison sieht Reinle deren drei: Bestes Wetter, optimal gelegene Festtage für eine «Brücke» und genug Schnee – so dass sogar die Talabfahrten bereits offen sind.

Skiers and Snowboarders enjoy the sunny weather and the snow with a beautiful view of Eiger, Moench and Jungfrau Mountain, from the Jungfrau Ski Area above Grindelwald, Switzerland, Monday, December 30, 2019. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Herrliche Sicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau in der Jungfrau Ski Region. Bild: KEYSTONE

Vom Wetter profitiert auch die nahegelegene Melchsee-Frutt. «Wir hatten innerhalb von zehn Tagen vier Rekordtage», sagt Geschäftsführer Daniel Dommann. Dies liege auch am hartnäckigen Nebel über dem schneefreien Mittelland. «Die Leute suchen den Winter», kommentiert Dommann. «Bei uns finden sie ihn.»

Volles Haus herrscht auch im Wallis. Valentin König, CEO der Aletsch-Bahnen, vermeldet ein Umsatzplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Was nach wenig klingt, ist viel: Bereits letztes Jahr lag der Umsatz während der Festtage 15 Prozent über dem Durchschnitt.

Ähnlich sieht es im Süden des Kantons aus: Zahlen hat Yolanda Josephine Bond von Saastal Tourismus zwar noch nicht. Dafür ein untrügliches Zeichen für ein Spitzenjahr: «Wir hatten keinen einzigen freien Parkplatz mehr.»

People on a chairlift enjoy the good condition on the Verbier's slopes in Verbier, Switzerland, this Friday, March 30, 2018. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Verbier im Wallis. Bild: KEYSTONE

Grosser Andrang herrschte auch in den stadtnahen Wintersportorten im Berner Oberland und der Ostschweiz. Konkrete Zahlen zu Fahr- und Wintersportgästen werden die Jungfraubahnen zwar erst morgen Freitag veröffentlichen. Bilder in Social Media von stundenlangen Warteschlangen an den Talstationen deuten jedoch ebenfalls bereits auf Besucherrekorde hin. Kathrin Naegeli, Sprecherin des Skigebiets, bestätigt auf Anfrage «überdurchschnittlich viele Gäste» über die Festtage. Nebst Sonne, Schnee, freien Tagen und neuen Angeboten habe dazu sicher auch der Nebel im Mittelland beigetragen.

Ähnlich sieht es in der Ostschweiz aus. Am Flumserberg setzt man ganz auf das Geschäft mit dem Winter: Hier kommt man nicht nur auf die Piste, sondern auch zum Wandern, Schlitteln, Langlaufen. Rund 13'000 Sonnenhungrige pro Tag waren laut Sprecherin Katja Wildhaber über die Festtage im Ferienparadies ob dem Walensee.

Einen Rekord verzeichnete man auch in Laax: 16'000 Gäste waren pro Tag in der «weissen Arena» unterwegs, im Vorjahr waren es 13'600 gewesen, sagt Mediensprecherin Andrina Wielath.

Auch in Wildhaus im Obertoggenburg lief es gut. Über Neujahr kamen täglich 3500 Gäste ins St. Galler Skigebiet. Für Urs Gantenbein von der Geschäftsleitung ist dies aber noch kein Grund zur Euphorie: «Wir sind finanziell auf Kurs – nicht mehr, aber auch nicht weniger», konstatiert er.

Bei allen angefragten Bahnen ist man sich denn auch einig: Die Festtage sind zwar gut gelaufen, die Saison aber ist noch lange nicht vorbei. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Top-Budget-Ziele Lonely Planet 2019

So schlecht lief mein erstes Mal Ski fahren in der Schweiz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.01.2020 01:17
    Highlight Highlight Also ich war gestern *oben* auf dem Uetliberg. Weder war es blau, noch sah man schnee. Aber ja...

    Wär ich doch nur eine Lawine... 😈
  • Nelson Muntz 02.01.2020 22:36
    Highlight Highlight Frau Rigozzi bekam keinen Tisch und es wurde kein Careteam für die arme, bescheidene Dame aufgeboten!
  • Toerpe Zwerg 02.01.2020 22:11
    Highlight Highlight Schön, dass die Bahnbetriebes wissen dass die Saison am 2. Januar noch lange nicht vorbei ist ...
  • Realmasterofdesaster 02.01.2020 20:41
    Highlight Highlight Haha in Engelberg wurde die Talabfahrt dank Schneeabwurf mit Helikopter gewährleistet... sowie profitiert Titlis Region dank zu wenig Schnee im Dorf (Klostermatte und Brunni). Nichtsdestotrotz mag ich es Ihnen gönnen.

Damit du nicht immer nur Luz trinken musst – 18 grossartige Pistenkafis

«Ich nime no en Campari Soda e Heissi Oma!» Weil du dich ja eh wieder in der Beiz statt auf der Piste austobst: die besten Pistenkafis, die dich von innen wärmen.

Artikel lesen
Link zum Artikel