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Gutes Wetter, optimal gelegene Festtage und genug Schnee – Skigebiete mit Rekordtagen

Unten grau und grün, oben weiss und blau: Die Suche nach Winterstimmung trieb die Flachländer über die Festtage in Scharen in die Berge. Die Bahnbetreiber reiben sich die Hände.
02.01.2020, 19:49
Samuel Thomi und Peter Walthard / ch media

Seit Jahren totgesagt, erlebt der Wintersport gerade einen Boom. «Hervorragend» - Mit einem einzigen Wort umschreibt Peter Reinle am Berchtoldstag den Saisonstart der Titlis Bergbahnen. Gegenüber dem Vorjahr kann er rund vier Prozent mehr Gäste vermelden. «Und vor allem», ergänzt der stellvertretende CEO, «hatten wir von Samstag bis Montag eben drei Spitzentage hintereinander».

Gründe für diesen steilen Start der Innerschweizer in die Wintersaison sieht Reinle deren drei: Bestes Wetter, optimal gelegene Festtage für eine «Brücke» und genug Schnee – so dass sogar die Talabfahrten bereits offen sind.

Herrliche Sicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau in der Jungfrau Ski Region.
Herrliche Sicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau in der Jungfrau Ski Region.
Bild: KEYSTONE

Vom Wetter profitiert auch die nahegelegene Melchsee-Frutt. «Wir hatten innerhalb von zehn Tagen vier Rekordtage», sagt Geschäftsführer Daniel Dommann. Dies liege auch am hartnäckigen Nebel über dem schneefreien Mittelland. «Die Leute suchen den Winter», kommentiert Dommann. «Bei uns finden sie ihn.»

Volles Haus herrscht auch im Wallis. Valentin König, CEO der Aletsch-Bahnen, vermeldet ein Umsatzplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Was nach wenig klingt, ist viel: Bereits letztes Jahr lag der Umsatz während der Festtage 15 Prozent über dem Durchschnitt.

Ähnlich sieht es im Süden des Kantons aus: Zahlen hat Yolanda Josephine Bond von Saastal Tourismus zwar noch nicht. Dafür ein untrügliches Zeichen für ein Spitzenjahr: «Wir hatten keinen einzigen freien Parkplatz mehr.»

Verbier im Wallis.
Verbier im Wallis.
Bild: KEYSTONE

Grosser Andrang herrschte auch in den stadtnahen Wintersportorten im Berner Oberland und der Ostschweiz. Konkrete Zahlen zu Fahr- und Wintersportgästen werden die Jungfraubahnen zwar erst morgen Freitag veröffentlichen. Bilder in Social Media von stundenlangen Warteschlangen an den Talstationen deuten jedoch ebenfalls bereits auf Besucherrekorde hin. Kathrin Naegeli, Sprecherin des Skigebiets, bestätigt auf Anfrage «überdurchschnittlich viele Gäste» über die Festtage. Nebst Sonne, Schnee, freien Tagen und neuen Angeboten habe dazu sicher auch der Nebel im Mittelland beigetragen.

Ähnlich sieht es in der Ostschweiz aus. Am Flumserberg setzt man ganz auf das Geschäft mit dem Winter: Hier kommt man nicht nur auf die Piste, sondern auch zum Wandern, Schlitteln, Langlaufen. Rund 13'000 Sonnenhungrige pro Tag waren laut Sprecherin Katja Wildhaber über die Festtage im Ferienparadies ob dem Walensee.

Einen Rekord verzeichnete man auch in Laax: 16'000 Gäste waren pro Tag in der «weissen Arena» unterwegs, im Vorjahr waren es 13'600 gewesen, sagt Mediensprecherin Andrina Wielath.

Auch in Wildhaus im Obertoggenburg lief es gut. Über Neujahr kamen täglich 3500 Gäste ins St. Galler Skigebiet. Für Urs Gantenbein von der Geschäftsleitung ist dies aber noch kein Grund zur Euphorie: «Wir sind finanziell auf Kurs – nicht mehr, aber auch nicht weniger», konstatiert er.

Bei allen angefragten Bahnen ist man sich denn auch einig: Die Festtage sind zwar gut gelaufen, die Saison aber ist noch lange nicht vorbei. (bzbasel.ch)

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quelle: shutterstock
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