Schweiz
Wirtschaft

Schnee fehlt in Bündner Skigebieten: Gastrobetriebe melden Kurzarbeit an

Zu wenig Schnee: Mehrere Betriebe in Bündner Skigebieten beantragen Kurzarbeit

21.01.2026, 15:5421.01.2026, 15:54

Aufgrund der geringen Schneefälle haben im Dezember sechs Unternehmen aus der Tourismusbranche beim Kanton Graubünden Kurzarbeitsentschädigung beantragt. Es handelt sich hauptsächlich um Gastronomiebetriebe auf Skipisten im Raum Mittelbünden und in der Surselva.

«Insgesamt wären etwa 100 Arbeitnehmer betroffen», sagte der Leiter des kantonalen Amtes, Gian Reto Caduff, und bestätigte gegenüber Keystone-SDA eine Meldung von RSI. Die Anträge der sechs Unternehmen wurden fristgerecht bis 5. Januar eingereicht.

In der vergangenen Wintersaison beantragte im Kanton Graubünden kein Unternehmen Kurzarbeit aufgrund wetterbedingter Kundenausfälle. «Letztmals eine grössere Anzahl als in diesem Jahr verzeichneten wir im Dezember 2022 mit 13 bewilligten Voranmeldungen sowie Anfang 2023», fuhr Caduff fort.

Ein Blick auf die Websites der Skiliftanlagen in der Surselva und in Mittelbünden zeigt, dass mehrere Pisten aufgrund von Schneemangel geschlossen blieben. In Flims Laax Falera sind nur 107 von insgesamt 216 Pistenkilometern geöffnet. In Obersaxen Mundaun können 12 von 45 Pisten befahren werden.

In Savognin können Wintersportler auf einem Dutzend Pisten Ski fahren, obwohl das Skigebiet insgesamt 25 Pisten umfasst. Die Seilbahn Brambrüesch oberhalb von Chur hat die Eröffnung um fast einen Monat verschoben und die Anlagen erst am 13. Januar in Betrieb genommen. (sda)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rethinking
21.01.2026 20:05registriert Oktober 2018
Kann man jetzt bereits wegen Schneemangel Kurzarbeit beantragen??

Von wegen Unternehmerischem Risiko und so…
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Maurmer
21.01.2026 17:54registriert Juni 2021
Das Instrument der Kurzarbeit ist dazu da eine temporäre Krise zu überwinden. Hier haben wir aber offensichtlich eine kontinuierliche Entwicklung, die eigentlich nur eine Richtung kennt. Wenn beispielsweise der Konsum von Wein über Jahre kontinuierlich sinken würde und man dann Kurzarbeit für Winzer beantragen würde, dann wäre das offensichtlich pervers.

Tut man es weil die Skisaison regelmässig kürzer und schlechter wird und die Besucher ausbleiben, dann ist es dasselbe... Betriebe schliessen wäre der richtige Weg.
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tops
21.01.2026 17:09registriert Juni 2018
Ja das ist wohin der aktuelle Weg uns führt und zwar immer schneller. Aber lieber kein Geld in einen Fond für Klimaaktivitäten geben, nicht wahr liebe Schweizer. Nein der Krug geht noch länger zum Brunnen bis der dann halt leer ist.
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