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Tessiner Skigebiete sind in der Krise – und erwägen schon Kurzarbeit

Tessiner Skigebiete sind in der Krise – und erwägen schon Kurzarbeit

15.01.2026, 11:2615.01.2026, 11:26

Die Tessiner Skigebiete kämpfen mit Schneemangel. In Carì in der Leventina setzt sich die Direktion bereits mit dem Thema Kurzarbeit auseinander. Im Vergleich mit dem langjährigen Mittelwert ist die Schneehöhe in der Südschweiz in diesem Winter besonders tief.

Skiers enjoy themselves on artificial snow, in Airolo Luina, Ticino, Switzerland, Sunday, December 21, 2025. All areas of the Swiss Alps currently have below-average snowfall for this time of year. (K ...
Eine Skischule im Dezember in Airolo.Bild: keystone

Erst einmal müsse er alle nötigen Fakten zur Kurzarbeit zusammentragen. Erst dann könne er abwägen, ob diese in Frage komme, erklärte der Direktor des Skigebiets Carì, Ettore Schranz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit einen entsprechenden Artikel in der Tessiner Tageszeitung «Corriere del Ticino».

Im Vergleich zu den letzten zwei Jahren sei dieser Winter noch schlechter, fuhr Schranz gegenüber Keystone-SDA fort. Das Skigebiet in der Leventina erstreckt sich auf 20 Pistenkilometern zwischen 1650 und 2300 Metern über Meer.

Wenn es so weitergehe, müsse er auch den systematischen Einsatz von Kunstschnee in Betracht ziehen, erklärte der Direktor von Carì weiter. Das Skigebiet verfüge bereits über eine Anlage für Kunstschnee, um diese einzusetzen, bräuchte es jedoch weitere Eingriffe.

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Schnee ist im Tessin Mangelware.Bild: keystone

Verspäteter Saisonstart in Airolo

Auch in den anderen Tessiner Skigebieten im Bleniotal, in Airolo und in Bosco Gurin laufen die Anlagen höchstens teilweise, wie der «Corriere del Ticino» am Donnerstag berichtete. Das Skigebiet Airolo habe dieses Jahr mit rund zehn Tagen Verspätung eröffnet – wegen Schneemangels. Die zwei Ferienwochen über Weihnachten seien entscheidend für die gesamte Skisaison, zitiert die Zeitung den Direktor von Airolo. Könne man erst später öffnen, wirke sich das auf den ganzen Winter negativ aus.

Die aktuelle Schneehöhe südlich der Alpen liegt derzeit 30 bis 60 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert, wie ein Mitarbeiter des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) in Locarno-Monti auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

Die Karte auf der Internetseite des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos zeigt in der Südschweiz eine tiefrote Fläche. Diese Situation werden auch die für die kommenden Tage erwarteten Niederschläge nicht grundlegend ändern können. Für die höheren Lagen in der Südschweiz sind im allerbesten Fall 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee prognostiziert. (dab/sda)

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