Schweiz
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Daniel Lampart, Chefoekonom SGB, spricht waehrend der SGB-Delegiertenversammlung, am Freitag, 4. November 2016 im Hotel Ador in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Daniel Lampart ist Chefökonom beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Bild: KEYSTONE

Interview

«Wer von der Krise profitiert, muss bezahlen» – SGB-Chefökonom Lampart zum Hilfspaket

Es ist das grösste Hilfspaket in der Schweizer Geschichte. Doch reichen die gesprochenen 40 Milliarden Franken für die Wirtschaft aus? Und was bedeutet der Deal für die Banken? Der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes Daniel Lampart im Interview.



Herr Lampart, Sie waren an der Ausarbeitung des Wirtschaftspaketes des Bundesrates beteiligt. Was war Ihre Aufgabe?
Daniel Lampart: Wir Gewerkschaften haben den Vorschlag der Lohngarantien eingebracht und stiessen damit auf offene Ohren. Danach haben wir zusammen mit Fachleuten aus der Verwaltung und den Arbeitgebervertretern die Massnahmen konkretisiert.

Gestern präsentierte der Bundesrat weitere Details zum Wirtschaftspaket, insbesondere zum Kreditprogramm. Sind Sie zufrieden?
Für den Erhalt der Arbeitsplätze und der Löhne sind vor allem die Massnahmen, die bereits vorher beschlossen wurden, entscheidend: Die Lohngarantien über eine schnelle Auszahlung der Kurzarbeit. Plus der Elternurlaub für alle, die jetzt zu Hause bleiben müssen, weil sie die Kinder nicht in eine Betreuungseinrichtung geben können. Sehr wichtig ist auch, dass man den Leuten die Arbeitsbemühungen erlässt und die Aussteuerung verhindert – jetzt, wo die Arbeitslosigkeit stark steigt.

Das Kreditprogramm beurteilen Sie als weniger wichtig?
Das sind eher ergänzende Massnahmen. Die Kredite werden von den Firmen vor allem dann gebraucht, wenn sie länger auf Kurzarbeitergelder warten müssen. Denn indem die Arbeitslosenversicherungen einen grossen Teil der Lohnzahlungen übernehmen, sollte das eigentlich den grössten Liquiditätsbedarf der Firmen decken.

Wie schnell werden die Versicherungen zahlen können?
Es hiess aktuell, dass es April werden kann, bis die Kurzarbeitergelder ausbezahlt werden können. Von dem her kann es schon sein, dass es nun Firmen gibt, die jetzt Geld brauchen und darum einen Überbrückungskredit aufnehmen, bis das Geld von den Arbeitslosenkassen dann da ist.

«Ich würde die Kredite nicht überbewerten. Eine Firma nimmt in einer Krisensituation in der Regel keine Kredite auf.»

Rechnen Sie damit, dass das insgesamt 40 Milliarden schwere Wirtschaftspaket ausreichen wird? ETH-Professoren forderten 100 Milliarden ...
Ich will hier nicht mit Beträgen hantieren. Klar ist, dass schon jetzt sehr viel weniger gearbeitet wird als sonst. Mindestens zehn Prozent weniger, ich befürchte, eher zwanzig Prozent. Das bedeutet natürlich, dass viel mit Bundesgeldern ersetzt werden muss, damit die Löhne garantiert sind. Ob das Geld ausreicht, steht und fällt mit der Dauer der Massnahmen.

Wird es jetzt einen Run auf die Kredite geben?
Ich würde die Kredite nicht überbewerten. Eine Firma nimmt in einer Krisensituation in der Regel keine Kredite auf. Ausser sie geht davon aus, sie kann diese wieder zurückzahlen.

Also lohnt es sich für Kleinunternehmen gar nicht, jetzt einen Kredit aufzunehmen?
Ich bin kein KMU-Berater, aber Firmen sollten den Kredit nur aufnehmen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie später wieder Erträge haben und das Geld zurück bezahlen können.

Was passiert, wenn viele Unternehmen den Kredit nicht zurückzahlen können?
Das muss man auf jeden Fall verhindern. Ich denke, mit der Kurzarbeit und den anderen Massnahmen gibt es vorerst gute Möglichkeiten, den Arbeitgebern Geld zur Verfügung zu stellen. Aber klar, die Corona-Krise ist noch jung und je länger sie andauert, umso mehr spitzt sich die wirtschaftliche Lage zu. Wie alle machen wir unsere Neubeurteilung derzeit von Tag zu Tag und hoffentlich bald nur noch von Woche zu Woche. Ich hoffe wirklich, dass die epidemiologischen Massnahmen Wirkung zeigen und sich weniger Leute anstecken. Und dann muss kalkuliert werden, wie es mit der Wirtschaft weitergeht.

«Die Wirtschaft läuft nur noch zum Teil, aber die Banken machen gute Geschäfte mit den starken Schwankungen der Finanzen.»

Eine wichtige Rolle bei der Kreditvergabe spielen die Banken. Inwiefern profitieren sie?
Ich glaube nicht, dass die Banken von diesen Krediten gross profitieren werden. Hingegen profitieren sie natürlich von der Situation an den Börsen. Weil dort viel gehandelt wird, wenn der Markt verrückt spielt. Ich gehe davon aus, dass die Zahlen für das erste Quartal so gut sein werden, dass das die Leute irritieren wird. Die Wirtschaft läuft nur noch zum Teil, aber die Banken machen gute Geschäfte mit den starken Schwankungen der Finanzen.

Die Banken können das Geld zum Negativzins von der Nationalbank beziehen. Das ist doch attraktiv.
Das stimmt. Aber wir vermuten, dass sich die Nachfrage der Firmen nach Krediten im Rahmen halten wird.

Den Banken wurde der antizyklische Kapitalpuffer erlassen. Heisst das, sie haben jetzt freie Hand für spekulative Geschäfte auf dem Hypothekenmarkt?
Die Frage ist mehr, was momentan auf dem Hypothekenmarkt überhaupt läuft. Ich gehe davon aus, dass Immobilientransaktionen im Moment deutlich gesunken sind. Dazu gibt es zwar noch keine gesicherten Zahlen. Aber ein grosser Teil des Wirtschaftslebens hat sich verlangsamt. In der Regel ist dann auch auf dem Immobilienmarkt nicht mehr viel los, wie zu Zeiten, wo alles normal läuft.

Ist es für die Banken nicht eine Win-Win-Situation? Sie bekommen das Geld zu einem Negativzins, tragen kein bis ein sehr kleines Risiko und können mit der Kreditvergabe dafür sorgen, dass ihre Schuldner nicht pleite gehen. Oder wie sehen Sie das?
Für die Bank ist es sicher kein Verlustgeschäft. Das ist klar. Irgendwann vor Ende der Krise muss man darüber sprechen, wer was bezahlt. Und wenn man sieht, dass die Banken oder der Finanzmarkt gute Gewinne gemacht hat, dann müssen wir über die Besteuerung der Firmen sprechen. Denn es kann ja nicht sein, dass kleine Firmen schliessen müssen, während die Banken in der Krise viel Geld verdienen.

«Die Löhne im Gesundheitswesen müssen steigen und es braucht bessere Arbeitsbedingungen. Wer von der Krise profitieren wird, der muss bezahlen.»

Guter Punkt. Laut «Inside Paradeplatz» wollen die Banken an den geplanten Ausschüttungen für die Aktionäre und Kapitalrückzahlungen festhalten. Auch die Boni in Millionenhöhe sollen munter weiter fliessen. Ist das fair?
Eigentlich ist es verrückt. Viele dachten, die Finanzkrise sei die schlimmste Krise, die wir erleben werden. Doch jetzt ist der wirtschaftliche Einbruch grösser als während der Finanzkrise. Damals sagten wir, dass es nun aufhören muss mit den Boni-Erweiterungen in den Banken und den exzessiven Gewinnen.

Und?
Wie Sie wissen, ist nicht viel passiert. Im Gegenteil. Bundesrat Ueli Maurer hat dann ja die Regulierungen sogar noch runtergefahren.

Was heisst das für die jetzige Krise?
Dass wir Lehren aus der letzten ziehen müssen. Nach der Corona-Krise muss die Schweiz eine andere sein. Löhne im Gesundheitswesen müssen steigen und es braucht bessere Arbeitsbedingungen. Wer von der Krise profitieren wird, der muss bezahlen. Das ist für mich klar.

«Wo Wirtschaftsbeziehungen abbrechen, wird es Probleme geben. Diese wieder aufzubauen, ist anspruchsvoll.»

Wie sehen Sie die Zeit nach der Krise? Was wird dann wichtig?
Die grosse Frage wird sein, welche Schäden entstanden sind. Je länger die Firmen zumachen müssen, umso grösser wird die Gefahr, dass dauerhafte Schäden und strukturelle Veränderungen entstehen.

An was denken Sie?
Derzeit gibt es eine starke Verlagerung in den Onlinehandel. Gewisse Läden werden Mühe haben, ihre Kunden zurückzugewinnen. Bei uns zum Beispiel haben sich die Musiklehrerinnen und -lehrer gemeinsam organisiert. Denn: Sie können die Schülerinnen und Schüler jetzt nicht mehr unterrichten. Nach der Krise wird es Schüler geben, die sagen, dass sie nach so langer Zeit keine Lust mehr haben, weiterhin in die Musikschule zu gehen. Und dann müssen die Musiklehrer nach der Krise mit weniger Schülerinnen starten. Wo Wirtschaftsbeziehungen abbrechen, wird es Probleme geben. Diese wieder aufzubauen, ist anspruchsvoll.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Abendländer 29.03.2020 08:17
    Highlight Highlight Weltweit stützen Politiker, Marionetten der Hochfinanz, mit immensen Steuergeld-Summen die Wirtschaft. Gleichzeitig schütten Konzerne und Banken in gewohnter Manier Boni und Dividenden aus. Versicherungen zahlen nicht, eine Pandemie ist keine Epidemie! Jetzt braucht’s den TOTALEN KRIEG gegen die Finanzindustrie von Unten nach Oben, Stopp der Umverteilung.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 27.03.2020 20:06
    Highlight Highlight Es war heute wieder offensichtlich: Für viele ist das bezahlter Urlaub. Kann ja irgendwie nicht sein, dass sich die Leute da in Zweier- bis Siebnergrüppchen draussen amüsieren und auf Dolce Vita machen, am Fluss und im Wald grillieren, mit Kind und Kegel einkaufen gehen. Spassige Leute sind da unterwegs und es ist genau so, als ob Sonntag wäre. Eher noch schlimmer, weil die Lebensmittelläden noch offen haben.

    Und bezahlen sollen das die, die arbeiten (müssen)? Da der Konsumismus jetzt ja gewissermassen gestoppt ist, reicht für Betroffene die Nothilfe. Mehr muss nicht sein.
    • Hierundjetzt 28.03.2020 09:51
      Highlight Highlight Ok.

      Also ca. 30% der Erwerbsbevölkerung (= 800‘000 Menschen mit Familienmitglieder ) auf 650.- netto / Monat setzen?

      Kann man machen.

      Und nach der Krise leben wir alle von was? Steinen?
    • HartinderHard 28.03.2020 11:42
      Highlight Highlight Es ist doch gerade jetzt wichtig viel zu konsumieren um die Wirtschaft soweit es geht am laufen zu halten (und dabei möglichst niemanden abzustecken).
  • Markus97 27.03.2020 16:43
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht warum die Banken auf Dividendenausschüttungen verzichten sollen.

    1.) Machen sie ja keine Verluste und müssen nicht gerettet werden.

    2.) Leisten sie kostenlos ihren Beitrag zur Stabilisierung in Form von Arbeitszeit (Personalkosten)

    Warum muss man da die Banken noch bestrafen? Das ist ein völlig falsches Signal und lädt die Banken nur dazu ein in Zukunft weniger Solidarisch zu sein. Es ist schon fair wie es jetzt ist.
    • easy skanking 27.03.2020 16:53
      Highlight Highlight haha.. made my day!
      'es ist schon fair wie es jetzt ist'
      so als ob banken keine mitschuld an der globalen misswirtschaft hätten..
    • Hierundjetzt 27.03.2020 19:47
      Highlight Highlight Maaaarkuuus: die Unternehmen, die die Coronakredite brauchen🙄

      Steht doch überall.
  • Orias Riese 27.03.2020 14:17
    Highlight Highlight Geht in Deckung: Die Schweiz wird durchgerüttelt. Ausgang ungewiss!

    Die Banker haben sicher eine Lösung. Fragt sie!
  • Hierundjetzt 27.03.2020 13:18
    Highlight Highlight Schön das Herr Lampart auch in absoluten Krisenzeiten nur Wahlkampfsprüchlein auf Lager hat.

    Lösungen? Nö. jaja apr di Banken, wie eine ausgeleierte Schallplatte

    Ehrlich, das ist mir sowas von egal ob die mit EFT Geld verdienen. Es geht jetzt um uns alle, nicht um lustige Feindbilder.

    Und dann muss noch ein Musiklehrer als KMU-Beispiel herhalten.

    Ich bin fassungslos.
    • Brasser 27.03.2020 15:37
      Highlight Highlight Die Musiklehrer sind in der Regel über die Schulen oder Gemeinden angestellt und bieten nach wie vor Unterricht an - einfach via Skype, WhattsApp, etc. (müssen sie ja auch, wenn sie Anspruch auf Lohn erheben wollen).
      Das misslungene Beispiel zeigt einmal mehr die Realitätsferne der Gewerkschaftsvertreter. Im übrigen gebe ich Dir recht: Nur Kritik, keine konstruktiven (realistischen) Ideen oder Lösungen. Einfach wie immer.
    • JoeyOnewood 28.03.2020 10:18
      Highlight Highlight @Brasser: Dass Musiklehrer in der Regel über Gemeinden oder Schulen angestellt sind, stimmt so pauschal einfach nicht. Kennst du z.B. Instrumentor? Es gibt extrem viele freischaffende MusikerInnen, die neben Konzerten noch unterrichten, weil das konstantere Erträge einbringt. Beide Einnahmequellen sind jetzt futsch.

      Es ist vlt. nicht das klassische Arbeiterbeispiel, aber Herr Lampert redet sonst genug über die Bauarbeiter- und das Pflegepersonal hat er auch angesprochen.

      Er wollte ja hauptsächlich zeigen, wie die Nachfrage sinkt, wenn das Angebot länger fehlt, weil dann substituiert wird.
  • Kanischti 27.03.2020 13:02
    Highlight Highlight Lampart ist Gewerkschafter. Also was interessiert ihn die Seite der Arbeitgeber?
    Nur peinlich, dass er hier noch zeigt, wirklich keine Ahnung davon zu haben.
    • JoeyOnewood 28.03.2020 10:24
      Highlight Highlight Inwiefern hat er keine Ahnung? Welche Aussagen sind falsch?

      Hr. Lampart ist ein hochkompetenter Ökonom - und ich bin froh, dass die nicht alle bei Avenir Suisse arbeiten - ob man nun der Meinung der Gewerkschaften ist oder nicht.

      Woher diese starke Ablehnung gegen ihn kommt, kann ich nicht nachvollziehen. Klar, die Klassenkampfrethorik kann nerven - aber reicht das? zumal er jetzt nicht das ganze Interview über Banken gewettert hat.
    • Kanischti 28.03.2020 16:30
      Highlight Highlight Dann lesen Sie mal, wie er die Lohngarantien in den Vordergrund stellt, aber die Firmenkredite als unwichtig und nur nötig ansieht, um die Lohnkosten decken zu können. Ja klar, für etwas anderes braucht keine Firma Geld.
      Aber Hauptsache die Musiklehrer wissen sich zu helfen!
      Ich rieche von weitem, dass der Gute nie Verantwortung in der Wirtschaft tragen musste.
  • Smeyers 27.03.2020 12:46
    Highlight Highlight Genau die Gewerkschaften, die versuchen mit Rezepten aus kommunistischen Zeiten eine Krise zu bewältigen.

    Die wurden völlig von der Einheit und Effizients des Bundesrates überrascht und sind beleidigt das Sie nur noch Zaungäste sind.
    • Liselote Meier 27.03.2020 15:05
      Highlight Highlight Lies nochmals die erste Frage und wiederhole deinen 2. Absatz nochmals.

      Und wo du kommunistisch Rezepte in diesem Artikel siehst bitte auch formulieren.
    • easy skanking 27.03.2020 16:55
      Highlight Highlight @smeyer
      effizienZ, my friend, effizienZ...
    • Smeyers 27.03.2020 20:09
      Highlight Highlight Danke für die Blitze, aber die anderen Kommentatoren haben es schon aufgezeigt. Der Gewerkschaftsbund hat weder Ideen noch Rezepte, noch versteht er die Anliegen der KMU.

      Herr Lampart &Co verlieren sich im Gebrüll des Klassenkampfes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • benn 27.03.2020 12:41
    Highlight Highlight Nach der finazkrise ist bei den banken nichts passiert, die banditen haben sich weiter die taschen gefüllt. Warum sollte es dieses mal anders laufen, ausser dass sie sich dieses mal schon während der krise die taschen füllen können?
    • Markus97 27.03.2020 17:18
      Highlight Highlight Das ist einfach überhaupt nicht wahr. Die Banken haben in der jetzigen Krise Reserven und müssen nicht mehr gerettet werden. Bitte nicht einfach nur Phrasen runterleiern. Oder zumindest versuchen zu verstehen was man kritisiert.
    • Shlomo 27.03.2020 18:20
      Highlight Highlight @Markus97: Die Banken werden eben grad gerettet. Durch die Kredite der SNB werden die faulen Kredite der KMUs bei den Banken bedient.
    • benn 27.03.2020 23:48
      Highlight Highlight Shlomo, das ist für manche zu schwer zu verstehen, es ist zwecklos es ihnen zu erklären, darum funktioniert es ja immer wieder, viele leute sind einfach zu dumm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wiedemauchsei 27.03.2020 12:13
    Highlight Highlight Habe gestern Abend spät mein Kreditgesuchformular gemailt (ein überschaubarer Betrag, weniger als die möglichen 10%) und wurde heute Morgen um 8 Uhr von der Bank angerufen, dass der Betrag noch heute eintreffen werde.
    Die letzte Pandemie habe ich in Mexico verbracht. Hatte mein kleines Hotel am Tag des Ausbruches eröffnet und sass trotz Vollbuchung 8 Monate allein da.
    Ausser den Bankern: die kamen jedes Wochenende gratis essen und meinten, ich soll doch am Montag für einen Kredit kommen. Waren dann nie da, bis alles verloren war.
    War nie ein stolzer Schweizer - aber das ändert sich langsam
  • Name_nicht_relevant 27.03.2020 11:46
    Highlight Highlight Es wird immer von den Mitarbeitern im Spital ect gerdet, das es aber Putzfrauen, Mitarbeiter im Lebensmittelbereich, Sicherheitsdienst und anderen Bereichen gibt die zur Zeit ebenfalls mehr zu tun haben wird nicht einmal ein Dank ausgesprochen oder Lohnerhöhungen erwähnt. Wir sollten allen dankbar sein und an Sie denken wenns um Lohn geht und die Bonis für die Zeit streichen.
    • Herr J. 27.03.2020 14:56
      Highlight Highlight Es geht nun nicht drum, wer alles ein noch ärmerer Teufel ist als der andere. Die Leute wissen durchaus zu schätzen, dass auch ausserhalb des Gesundheitswesens viele sehr hart arbeiten. Und das wurde bei diversen Solidaritätsaktionen auch gewürdigt.
      Übrigens wird auch bei Banken im Moment hart gearbeitet. Diese Spaltpilz-Diskussionen sind so was von überflüssig, setzt das doch mal ein halbes Jahr auf "Halten" oder "Vergessen".
    • Name_nicht_relevant 27.03.2020 16:39
      Highlight Highlight Herr J. das stimmt den ohne Banken läuft ebenso nichts, ich hoffe nur das nach dieser Krise auch die belohnt werden die trotzdem weiter arbeiteten und nicht nur gejammert wird es sei langweilig oder wie zahle ich meine Rechnungen. Der Mensch ist wichtig und das überleben, zusammenhalt und rücksicht das zählt jetzt.
  • homo sapiens melior 27.03.2020 11:40
    Highlight Highlight Hansi Voigt teilt eine Unterschriftensammlung, weil der reichste private Medienkonzern der Schweiz, TA-Media, Hilfsgelder beantragt.
    "Während ein grosser Teil der Bevölkerung befürchtet, Leben, Gesundheit oder den Job zu verlieren, und sich Bürgerinnen und Bürger im Alltag mit Solidarnetzen unterstützen, konzentrieren sich die Eigentümer und die Unternehmensleitung des Tamedia-Konzerns auf die Sicherung ihrer finanziellen Eigeninteressen."

    Mehr dazu hier:
    https://act.campax.org/petitions/corona-krise-gewinninteressen-statt-solidaritat?source=homepage&utm_medium=promotion&utm_source=homepage
  • Thomas G. 27.03.2020 11:27
    Highlight Highlight Inmovative Musiklehrer entdecken jetzt Skype et al.
  • elco 27.03.2020 11:20
    Highlight Highlight Wer von der Krise profitiert soll bezahlen: Liebe Gewerkschaften, wir warten auf eure Überweisung. Besten Dank.
  • Süchtig 27.03.2020 11:18
    Highlight Highlight Ja die z Bärn obe.

    Diejenigen, die immer über den Staat, den Bundesrat, das Parlament und über die Regierung insgesamt, gejammert, geflucht und denunziert haben. Ständig nach tieferen Steuern geschrien und den Abbau von gesellschaftlichen und öffentlichen Erungenschaften verlangt haben, sind jetzt die aller ersten die bei den Banken die Kredite von Mutter Helvetia einfordern. Jetzt kann man mal beim Staat etwas holen. Damit meine ich nicht die kleinen KMUs die es wirklich nötig haben.
    • E7#9 27.03.2020 13:30
      Highlight Highlight Etwa so wie die, welche Institutionen wie Armee oder Zivilschutz ständig abschaffen wollten und nun plötzlich danach schreien. Oder die, die gar Landesgrenzen komplett eliminieren wollten und jetzt doch froh sind über Grenzkontrollen. Du hast noch vergessen jene zu erwähnen, die ständig über die Schuldenbremse herzogen, welche praktisch nur noch von stramm bürgerlicher Seite verteidigt wurde. Plötzlich sind sie alle froh über solche Errungenschaften. Also willst du weiter kindische Grabenkriege führen? Wärs nicht besser die Krise gemeinsam zu bewältigen, anstatt gegeneinander zu schiessen?
    • Herr J. 27.03.2020 15:00
      Highlight Highlight @ süchtig
      Ja ja, jetzt kommen alle die "ich hab's schon immer gesagt und gewusst".
      Viele, alle, müssen nun von gewissen Gewohnheiten und "Wahrheiten" Abstand nehmen und dazu lernen.
      Mein Vorschlag? Aushalten, Durchhalten, Maul halten. Und die gegenseitigen Schuldzuweisungen an Banken oder andere Akteure runterschlucken. Jetzt ist nicht die Zeit dafür.
    • Mijasma 27.03.2020 15:13
      Highlight Highlight @E7

      Was wissen sie den von denen die nicht stramm bürgerlich sind? Ich bin eher Links und ich finde, dass die Schuldenbremse etwas vom besten ist was wir eingeführt haben. Ich bin nicht gegen das Militär und nicht für einen EU beitritt.

      Was ich hingegen nicht mag sind die nicht enden wollenden Steuergeschenke an die Reichen. Die Endlosausschüttung von Boni an die Abzocker. Dass die Banken, Geld das sie zum Nulltarif bekommen, mit 10% verzinsen bei Kleinkrediten.
      Die Arbeiter der Schweiz haben diese Gross gemacht. Ich hasse es wenn sie über den Tisch gezogen werden.

    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 27.03.2020 11:17
    Highlight Highlight Ich war 4 Jahrzehnte Kleinunternehmer und würde keinen Kredit aufnehmen. Die Gewinne sind so geschrumpft, vor allem wegen dem Grenzüberschreitenden Arbeiten und Billig Importen, dass ich mir nicht vorstellen kann, diese Kredite je wieder abzustottern.
    Real wird es vielen Betrieben Kopf und Kragen kosten.
    Wer jetzt schon von der Hand in den Mund lebt, kann keine Kredite zurückzahlen!
  • b.i. 27.03.2020 10:55
    Highlight Highlight Als Chefökonom würde ich von Herr Lampart ein gewisses Basiswissen in Betriebswirtschaftslehre erwarten. Hat er das Gefühl, dass sich die Kosten eines KMU‘s nur auf die Lohnkosten beschränken? Das würde dann teilweise auch die überrissenen Lohnforderungen der Gewerkschaften erklären... Man sieht, dass er keine Ahnung hat, wie ein KMU aufgestellt ist.
    • JoeyOnewood 28.03.2020 10:30
      Highlight Highlight Keine Angst, der hat ziemlich viel Ahnung von BWL und KMU. Die Lohnkosten sind idR der grösste Teil der Fixkosten. Klar git es weitere, aber im Schnitt brechen bei den KMU ja auch nicht 100% der Einnahmen weg.
  • Philipp L 27.03.2020 10:55
    Highlight Highlight Wo habt ihr den aufgegabelt? Ich arbeite auf einer kleineren Bank, bei uns ist ein Viertel mit der Bearbeitung der Kreditanträge beschäftigt, inklusive Wocheendearbeit. Wie kommt der auf die Idee, dass das niemand braucht?

    Und alle Personen die daran arbeiten kosten der bank weiterhin, die Banken verdienen gar nichts daran.
    • De-Saint-Ex 27.03.2020 11:21
      Highlight Highlight Na ja... und ich habe lange genug für KMU‘s gearbeitet um zu wissen, dass (in meinem Falle alle) diese schon vor der Krise Kredite laufen haben, die sie ohne diese zusätzlichen Kredite wohl kaum zurück zahlen könnten. Es ärgert mich einfach masslos, dass Banken jetzt als selbstlose Wohltäter hingestellt werden!
    • Philipp L 27.03.2020 11:48
      Highlight Highlight Niemand sagt die Banken sind selbstlos aber man muss auch nicht so tun als würden die Banken von der Krise profitieren. Ich lese übrigens nirgendwo das Banken selbstlose Wohltäter sind. Die 0% wurden einfach zur Kenntnis genommen und als selbstverständlich betrachtet. Oder wo werden die Banken als Wohltäter hingestellt?
    • Pidemitspinat 27.03.2020 12:02
      Highlight Highlight ich gehe davon aus, dass grosse Banken diese Bearbeitungsprozesse automatisiert haben. das kostet die also wenig bis fast nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 27.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Wow, ich bin überrascht dass ein Typ in dieser Position absolut keine Ahnung davon hat wie eine Bank funktioniert. Und dann ist so jemand an wichtigen Entscheiden beteiligt.

    "Ich gehe davon aus, dass die Zahlen für das erste Quartal so gut sein werden, dass das die Leute irritieren wird."

    Wenn überhaupt profitierten Infrasteukturbetreiber wie SIX vom erhöhten Handelsvolumen. Banken kommen in so einer Krise ziemlich unter die Räder, egal ob normale Geschäftsbank, Vermögensverwaltung oder Investmentbank. Das sieht man ja auch gerade an den Aktienkurse der Banken.
    • PC Principal 27.03.2020 11:06
      Highlight Highlight Und es ist anzumerken, dass allfällige Gewinne der SIX niemals die anderen Verluste der Banken aufwiegen könnten. Ausserdem dürfte die erhöhte Volatilität nicht in diesem Ausmass anhalten.

      Wenn die Wirtschaft still steht, dann wird der Finanzplatz besonders hart getroffen.
    • BlickvonAussen 27.03.2020 13:19
      Highlight Highlight Ich glaube, wer keine Ahnung hat sind Sie.
      Wem gehört die SIX? Aus Wikipedia:
      "SIX befindet sich im Besitz von rund 130 nationalen und internationalen Finanzinstituten, die auch Hauptnutzer der Dienstleistungen sind. Das Unternehmen ist nicht börsenkotiert."
      Was ist ein Synonym für Finanzinstitut? Antwort: Bank.
      Solange die Basis stabil ist, bleibt die Pyramidenspitze an seinem Platz. Die Basis sind die Produktionsbetriebe. Diese machen mir Sorgen und nicht die Banken.
    • PC Principal 27.03.2020 14:07
      Highlight Highlight @BlickvonAussen: Hast du meinen Kommentar überhaupt gelesen? Ich habe geschrieben dass allfällige Gewinne dder SIX niemals die Verluste der Banken aufwiegen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans007 27.03.2020 10:26
    Highlight Highlight Die Kleinstunternehmer brauchen jetzt nicht Kredite, sondern nicht rückzahlbare Direktzahlungen, wie in der Landwirtschaft. Das ist eine segensreiche und bewährte Einrichtung. Kredite sind eine Schuldenfalle.
    • Antiypanikmacher 27.03.2020 11:19
      Highlight Highlight Wenn ein Unternehmen glaubt, einen zinslosen Kredit während 5 bis 7 Jahren nicht zurückzahlen zu können. Braucht den Kredit auch nicht mehr, den der Glaube an ein Rentables Unternehmen fehlt. Das hat dann nichts mehr mit Corona zu tun. Die Krise beschleunigt nur etwas, dass sowieso eintreten würde.
    • E7#9 27.03.2020 13:55
      Highlight Highlight So eine Krise ist immer auch eine wirtschaftliche Säuberung. Gesunde Unternehmen schaffen es durch Konjunkturprogramme, Kurzarbeit, Reserven und mit Hilfe von Krediten diese Krise durchzustehen. Der Markt ist aber auch vollgespickt mit unwirtschaftlichen Zombieunternehmen, die bisher nur dank billigem Geld überleben konnten. In einer Krise trennt sich der Spreu vom Weizen. Das muss so sein, so hart es auch sein mag. Deshalb nein zu unverbindlichen Direktzahlungen. Unbürokratische Kreditvergabe zu angenehmen Konditionen ist das richtige Mittel, um die Firmen zu stützen, die es auch Wert sind.
  • Lubi Dragojevic 27.03.2020 10:21
    Highlight Highlight Profit, Profit und Profit, Banken, Banken und Banken. Kein Wort über Unternehmen, die wirklich in der Kriese stecken oder das Gesundheitswesen, die sich abrackern..super Chefökonom
    • SaraSera 27.03.2020 10:43
      Highlight Highlight @Lubi Dragojevic: Bitte lesen Sie den Text. Lampart sagt, wenn der Finanzplatz jetzt Gewinne macht, müssten diese besteuert werden. Auch sagt er, dass jetzt die Löhne im Gesundheitswesen angepasst werden müssen.
    • Antiypanikmacher 27.03.2020 11:27
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz. Für wen ist das ganze Wirtschaftspaket nochmals?
      Die Gehälter im Gesundheitswesen steht auf einem anderen Blatt, das wird nicht während einer Kriese gelöst.
  • BerriVonHut 27.03.2020 10:14
    Highlight Highlight Eine Wirtschaftsbeziehung mit Musikschullehrer beschreiben^^
  • Jacques #23 27.03.2020 10:04
    Highlight Highlight Der gute Chefökonom vergisst weitere Fixkosten der Unternehmen wie Mieten, Abos, Versicherungen.

    Deswegen werden einfach viele in den Kredit gezwungen.

    Ich denke, gerade der Vermieter sagt nun, dass es ja Hilfe gäbe. Hier hoffe ich, dass der Druck ansteigt. Und nochmals ansteigt und nochmals ansteigt.
    • Antiypanikmacher 27.03.2020 11:29
      Highlight Highlight Er ist halt noch nicht im Kriesenmodus, immer noch im Klassenkampf. Im Gegensatz zu unseren Bundesräten von links bis rechts. Ich bin stolz so eine gute Regierung zu haben.
    • Jacques #23 27.03.2020 12:15
      Highlight Highlight @antibaby... Äh Panikmacher.

      Da ist seeeehr viel Wahres dran.
    • Herr J. 27.03.2020 15:07
      Highlight Highlight Astrogator, ihre Rhetorik aus der sozialistischen Mottenkiste ist immer überflüssig, aktuell ist sie superüberflüssig.
      Wenn man Sie so liest, könnte man meinen, die Schweiz sei ein gescheiterter Staat und die "Wirtschaft" sei der grösste Ausbeuter. In welchem falschen Film stecken Sie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mad Heidi 27.03.2020 09:59
    Highlight Highlight Hübsches Beispiel von Medienmanipulation - so lange auf dem Thema herumreiten, bis das gewünschte Bankenbashing doch noch kommt. C'mon, Watson, das könnt ihr besser!
    • SaraSera 27.03.2020 10:40
      Highlight Highlight @Mad Heidi: Versteh Ihren Kommentar nicht. Wo sehen Sie Medienmanipulation? Es ist durchaus angezeigt, jetzt die Rolle der Banken zu hinterfragen.
    • Philipp L 27.03.2020 10:58
      Highlight Highlight wieso die Rolle der Banken hinterfragen?

      Die Banken geben Kredite zu 0% und haben einen enormen Aufwand diese ganzen Anträge zu bearbeiten. Dieses Personal kann dadurch seiner normalen Arbeit nich nachgehen, was bitte schön macht die Bank da falsch?
    • Shlomo 27.03.2020 11:25
      Highlight Highlight @Philipp: Die Banken verdienen über 200 Mio an der ganzen Geschichte und ihr Ausfallgefärdeten Kredite werden somit auch bedient. Keine Bank macht irgend was aus altruistischen Beweggründen.
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  • GetReal 27.03.2020 09:55
    Highlight Highlight Für mich ist es nach wie vor ein Widerspruch, Ökonom sein zu wollen und gleichzeitig beim Gewerkschaftsbund zu arbeiten.
    • g-rd 27.03.2020 10:11
      Highlight Highlight Ähm, wie meinen? Eine Gewerkschaft repräsentiert einen zentralen Teil der Wirtschaft, nämlich alle die, die darin arbeiten. Da ist es doch extrem wichtig, dass es auch bei den Gewerkschaften Leute hat, die Wirtschaft studiert haben – und das nicht nur mit der Intention, im Leben möglichst viele Boni zu bekommen. Wenn die Gewerkschaften nur 1.Mai-Transparent-Sprayer anstellen, werden sie im System der Sozialpartnerschaft wohl kaum mehr ernst genommen werden.
    • loquito 27.03.2020 10:18
      Highlight Highlight Weil? Grundsätzlich nur eine Sicht auf die hochexakte Wissenschaft Wirtschaft existiert... Sry, aber da hat wohl jemand nichts verstanden...
    • ninolino 27.03.2020 10:19
      Highlight Highlight Logisch, wenn man den arbeitenden Mensch nur als nachwachsende Ressource sieht...
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  • freeLCT 27.03.2020 09:55
    Highlight Highlight "Ich würde die Kredite nicht überbewerten. Eine Firma nimmt in einer Krisensituation in der Regel keine Kredite auf. Ausser sie geht davon aus, sie kann diese wieder zurückzahlen."

    Und darum vergeben wir die Kredite zu Nullzinsen und auf den Nacken vom Staat (in Form einer Bürgschaft).

    Herr Chefökonom. Bitte sich mit ökonomischen Anreizen beschäftigen. Danke.
    • Liselote Meier 27.03.2020 11:08
      Highlight Highlight Aha dann erläutere mal wie z.B. ein Coiffeursalon mit 2 Angestellten den Kredit wieder zurück bezahlen kann.

      In dem er wenn er wieder öffnen kann, Haare schneiden für 1000 Fr. anbietet?



    • freeLCT 27.03.2020 11:19
      Highlight Highlight @Liselote Meier:

      Kennst du meine Antworten nicht langsam, auf solche fragen? ;)

      Ein Coiffeur, welcher nicht rentieret, würde in meiner Welt nicht mehr in diesem Bereich wirtschaften.
      Würden sich die Angestellten wohl eine neue Beschäftigung suchen müssen.

      Am besten in einem Bereich, bei welchem eine hohe Nachfrage auf ein knappes Angebot stösst und nicht umgekehrt.

      Not würde erfinderisch machen, der Staat nimmt uns mit diesen Kreditangeboten die Not.

      Solange wir nur aus dem eigenen Haus fallen müssen, um die Haare geschnitten zu bekommen, ist das wert würde man meinen, oder?
      Ich sage nein
    • Liselote Meier 27.03.2020 11:43
      Highlight Highlight Kann man so sehen, nur sollte einem dann auch klar sein, dass die Tendenz der Monopolisierung so noch schneller voranschreitet.

      In 10 Jahren gibt es so den Coiffeur, den Metzger, den Bäcker von Neben an nicht mehr sondern einige wenige Monopolisten, enorme Machtfülle für diese Monopole und eine noch grössere Abhängigkeit wären die Folge.

      Ich glaub, dies habe ich dir schon mal erläutert, dass du die Monopolisierungstendenzen im Kapitalismus nicht beachtest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jörg Wirz 27.03.2020 09:54
    Highlight Highlight Unternehmen die jetzt profitieren, die bezahlen dadurch ja höhere direkte Steuern, MWSt, sozialabgaben etc. Wo ist das Problem?

    Diese Sätze sollte man nicht erhöhen, denn das würde es erschweren zur Normalität zurückzufinden.

    Das Corona Massnahmenpaket lässt sich durch den Bund einfach finanzieren, zusammen mit der Nationalbank. Wenn durch diese Massnahmen die Inflation etwas ansteigen sollte ist das auch nicht tragisch, dann hätten wir als Folge davon endlich diese mühsamen Negativzinsen vom Tisch.
  • Fairness 27.03.2020 09:50
    Highlight Highlight Jetzt sieht wenigstens die ganze Welt, dass in der Schweiz viele gar nicht reich sind. Wäre das so, könnten alle, insbesondere auch Klein-und Kleinstunternehmen, nämlich ein paarMonate ohne Hilfe durchhalten.
    • Dominik Treier 27.03.2020 11:31
      Highlight Highlight Natürlich sind in der Schweiz die meisten nicht reich fairness...

      Warum aber denkst du kratzen so viele am Existenzminimum in einem Land, das allgemein nach Zahlen so reich ist?
      Weil einfach jemand viel zu viel hat und nicht bereit ist seinen gerechten Teil an die Gesellschaft zu bezahlen und dazu auch nicht angehalten wird...
    • Mattse73 27.03.2020 11:43
      Highlight Highlight Das ist nur ein Teil vom Problem... die Frage ist doch auch, wer hätte Rücklagen machen können und hat sie nicht gemacht weil es sie nicht gebraucht hat bis jetzt... das ist wie wenns zu Hause brennt, danach sind die Bewohner sehr sensibel, haben Rauchmelder und Löschmittel en gros... zuvor haben sie sich aber beschwert dass im Treppenhaus eine Handfeuerlöscher haben müssten...
    • Smeyers 27.03.2020 12:52
      Highlight Highlight Der Lampart hat weder Ideen noch Verständnis für die selbständigen.

      Er denkt immer noch wer selbständig ist, ist reich. Dabei geht es gar nicht um die Arbeitsbedingungen, sondern das selbständige Zugang zum sozialsystem bekommen ( im Moment heisst es zahlen aber nicht beziehen).

      Ausserdem wird sich zeigen wie gut die selbständigen ihr Geschäft umstellen können im Bereich Digitalisierung oder Vertrieb.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 27.03.2020 09:45
    Highlight Highlight Ich mag das Geschrei der Gesundheitsindustrie nicht. Ja sie kümmern sich aktuell um die Kranken. Aber diese Notlage jetzt auszunützen, um sich systemrelevant oder wichtiger als andere darzustellen ist unsympathisch. Im Endeffekt sind sie am Ende einer langen Kette von Zulieferern an der Front beim Patienten. Wenn der Beruf so schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen aufweist, warum haben sie diesen dann erlernt? Wenn man den Arbeitsmarkt nicht mit billigen Arbeitskräften aus dem Ausland sättigen würde, die zum lächerlichen Mindestlohn arbeiten, dann gäbe es auch höhere Löhne.
    • Vintage 27.03.2020 11:21
      Highlight Highlight Klar, weil ja so viele Schweizer gerne Menschen pflegen. Keine Krise zu gross um wieder mal auf die Ausländer einzudreschen.
    • tr3 27.03.2020 11:55
      Highlight Highlight „als systemrelevant darstellen“? Really?
  • Goldjunge Krater 27.03.2020 09:41
    Highlight Highlight Mitten in der Krise die hole Hand machen, da dreht sich mir der Magen!
  • rodolofo 27.03.2020 09:41
    Highlight Highlight Dass die Banken selbst in dieser ausserordentlichen Notlage nicht auf Dividendenausschüttungen und Boni verzichten wollen, sehe ich als Schlag ins Gesicht einer mehrheitlich Not leidenden Bevölkerung!
    Nun wäre eigentlich der Bundesrat am Zug, den Banken solche zynische Frechheiten per Notstandsverordung zu verbieten, so wie sie Gruppenansammlungen über 5 Personen von der Polizei auflösen lässt!
    Eine solche Ansammlung an Geldgier ist wirklich unerträglich und führt bei mir zu einer enormen Stressbelastung, die gesundheitliche Risiken birgt!
    Bald gehöre ich auch zu einer "Risiko-Gruppe"...
    • Antiypanikmacher 27.03.2020 11:45
      Highlight Highlight Ich finde Boni und Gewisse Löhne sind teilweise überrissen. Aber ob und wieviel davon Ausbezahlt wird. Kann ja wohl nicht diskutiert werden. Wie worden Sie reagieren, wenn ihr Chef ihnen den 13 Monatslohn nicht ausbezahlt?
    • Said 27.03.2020 12:41
      Highlight Highlight Keine Dividendenauschüttung? Was würde ihre Pensionskasse dazu sagen?
    • rodolofo 27.03.2020 16:24
      Highlight Highlight @ Said
      Pensionskasse, was ist das denn?
      Ob wenig, oder gar nichts spielt bei mir keine Rolle.
      Aber von mir aus könnte man den Pensionskassen schon etwas ausschütten, aber mit dem Vermerk: "Nicht für den CEO und das Kader der Pensionskasse verwenden!"
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