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Menschen demonstrieren am schweizweiten Klimastreik gegen die Klimapolitik und fuer einen sicheren Klimaschutz am Samstag, 6. April 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Klimastreik vom 6. April in Zürich. Bild: KEYSTONE

Boom bei My Climate: Schweizer zahlen CO2-Kompensation fürs gute Gewissen

Die Proteste der Klimajugend lösen ein Unbehagen aus. Manche verzichten darum auf Flüge oder Autofahrten. Und es steigt die Zahl derer, die ihren ökologischen Fussabdruck mit dem Portemonnaie verkleinern wollen.

Benjamin Weinmann / ch media



Die Stiftung My Climate bietet dazu eine Art modernen Ablasshandel an. Mit einer Spende kann man für die Menge CO2, die beim Reisen entsteht, einen gewissen Betrag einzahlen. My Climate investiert das Geld dann in Projekte, die die entstandene Umweltverschmutzung an einem anderen Ort wieder einsparen.

Sie subventioniert zum Beispiel klimaschonende Kochstellen in Entwicklungsländern. Kompensiert man etwa einen Ausflug nach New York, wird dieses CO2 durch eine Familie in einem Entwicklungsland während eines Jahres am Öko-Kocher wieder eingespart.

Umfrage

Hast du schon einmal eine CO2-Kompensation bezahlt?

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4,767

  • Ja, einmal.8%
  • Ja, schon mehrmals. 16%
  • Ja, das bezahle ich immer.8%
  • Nein, aber ich will das jetzt mal machen.17%
  • Nein, das werde ich nie.24%
  • Ich will nur das Resultat sehen.28%

Die Nachfrage nach solchen Kompensationen ist noch bescheiden. Nur einer von hundert Flugpassagieren leistet eine freiwillige Abgabe. Zudem stammen 90 Prozent der Abgaben von Firmen. Doch die Stiftung erlebt gerade einen Ansturm. Sie dürfte 2018 erstmals die Schwelle von einer Million Tonnen an kompensiertem CO2 überschritten haben. Die genaue Zahl ist noch nicht bekannt.

Die Nachfrage nach der Kompensation über den Online-Klimarechner, wo jeder seinen individuellen Verbrauch ausgleichen kann, hat sich während der ersten drei Monate dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. «Wir spüren den Effekt der Klima-Bewegung», sagt Sprecher Kai Landwehr. «Viele Firmen fragen uns an, wie sie ihre Aktivitäten ökologischer gestalten und Umweltbelastungen kompensieren können.»

Kritik am Effekt

Doch es gibt auch Kritik an der Möglichkeit, die eigenen Klima-Emissionen mit einem freiwilligen Geldbetrag wieder gut zu machen. «Die Kompensation ändert nichts daran, dass mit der eigenen Reise CO2 und andere Gase in die Luft abgegeben werden», sagt Niels Jungbluth von der Umweltberatungsfirma ESU-services. Der Vielflieger fühle sich möglicherweise etwas besser, der Planet nicht.

Kai Landwehr entgegnet, dass die «My Climate»-Abgabe eine freiwillige Verursachergebühr mit konkreter Wirkung sei. «Es ist wie bei der Kehrichtgebühr: Wer Abfall oder in diesem Fall Treibhausgase verursacht, bezahlt für deren Entsorgung. Er gibt zu bedenken, dass es nicht SUV-fahrende Vielflieger seien, die ihre Flüge kompensierten. «Studien zeigen, dass es ökologisch bewusste Menschen sind, die das Angebot nutzen.» Nachhaltig leben und Kompensationszahlungen seien kein Widerspruch.

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    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 14.04.2019 12:17
    Highlight Highlight CO2-Kompensation als Geschäftsmodell. Man kauft sich ein "reines" Gewissen, ohne auf etwas verzichten zu müssen.
    Ich nenne es Ablasshandel mittels "Umwelt-Influencer"...
  • Martinstulz 14.04.2019 11:25
    Highlight Highlight kann man bitte endlich aufhören, den falschen vergleich vom „modernen ablasshandel“ nachzuplappern? ein ablasshandel war quasi ein bestechungsgeld an gott, gezahlt an den klerus, welcher sich damit den wanst füllte. wiedergutgemacht wurde damit rein gar nix. myclimate hingegen wendet schlicht und einfach das verursacherprinzip an. falls dies ein ablasshandel ist, dürfte man beispielsweise auch keine abfallentsorgung mehr bezahlen und seinen müll einfach liegen lassen. wer also fliegt, aber keinen bock hat für die folgeschäden aufzukommen, soll sich bitte ein anderes argument ausdenken.
  • Gawayn 14.04.2019 07:52
    Highlight Highlight Offenbar eine Universallösung
    Es gibt irgendwo ein Problem
    CO2, Abfälle, Ozonloch etc, sucht man wo man einem Geld dafür abzapfen kann.

    Es ist ein Ablasshandel. Sorry.
    Ich kann soviel die Umwelt verschmutzen wie es mir passt.
    Solange ich brav dafür zahle das jemand anderer es für mich einspart.

    Ein Umdenken ist nötig. Kein Ablassbrief.
    Du nimmst zum einkaufen deine Jute Tasche, statt ein Plastikbeutel für 0.5.- im Laden.
    Essen, nach Möglichkeit kein Fertigzeugs, möglichst saisonal und Lokale Erzeugnisse.
    Carsharing

    SELBER tun. Nicht Andere machen lassen...
  • Klaus07 14.04.2019 07:24
    Highlight Highlight Gemäss Bilanz von 2017 gehen von 10,9 Millionen Aufwand 2,2 Millionen für die Administration drauf. Das sind 20%. Von 2016 auf 2017 stiegen die Flüssigen Mittel um 2 Millionen sowie das Fondvermögen um 3 Millionen. Die Einnahmen stiegen um 1,3 Millionen auf 14,2 Millionen und die Ausgaben für Klimaschutzprojekte sanken von 9,1 auf 5,6 Millionen.

    Hier die ganze Erfolgsrechnung und Billanz:
    https://www.myclimate.org/fileadmin/user_upload/myclimate_-_home/01_Information/01_About_myclimate/02_Annual_reports/Documents/myclimate-jahresbericht-2017.pdf

  • Harvey Dent 14.04.2019 07:05
    Highlight Highlight Hm... was ist nun besser? MyClimate oder gar nix tun? Die Hebelwirkung die ein CHF in Entwicklungsländern bewirken kann, ist massiv. Aber ja, tun wir gscheiter gar nix und geisseln alle die nicht so leben, wie ich es für richtig halte. Nochmals: was ist nun besser - ein Flug nach New York mit oder ohne Kompensationen? (Klar, gar kein Flug, aber was wenn das nicht geht?)

    Mit moralingesäuertem Fingerzeigen wird das alles nix.
  • spaccatutto 14.04.2019 02:02
    Highlight Highlight Spannendes Thema, dieser Artikel greift aber leiter zu wenig weit. Bei MyClimate und co. kann man mehr als nur den „Ausflug“ nach New York kompensieren, sonder auch CO2 emmissionen, welche nich so einfach zu verhindern sind, wie z.b Einkauf von Nahrung, Ölheizung in einer Mietwohnung, usw. Wenn, dann sollte man nachhaltig leben und einen Teil davon kompensieren, dann hat es auch nicht viel mit einem Ablasshandel zu tun
  • Nathanael II 14.04.2019 00:54
    Highlight Highlight Die verlogensten Leute sind die, die zuerst schimpfen, Klima-Kompensation sei Ablasshandel. Und dann nehmen sie das Flugzeug - ohne für die Kompensation zu bezahlen.
  • MrXanyde 14.04.2019 00:41
    Highlight Highlight Erinnert mich irgendwie an einen Ablassbrief der katholischen Kirche im 15. Jahrhundert...
  • Gubbe 13.04.2019 23:40
    Highlight Highlight Was verdient den die Stiftung My Climate an diesem kuriosen Handel? Das ist etwas vom absurdesten das der Mensch erfunden hat. Ich kaufe mir ein Paar hohe Stiefel und der andere darf nur Halbschuhe tragen. Ha!
  • McBeans 13.04.2019 23:30
    Highlight Highlight Genau an den Ablass-Brief der katholischen Kirche hat mich dies auch immer erinnert. Das ist halt in einer von Geld dominierten Gesellschaft...
    V.a. geht es nicht auf, da sicher nicht 100% des bezahlten Betrages in die Kompensation investiert wird. So müssen ja auch die Angestellten der bezahlten Firmen entlöhnt werden. Somit wird dann ja trotzdem nicht der ganze Schaden kompensiert...!
  • m. benedetti 13.04.2019 22:43
    Highlight Highlight Ich sehe das so: Ohne CO2 kein Leben, mehr CO2=Mehr landwirtschaftlicher Ertrag, mehr Ertrag=weniger Hunger. CO2 sehe ich nicht als Problem. Deshalb sehe ich auch keinen Grund CO2 zu besteuern oder zu kompensieren. Die 90 ppm mehr CO2 in Erdnähe in den letzten 100 Jahren haben einen Effekt von gerade einmal 0.3 Grad und nicht einmal das ist bewiesen. Mein Rat: 😎 down
    • p4trick 13.04.2019 23:33
      Highlight Highlight Um andere Seiten im Internet zu beteiligen: es ist eh egal bald wird das Leben durch 5G Strahlen komplett ausgelöscht. Lang lebe das Internet und seine Informationen \o/
    • nonsensli 14.04.2019 08:21
      Highlight Highlight Mehr CO2 = wenige Nährstoffgehalt in den Pflanzen = mehr Mangelernährung = Problem nicht gelöst (weiss den Namen der Studie leider grad nicht auswendig, ist aber so ca. vor einem halben Jahr erschienen)
  • Bynaus @final-frontier.ch 13.04.2019 22:01
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist das eine gute Sache: aber ich denke, MyClimate hat einfach ein Glaubwürdigkeitsproblem (sieht man auch an den Kommentaren hier). Wer stellt denn sicher, dass die Familie den Ökokocher in der "Kompensationszeit" wirklich benutzt und keine anderen fossilen Brennstoffe benutzt? Wer stellt sicher, dass die aufgeholzten Wälder nicht wieder abgeholzt werden oder einem Waldbrand zum Opfer fallen? Und so weiter. Eine einzelne Firma kann das alleine kaum leisten. Da hätte ich mehr Vertrauen in den Staat.
  • artyfrosh 13.04.2019 20:42
    Highlight Highlight Vielen Kommanterschreiber scheinen das Prinzip nicht ganz verstanden zu haben. Lest euch zuerst ein, bevor ihr irgend welches Zeugs behauptet... Schade, dass man die Leute vegrault, die eigentlich daran sind einen Weg zu finden, sich zu verbessern. Das es nicht von Anfang an perfekt ist, ist doch völlig ok. Immerhin probieren sie Lösungen aus.
  • Biindli 13.04.2019 20:09
    Highlight Highlight Grundsätzlich regt die Klimadiskussion einem ja sehr zum Nachdenken an. Und evtl. führt es ja auch dazu, dass man einen schon gebuchten Flug antritt und über MyClimate kompensiert und dann die nächsten Ferien aufs Fliegen verzichtet. Ich könnte mir das gut vorstellen, denn ich muss ehrlich gestehen vor gar nicht so langer Zeit habe ich mir noch nicht so viele Gedanken über den Klimawandel und meinen persönlichen kleinen Beitrag dazu gemacht. Und ich denke das geht ganz vielen so.
  • Sensei 13.04.2019 19:28
    Highlight Highlight Man sollte wenn schon da einfach ein Abo mache für den gesamten Lebenswandel hier, nicht nur für einzelne Flugreisen.
  • marmuel 13.04.2019 19:20
    Highlight Highlight Ich wäre eher bereit einen Teil meiner CO2 Emissionen aus der Luft zu filtern und dann im Boden einzulagern (wie das zB climate works tut). Leider momentan noch sehr teuer. Der Vorteil ist dass man das CO2 *nachweisbar* aus der Luft gefiltert hat. MyClimate ist mir einfach etwas suspekt und die Einsparungen sind über viele Jahre hinweg (zB beim Bäume pflanzen).

    @Watson könnt ihr mal einen Beitrag über Karbonfixierung machen?
  • Damian derungs 13.04.2019 18:40
    Highlight Highlight Nur mal so, da es hier augenscheinlich nu von Klimaaktivisten wimmelt, was sollen wir, die Regierung, die Industrie und die ganze Welt denn konkret unternehmen? Co2 veringern, zählt nicht, das ist das Ziel, wie? mit welchen Massnahmen? Ihr fordert alle immer nur, bringt umsetzbare Vorschläge, ansonsten wird nie was draus
    • nonsensli 14.04.2019 08:26
      Highlight Highlight Es gibt tonnenweise Vorschläge... Z.B all die Solaranlagen, welche seit Jahren auf der Warteliste zur kostendeckenden Einspeisevergütung stehen und nie realisiert wurden weil die Politik nicht bereit ist die Fördermenge zu erhöhen.
  • Earlybird 13.04.2019 18:39
    Highlight Highlight Ich denke ein Anfang wäre kein Flugtickets unter 200.-
    Wen der Flug nur 30.- kostet werden die restlichen 170.- an eine solche Stiftung gespendet
    • xHascox 14.04.2019 00:58
      Highlight Highlight Sorry aber ein Flug der 3000 Franken kostet schadet dem Klima gleichviel wie einer der 30 Franken kostet.
      Einfach die Kompensation in den Preis integrieren. Die kostet so ca. 20 bis 200 Franken, macht das Fliegen also nicht mega teuer.
      Ob man nur noch reichen Leuten das Fliegen erlauben soll, finde ich aber sehr fragwürdig...
  • xHascox 13.04.2019 18:03
    Highlight Highlight Ich stimme ja zu, dass es besser wäre, auf Flüge zu verzichten, statt sie mit Geld zu kompensieren.
    ABER:
    Dem Planeten IST geholfen. Schliesslich wird dank dem gespendeten Geld in Entwicklungsländern weniger CO2 ausgestossen!
    Am besten wäre es natürlich, nicht zu fliegen und trotzdem zu spenden. Aber Entwicklungsländern kann mit Geld gut geholfen werden, weniger CO2 auszustossen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.04.2019 17:55
    Highlight Highlight Finde es interessant, wie alle hier da Wort Ablasshandel verwende und das negativ meinen.
    Ich verursache CO2, im Idealfall zahle ich dafür, dass jemand anders dieses wieder aus de Atmosphäre saugt oder schon gar nicht freisetzt.
    Ganz einfach, ich muss mich nicht einschränken, es besteht für Firmen ein Anreiz, selber nicht viel CO2 freizuesetzten, weil ich, der Kunde dann weniger Zahlen muss und ich übernehme die Verantowrtung für mein Handeln.
  • Froggr 13.04.2019 17:55
    Highlight Highlight Da kommt mir als erstes gleich Gretas Vater in den Sinn!
    • dmark 13.04.2019 20:36
      Highlight Highlight Du meinst seine Cooperation mit der Firma "WeDontHaveTime AB"?

      Diese „Good Cause-Company“ WeDontHaveTime AB betreibt PR ausdrücklich für die Pariser Verträge und die CO2-Agenda zur Klimarettung, die genau diese CO2-Zertifikate in die Welt gerufen hat. Dass hier mit den CO2-Zertifikaten und hohen Geldsummen gearbeitet wird, wird unter „How it works“ der Firmenseite erkennbar.

      Das ist doch nur "zufällig"...
  • Evan 13.04.2019 17:51
    Highlight Highlight Es wäre spannend zu erfahren, was mit de Geld im Detail geschieht.
    • Mr.President 13.04.2019 18:38
      Highlight Highlight Dafür geht man schön essen! 😂👍
      auf Kosten von deinem schlechten Gewissen.
      Den die, die es absahnen haben keins.
      Somit Prost an alle Jute statt Plastik Liebhaber 🥂
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 13.04.2019 19:11
      Highlight Highlight Projekte werden auf der Webseite beschrieben.
    • Forest 13.04.2019 19:24
      Highlight Highlight neoliberale Raubtierkapitalist

      Wo wären wir ohne diese Weltretter. Egal ob Klima, Tsunami oder Erdbeben viele Hilfsorganisation haben schon Gelder unterschlagen, wird hier nicht viel anders sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 13.04.2019 17:51
    Highlight Highlight Diese Kompensationen sind doch lächerlich. Vielfach lassen sich Personen bezahlen, ihren Lebensstiel nicht zu ändern. Die hätten auch ohne Anreiz nicht mehr Co2 verbraucht.

    So wird das nix. Wir müssen unseren ökoligischen Fussabruck verkleinern. Und danach dasselbe von anderen industrialisierten Ländern fordern. Ohne eigene Einschränkungen wird es nix ...
    • Aerohead 14.04.2019 08:46
      Highlight Highlight Bin deiner Meinung, aber auch froh, dass es die Möglichkeit zur Kompensation gibt, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
  • Aurum 13.04.2019 17:38
    Highlight Highlight Schweizer Tradition, seit der Herbstsession (hihi, ein reim :)). Das Parlament beschloss ja auch nur Klimazertifikate zu kaufen, statt konkrete Reduktionsstrategien zu formulieren.
  • Zeit_Genosse 13.04.2019 17:30
    Highlight Highlight „Sie subventioniert zum Beispiel klimaschonende Kochstellen in Entwicklungsländern. Kompensiert man etwa einen Ausflug nach New York, wird dieses CO2 durch eine Familie in einem Entwicklungsland während eines Jahres am Öko-Kocher wieder eingespart.“

    Im Ernst. Ich fliege nach NewYork, dafür muss eine Afrikanische Familie einen Ökokocher benutzen um deren CO2-Ausstoss einzusparen. Pervers!
    • Big_Berny 13.04.2019 17:44
      Highlight Highlight Was soll den am Ökokocher schlecht sein? Bei anderen Projekten werden zum Beispiel bei Benzin-Stromgenerator mit sauberen Solarlösungen ersetzt. Da haben doch auch die "afrikanischen Familien" etwas davon dank weniger Abgasen und Lärm.
    • Jesses! 13.04.2019 17:53
      Highlight Highlight Wieso? Sollen sie es ebenso dumm machen, wie wir es seit Jahrzenten machen? Eben nicht!
    • fireboltfrog 13.04.2019 17:57
      Highlight Highlight Verstehe das Argument und damit werden bestimmt auch wieder Krume geschäfte gedreht (Wälder gepflanz die nur deshalb abgebrannt wurde). Aber man kann bei MyClimate das Projekt ja aussuchen. Zwar gibt es meiner Meinung zuweing Auswahl, aber das Konzept, dass ich nach New York fliege und dafür an eine Haussanierung zahle ist das schon mal etwas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 13.04.2019 17:29
    Highlight Highlight «Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!»
    • TheRealSnakePlissken 13.04.2019 20:37
      Highlight Highlight Hallo? Wir sind hier nicht bei Hugo Stamms Sektenblog! Das Fegefeuer ist nicht nachweisbar im Gegensatz zur Klimaerwärmung.
  • drjayvargas 13.04.2019 17:27
    Highlight Highlight Vom Konzept het gut, aber komplett am Ziel vorbei. Wenn ich nun also meine monatlichen Flüge nach London und Asien monetär abgelte sind sie aut einmal voll okay oder wie?
  • walsi 13.04.2019 17:25
    Highlight Highlight Es lebe die Arroganz, mit ein paart Silberlingen kauft man sich ein reines gewissen. Dem nächsten Urlaubflug steht nichts mehr im Wege.
    • Oberon 13.04.2019 17:39
      Highlight Highlight Anstatt die Probleme zu lösen werden halt lieber diese Sachen gemacht. Die Jahrzehntelange Subvention in Afrika oder allgemein Spenden an dubiose Firmen sind nur Beispiele. Das versagen liegt jedoch an den Regierungen mit ihren aufgeblasenen Institutionen ala UN um dabei zu sein aber Probleme werden keine gelöst.
  • Jesses! 13.04.2019 17:23
    Highlight Highlight Für mich besteht der Sinn des Lebens unter Anderem im Entdecken der Welt. Ich will also nicht auf das Fliegen verzichten. Nun zahle ich co2 Kompensation. Immerhin, finde ich, auch wenn es die co2-Emissionen nicht reduziert. Dafür sind andere gefragt: Die Politik und die Ingenieure! Entwickelt neue Flugzeuge. Rasch. Den Druck dafür machen wir mit den Wahlen. Es braucht Leute, die die Entwicklung politisch voran treiben. Rasch.
    • Thomas Bollinger (1) 13.04.2019 18:52
      Highlight Highlight Wenn Du die Welt entdecken willst, solltest Du ein anderes Transportmittel nehmen. Und dir die Zeit. Sonst is es nur Jetsetting.
    • Jesses! 13.04.2019 19:23
      Highlight Highlight @Thomas: woher nehmen wir in unserer tollen Leistungsgesellschaft die Zeit? Zeit fehlt hier. Leider.
    • Zeit_Genosse 13.04.2019 23:04
      Highlight Highlight @Jesses: Man zeige auf die Anderen und erwartet dass sie etwas tun. Man könnte die Sinnfrage auch anders beantworten, statt ICH will....
  • Granini 13.04.2019 17:23
    Highlight Highlight Neue Geschäftsidee: Ich lasse mich von diesen Menschen bezahlen und lebe dafür ökologisch, was ich eh schon tue. Son Brunz.
  • wolge 13.04.2019 17:18
    Highlight Highlight In etwa dasselbe wie Spenden...

    Statt faire Preise zu bezahlen, statt faire Margen zu verlangen, statt faire Löhne zu bezahlen... Lieber Spenden und sich als „Held“ fühlen resp. hinstellen. Perfekt wenn man diese gleich noch steuerlich geltend machen kann...

    Nun machen wir dasselbe bei der Umwelt: Statt zu verzichten, statt faire Preise zu bezahlen, statt faire Margen zu verlangen, statt ökologisch und nachhaltig zu produzieren... Lieber Spenden und sich als „Held“ fühlen resp. hinstellen... Wie sieht es mit den Steuerabzügen aus?
  • ingmarbergman 13.04.2019 17:18
    Highlight Highlight Sollte man obligatorisch machen. Beim Benzin zahlen wir auch eine Umweltabgabe. Wieso also nicht beim Kerosin?
  • ChiliForever 13.04.2019 17:16
    Highlight Highlight Ablasshandel ist da genau der richtige Begriff dafür. Man zahlt halt einfach um sein Gewissen rein zu halten. Anstatt sich selbst einzuschränken wirft man halt den Ärmsten der Armen ein paar Brosamen hin.
    • corsin.manser 13.04.2019 17:36
      Highlight Highlight Das kannst du nicht so generalisieren. Gerade ein Unternehmen kann vielleicht nicht komplett auf Flüge verzichten. Da macht es durchaus Sinn, diejenigen Flüge, auf die man angewiesen ist, wenigstens zu kompensieren.


      Aber klar: Als erstes sollte man sich überlegen, auf welche Flüge man ganz verzichten kann.
    • Energize 13.04.2019 17:37
      Highlight Highlight Im Gegensatz zum Ablasshandel wird aber ein Effekt erzielt. Eine Familie mit Solarkocher beispielsweise produziert beim kochen kein CO2 mehr, keine Luftschadstoffe und das Geld für die Holzkohle kann eingespart werden. Selbstverständlich ist verzicht die bessere Alternative.
    • Platon 13.04.2019 17:44
      Highlight Highlight @Chili
      Ablasshandel stimmt einfach überhaupt nicht! Es wäre Ablasshandel, wenns wirklich nichts bringt. Aber es werden Kompensationen gemacht.
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