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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. bild: watson

10'000 Franken-Franchise und besorgte Bundesräte – das schreiben die Sonntagszeitungen



Schweizer Bundesräte äussern sich zu Syrien-Angriff

Nach den Luftschlägen der Alliierten auf vermutete Chemiewaffenanlagen in Syrien zeigen sich Verteidigungsminister Guy Parmelin und Aussenminister Ignazio Cassis in Interviews mit den Zeitungen «Sonntagsblick» beziehungsweise «NZZ am Sonntag» besorgt über die ganze Situation. Die Schweiz rufe alle involvierten Parteien zur Deeskalation auf, sagte Cassis. Bundesrat Parmelin hätte sich zudem von den USA, Grossbritannien und Frankreich mehr Zurückhaltung gewünscht. Die Westmächte hätten die Ergebnisse der internationalen Untersuchung über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien abwarten können, betonte der Schweizer Verteidigungsminister in dem Interview.

Le Conseiller Federal et chef du Departement federal des affaires etrangeres Ignazio Cassis s'exprime lors d'une conference au sujet des relations Suisse-Europe et de la fiscalite des entreprises ce jeudi 22 mars 2018 au Swiss Tech Convention Center de l'EPFL a Lausanne. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Ignazio Cassis. Bild: KEYSTONE

Facebook will Schweizer Strafverfolger nicht helfen

In der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden ist das weltgrösste soziale Netzwerk Facebook laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» wenig kompromissbereit: Schweizer Behörden richteten von 2013 bis Mitte 2017 insgesamt 361 Anfragen um Datenlieferungen an den US-Konzern. Bei 253 Anfragen rückte das Unternehmen von Mark Zuckerberg allerdings keine Informationen heraus. Somit würden zwei Drittel aller Anfragen aus der Schweiz abgeschmettert, wie aus dem neusten Transparenz-Bericht des sozialen Netzwerks hervorgehe. Die meisten Begehren kommen vom Bundesamt für Polizei Fedpol, wie eine Sprecherin gegenüber der Zeitung bestätigte. Bei den Straftaten stehe Terrorismus als Vorwurf an erster Stelle.

Erhöhung der Mindestfranchise

Die Chefin der Krankenkasse CSS, Philomena Colatrella, hat in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» mehr Eigenverantwortung bei der Gesundheitsversorgung gefordert. Zudem schwebten ihr als mögliche Massnahme zur Senkung der Krankenkassenprämien die Erhöhung der Mindestfranchise auf 5000 oder 10'000 Franken vor. Damit könnten die Monatsprämien ersten Schätzungen zufolge um rund 170 Franken pro Person sinken. Es brauche komplett neue Ideen im Gesundheitsbereich, betonte Colatrella.

Mehr Massnahmen im Erwachsenenschutz

In der Schweiz unterliegen laut einer Meldung des «SonntagsBlick» fast 90'000 Menschen einer Massnahme im Erwachsenenschutz, zu denen auch die Stellung eines Beistands gehört. Seit den 90er-Jahren habe sich diese Zahl um mehr als 36'000 Personen erhöht. Auffallend an den Daten sei, dass es zwischen den Kantonen grosse Unterschiede gebe. So seien in der Westschweiz überdurchschnittlich viele Erwachsene von solchen Massnahmen betroffen. Auch die Zahl der Personen, die notfallmässig in die Psychiatrie eingewiesen werden, nehme stetig zu: Seit 2011 habe sie sich auf fast 15'000 verdoppelt. Diese Tendenz bereite Fachleuten immer mehr Sorgen.

Raiffeisenpräsident will aufräumen

Der Interimspräsident der Raiffeisen-Bankengruppe, Pascal Gantenbein, spricht in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» erstmals über die Aufarbeitung der Affäre Vincenz. Derzeit würden die rund hundert Beteiligungen, welche die Bank seit 2005 erworben hat, unter die Lupe genommen. Damit soll geklärt werden, ob es bei den Zukäufen zu Unregelmässigkeiten kam. Erst nach Abschluss der Untersuchung könne man über personelle Konsequenzen sprechen. Gleichzeitig kündigte Gantenbein aber eine Erneuerung des Verwaltungsrats an. Bis 2020 sollen neun neue Mitglieder zu dem Aufsichtsgremium stossen. Er selbst wolle auch eine Kandidatur prüfen, sagte er.

Pascal Gantenbein an einer Medienkonferenz der Raiffeisen in Zuerich am Freitag, 9. Maerz 2018. Der Wirtschaftsprofessor Pascal Gantenbein uebernimmt als Praesident interimistisch per sofort die Leitung des Verwaltungsrats bei der Bank. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Pascal Gantenbein. Bild: KEYSTONE

ETH wirft nach Mobbing-Fall Ombudspersonen raus

ETH-Präsident Lino Guzzella hat laut der «NZZ am Sonntag» den Ombudspersonen, die den Mobbing-Fall an der ETH ins Rollen gebracht haben, das Ausscheiden aus ihren Funktionen mitgeteilt. Sie seien mit 70 beziehungsweise 72 Jahren zu alt für eine weitere Amtszeit, so die Begründung der ETH. Allerdings werde hinter dem Vorgehen vielmehr vermutet, dass es eine Retourkutsche der ETH-Schulleitung sei, weil sie den Mobbing-Fall gemeldet haben. Die ETH bestreite aber eine Abstrafung.

Alpiq will sparen

Beim Stromkonzern Alpiq steht laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» eine neue Sparrunde an. Nachdem das Unternehmen vor rund drei Wochen den Verkauf fast aller Geschäftsfelder angekündigt hat, stehe nun eine weitere Abbauwelle beim Personal an. Ein Alpiq-Sprecher bestätigte der Zeitung, dass die Grösse und die Kostenstrukturen in Bezug auf die künftigen Geschäftsaktivitäten überprüft werden sollen. In der Unternehmenszentrale würden derzeit noch rund 300 Personen arbeiten.

Der CFO Thomas Bucher von Alpiq anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz 2018 des Schweizer Stromproduzenten Alpiq vom Montag, 26. Maerz 2018 in Olten. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Alpiq CFO Thomas Bucher. Bild: KEYSTONE

Unzufriedene Sicherheitsmitarbeiter

Rund zwei Drittel der Angestellten von privaten Sicherheitsfirmen sind laut einer Meldung von «Le Matin Dimanche» unzufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Umfrage der Gewerkschaft Unia. Als besonders stossend werden laut den rund 600 Rückantworten die Nachtarbeit, die langen Dienste und der ständige Stress empfunden. Die Chefs der befragen Firmen sagten dagegen, die Situation sei nicht katastrophal. Zudem stellten sie die Umfrageergebnisse in Frage. (sda)

Knackeboul, der «elende Lutscher», kommentiert Hasskommentare

Video: watson/Knackeboul, Machiavelli, Lya Saxer

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