Schweiz
Wirtschaft

Karin Keller-Suter zur Mehrwertsteuererhöhung in der Schweiz

KKS über Mehrwertsteuer: «Persönlich finde ich es auch viel und unangenehm»

13.02.2026, 10:3013.02.2026, 10:30

Ab 2028 soll die Mehrwertsteuer für zehn Jahre um 0,8 Prozentpunkte steigen, um zusätzliche Mittel für die Schweizer Armee bereitzustellen und gleichzeitig die AHV zu unterstützen. Finanzministerin Karin Keller-Sutter äussert sich dazu in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger.

Finanzministerin Karin Keller-Sutter findet die mögliche Mehrwertsteuererhöhung viel.
Finanzministerin Karin Keller-Sutter findet die mögliche Mehrwertsteuererhöhung viel.bild: keystone

Sie begrüsst, dass Parlament und Volk über die Erhöhung entscheiden können. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sotomo lehnen über drei Viertel der 15'000 Befragten eine Mehrwertsteuererhöhung ab. Die Finanzministerin selbst bezeichnet die mögliche Erhöhung als nicht besonders angenehm.

«Persönlich finde ich es auch viel und unangenehm.»

Sie erinnert daran, dass die Befürworter der 13. AHV-Rente im Abstimmungskampf versicherten, die Finanzierung sei problemlos möglich. Auf die Frage, ob das Volk damit in die Irre geführt wurde, antwortet Keller-Sutter:

«Der Bundesrat hat immer darauf hingewiesen, dass die 13. AHV-Rente nicht finanziert ist.»

Sparen in anderen Bereichen sei eine Möglichkeit. Der Bundesrat hat zudem ein Entlastungspaket geschnürt. Der Druck der Lobbygruppen auf das Parlament sei jedoch hoch.

Bezüglich der bevorstehenden Abstimmung zur Individualbesteuerung verneint Keller-Sutter, dass dadurch die Mehrwertsteuer steigen würde. Wird die Initiative angenommen, wäre eine Umsetzung voraussichtlich erst 2032 geplant. Bis dahin würden die Bundeseinnahmen voraussichtlich stark steigen. Es bestehe kein Einnahme-, sondern ein Ausgabenproblem. Mit der Individualbesteuerung soll zudem ein rechtswidriger Zustand korrigiert werden. (fak)

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68 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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H.P. Liebling
13.02.2026 11:27registriert September 2018
Hey, KKS: Tax the rich!

Tamminomal...
745
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El_Chorche
13.02.2026 12:00registriert März 2021
Mit ihrem Jahreslohn wäre mir die MwSt-Erhöhung absolut egal.
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Jörg Wirz
13.02.2026 11:11registriert Dezember 2017
Es wäre alles so einfach. Experten empfehlen die Grundstückgewinnsteuer auf Bundesebene schon lange. Sie wäre einfach einzuführen. Aber nein, sie lässt sie in der Schublade verstauben (Lobby-Einfluss) und beklagt sich ebenfalls über die MWST. Das ist seeeehr glaubwürdig... Dann gäbe es noch die Erbschaftssteuer, auch eine Transaktionssteuer wäre denkbar u.s.w. Aber nein, es muss die MWSt sein, die sie persönlich auch so schlimm findet... Hauptsache der rechte Flügel ist einmal mehr nicht wirklich betroffen.
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