Schweiz
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An information sign displayed at the wall of an hospital directing to a new set up test and information centre for the new coronavirus at the district Prenzlauer Berg in Berlin, Germany, Monday, March 9, 2020 (AP Photo/Markus Schreiber)

Das Coronavirus hat den Arbeitsalltag für viele verändert. Bild: AP

Panische Patienten und finanzielle Ängste – so trifft Corona die Berufswelt

Das Coronavirus hat die Schweizer Berufswelt fest im Griff. Die Medizin- und Veranstalterbranche ist besonders betroffen. watson sprach mit Leuten, deren Arbeitsalltag seit Wochen auf dem Kopf steht.



Tatjana Staub – Zahnärztin in Zürich

Tatjana Staub,­ med. dent.
Zahnärztin aus Zürich

Tatjana Staub hat eine Zahnarztpraxis im Zürcher Niederdorf. Bild: zvg

Tatjana Staub ist eine Zahnärztin mit einer Praxis im Zürcher Niederdorf. Sie erzählt im Gespräch mit watson, was das Coronavirus bei ihr verändert hat.

Das Coronavirus ist auch in meiner Praxis ein Thema. Wir hatten vor einigen Tagen drei Terminabsagen. Es waren ältere Leute, die sich Sorgen gemacht hatten. Das hat schon auch finanzielle Fragen aufgeworfen: Was passiert, wenn die Praxis schliessen muss? Meine Versicherung teilte mir mit, dass sie in einem solchen Fall nicht einspringen würde.

Die Absagen häuften sich zum Glück nicht. Die Patientinnen und Patienten, die zu ihren Terminen kamen, zeigten kein Anzeichen von Panik – im Gegenteil. Sie befolgen die Verhaltensempfehlungen, verzichten aufs Händeschütteln und verwenden das Desinfektionsmittel, das wir am Eingang der Praxis aufgestellt haben.

Hilfe bekommen wir zudem von der Zahnärztegesellschaft. Sie informieren uns regelmässig mit Informationsschreiben über die aktuelle Lage und weisen uns darauf hin, was das etwa für medizinisches Material bedeutet.

Ursina* – Teil einer Taskforce zum Coronavirus

Ursina* arbeitet als Kommunikationsexpertin in der Finanzbranche. Sie ist zuständig für die interne und externe Kommunikation. Seit einigen Tagen ist sie auch Teil der Taskforce «Coronavirus» ihrer Firma.

Die aktuelle Phase erlebe ich als sehr intensiv. Seit wir die Taskforce eingerichtet haben, muss ich täglich die Lageentwicklung im Auge behalten. Die Massnahmen und Verhaltensregeln können sich sehr schnell ändern.

«Es tut sehr weh, wenn ein Event abgesagt wird, bei dem man sehr viel Herzblut investiert hat.»

Kommunikationsexpertin Ursina*

Wir mussten bereits Veranstaltungen absagen. Einige davon plant mein Team seit über einem Jahr. Wir haben sehr viele schöne Ideen entwickelt, monatelang viel Herzblut investiert. Es tut dann schon sehr weh, wenn dann ein solcher Event abgesagt wird.

Die Behörden geben sich grosse Mühe, um up-to-date zu sein und in aller Ruhe zu informieren. Ich denke aber, dass es gerade in meiner Funktion wichtig ist, auch andere Informationsquellen zu suchen – schliesslich bin ich keine Virologin. Ich lese die Beurteilungen der WHO und von anderen Gesundheitsinstitutionen. Zudem pflegen wir branchenintern einen intensiven Kontakt. Solche Kontakte sind sehr wichtig, um eigene Einschätzungen auszutauschen.

Heidi Hanselmann – Oberste Gesundheits-Direktorin

Die St. Galler Regierungsraetin Heidi Hanselmann, Praesidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren informiert ueber die neuen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus am Freitag, 28. Februar 2020 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Heidi Hanselmann trat an mehreren Coronavirus-Pressekonferenzen auf, um die Sicht der Kantone vorzustellen. Bild: KEYSTONE

Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann ist seit 2004 Gesundheitschefin des Kantons St. Gallen. Seit dem letzten Jahr präsidiert sie zudem die kantonale Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Das Coronavirus hat ziemlich viel auf den Kopf gestellt. Wir haben zwar eine gewisse Übung durch den Ausbruch der Vogelgrippe und von SARS vor ein paar Jahren, aber das Coronavirus bringt nochmals eine neue Dimension.

«Das Coronavirus hat ziemlich viel auf den Kopf gestellt.»

Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann

In meinen 16 Jahren als Gesundheitsdirektorin habe ich die Stufe «besondere Lage» noch nie erlebt. Diese besondere Situation erfordert viel Koordinations- und Informationsarbeit. Zudem ist in dieser neuen Lage noch vieles unbekannt. Da sich die Situation immer wieder ändert, ist eine rasche und enge Kommunikation wichtig. Ich kann auf ein äusserst professionelles Team im Gesundheitsdepartement zählen. Das hilft enorm. Zudem stehe ich im direkten Austausch mit Bundesrat Alain Berset und seiner Crew.

Wir setzen alles daran, dass wir die aktuelle Situation mit Sorgfalt und professionell bewältigen können. Die Lage ist ernst, Panik ist aber nicht angesagt. Wir arbeiten mit Hochdruck, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zu verlangsamen. Oberste Priorität hat für uns der Schutz der Bevölkerung. Damit das gelingt, müssen alle mithelfen. Es ist darum wichtig, dass Massnahmen wie Abstandhalten und sorgfältige Handhygiene befolgt werden.

Simon* – Schutzmasken verteilender Zivilschützer

Ein Zelt des Zivilschutzes zur Vorueberpruefung und Einteilung von Patienten betreffend dem Coronavirus COVID-19 beim Eingang des Regionalspitals Mendrisio Beata Vergine, am Donnerstag, 27. Februar 2020, in Mendrisio. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Zivilschützerinnen und Zivilschützer erhielten wegen des Coronavirus in verschiedenen Kantonen Sonderaufgaben. Bild: TI-PRESS

Simon* ist Student aus dem Kanton Graubünden. Letzte Woche wurde er für den Zivilschutz-Dienst aufgeboten. Er hätte eine Weiterbildung besuchen sollen – stattdessen durfte er Atemschutzmasken transportieren.

Unser Job war, Atemschutzmasken in einem Reservelager abzuholen und sie an Arztpraxen zu liefern, die sie bestellt hatten. Ich habe mich gewundert, wieso der Zivilschutz statt die Post den Schutzmasken-Kurier machen muss.

«Ich habe mich gewundert, wieso der Zivilschutz statt die Post den Schutzmasken-Kurier machen muss.»

Am Nachmittag halfen wir in der Einsatzzentrale des Kantons aus und beantworteten Anfragen aus der Bevölkerung und der Wirtschaft. Man merkte schon, dass da grosse Verunsicherung herrscht. Ein Touristenpaar fragte etwa, ob der Skiurlaub ausfällt. Positiv überrascht hatte mich aber, dass die Behörden gut vorbereitet waren. Wenn wir etwas nicht wussten, fanden unsere Vorgesetzten innerhalb von wenigen Minuten die richtige Antwort.

Stefanie* – Medizinische Praxisassistentin

ZUM THEMA WAHLFRANCHISEN AN DER FRUEHLINGSSESSION 2018 AM DONNERSTAG, 15. MAERZ 2018 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A doctor examinates a patient with a stethoscope, pictured on March 28, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Stefanie* ist medizinische Praxisassistentin im Raum Luzern. Sie erzählt, wie sie panische Menschen erlebt hat und was sie von «selbsternannten Facebook-Virologen» hält.

Ich nehme das Coronavirus sehr ernst und ich bin dem Arzt sehr dankbar, dass er mir erklärt hat, wieso man die «Panikmache» nicht verteufeln darf. Als MPA begegne ich immer wieder Menschen, die sich sehr schnell einbilden, dass sie sich das Schlimmste geholt haben.

«Ein Patient fragte mich am Wochenende, ob ich ihm eine Maske besorgen könnte.»

Was mich aber momentan sehr ärgert, ist, dass einige wenige Menschen wegen der Verunsicherung völlig unüberlegt handeln. Ein «Patient» kam letzte Woche drei Mal vorbei, obwohl er gar keine Symptome hatte. Er sprach mich sogar am Wochenende in der Stadt an und fragte im vollen Ernst nach einer Maske. Auf der anderen Seite verbreiten selbsternannten Virologen Verschwörungstheorien oder verharmlosen die Gefahr. Solche Leute machen sich mitverantwortlich, dass Spitäler oder Hausärzte momentan am Limit arbeiten.

Marc Probst – Veranstaltungs-Techniker

Marc Probst
Mitglied der Geschäftsleitung von Smartec, Unternehmen für Veranstaltungstechnik
marc.probst@smARTec.com

Marc Probst, Geschäftsführer von Smartec. bild: zvg

Marc Probst ist Geschäftsführer der Smartec, eines Aargauer Unternehmens, das sich auf Veranstaltungstechnik spezialisiert hat.

Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rüsten Veranstaltungen mit Ton, Licht und Video aus. Der Entscheid des Bundesrates, grössere Veranstaltungen zu verbieten und kleinere Veranstaltungen einzuschränken, hat die Event-Branche besonders getroffen.

Seit letztem Freitag steht alles still, ich musste rund 60 Mitarbeiter nach Hause schicken. Die Lage ist in unserer Branche sehr ernst – wir sind wohl zurzeit am stärksten von den Einschränkungen betroffen. Das merke ich im direkten Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden: Dort herrscht grosse Unsicherheit. Uns erreicht eine Absage nach der anderen. Den finanziellen Druck, mit dem die Branche zu kämpfen hat, spüren auch wir.

Wir werden in den nächsten Tagen das Gespräch mit den Behörden suchen. Ich hoffe, dass wir Unterstützung bekommen, damit wir die Arbeitsplätze erhalten können.

* einige Personen wollten ihre Sicht nur anonym erzählen. watson hat ihre Namen abgeändert

Kleinhändler verticken überteuerte Desinfektionsmittel

Wir beantworten eure Fragen zum Coronavirus

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Abendländer 11.03.2020 16:49
    Highlight Highlight spare in der zeit, dann hast du in der not
  • Bravo 10.03.2020 08:12
    Highlight Highlight ...trotzdem verstehe ich in dieser Situation nicht, wieso seit Tagen stündlich ein Direktzug aus Mailand in Zürich eintrifft. Umgekehrt hätte Italien das schon lange abgestellt. Eine Grenzschliessung ist nicht realistisch, aber dieser direkte Virenimport, ich weiss nicht...
    • auloniella 10.03.2020 10:43
      Highlight Highlight Nur weil Viren eventuell auf Oberflächen sind werden nicht alle infiziert die einSitzpolster anfassen...wie lange die Viren überleben und wie viele Viren nötig sind um eine Infektion zu ermöglich weiss man noch nicht. Aber nur so ein einzelnes Virus wird es wohl nicht sein ;) Und vermehren können sie sich alleine ja nicht.
  • DomKi 09.03.2020 23:32
    Highlight Highlight Jetzt hat die Menschheit einen neuen unsichtbaren gemeinsamen Feind. Nur dumm, dass er im Menschen selbst steckt...
  • wolge 09.03.2020 22:48
    Highlight Highlight Was fehlt sind die Informatiker:

    Die müssen nun im nullkommanix für die ganze Belegschaft Home Office, Online Collaboration etc. aus dem Boden stampfen...
    • problemfall 10.03.2020 11:08
      Highlight Highlight Und das selbstverständlich von zu Hause aus. Da sie vielerorts als betriebskritisch eingestuft werden, dürfen sie sich nicht im selben Raum mit anderen aufhalten. Ist zumindest bei uns so.
    • wolge 10.03.2020 13:12
      Highlight Highlight @ problemfall: bei uns leider nicht. Unser Arbeitgeber will ums verrecken kein Home Office anordnen... Dies obwohl wir mit riesigem Aufwand die Voraussetzungen schaffen mussten...
  • Astrogator 09.03.2020 21:29
    Highlight Highlight "Wir arbeiten mit Hochdruck, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zu verlangsamen. Oberste Priorität hat für uns der Schutz der Bevölkerung."

    Ja genau. Deshalb drückt sich der Bund davor Verantwortung zu übernehmen und klare Verordnungen zu erlassen.

    Und deshalb hat der Kanton Aargau am 6. März entschieden alle Personen in Quarantäne zu entlassen und niemanden mehr unter Quarantäne zu stellen...

    Genau so stelle ich mir "oberste Priorität" vor.

    Wenn die Lage nicht ernst wäre, könnte man darüber herzhaft lachen.
    • Walter Sahli 09.03.2020 22:03
      Highlight Highlight Basierend auf was soll der Bund klare Verordnungen erlassen, die dann womöglich noch monatelang Gültigkeit haben? Ich hätte auch gerne Planungssicherheit, aber es gibt auf der ganzen Welt keinen Einzigen, der weiss, wie sich das alles entwickeln und wie lange es dauern wird.
      Im Nachhinein werden wir alle klüger sein und ganz genau wissen, was das Beste gewesen wäre.
    • atorator 09.03.2020 22:23
      Highlight Highlight Deine Kritik, völlig berechtigt, sollte dem Aargau gelten, nicht dem Bund. Das ist eben unser Kantönligeist. Man muss sich nur vergegenwärtigen, dass im AG die SVP an der Macht ist. Keine Ahnung von gar nichts aber ganz viel Meinung.
    • Wiedergabe 09.03.2020 23:07
      Highlight Highlight Gute Kommunikation der Massnahmen ist sehr wichtig, da es nebst der vernünftigen Mehrheit auch immer die einzelnen wenigen Nörgler gibt, die ständig alles kritisieren und besser wissen.
      Die medizinische Praxisassistentin nennt in ihrem Interview diese Leute die "selbsternannten Virologen".
      Meine Theorie ist, diese Leute sind mit der Situation überfordert und glauben aufgrund einer Selbstüberschätzung, es gäbe niemand der mehr Ahnung hat als sie und bilden sich deshalb ein, alle wären überfordert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moonchild 09.03.2020 21:22
    Highlight Highlight Ich finds einfach unglaublich wie manche menschen masken und desinfektionsmittel hamstern, aber diejenigen welche es wirklich brauchen kommen an keine ran! Zudem ärgere ich nich über verschiedene arbeitgeber, welche bei jedem kleinsten husten den patienten zum arzt schicken, man aolle sich testen lassen, wenn man den virus nicht hat, könne man wider arbeiten gehen. Arbeite in einee praxis und das kommt im moment sehr oft vor. Traurig.
    • Superkalifragilistiexpialigetisch 09.03.2020 22:46
      Highlight Highlight Es ist echt mühsam, dass gerade die Arbeitnehmer,welche sonst schon oft fehlen, diese Krise zu ihren Gunsten nutzen. Was hat der Arbeitgeber für eine andere Möglichkeit?Echt mühsam für beide Seiten..
  • Superkalifragilistiexpialigetisch 09.03.2020 21:00
    Highlight Highlight Panik macht die Tatsache,daß nun jeder gezwungen ist, der Bereich seiner Selbstverantwortung zu überdenken,neu zu definieren und zu handeln. Wir haben genug lange an dem Ast gesägt, auf dem wir sitzen. Geniessen wir den freien Fall!
  • endless_spaghetti 09.03.2020 20:31
    Highlight Highlight Auch ich als Personalvermittler spühre die Unsicherheit und vorsicht all unserer Kunden und jene die ich neu Aquiriere. Mindestens bei jedem zweitem Telefon oder Mail das ich mache fällt das Wort Corona. Kurzarbeit wurde nun beantragt und wird, falls sich Nix ändern nächsten Monat beginnen..
    • Balikc 10.03.2020 08:34
      Highlight Highlight Kurzarbeit? Temporärarbeitende und Personen in befristeter Anstellung sind von der Kurzarbeit ausgeschlossen und als Personalvermittler müsstest du ja eher mehr arbeiten um die Leute unterzubringen.
      Sinkende Rendite ist in meinen Augen kein Grund Kurzarbeit anzumelden.
  • kmaloney 09.03.2020 20:15
    Highlight Highlight Berichte wie dieser ist ein Grund, warum ich watson lese, vielen Dank.

    Ich darf wie viele meiner Kollegen diese Woche von zu Hause aus arbeiten, das gabs bis jetzt noch nie.
    • Petar Marjanović 09.03.2020 20:25
      Highlight Highlight Der Artikel wurde im Home Office fertig getippt.
  • _Qwertzuiop_ 09.03.2020 20:10
    Highlight Highlight Je länger das ganze geht, desto mehr habe ich das Gefühl, dass viele Länder zu naiv an die Vorbereitung auf eine solche Krise rangegangen sind. Vor allem in den reichen Regionen in denen man eigentlich denken würde, sie seien gerüstet.
    • Superkalifragilistiexpialigetisch 09.03.2020 21:02
      Highlight Highlight Je länger ich darüber nachdenke, wie es soweit kommen kann, dass wir denken wir seien gerüstet, desto mehr habe ich das Gefühl, das wir zuwenig Selbstverantwortung übernommen haben.
    • Astrogator 09.03.2020 21:46
      Highlight Highlight Was mich erschüttert, in jedem Land dasselbe.

      1. Phase: uns betrifft es nicht.
      2. Phase: OK, es betrifft uns, aber so schlimm wie im Land xy wird es nicht werden, machen wir mal was unverbindliches.
      3. Phase: Kacke, wie in allen anderen betroffenen Ländern, verbreitet sich das Virus auch bei uns, machen wir ein bisschen was, aber die Situation wird sicher nicht eskalieren wie in anderen Ländern die genauso passiv reagiert haben wie wir.
      4. Die Situation eskaliert. Sorry Leute, wir konnten das echt nicht wissen und überhaupt, Verhältnismässigkeit und so.

      Wir sind in Phase 3.
    • _Qwertzuiop_ 09.03.2020 21:54
      Highlight Highlight Die Schweiz ist in „viele Länder“ mit eingeschlossen, auch wenn hier härter vorgegangen wird. Dass wir nicht selber Schutzmasken und andere Notwendigkeiten in genügend grossen Mengen produzieren können ist allerdings bedenklich da wir für den Notfall (wie jetzt) eigentlich in der Lage sein müssten uns selber zu versorgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atorator 09.03.2020 19:56
    Highlight Highlight Ich habe heute meine Mitreisenden beobachtet. Die Nerven liegen blank. Es braucht nur jemanden im Abteil der die Contenance verliert und jeder würde sofort alle niedertrampeln. Die zivilisatorischen Kruste ist extrem dünn geworden dieser Tage.
    • Faethor 09.03.2020 20:19
      Highlight Highlight Und die Medien tragen die grösste Schuld daran
    • Scott 09.03.2020 20:19
      Highlight Highlight Ja nicht Husten oder Niesen im ÖV...
    • Locutus70 09.03.2020 20:22
      Highlight Highlight Ich denke ich werden Bus und Bahn die nächsten wochen meiden - kein Bock auf diese Hysterie.
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