Schweiz
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Ruth Metzler verlässt nach Paradise Papers die Quantum-Gruppe



ZUM 50. GEBURTSTAG DER EHEMALIGEN BUNDESRÄTIN RUTH METZLER AM 23. MAI 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Alt-Bundesraetin Ruth Metzler praesentiert sich gut gelaunt, anlaesslich der Generalversammlung der OSEC am Freitag, 27. Mai 2011, in Zuerich. Metzler ist heute zur neuen Verwaltungsratspraesidentin gewaehlt worden. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ruth Metzler. Bild: KEYSTONE

Alt-Bundesrätin Ruth Metzler tritt infolge der «Paradise Papers»-Enthüllungen per sofort aus dem Beirat der Quantum-Gruppe in Zug zurück, wie sie am Mittwoch mitteilte. Als Grund nennt sie die schwerwiegenden Vorwürfe zu «angeblichen Geschäftspraktiken in Angola».

In den letzten Tagen seien gegen die Quantum-Gruppe durch die Veröffentlichung der sogenannten «Paradise Papers» schwerwiegende Vorwürfe erhoben worden, die ihr als Mitglied des «Advisory Boards» (Beirat) nicht bekannt waren und im Rahmen ihrer Tätigkeit auch nicht bekannt sein konnten, schreibt Metzler in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur SDA.

Unabhängig von der Frage, ob diese Vorwürfe zuträfen und wie sie rechtlich zu beurteilen seien, sei das für sie «erst jetzt abschätzbare Geschäftsumfeld» nicht länger vereinbar mit ihren Kriterien für Mandate. Sie trete daher mit sofortiger Wirkung aus dem Gremium zurück.

Die Quantum-Global-Gruppe wurde vom schweizerisch-angolanischen Geschäftsmann Jean-Claude Bastos de Morais gegründet und wickelt Beratungen für Entwicklungsprojekte ab. Laut den «Paradise Papers» soll Bastos via diese Gruppe Angolas milliardenschweren Staatsfonds verwaltet, in dem afrikanischen Land heikle Geschäfte getätigt und sich dabei persönlich bereichert haben.

Die Gruppe weist die Vorwürfe in einer Stellungnahme vom Dienstag zurück und spricht von «falschen Anschuldigungen». Die Medien hätten die Fakten falsch interpretiert. Alle finanziellen Aktivitäten der Gruppe seien legal. Sie habe bereits juristische Schritte gegen die Publikationen eingeleitet.

Datenleck

Die Basis der «Paradise-Papers»-Enthüllungen ist ein Datenleck. Die 13,4 Millionen Dokumente wurden der «Süddeutschen Zeitung» zugespielt und von einem internationalen Journalistennetzwerk ausgewertet. Aus der Schweiz war ein Rechercheteam von Tamedia beteiligt.

Die «Paradise Papers» geben Einblicke in die Arbeit hochspezialisierter Berater, die komplizierte Konstrukte zur Steuervermeidung schaffen. Meist sind die angewandten Tricks legal, ähneln jedoch im Ergebnis dem der Steuerhinterziehung, weil ein enormer Schaden durch nicht gezahlte Steuern entsteht.

Ruth Metzler-Arnold war von 1999 bis 2003 Mitglied des Bundesrats und stand dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement vor. 2003 wurde die heute 53-jährige CVP-Politikerin nicht wiedergewählt und verlor ihr Amt an Christoph Blocher. (sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 08.11.2017 22:22
    Highlight Highlight Muss mich rüffeln: R. Metzler CVP und nicht FDP.

    Der Fehler liegt bei den Kanadier die sich erdreisteten ein Goal zu schiessen und meinigereiner zu irritieren.
  • äti 08.11.2017 22:17
    Highlight Highlight R. Metzler und R. Fuhrer (SVP) sind neu bei der Asylfirma ORS (Advisory Board). Das Ding behandelt Asylbelange der Schweiz. Dazu gehört eine Investorengruppe. ORS ist gewinnorientiert und lebt von Aufträgen Bund/Kantone betreffs Flüchtlingswesen. Sitz der ORS ist London (!).
    Offensichtlich floriert das Flüchtlingswesen für SVP/FDP.
  • SchnigSchnag 08.11.2017 21:21
    Highlight Highlight Frau Metzler wenn Sie Anstand haben spenden Sie sämtliche Quantum-Einkünfte einer Seriösen Hilfsorganisation die hungernden Kindern in Angola etwas zu essen gibt. Na ja, Sie wussten von Anfang an um was es da geht und mitgemacht wurde trotzdem hauptsache die Taler fliessen freudig in Ihr Kässeli.
  • Spooky 08.11.2017 19:52
    Highlight Highlight Diese Leute sind weltweit eine eigene Kaste und sind für die Justiz auf der ganzen Welt unantastbar. Warum die Journalisten das nicht sagen dürfen ist auch klar. Sie sind ja von der Finanzwelt abhängig und wollen nicht verhungern. Sie wollen ihren Job behalten.

    Und in einer Woche wird wieder eine andere Sau durchs Dorf gejagt. Denn was nicht in den Medien kommt, das findet nicht statt.
  • dracului 08.11.2017 18:57
    Highlight Highlight Die Presse scheint leider oft für weniger Honorar, mehr Aufsichtspflicht wahrzunehmen, als die Honorarbezüger selber.
  • offspring 08.11.2017 18:27
    Highlight Highlight Weil vorher ja nicht bekannt war, dass der gut Herr Bastos etwas shady ist...😂🙈
  • IMaki 08.11.2017 18:24
    Highlight Highlight Euh ... war da nicht was mit der Vorsitzenden des "Verwaltungsrates" der zu 100 Prozent dem Steuerzahler gehörenden Dampfbahn? Metzler hat das sinkende Schiff wohl gerade im letzten Moment vor der eigenen Apotheose auf dem medialen Scheiterhaufen verlassen (politischer Instinkt halt).Die andere Dame - die uns zu jeder Saison, im Interesse des Steuerzahlers, die Bahnfahrt verteuert - beruft sich beim 100'000-Dollar-Deal mit denselben Leuten auf ihre ungeheuerliche Kompetenz in Afrika. Abzocke ist gender-neutral.
  • HansDampf_CH 08.11.2017 17:59
    Highlight Highlight #superscheinheilig und einfach nur Peinlich
  • StevieG 08.11.2017 17:22
    Highlight Highlight Finde das eher scheinheilig von Frau Metzler..
  • phreko 08.11.2017 15:56
    Highlight Highlight Neue Definition von bürgerlich: Solange Geld fliesst muss man nicht hinschauen. Oder erst wenns peinlich wird...
    • Thom Mulder 08.11.2017 17:04
      Highlight Highlight Die Bürgerlichen sind tatsächlich die Menschen die am meisten Schaden anrichten. Rechtskonservative sind per Definition charakterlich egoistisch und habgierig veranlagt. Nichts schadet der Gesellschaft und der Umwelt mehr als das.
    • alessandro 08.11.2017 17:38
      Highlight Highlight Das war schon immer so. Bürgerlich heisst "ich arbeite ausschliesslich für meine eigene Tasche". Abstand nehme ich erst, wenn es meiner eigenen Tasche negative Auswirkungen einfährt.
      Ethik, Moral, Verantwortung und Fairness spielen dem halt nicht in die Finger und haben demnach auch keinen Stellenwert.
    • pamayer 08.11.2017 18:36
      Highlight Highlight Vermute wie phreko, dass sie davon wusste und nun rasch aussteigt

      Ist das glaubhaft, dass sie davon nichts wissen konnte??
      Kann mir jemand darauf eine Antwort geben?
      Danke.
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