Schweiz
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epa07290353 Swiss president Ueli Maurer (L), greets greets Hisham Alqahtani, ambassador of Saudi Arabia, during the traditional New Year's reception of the diplomatic corps in the Federal palace in Bern, Switzerland, 16 January 2019. The ceremony is attended by the ambassadors, charges d'affaires, presidents of the National Council and Council of States, chairs of both councils' foreign affairs committees and the authorities of the city and canton of Bern.  EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE

Ueli Maurer wirbt intensiv für einen «Finanzdialog» mit Saudi-Arabien. Bild: EPA/KEYSTONE

Kommentar

Beziehung der Schweiz zu Saudi-Arabien: Wischiwaschi für das Mörder-Regime

Pascal Hollenstein / ch media



Es gibt bundesrätliche Papiere, die eine aufmerksame Lektüre lohnen. Eines davon ist die aktuelle aussenpolitische Strategie. Die Schweiz, heisst es da, sei «ein europäisches Land, das europäische Werte vertritt». Und weiter: «Die Förderung der Menschenrechte ist ein grundlegender Pfeiler der schweizerischen Aussenpolitik. Ohne Einhaltung der Menschenrechte kann es keine nachhaltige Sicherheit geben.»

Schöne Worte. Doch auch bundesrätliche Papiere sind offenbar vor allem eines: geduldig. Wie wäre sonst der Eiertanz zu erklären, den die Landesregierung seit Wochen um das Saudi-Arabien-Dossier vollführt? Auf das Wochenende hin wurde wieder einmal Widersprüchliches bekannt.

Erstens, dass sich die Schweiz als praktisch einziges europäisches Land geweigert hat, eine Erklärung des UNO-Menschenrechtsrates zu unterstützen, die Saudi-Arabien scharf verurteilt. Zweitens, dass Innenminister Alain Berset einem von Saudi-Arabien organisierten Ministertreffen ferngeblieben und stattdessen seinen Amtschef Pascal Strupler in die Wüste geschickt hat – laut den Tamedia-Zeitungen ein nur wenig bemänteltes Zeichen des Protestes des SP-Bundesrats gegen das Regime in Riad.

Was, so fragt man sich, ist eigentlich die offizielle Linie unseres Landes gegenüber Saudi-Arabien? Seit der Ermordung des Journalisten Khashoggi im Oktober 2018 und den nachfolgenden internationalen Reaktionen jedenfalls lässt sich nicht wirklich ein roter Faden in Berns Aussenpolitik erkennen. Erst sprach Aussenminister Ignazio Cassis von einer Krise und verlangte vom Königtum vollständige Aufklärung, jetzt lässt er seine Diplomaten im Menschenrechtsrat abseitsstehen.

Finanzminister Ueli Maurer irrlichtert im Dossier ohnehin. Am Rand des World Economic Forum in Davos erklärte er die Affäre zunächst für abgeschlossen, dann fühlte er sich missverstanden. Jedenfalls, so Maurer wieder etwas später, bestehe «ein Interesse, dass man irgendwann zur Normalität zurückkommt».

Der Bundesrat nimmt die Menschenrechte zu wenig ernst

Einmal abgesehen von Alain Berset scheinen den Magistraten die von ihnen selbst beschworenen «europäischen Werte» und die «Menschenrechte als grundlegender Pfeiler der schweizerischen Aussenpolitik» nicht sonderlich wichtig zu sein.

«Die Magistraten sollen sich endlich auf eine klare Linie einigen.»

Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik von CH Media

Insbesondere Ueli Maurer verfolgt handfestere Interessen. Intensiv wirbt er für einen «Finanzdialog» mit Saudi-Arabien. Gekrönt werden soll dieser durch eine Reise in den Wüstenstaat und ein für die Schweizer Banken vorteilhaftes Ergebnis. Dass die hiesige Finanzindustrie ein Auge auf die Erdölmilliarden im Königtum geworfen hat, ist kein Geheimnis. Dennoch ist der freundschaftliche Umgang des SVP-Bundesrats mit dem islamistischen Regime befremdlich.

Mit verseuchtem Geld lässt sich nur kurzfristig Profit machen

Wenn der Bundesrat schon keine konsistente Linie hat, so hat er doch eine Tendenz. Und zwar eine höchst fragliche: Jene nämlich, in Saudi-Arabien geschäftliche Opportunitäten hoch zu gewichten. Es locken, verkürzt gesagt, Multimilliarden an Geldern. Doch sollte man sich seinen Partner auch dann genauer anschauen. Erst vor kurzem hat die Europäische Kommission Saudi-Arabien auf eine Liste von Staaten mit hohem Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gesetzt.

Gewiss können Schweizer Finanzinstitute in einem solchen Umfeld zu noch begehrteren Partnern werden. Allerdings sollte die Schweiz gelernt haben, dass sich mit gewissermassen politisch verseuchtem Geld nur kurzfristig Profit machen lässt. Früher oder später zahlt man hierfür einen hohen Preis, wie die Banken im Zusammenhang mit Potentaten- und Steuerflucht-Geldern schmerzlich erfahren mussten.

In der Summe spricht also alles gegen einen Schmusekurs gegenüber Saudi-Arabien. Schon gar nicht zielführend ist das bundesrätliche Wischiwaschi. Die beliebte Ausflucht, als neutraler Staat könne sich die Schweiz hier nicht festlegen, gilt nicht. Staatlicher Mord und Totschlag müssen auch von neutralen Staaten nicht toleriert werden.

Die Schweiz muss den Scheichs in aller Deutlichkeit sagen, was sie von ihren fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen hält und dass sie vom herrschenden Klan Korrekturen erwartet. Eine solche Position ist nicht nur ein moralischer Imperativ, sondern sie steht vor allem im wohlverstandenen Interesse der Schweiz – ganz so, wie es der Bundesrat in seinem Papier zur aussenpolitischen Strategie ausführt. Vielleicht sollten die Magistraten es auch selber wieder einmal lesen und sich endlich auf eine klare Linie festlegen. (bzbasel.ch)

Die Flucht einer jungen Saudi-Araberin

Twitter half dieser 18-jährigen Frau bei der Flucht aus Saudi-Arabien

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Video: watson

Auch Apple und Google sind auf Schmusekurs gegenüber Saudi-Arabien

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    Alle Leser-Kommentare
  • Cpt. Jeppesen 10.03.2019 14:26
    Highlight Highlight Die Frage die sich mir stellt, was verspricht die Schweizer Politik den Saudis?
    Bankkundengeheimnis kann es kaum sein, da Weissgeldstrategie und Drohungen von OECD und EU.
    Sind es Waffen?
    Ist es die Garantie, dass wir ihr Öl kaufen und alle anderen Alternativen grundsätzlich blockieren werden?
    Stellen wir auf Kamelmilch um?
    Rolex Uhren im Discount?
    Unsere Stimme in der UNO?
    Also, was bekommt der Saudi wenn er sein Geld den serbelnden Schweizer Banken zur Verfügung stellt und nicht irgendeiner anderen Geschäftsbank in der EU mit gleich schlechten Konditionen?
  • Christian Mueller (1) 10.03.2019 13:37
    Highlight Highlight Schon vergessen? SVP Präsident Rösti ist schliesslich Präsident der Erdöllobby-Organisation SwissOil...
  • Töfflifahrer 10.03.2019 12:58
    Highlight Highlight Werte wie Menschenrechte sind für unsere Politiker das notwendige Bla Bla Bla für die Medien. Wir alle wissen doch aber, dass für diese jedoch nur das neoliberale Gedankengut zählt.
    • rodolofo 10.03.2019 13:32
      Highlight Highlight Nagt, da gibt es aber doch noch einige, für die die Freiheit dort aufhört, wo sich Andere belästigt, oder gestalkt fühlen.
      Sind das jetzt "Liberale mit Knigge", oder "ängstliche Gutmenschen"?
    • Töfflifahrer 10.03.2019 15:42
      Highlight Highlight Hmmm, vielleicht beides 🤔
  • Domino 10.03.2019 12:20
    Highlight Highlight An solchen Beispielen erkennt man, dass eigentlich keine Partei wählbar ist.
  • inmi 10.03.2019 12:12
    Highlight Highlight Klmisch, als Micheline Calmy Rey beim Iran angebiedert hat, waren die Schweizer Journalisten nicht so empört 🤔
    • rodolofo 10.03.2019 13:37
      Highlight Highlight Nein, komisch war damals, wie sich die Kreise rund um Bundesrat Ueli Maurer damals wegen diesem "Kniefall gegenüber der Islamischen Revolution im Iran" ereiferten und beschwerten!
      Und heute passiert das genau Gleiche (allerdings tatsächlich ohne Kopftuch!) gegenüber der Saudi Arabischen Scheich-Monarchie-Islamismus!
      Diese SVP-Patridioten scheinen sich ja tatsächlich nur dann aufzuregen, wenn Kopftücher getragen-, oder wenn Minarette gebaut werden...
    • Christian Mueller (1) 10.03.2019 13:39
      Highlight Highlight Eine kurze Google Suche beweist das Gegenteil...
    • Ueli der Knecht 10.03.2019 14:55
      Highlight Highlight Das versteht sich doch von selbst, inmi: Denn gemessen an Saudi-Arabien ist der Iran heilig.
  • Magnum 10.03.2019 12:03
    Highlight Highlight Was vereint Cassis und Maurer? Sie sind Rechtsbürgerliche, wie die Mehrheit im Bundesrat. NICHT wie die Mehrheit im Volk. Eine Korrektur drängt sich auf. Denn von Rechtsbürgerlichen kann keine Prinzipienfestigkeit in Fragen der Menschenrechte erwartet werden, wenn die Scheichs mit dem Geldbeutel wedeln. Diener des Mammons ohne ethischen Kompass.
  • Neutralier 10.03.2019 11:34
    Highlight Highlight In der Politik muss auch mal beide Augen zugedrückt werden. Wenn es darum geht den ländern, die in der letzten Zeit die Menschenrechte verletzt haben, die meinung zu pfeiffen würden wir nur unsere Wirtschaft zerstören und dürften nicht gerade mit vielen Handeln. Um fair zu sein müssten wir vielen Ländern im Nahen Osten, Russland und den Amis mal auch die Meinung ins gesicht klatschen, denn wir sind ja neutral. In einigen Momenten im leben ist reden ist silber und schweigen ist gold, sehr erstzunehmen. Auch wenn es gegen die vom Menschen erschaffene Etik geht.
    Traurig aber wahr.
  • Patrick Lang 10.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Langsam stellt sich generell die Frage, mit wem wir international noch saubere Geschäftsbeziehungen halten können. Die Anzahl Staaten, die nicht von mafiösen Strukturen dominiert werden, schwindet rundum. Die Schweiz hat im PR-wirksamen Neutralitätsmäntelchen schon immer mit jedem geschäftet, der Geld zu uns brachte – wir können gar nicht mehr anders, ohne Pleite zu gehen ...
    • Ueli der Knecht 10.03.2019 15:01
      Highlight Highlight "Die Anzahl Staaten, die nicht von mafiösen Strukturen dominiert werden, schwindet rundum."

      Man könnte glatt meinen, dass du tatsächlich glaubst, die Schweiz würde nicht von mafiösen Strukturen dominiert werden. Doch auch in der Schweiz ist die Demokratie nur Dekoration zur Beruhigung und Befriedigung des Pöbels. Tatsächlich leben wir auch hier in einer globalisierten feudal-plutokratischen Kleptokratie.

      Man bemerkt es vielleicht weniger, wenn man sich wohlernährt und gut behütet inmitten im Tresor der Kriminellen, Potentaten und Despoten suhlt.
  • Marex1950 10.03.2019 11:12
    Highlight Highlight Es ist beschämend, wie sich die Schweiz beim Thema Saudiarabien im Schlamm windet. Für die Wirtschaft, sprich Geld scheffeln, werden alle Grundprinzipien in den Wind geschossen. Nur die Wirtschaft nicht behindern. In den letzen Monaten zeigt sich dieser Trend immer wieder. Ein BT Cassis ist untragbar und der Schweiz nicht würdig. Es würde der Schweiz gut tun, vermehrt unsere Stärken zu demonstrieren, sowohl in der EU, Russland, Iran, Saudi Arabien etc. Die 7 Komiker in Bern haben kein Rückgrat.
    • rodolofo 10.03.2019 13:48
      Highlight Highlight Ich korrigiere:
      - 5 Komplizen der Mafia
      - 2 Frauen
    • karl_e 10.03.2019 15:29
      Highlight Highlight Fünf Komiker sind's, nicht sieben.
  • brudi 10.03.2019 10:55
    Highlight Highlight Bei 99,9 Prozent aller Schweizer klebt Blut an den Händen. Wir als Konsumenten tragen die Verantwortung für Kinderarbeit, Umweltverschmutzung, und die Banken arbeiten in unserem Auftrag. Wer was dagegen tun will muss sein tägliches Verhalten überdenken. Sollte der Bundesrat konsequent nur mit moralisch einwandfreien Staaten zusammenarbeiten, stehen wir plötzlich alleine da.
  • mrmikech 10.03.2019 10:52
    Highlight Highlight Die Schweiz kann sich einfach nicht von dreckiges geld verabschieden. Dass die banken involviert sind, klar. Dass unsere politiker die banken dabei unterstützen ist reine selbsterreicherung. Dreckig, dreckig, dreckig...
    • Christian Mueller (1) 10.03.2019 22:11
      Highlight Highlight die banken unterstützen ja auch gewisse politiker...
  • Ökonometriker 10.03.2019 10:48
    Highlight Highlight Mit Druck zu versuchen hinterwäldlerische Staaten zu modernisieren hat noch nie funktioniert. Weder Nordkorea noch Afghanistan, Irak oder Iran sind heute Vorzeigedemokratien.

    Statt Druck sollten wir versuchen, dem Mittelstand der jeweiligen Länder die Vorzüge eines direktdemokratischen liberalen Rechtsstaats aufzuzeigen. Z.B. mehr Studenten aus diesen Ländern willkommen heissen, enger kooperieren sodass mehr Leute in die Schweiz reisen und sehen wie's hier läuft und wenn sie dann vorwärts machen wollen sie in Umwelt- und Menschenrechtsfragen unterstützen.
    • Walter Sahli 10.03.2019 11:33
      Highlight Highlight Hehre Absichten, die aber vollkommen naiv sind! Weder ist Nordkorea direktdemokratisch geworden, weil dessen Diktator hier zur Schule ging, noch begeistern sich nicht einmal unsere direkten demokratischen Nachbarn für die direkte Demokratie. Die Kultur eines Landes ändert sich nicht, nur weil ein paar Studis einen Auslandaufenthalt absolviert haben.
    • redeye70 10.03.2019 12:27
      Highlight Highlight Wir schaffen das ja schon hier nicht mit grossen Teilen der Zugezogenen aus diesem Kulturraum.
    • Beat Heuberger 10.03.2019 12:35
      Highlight Highlight Super Strategie: Da haben alle was von. Unsere Wirtschaft, unser Gewissen und die fremden Studis. Man nennt das win-win-win Situation. Oder morbider Opportunismus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 10.03.2019 10:45
    Highlight Highlight Laut Bundesrat Maurer besteht «ein Interesse, dass man irgendwann zur Normalität zurückkommt».
    Normalität wäre das Einhalten der Menschenrechte gemäss der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO vom 10. Dezember 1948.
    Soweit kann ich Herrn Maurer zustimmen.
    Nicht einverstanden bin ich mit der bundesrätlichen Pflichtvergessenheit. Er vernachlässigt die Pflicht die aussenpolitische Strategie umzusetzen, nämlich : «Die Förderung der Menschenrechte als ein grundlegender Pfeiler der schweizerischen Aussenpolitik.»
    Mit mordenden Potentaten legt man sich nicht ins Bett.

    • dorfne 10.03.2019 12:55
      Highlight Highlight Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral, bzw. die von der SVP nonstop beschworene Neutralität. Waffenlieferungen an kriegsführende Länder können unmöglich mit dem Anspruch auf Neutralität vereinbar sein.
  • Herbert Anneler 10.03.2019 10:34
    Highlight Highlight Politiker, die mit solchen menschenverachtenden Regimen wie Saudiarabien fraternisieren, haben einen demokratischen Flick weg. Zu meinen, sie handelten nur gegen aussen so und hätten in unserem Land ein ungestörtes Verhältnis zu Menschenrechten und Demokratie, wäre total naiv! Je mehr Rechts, desto grösser die Gefahr, dass die Demokratie dem Geld und der Wirtschaftsmacht untergebuttert wird. Das macht mir Angst. Maurer als unterwürfiger Diener der fremden Wirtschafts-Richter. Denke auch an die Saudi-Moscheen in der Schweiz. Nachweislich sind dort Extremisten rekrutiert worden.
  • pamayer 10.03.2019 10:26
    Highlight Highlight Unsere Bürgerlichen.

    Augen auf bei den Wahlen!
  • rodolofo 10.03.2019 10:25
    Highlight Highlight Die "Schweizerische Neutralität" ist in Wirklichkeit extrem parteiisch:
    - Immer auf der Seite der Reichen und Super-Reichen!
    - Immer da, wo die grössten Gewinne erzielt werden können!
    Helvetia ist die käufliche "Edel-Hure des Kapitals", eine Art von "Melania im Dirndl"...
  • Stormrider 10.03.2019 10:19
    Highlight Highlight Irgendwo muss man realistisch bleiben. Die Saudis haben einen Journalisten umgebracht. Ok, schlecht. Dann sprechen wir aber konsequenterweise auch nicht mit den Chinesen, dem Iran, den USA etc... wo es die Todesstrafe gibt, und zwar auch unter wenig rechtsstaatlichen Rahmenbedingungen. Und da werde Tausende hingerichtet. Da würden wir wahrscheinlich recht schnell etwas einsam in der Wohlstandsblase die dann platzen würde. Ich glaube der Bundesrat bewegt sich nicht schlecht in diesem politischen Eiertanz.
  • DemonCore 10.03.2019 10:12
    Highlight Highlight Saudi Arabien ist der diplomatisch anerkannte IS
    • pontian 10.03.2019 14:33
      Highlight Highlight Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen!
    • Chrigi-B 10.03.2019 15:54
      Highlight Highlight Du meinsg das Land, wo ein Kamel mehr Rechte hat als jede Frau?
  • Linus Luchs 10.03.2019 10:11
    Highlight Highlight Ich glaube, es war Voltaire, der sagte: "Wenn du einen Schweizer Banquier aus dem Fenster springen siehst, spring ihm nach, es gibt sicher etwas zu verdienen."
    Rücksichtslos Geschäfte zu machen, hat in der Schweiz eine lange Tradition. Ein grosser Teil des Wohlstandes in unserem Land basiert auf dieser Skrupellosigkeit. Und wer das anprangert, gilt als Nestbeschmutzer und Verräter.
  • NumeIch 10.03.2019 10:11
    Highlight Highlight Für Saudi Arabien könnte Chueli Murer den Spruch Kei Luscht mal bringen.
  • neurot 10.03.2019 09:52
    Highlight Highlight Ich find uns grad ziemlich eklig.
  • poga 10.03.2019 09:47
    Highlight Highlight Was genau sollen denn europäische Werte sein? Ich fände eine harte Linie gegen Saudi Arabien sehr gerne. Allgemein gegen starre Regime die sich der modernen Aufklärung verweigern. Aber: Wie sieht es den in unserem eigenen Land aus? Thema Islam? Sind wir da denn nach innen gerichtet besser?
    • Oh Dae-su 10.03.2019 10:14
      Highlight Highlight Kannst du das bitte genauer erläutern? In wie fern sind wir nicht besser als Saudi Arabien?
    • DemonCore 10.03.2019 10:14
      Highlight Highlight Ist so. Wir haben auch noch Luft nach oben, auch in Bezug auf das Christentum. Wir rufen den genozidalen Gott der Bibel in unserer Verfassung an.
    • rodolofo 10.03.2019 10:34
      Highlight Highlight Aha, da läuft also der Hase!
      Du willst wieder mehr SVP-Hetzplakate und mehr Ablenkung mittels Einprügeln auf Sündenböcke mit Migrationshintergrund, die sich schlecht wehren können, was?!
      Nein!!!
      Bleiben wir jetzt gerade bei diesem Thema:
      - WER liefert den Saudischen Staatsterroristen Super-Hightech-Waffen mit dem Prädikat "Schweizer Präzisionsarbeit", die dann später beim Islamischen Staat landen?
      - WER kauft und verkauft Öl und Benzin aus Saudi-Arabien?
      - WER verwaltet sehr viel "schmutziges Geld" von Saudischen Scheichs?
      - WER hat die "Affaire Kashoggi" schon längstens abgehakt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 10.03.2019 09:44
    Highlight Highlight Danke für die klaren Worte, Herr Holenstein. Ich befürchte aber, dass sich in Bern deswegen nichts ändern wird.
  • Lamino 420 10.03.2019 09:20
    Highlight Highlight Geld gegen Blut. Beschämend.
    • Marex1950 10.03.2019 11:15
      Highlight Highlight Danke Valon. Wie wäre es, wenn sich unsere Nationalmannschaft geschlossen mit einem Statement bei unserer Komiker- und Geldgiertruppe in Bern melden würde. Eine Online-Unterschriftensammlung der Nati für die Fans wäre wünschenswert.
    • Lamino 420 10.03.2019 13:35
      Highlight Highlight Ja, aber ich bin nicht mehr dabei! ☹️
  • Quecksalber 10.03.2019 09:08
    Highlight Highlight Die rechtsbürgerliche „Geld stinkt nicht“ Strategie stinkt zum Himmel.
  • #Technium# 10.03.2019 09:07
    Highlight Highlight Tja, Geld und Macht regieren die Welt. Dies macht auch nicht halt vor dem Bundeshaus...
  • redeye70 10.03.2019 09:07
    Highlight Highlight Die grössten Gauner trifft man halt immer noch in der Politik an. Wenn es ums Geld geht hat der durchschnittliche Schweizer absolut keinen Skrupel.
    • Raphael Conca 10.03.2019 09:37
      Highlight Highlight Genau. Das hat man mit dieser Abhängigkeit zu Ausländer!
      Stopp der Abhängigkeit zu fossilen Brennstoffe!
      Fördern erneuerbaren Energien und zwar Kompromisslos!
      Es ist mehrfach bewiesen, dass autarke Systemlösungen Eigentümer zu 80% unabhängig von Verbrauchsstoffen macht.
      Und da solche Anlagen mindestens 30 Jahre funktionieren, kostet die Amortisation nur 1000-2000.- pro Jahr: Rechnet!
    • trio 10.03.2019 10:08
      Highlight Highlight Das grosse Geld machen aber nicht Politiker sondern private Geschäftsleute!
    • swisskiss 10.03.2019 10:55
      Highlight Highlight trio: Ahh, Du meinst die Geschäftsleute, die dankbar in diesem politischen Klima ungestört ihren Geschäften nachgehen können und sich dafür mit Grossspenden für die betreffenden Parteien und Politiker erkenntlich zeigen?

      Schlussendlich ist es die Politik, die den Rahmen vorgibt, in welchem Umfang Geschäftsleute ihre Profite machen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MBär 10.03.2019 09:03
    Highlight Highlight Erst kommt der Gewinn, dann die Moral ...
  • Annette von Droste Hülshoff 10.03.2019 08:56
    Highlight Highlight Irgendwann muss man die Beziehungen wieder normalisieren. Ansonsten müsste man konsequent sein und auch die Beziehungen zu den USA oder zu Russland beenden. Dort sind ehemals auch schon Personen plötzlich „verschwunden“.
    • Binnennomade 10.03.2019 10:06
      Highlight Highlight Du hast sicher gerade ein Beispiel parat, wo die USA einen Journalisten entführt und zerstückelt haben? Oder etwas vergleichbares?
    • Annette von Droste Hülshoff 10.03.2019 10:25
      Highlight Highlight Es ist bekannt, dass es die Amerikaner in den diversen Kriegen, in denen sie weltweit verwickelt sind, nicht sehr genau mit der Unterscheidung „Feind“ oder „Kritiker“ nehmen.
    • Skeptischer Optimist 10.03.2019 10:26
      Highlight Highlight "Irgendwann muss man die Beziehungen wieder normalisieren."

      Ah, ja? Dann sollte wenigstens die eigene selbstgefällige Rhetorik angepasst werden.

      Im übrigen bin ich der Ansicht, dass Bundesrat Cassis abzusetzen ist.
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