Schweiz
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Von Stadt zu Stadt per Bus: Jetzt macht Eurobus den SBB Konkurrenz



Glamping: Die Eurobus Flotte vor dem Reisezentrum in Windisch, Aargau Aufnahmejahr: 2014 (PPR/Eurobus)

Bild: PPR

Das zur Knecht-Gruppe gehörende Busunternehmen Eurobus plant den Aufbau von Fernbusreisen in der Schweiz und setzt im Verkauf auf das Buchungssystem von Flixbus. Dazu ist Eurobus mit dem deutschen Branchenprimus eine Vertriebspartnerschaft eingegangen.

Zum Start der Fernbusreisen auf den drei konzessionierten Linien quer durch die Schweiz lockt Eurobus mit Rabatten. Eurobus bietet ab dem kommenden Sonntag auf den drei Strecken St. Gallen und Genf Flughafen, Zürich Flughafen via Basel Euroairport nach Lugano sowie Chur und Sitten täglich Reisen an, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Konzessionen dazu hatte der Bundesrat im Februar an die Domo Swiss Express übertragen, an der Eurobus im April die Aktienmehrheit übernahm. Eurobus setzt auf den Strecken sechs Standard-Reisebusse in rot-weiss ein und ergänzt die Flotte zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember mit sechs neuen Doppelstöcker.

Buchungen auf vielen Kanälen möglich

Seit heute Dienstag könne man die Reisen mit Eurobus sowohl auf der neu aufgeschalteten Webseite www.swiss-express.ch als auch auf www.flixbus.ch, in der Flixbus-App und auf verschiedenen Vertriebskanälen des öffentlichen Verkehrs sowie in zahlreichen Reisebüros buchen, so die Mitteilung. Den Verkaufsstart versüsst Eurobus den Reisenden mit Rabatten von bis zu 50 Prozent. Und auch Halbtax-Abo sowie Generalabonnemente werden akzeptiert.

«Das Buchungs- und Ticketingsystem von Flixbus ist in der Branche richtungsweisend und wird den reibungslosen Start unseres Angebots erleichtern», ist Roger Müri, Leiter Fernbus bei Eurobus, überzeugt. Fabian Stenger, Leiter der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei Flixbus, zeigt sich zudem davon überzeugt, dass die Anbindung der nationalen Strecken in der Schweiz an das europaweite Flixbus-Netz Wachstum verspricht. Bereits heute verzeichne Flixbus für die 200 internationalen Direktziele ab der Schweiz fast 50 Prozent mehr Passagiere als noch im Vorjahr.

Eurobus gehört zur Knecht-Gruppe und ist laut Mitteilung das grösste private Busunternehmen der Schweiz. 2017 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitenden einen Umsatz von 125 Millionen Franken. Die Flotte besteht aus insgesamt 260 Mini-, Linien- und Reisebussen. (sda/awp)

Die Unfälle mit E-Bikes haben sich verdreifacht

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    Alle Leser-Kommentare
  • Temeraire 06.06.2018 09:41
    Highlight Highlight Logisch sind die Preise von Flixbus so billig im Vergleich zu der SBB.
    Flixbus zahlt Mindestlöhne, die SBB gute schweizer Löhne. Das schadet auch den heimischen Carunternehmen.
    Die SBB muss sich an die sehr hohen Sicherheitsauflagen des BAV halten. Zudem müssen auch zahlreiche nicht rentablen nebenlinien erschlossen werden. Flixbus will sich nur die besten Verbindungen schnappen...
    Auch wenn es teurer ist, bevorzuge ich die Sicherheit und hohe Zuverlässigkeit der SBB.

    Und an alle SBB-Chef-Lohn-Nörgler: Glaubt ihr, die Flixbus Bosse verdienen weniger?
  • dan2016 05.06.2018 14:21
    Highlight Highlight «Das Buchungs- und Ticketingsystem von Flixbus ist in der Branche richtungsweisend und wird den reibungslosen Start unseres Angebots erleichtern»
    wenn ich mich richtig erinnere, beinhaltet die Konzession den Zugang für Halbtax und GA-Kunden. Diese fand ich nicht. Richtsungsweisend? Weil die Konzession nicht eingehalten wird?
  • bokl 05.06.2018 13:53
    Highlight Highlight Logisch "akzeptieren" sie das GA. Kein GA-Besitzer mit Verstand benützt den Fernbus mit viel längeren Reisezeiten als die Bahn. Den Bus tut sich nur an wer Geld sparen will.
  • Baba 05.06.2018 13:00
    Highlight Highlight Bravo! Unsere Strassen sind ja eh schon verstopft. Da kommt es auf ein paar Busse mehr auch nicht mehr an... 😞
  • Patho 05.06.2018 12:55
    Highlight Highlight Diese Busse sind mir zu unflexibel, zu langsam, zu unbequem und zu störungsanfällig und für diesen Servuce auch eindeutig zu teuer. Zürich-Genf kostet mitte Juli über 40€ und dauert beinahe 6h. Da lob ich mir die SBB, ich bleibe dem Zug treu!
    PS: in der Flixbus-App kann auch nirgends der Halbtax-Preis angegeben werden... Und kann jemand mit einem GA diese Bu se auch "gratis" nutzen?
    • Amboss 05.06.2018 13:33
      Highlight Highlight Naja, ich hab jetzt Preise für 24.50 gefunden, in den nächsten Wochen.
      Und 24.50 gegenüber 88 Franken ist jetzt durchaus ein Preis, wo man es sich überlegen kann, ein bisschen länger zu fahren.
    • Lambda 05.06.2018 14:54
      Highlight Highlight Ich habe gerade für Zürich-Genf am 30. Juni (Samstag) morgens Verbindungen (einfach) rausgesucht:
      SBB: ab 8:03, an 10:45 mit Halbtax und Sparpreis 30.90 Fr., gibts 6:03 aber auch für 19.80 Fr.; Für Nutzer ohne Halbtax: Spartageskarte (ganze Schweiz) für 70 Franken verfügbar - entspricht maximal 35 Franken pro Weg, aber städtischer ÖV bzw. übriges Streckennetz ist da auch schon drin.

      Eurobus/Flixbus: ab 7:50, an 13:25, Preis 23 Fr.

      Mindestens wer früh bucht, fährt mit den SBB aus meiner Sicht gar nicht so schlecht.


    • Amboss 05.06.2018 16:30
      Highlight Highlight @Lambda: Nun, wer ein Halbtax hat, der wird wohl kaum den Bus nehmen, wenn dieser 15-20 Franken günstiger. 20 Franken Ersparnis gegenüber 3h längere Reise - das rechnet sich nicht.

      Aber gerade für Leute ohne Halbtax (und das ist immerhin die Hälfte der Bevölkerung) ist es durchaus intressant. 60 Franken Ersparnis gegenüber 3h längere Reise - das passt.
      Und die Zielgruppe der Nicht-Halbtax-Besitzer und Gelegenheitsfahrer ist wohl auch die Zielgruppe. Wenn sich so Autofahrten verhindern lassen - wieso nicht? Dann ist doch das Angebot zu begrüssen.
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