Wirtschaft
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Auf der Autobahn A2 vor dem Gotthard Tunnel zwischen Goeschenen und Amsteg in Richtung sueden staut sich der Reiseverkehr am Mittwoch, 23. Maerz 2016, auf mehrere Kilometer. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Stau am Gotthard: Nicht nur an Ostern normal geworden.
Bild: KEYSTONE

Ein Uber für alle: So lassen sich die Verkehrsprobleme der Schweiz lösen

Wir haben die Technik, die Infrastruktur und die Fahrzeuge: Warum machen wir nicht ein Verkehrssystem, das viel billiger, umweltfreundlicher und sozialer ist?



Der soeben überstandene Osterstau hat es einmal mehr gezeigt: Unsere Strassen sind überfüllt, und es wird täglich schlimmer. Dazu sind sie auch schweineteuer. Spezialisten des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) haben schon vor Jahren ausgerechnet, dass wir bis 2030 allein für den Ausbau der Nationalstrassen rund 45 Milliarden Franken aufwenden müssen.  

«Eine moderne Verkehrsdaten-Austausch-Plattform ist schnell realisierbar und kostet praktisch nichts.»

Hermann Spiess

Dazu kommen 19 Milliarden Franken für den Unterhalt, und zusätzlich müssen Kantone und Gemeinden jährlich gegen sechs Milliarden Franken für Kantons- und Gemeindestrassen hinblättern.

Bild

Hat eine Idee, deren Zeit gekommen ist: Hermann Spiess.

Das Deprimierende dabei ist: Diese teure Infrastruktur wird alles andere als effizient genutzt. Privatautos stehen durchschnittlich mehr als 90 Prozent der Zeit herum, und wenn sie in Bewegung sind, dann sitzen in den meist fünfplätzigen Vehikeln durchschnittlich gerade mal 1,6 Personen. Viel mehr Verschwendung geht nicht.

Uber macht es vor

Das müsste nicht sein, findet Hermann Spiess aus dem Luzerner Hinterland. Der dipl. Ing. Agr. ETH sagt: «Dank Internet, Smartphones und den Apps verfügen wir heute über die Technik, um diese Infrastruktur sehr viel besser ausnützen zu können.» Was Uber im Taxibereich bereits vorexerziert, lässt sich tatsächlich jederzeit auf den Privatverkehr übertragen: «Eine moderne Verkehrsdaten-Austausch-Plattform ist schnell realisierbar und kostet praktisch nichts», sagt Spiess.  

Das Rad müsste dabei nicht neu erfunden werden. Die Deutsche Bahn betreibt mit «Oxxit»  bereits ein solches System, in Frankreich gibt es «Covivo». Sehr erfolgreich werden ähnliche Modelle in den Oststaaten eingesetzt, etwa in Polen und in Ungarn. «Es gibt dort keinen oder einen sehr schlechten öffentlichen Verkehr», erklärt Spiess.

Uni-Zürich-Studie zeigt: ein grosser Sprung nach vorne ist möglich 

Trotz SBB und Postautos hat ein mit moderner IT unterstütztes Mitfahrersystem auch in der Schweiz ein grosses Potenzial. Das hat eine gross angelegte Untersuchung der Sozialforschungsstelle der Universität Zürich zutage gefördert. Sie kommt zu Schluss, dass auch hierzulande «dank Car Pooling rasch ein grosser Sprung nach vorne» zu machen wäre. Fazit der Studie: «Die heute verbreitete Verkehrsüberlastungen liessen sich mit Fahrgemeinschaften leicht aus der Welt schaffen – vorausgesetzt, die Gesamtmobilität würde nicht umso stärker zunehmen. Es lohnt sich sogar, darüber nachzudenken, statt in aufwändige neue Verkehrsinfrastruktur zu investieren.»  

Der einst führende Handyhersteller Nokia – inzwischen von Microsoft übernommen – hat schon vor Jahren das Potenzial einer Verkehrsdaten-Austausch-Plattform untersucht und dabei die wichtigsten Hinderungsgründe analysiert. Hier die vier wichtigsten Vorurteile – und die Gründe, weshalb sie ihre Berechtigung verloren haben:  

«Ich mag keine Fremde in meinem Auto.»

Dank Facebook und anderen sozialen Medien kann die Identität von Mitreisenden rasch und zuverlässig festgestellt werden. Das zeigt unter anderem das Beispiel von Airbnb. Die Angst vor bösen Unbekannten erübrigt sich.

«Ich mag Autostopp nicht. Man weiss nie, zu wem man ins Auto steigt.»

Wie die Passagiere können auch die Lenker rasch identifiziert werden. Ebenso unbegründet ist die Angst, dass man als Autostopper einen schlechten Ruf geniesst. «Eine Autofahrt zu teilen heisst nicht, dass man sich kein eigenes Auto leisten kann. Es ist vielmehr eine Kosten-Nutzen-Überlegung», heisst es in der Nokia-Studie.

«Ich arbeite flexibel, deshalb ist mir das Teilen zu kompliziert.»

Wie Uber schon beweist, können Mitfahrgelegenheiten blitzschnell und äusserst flexibel arrangiert werden.

«Die Menschen ändern ihre Gewohnheiten nicht, um die Umwelt zu schonen.»

Auch dieses Vorurteil schiesst am Ziel vorbei. Nicht die Moral, sondern der Verstand ist entscheidend: Wer rechnet, schliesst sich einer Verkehrsdaten-Austausch-Plattform an, weil er erkannt hat, dass er nirgends billiger und bequemer reisen kann.

Tesla Motors CEO Elon Musk introduces the falcon wing door on the Model X electric sports-utility vehicles during a presentation in Fremont, California in this September 29, 2015, file photo.  Musk stands to lose billions of dollars in personal stock wealth this week with the tanking market values of Solar City and Telsa, but that may be only the beginning of his concerns, February 10, 2016.   REUTERS/Stephen Lam/Files

Tesla Modell X: Elektroautos werden auch den Privatverkehr nachhaltig machen.
Bild: STEPHEN LAM/REUTERS

Selbstverständlich profitiert aber auch die Umwelt vom Mitfahrermodell. Der Verkehr wird nicht zunehmen, das System wird bloss effizienter genutzt. Wenn nur ein Bruchteil der Autofahrer mitmacht, entstehen gewaltige zusätzliche Transportkapazitäten.

Das zeigt ein einfaches Beispiel: Zwischen Zürich und Olten könnten sämtliche 100'000 täglichen Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel auch auf der Autobahn A1 in privaten Motorfahrzeugen transportiert werden. Ohne Mehrverkehr – nur auf den freien Plätzen der bereits heute fahrenden Fahrzeuge.

«Solange der öffentliche Verkehr die neuen Mitfahrermodelle als Konkurrenz betrachtet, hat er nicht begriffen, was auf ihn zukommen wird.»

Hermann Spiess

Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass sich die Begeisterung bei SBB und Postautos in Grenzen hält. Sie fürchten um ihr Geschäft, eine verständliche, aber trotzdem falsche Reaktion. «Solange der öffentliche Verkehr die neuen Mitfahrermodelle als Konkurrenz betrachtet, hat er nicht begriffen, was auf ihn zukommen wird», warnt Spiess.  

Öffentliche und Private müssen Partner werden

Die aktuellen Verkehrsprobleme lassen die alte Feindschaft zwischen Privatauto und öffentlicher Bahn zum Anachronismus verkommen. Nur partnerschaftliche Lösungen werden in der Lage sein, tragfähige Lösungen zu schaffen, welche die Herausforderungen der Zukunft zu lösen wissen.  

ARCHIV --- Ein Postauto unterwegs in der Gemeinde Isenthal auf der Strecke Altdorf-Isenthal im Kanton Uri am Donnerstag, 2. September 2010. Wer mit dem GA oder anderen Pauschalfahrausweisen im Postauto ueber den Gotthardpass faehrt, muss kuenftig keinen Aufpreis mehr zahlen. Dies wurde am Freitag, 3. Oktober 2014, bekannt. PostAuto hebt den Zuschlag fuer diese und andere touristische Strecken ab dem Fahrplanwechsel auf.(KEYSTONE/Urs Flueeler)

Sinnbild der Postkarten-Schweiz: Das Postauto.
Bild: KEYSTONE

Diese Lösungen müssen jedoch schon heute getestet werden. Spiess schlägt deshalb dem Bund vor, in einer Region ein Mobilitätsexperiment durchzuführen. Er denkt an eine Verkehrs-Austausch-Plattform, zu der alle Dienstleistungserbringer Zugriff hätten. Sechs Monate lang sollte so getestet werden, ob das in der Theorie so einleuchtende Modell auch in der Praxis funktionieren wird.

Was fehlt, sind die Passagiere

Spiess – der übrigens dabei keine kommerziellen Interessen hat oder vertritt – ist zuversichtlich: «Es gibt bereits heute genügend Autofahrer, die bereit sind, mitzumachen», sagt er. «Was fehlt, sind die Passagiere.» Mit der Unterstützung der öffentlichen Verkehrsbetriebe und mit einem einmaligen Beitrag des Bundes von einer halben Million sollte auch dies zu schaffen sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 31.03.2016 19:22
    Highlight Highlight Was mich wirklich stört, ist das ein Verkehrsmittel immer und immer wieder einfach vergessen wird:

    Die Zweiräder. Speziell die Motorisierten.
    Roller und Motorrad brauchen kaum Platz (auf der Strasse und beim Parkieren) und haben einen geringen Verbrauch. (Fallen auch unter die Abgasnormen usw.)
    Gerade Roller sind günstig (2500 Sfr. +) und eignen und rentieren sich auch als Zweitfahrzeug oder in der Kombination Roller+Eisenbahn.

    Bloss, gerade den Motorisierten Zweiräder ist die Schweizer Politik sehr feindlich gegenüber eingestellt...
    Obwohl damit alle Verkehrsprobleme entschärft würden...

    • Homes8 10.09.2016 11:59
      Highlight Highlight Viele Motorradfahrer sind durch ihr unfaires Fahrverhalten (vordrängeln, rechtsüberholen, extra zu laute Auspuffe) selber Schuld an ihrem schlechten Ruf. (Ich fahre selber Töff).
  • per scientam 31.03.2016 19:12
    Highlight Highlight Ich denke, die meisten Schweizer nutzen alle Verkehrsmittel, vom Bus, dem Velo, den Füssen bis zum Auto... Je nachdem wie die Situation ist. Die ganze gegen "Auto" hetze ist ziemlich daneben.

    In einem freien Land sollte jeder selbst entscheiden was für einen das zweckmässige Verkehrsmittel ist. Das ist nicht Sache der Politik, sondern Sache des Einzelnen.

    Der Staat sollte für alle Verkehrsteilnehmer Lösungen offerieren... Der Kunde (Bürger) ist König und darf wählen.
  • per scientam 31.03.2016 19:09
    Highlight Highlight Das Argument, dass Autos zu 90 % rumstehen finde ich nicht ganz korrekt. Denn all diese Auto versus Bahn vergleiche drehen sich nur im Kreis. Die Bahnen und Busse sind auch den grössten Teil des Tages kaum Besetzt, fahren aber dennoch...
    --> Energietechnisch gilt der Reisebus als am Effizientesten...

    Das richtige Verkehrsmittel am Richtigen Ort... Die Bahn und Tram macht Sinn in dicht Besiedelten Gebiet... Aber anderswo ist das Auto das Richtige Verkehrsmittel...

    Auch das mit den Kosten von den Autos ist nicht fair, denn wer subventioniert mit den Verkehrsabgaben die Bahn?? der Autofahrer.
  • Hermann Spiess 30.03.2016 18:59
    Highlight Highlight @7immi
    Mitfahrgelegenheit.ch ....de sind von BlaBlaCar übernommen worden.
    Dort tummeln sich heute circa 20 Millionen Nutzer in 20 Ländern.
    Gerade wo es wenig ÖV hat, bietet auch ein solches System neue Möglichkeiten.
  • Kookaburra 30.03.2016 17:35
    Highlight Highlight Wieso uns immer einschränken und Freiheit aufgeben? Wir könnten doch auch einfach mit der Zuwanderung aufhören...
    Ich bin sicher, bei zwei Mio. weniger Bevölkerung, hätten wir kein einziges Verkehrsproblem.
    • Bav 30.03.2016 18:12
      Highlight Highlight Ja stimmt, an allem sind die bösen Einwanderer Schuld! Achtung Ironie.
    • Kookaburra 31.03.2016 09:56
      Highlight Highlight Wir hätten keine ärztliche Versorgung ohne Zuwanderung? Also etwas blöderes habe ich schon lange nicht mehr gehört.
      Ausserdem bräuchten wir ohne die 42% Zugewanderten auch 42% weniger Ärzte. (Und alles andere.)
      Und wer braucht schon fünf Autos? Jemand der für seinen Reichtum arbeiten musste und einen ehrlichen Beitrag zum Mehrwert der Gesellschaft leistet, sicher nicht...
  • Toerpe Zwerg 30.03.2016 15:33
    Highlight Highlight Die Ironie ist doch, dass aller Voraussicht nach der klassische ÖV mit starren Trassen, (Umsteige-)Knotenpunkten und Fahrplänen sehr bald nicht mehr benötigt werden wird. Das System also, welches als "Zukunft der Mobilität" gepriesen wird - aus ideologischen Gründen - wird komplett bedeutungslos werden und nur noch in Nischen wie den innerstädtischen Nächstverkehr (Metro) funktionieren.

    Der einzige Vorteil der Schiene ggü der Strasse ist ja, dass grössere Einheiten verkehren können. Die Nachteile: Knotenpunkte, Umsteigen, Zubringer, Fahrpläne ... überwiegen. ÖV ist Mobilität 1.1.
    • Hermann Spiess 30.03.2016 15:51
      Highlight Highlight @ Toerpe Zwerg
      Mobilität wird sein. Immer.
      Ok.
      Aber Effizienz?
      Auch unsere Vorfahren glaubten lange an die Fähigkeit der Privatwirtschaft, der Öffentlichkeit effiziente Transportdienstleistungen zu erbringen. Damals, in der Pionierzeit der Eisenbahn.
      Erst nach 50 Jahre praktischer Erfahrung mit einigen schweren Zugunglücken und bankrotten Unternehmen hatten sie den Mut, unseren Verkehr komplett neu aufzugleisen - und gründeten 1898 die SBB.
      Wir sind uns einig, dass dies 100 Jahre recht gut funktionierte?

      Wäre es nicht toll, wenn wir aus den Erfahrungen unserer Vorfahren etwas lernen würden?
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 15:51
      Highlight Highlight Mobilität 2.0 ist das genaue Gegenteil des heutigen Verständnisses von Öffentlichem Verkehr. Erstens ist es grundsätzlich und auch ökologisch irrsinnig, Mobilität zu subventionieren. Zweitens ist es ineffizient, Verkehrsmittel nach fixen Fahrplänen zirkulieren zu lassen. Drittens ist es idiotisch, Mehrkilometer zu Institutionalisieren, weil nur ein ein HUB System der extrem unflexiblen Schiene gerecht wird - das System anstelle des Bedarfs determiniert das System. Es wäre konsequent, alle Bahnvorhaben sofort zu stoppen. Das Geld soll in intelligente Systeme fliessen. Der klassische ÖV ist tot
    • atomschlaf 30.03.2016 16:43
      Highlight Highlight @Spiess: Die relevante Erfahrung unserer Vorfahren ist jene, dass natürliche Monopole in staatliche Hände gehören.
      Bezüglich der künftigen Mobilität heisst dies, dass das Strassennetz staatlich bleiben soll, nicht aber die darauf verkehrenden Fahrzeuge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Digital Swiss 30.03.2016 15:00
    Highlight Highlight Vorschlag: Lasst uns den Besitz von Autos verbieten. Dafür aber den ÖV kostenlos anbieten und jedem Bürger 15'000km Car-Sharing Guthaben dazu. http://FÜR
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 15:13
      Highlight Highlight Super Vorschlag. Und mit dem Ertrag der kostenlosen ÖV Gutscheine finanzieren wir dann die Verkehrsinfrastruktur? Herr, lass ... regnen.
    • Digital Swiss 30.03.2016 17:22
      Highlight Highlight Die Kosten der Infrastruktur relativieren sich mit neuen Mobilitäts-Konzepten.

      Stellt euch vor es gibt keine Staus, Unfälle, Leitplanken, Verkehrsschilder, Parkplatzmangel, Blitzkästen, Verkehrspolizisten, Tankstellen, Überholspuren, Ampeln, überteuerte Parkgaragen, Autoabgase etc.

      Werden die Kosten pro Verkehrsteilnehmer dann zu oder abnehmen?
    • Digital Swiss 30.03.2016 17:25
      Highlight Highlight @EEG Wenn wir einen Veränderungsprozess vorantreiben wollen, ist die Anpassung der Gesetze ein mögliches, wirksames mittel.
  • Hermann Spiess 30.03.2016 14:58
    Highlight Highlight @ Toerpe Zwerg
    Auch ein privatwirtschaftliches "ausgefeiltes sharing system" wird es anstreben, Gewinn zu machen. Uber ist das beste Beispiel dafür.
    Dies ist umso leichter, je schlechter das Transportangebot und je teurer die Fahrpreise sind.
    Eine Verbesserung unseres Verkehrs
    widerspricht also den finanziellen Interessen.

    Der öffentliche Nutzen strebt allerdings nach vielen Angeboten zu tiefen Preisen.
    Dies wird erst möglich durch möglichst wenig Infrastruktur und hohe Effizienz. ..
    Zuerst muss der Staat den Rahmen setzen, die Privatwirtschaft nachher wirken kann.
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 15:20
      Highlight Highlight Das halte ich für eine Fehlinterpretation, weil Sie davon ausgehen, dass nur ein öffentlicher Betreiber in der Lage ist, bedarfsgerechte Angebote zu formulieren. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Die Mobilität generiert bei weitem genug Mittel, um die Systeme zu erstellen und aufrecht zu erhalten. Mobilität wird sein. Immer. Da braucht der Staat nur (raum-)planerisch zu wirken. Unser ÖV wird sehr bald überflüssig sein, ausser in Kernstädten. Jeder Franken in Schienen-Infrastruktur ist verschwendet. Viel zu statisch und zu unflexibel. Stoppt diese Fehlinvestitionen. Je früher desto besser.
  • JaxxxHollah 30.03.2016 11:03
    Highlight Highlight Warum wird nirgends Sharoo genannt? Dieses Start Up Unternehmen der Schweiz bietet über ihre App genau dies an.
    • kobL 30.03.2016 13:37
      Highlight Highlight Weil man bei sharoo private Autos mietet oder anbietet und nicht Fahrgemeinschaften oder Mitfahrgelegenheiten organisiert.
    • Hermann Spiess 30.03.2016 13:45
      Highlight Highlight @ JaxxxHollah
      sharoo ermöglicht es, ein nicht benutztes Fahrzeug anderen Leuten zur Verfügung zu stellen. Das ist eine sehr gute Idee.
      Viele Leute machen das heute.
      Aber noch werden diese Autos wenig nachgefragt von ÖV-Benutzern (welche selber kein Auto haben). Und Autobesitzer brauchen lieber zuerst Ihr eigenes Auto.
      sharoo wird aber kaum unseren Verkehr vermindern. Denn es ermöglicht Leuten ohne Auto, auch auf der Strasse unterwegs zu sein...
    • 7immi 30.03.2016 17:18
      Highlight Highlight @hermann
      so gesehen ist mobility sehr praktisch. die kombination von zug und auto. viele bahnhöfe sind ein mobility standort.
      für mitfahrgelegenheiten ist die plattform mitfahrgelegenheit.ch sehr praktisch. auch für flugzeuge gibts das. z.b. flyt.club
  • dath bane 30.03.2016 10:45
    Highlight Highlight Denke sowas muss sich zuerst im Ausland durchsetzen. Der 0815-Schweizer ist sich da zu bequem und wer will schon am Morgen mit fremden quatschen und dann noch Umwege für die fahren. Vielleicht kommt das ja wenn das Benzin teurer wird.
    • Hermann Spiess 30.03.2016 13:58
      Highlight Highlight @ dath bane
      Auch in der Schweiz gibt es schon viele Autofahrer, welche "flinc", "Covivo" oder "Blabla Car" ausprobiert haben resp. noch dabei sind.
      Aber die Chance, einen Passagier zu finden ist sehr klein, weil eben nur wenige Leute dabei sind.
      Ergo hören viele schnell wieder auf -oder sie nehmen sogar grosse Umwege in Kauf, um endlich einmal einen Passagier befördern zu können.

      Auf "Qixxit" findest du private Transportangebote neben dem ÖV Angebot ...
  • Digital Swiss 30.03.2016 10:38
    Highlight Highlight Super Thema. I like! Hab mir zig Diskussionen von Gunter Dueck reingezogen. Er hat dabei häufig folgendes Zitat verwendet und damit die Entwicklung einer Innovation beschrieben:

    Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen. Schopenhauer

    Sein Argument: Wenn wir einen deiner 2 grössten Budgetposten um 80% reduzieren können und du dafür einen Tag in der Woche weniger arbeiten musst - würdest du es tun?
    • 's all good, man! 30.03.2016 10:46
      Highlight Highlight Sehr richtig. In den Kommentaren hier erleben wir gerade schön anschaulich Stufe 1 aus dem Schopenhauer-Zitat...
  • seventhinkingsteps 30.03.2016 10:37
    Highlight Highlight Brb, Carpooling Startup gründen. Nein, aber ernsthaft: Falls es tatsächlich einen Markt geben sollte, wieso gibt es noch keinen Anbieter? Vom Staat realisiert, no thanks. Sehr spannend ist übrigens ist die momentane Entwicklung bei dezentralisierten Anwendungen mit Blockchains und Smart Contracts. Airbnb Wohnungen werden bald automatisiert sein, mit günstigen Einbauschlössern, die man mit dem Handy öffnen kann.
    • Digital Swiss 30.03.2016 10:41
      Highlight Highlight Migros ist gerade dabei ein System zu etablieren in Zusammenarbeit mit Mobility und Axpo. ;-)
    • Digital Swiss 30.03.2016 11:17
      Highlight Highlight Korrektur: Nicht Axpo sondern Mobiliar -> sharoo.com
  • der nubische Prinz 30.03.2016 10:18
    Highlight Highlight Als ob Airbnb und Uber nicht schon längst ganz normale Unternehmen wären. Diese ganzen sharing Sachen sind längst nicht mehr das was sie einmal waren. Ich wohne häufig in Airbnb Zimmern in den Ferien und ich habe es noch nie erlebt das es bei jemandem Zuhause war und nicht in einer Pension oder so. Das gleiche gilt für Uber, bis jetzt waren alles Taxifahrer.
    Coole Idee, aber es ist nicht alles so eine heile Welt wie man denkt...
  • Fox1Charlie 30.03.2016 09:54
    Highlight Highlight Wenn ich sehe wie gewisse leute auto fahren läufts mir kalt den rücken runter... Da würd ich nie im leben einsteigen wollen.
    • seventhinkingsteps 30.03.2016 10:25
      Highlight Highlight True, aber du kannst den Fahrer ja bewerten.
    • Digital Swiss 30.03.2016 10:44
      Highlight Highlight Google arbeitet ja schon an einen OS für autonome Autos.
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 15:02
      Highlight Highlight Und âll das mit dem Grossraumtransporter ...
  • CreatorsWolf 30.03.2016 09:49
    Highlight Highlight Wie soll dieses Modell den eingangs erwähnten Osterstau lösen, wenn alle gleichzeitig in eine Richtung mit unterschiedlichem Ziel fahren?
    • seventhinkingsteps 30.03.2016 10:26
      Highlight Highlight Weil "alle" kleiner wird? Beim Stau im Gotthard stehen immer Fahrzeuge die halb leer sind.
    • CreatorsWolf 30.03.2016 13:14
      Highlight Highlight Nach dieser Logik fahren also jene welche zusammenfahren zum exakt gleichen Ferienziel oder macht der Fahrer noch eine Extrarunde, um seine Fahrgäste abzuladen? Ausserdem stellt sich die Frage, wer alleine Ferien macht, in der Regel sind es doch Familien, welche kaum in einem Auto platz finden.
  • Evan 30.03.2016 09:47
    Highlight Highlight Ich und die meisten anderen sind schlichtweg zu faul für so etwas.
    • Digital Swiss 30.03.2016 10:45
      Highlight Highlight Mag sein. Ausser das autonome Fahrzeug fährt vor deine Türe und bringt sich auch wieder zurück. Und der Kilometerpreis sinkt durch optimierte Auslastung auf z.B. 5 Rappen. Interessiert?
  • Toerpe Zwerg 30.03.2016 09:33
    Highlight Highlight M.E. haben Sie nicht zu Ende gedacht. Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind unter diesen Aspekten nur noch im Innerstädtischen Nahverkehr und auf Strecken >500km konkurrenzfähig. Die gesamte SBB "Langstrecke" wird komplett überflüssig. Es würde reichen, Kostenwahrheit im öffentlichen "Fern"-verkehr walten zu lassen, um dies jedem drastisch vor Augen zu führen. Jeder Passagierkilometer der SBB im "Fern"verkehr wird heute subventioniert. Ohne diese Subventionen stiege der Preis vom hohen heutigen Niveau nochmals um wohl 50%. Dann kostet eine Fahrt Bern-Zürich retour ohne Halbtax 150 Stutz.
    • atomschlaf 30.03.2016 10:29
      Highlight Highlight @Toerpe: Meines Wissens ist der Fernverkehr selbsttragend oder gar gewinnbringend. Ganz im Gegensatz zum S-Bahn- und Regionalverkehr.
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 12:14
      Highlight Highlight Da unterliegen Sie einem Grundlagen-Irrtum, weil die SBB Rechnung keine Klarheit schafft, sondern vernebelt. Der Bund subventioniert die Infrastrukturkosten der SBB pro Jahr mit 2.8mia. Kein Bereich der SBB ist unter Einrechnung dieser Kosten auch nur annähernd selbsttragend. Vielleicht würden sich einzelne Strecken knapp selbsttragend betreiben lassen im Fernverkehr. Das ist aber müssig, weil diese nur im Netzwerkeffekt auf Auslastung kommen. Der ÖV ist die Videothek der Mobilität des 21. Jh. Kommen die selbstfahrenden Autos, ist die Schiene mause.
    • Hermann Spiess 30.03.2016 14:18
      Highlight Highlight @ Toerpe Zwerg
      Richtig analysiert! Unser ÖV muss dringend über die Bücher!
      Aber welche Perspektive gefällt Ihnen besser: unser ÖV geht heute auf die Straße (z.B. unter der Leitung der SBB) - oder private Transportdienstleister treiben mit günstigen (evtl. selbstfahrenden) Transportangeboten auf der Strasse unseren ÖV in wenigen Jahren in den Ruin?
      Vgl. http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/technik/mobilitaet-ist-ein-riesengeschaeft/story/11450827
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jan000 30.03.2016 09:18
    Highlight Highlight Coole Idee! Wenns Realität wird, freue ich mich schon auf die täubelenden Taxiunternehmen mit ihren unflexiblen und rückständigen Geschäftsmodellen😬😬
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 10:14
      Highlight Highlight Taxiunternehmen sind die Videotheken der Zehnerjahre.
  • atomschlaf 30.03.2016 09:16
    Highlight Highlight Obschon mir die Idee gefällt, denke ich nicht, dass solche Mitfahrmodelle viel ändern werden; schlicht weil aus verschiedenen Gründen zu wenige Leute interessiert sind.
    Die grosse Veränderung wird erst mit den selbstfahrenden Fahrzeugen kommen. Wenn sich diese mal durchgesetzt haben, wird der ÖV nur noch dort sinnvoll sein, wo er mit hoher Geschwindigkeit oder hoher Passagierdichte punkten kann, d.h. zwischen und in grösseren Städten. Auf dem Land werden keine nahezu leeren Busse und Regionalzüge mehr herumfahren.
    • per scientam 31.03.2016 19:33
      Highlight Highlight Das schon... Aber man redet von der Markteinführung 2035...
      Ich denke, ich werde in Rente Sein, wenn der Verkehr "smart" sein wird.

      Das dauert noch... Wir leben jetzt...

      Irgendwie halte ich das ganze für ein NON-Problem... das sich eh irgendwann selber löst...
      Nur, je mehr die ideologische Politik mitmischt umso grösser wird das Problem. Derzeit brauchen die Leute die Autos noch, also sollen Sie die Autos auch benutzen...

      (z.B. Politik: Parkplätze in Quartieren abschaffen, dann fällen die Anwohner die Bäume in den Gärten und machen einen Parkplatz dort... War bei uns so...)




  • Theor 30.03.2016 09:12
    Highlight Highlight Das ist eine Thematik an der sich Linke und Rechte Gedankenträger immer scheiden werden. Und es auch nie zum Kompromis kommen wird. Ich erinnere mich ein anderes Feld mit gleicher Thematik, als es von linker Seite hies: «In der Schweiz hat es genug Lebensraum für alle! Die Zukunft heisst halt einfach WG.» und da muss die Rechte jetzt sagen: Ich will aber nicht in einer WG leben. Ich will meine Wohnung und meine Ruhe haben und nicht zwangsweise mich immer in einem sozialen Umfeld bewegen müssen. Das ist das gleiche hier mit dem Auto. «Mein Auto und basta.» Da gehts um Eigentumsängste.
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 12:29
      Highlight Highlight Da dürften Sie falsch liegen. Die Linke wird weiterhin auf den staatlich organisierten Kollektivtransport mittels Grossraumfahrzeugen, Knotenpunkten und Fahrplan setzen. Die Passagiere sollen sich nach dem staatlichen Angebot richten. Flexibilität gibt es nur beim Kunden, nie aber beim Angebot. Das Transportsharing hingegen wird sich durchsetzen und sich gegenüber der ausgefeiltesten staatlichen Planung als brutal überlegen erweisen. Würden pro Jahr 2.8Mia in autonome Systeme auf der Strasse investiert - adieu ÖV.
    • per scientam 31.03.2016 19:39
      Highlight Highlight Hmm, ist es nicht eine Individuelle Entscheidung wie man leben will?! WG vs. Eigenheim?!

      Sind das nicht auch einfach auch Altersbedingte Phänomene?!

      Mit 20 Party WG.
      Mit 30 Nachwuchs, Garten für die Kleinkinder?
      Mit 40 Eigenheim...

      Solche Sachen lassen sich immer Leicht Sagen, wenn man z.B. Single ist, ohne Kinder und im Öffentlichen Dienst arbeitet welche an den ÖV angebunden sind. ...

      Die Linken sollten auch mal akzeptieren, dass die Lebensumstände und Bedürfnisse Individuell sind, und der Staat den Bedürfnissen gerecht werden soll und nicht der Bürger den Anforderung des Polit-Adels...
  • pnao 30.03.2016 09:03
    Highlight Highlight Wieso werden diese Elektroautos immer als so umweltfreundlich angepriesen?!
    (Batterieherstellung, Recycling etc..)
    Aber ja stimmt der Strom ist ja nicht aus dem AKW sondern aus der Steckdose hmm
    • atomschlaf 30.03.2016 09:28
      Highlight Highlight @pnao: Auch wenn sich die Situation in den letzten 30 Jahren massiv verbessert hat: Hauptnachteil der Autos mit Verbrennungsmotor ist immer noch der lokale Ausstoss toxischer Schadstoffe. Was Feinstaub angeht, hat man dort mit den Benzin-Direkteinspritzern sogar einen verheerenden Rückschritt gemacht.
      Hinzu kommt die wesentlich bessere Energieeffizienz der Elektromotoren und falls Du es nicht mitgekriegt hast, wird immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen produziert...
    • Philipp Löpfe 30.03.2016 10:43
      Highlight Highlight Um das einmal klar zu stellen: Elektroautos haben die bessere Umweltbilanz als Benziner, selbst dann, wenn der Strom aus dreckiger Kohle stammt.
    • 7immi 30.03.2016 11:01
      Highlight Highlight @löpfe
      das stimmt so nicht. zwar ist der betrieb grün, die produktion allerdings überhaupt nicht, vor allem wegen dem akku. wenn hier die revolution stattfindet ( z.b.barium-luft oder magnesium-luft zelle), dann wird das e-mobil ökologisch. mit lithium zellen ist die rohstoffgewinnung sehr aufwändig und dreckig mit vielen giftigen substanzen, ausserdem ist die verfügbarkeit nicht grad blendend, was den preis weiter in die höhe treiben wird.
      hier ein bericht vom tagi:
      http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/5636590287da8b5225000001
    Weitere Antworten anzeigen
  • 7immi 30.03.2016 08:53
    Highlight Highlight das argument der autopendler ist häufig, dass sie alleine in ihrem wagen sein wollen und ihre ruhe möchten. die anderen nutzen bereits den öv. daher frage ich mich, ob dieses system wirklich bedarf hat in der schweiz. unser öv netz ist weit verzweigt und die fahrzeuge sind sauber und in einem guten zustand. es wäre eine unnötige konkurrenz zum zuverlässigen öv.
    im ausland siehts aber vermutlich anders aus.
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 09:33
      Highlight Highlight der ÖV ist ein extrem teurer Service Public. Mit einem ausgefeilten Sharing System wäre er: Komplett überflüssig.
    • atomschlaf 30.03.2016 10:13
      Highlight Highlight @7immi: Der ÖV ist ausserhalb dicht besiedelter Gebiete sehr teuer und ineffizient.
    • 7immi 30.03.2016 10:15
      Highlight Highlight @p4trick
      das ist so, ich wohne selbst in einer solchen situation und brauche das fahrrad, um in nützlicher frist einen bahnhof zu erreichen. ich kenne aber viele 08-15 arbeitende, die das auto trotz bahnhof in 5 min gehdistanz zum bahnhof bevorzugen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dnsd 30.03.2016 08:49
    Highlight Highlight Meine Prognose: Im spätestens 5 Jahren fahren Autos vollautomatisch. In 15 Jahren sind manuell betriebene Autos in der Zürcher Innenstadt verboten... Das wird noch einiges effizienter als UBER da die Autos viel besser/näher verfügbar sind. Zusätzlich können automatische Autos die Strasse viel effizienter nutzen (da praktisch ohne Abstand gefahren werden kann).
  • Domino 30.03.2016 08:42
    Highlight Highlight Bisher habe ich noch praktisch jeden Autostöpler mitgenommen und noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
    Das Problem bei den neuen Systemen ist, dass man sich vorher verabreden muss und während der Fahrt mit irgendwelchen Apps fungieren ist mühsam und verboten.

    Mein Vorschlag: man macht es oldschool mit Finger rauf am Strassenrand. Für alle ängstlichen hat es dann im Auto einen Code, den man mit dem Handy einscannen kann und so weis man wer der Fahrer ist, die Daten werden online austauscht zum Abrechnen oder im Notfall den Fahrer zu ermitteln etc.
  • Triumvir 30.03.2016 08:32
    Highlight Highlight Das ist zwar ein guter Vorschlag, jedoch leider komplett illusiorisch, zumal Autofahrer/innen überwiegend aus egoistischen Motiven ihren Karren zum Pendeln benützen. Faulheit und Egoismus sind nur schwer zu eliminieren. Btw auch ÖV-Pendler sind davor nicht gefeit, als Beispiel kann man hier Trampelpfade anführen.
    • MacB 30.03.2016 09:08
      Highlight Highlight Ich wohne 25 Minuten von der nächsten Haltestelle weg. Mit ÖV hätt ich ca 2h, mit dem Auto 35 Minuten. Du kannst Dir deine Faulheit und den Egoismus sonstwo hin stecken.
    • Triumvir 30.03.2016 10:19
      Highlight Highlight @MacB danke gleichfalls, du hast meine Thesen mit deinem Kommentar übrigens bestätigt. Btw. selber Schuld, wenn du am Arsch der Welt wohnst :-P
    • MacB 30.03.2016 11:42
      Highlight Highlight @Triumvir: 3h sm Tag hat mehr zu haben, ist Lebensqualität, nicht Faulheit. Und da zu wohnen und nicht in der Stadt, kann ja viele viele Gründe haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Urmel 30.03.2016 08:21
    Highlight Highlight Ich fahre jeden Tag eine Strecke von insgesamt 70 Kilometern - alleine. Und das ist auch gut so.

    Früher, als es der Arbeitsweg noch zuliess, fuhr ich mit den ÖV zur Arbeit. Was mich am Zugfahren (vor allem am Morgen) am meisten genervt hat, waren die überaus kommunikativen Menschen. Ich mag mich nicht unterhalten und bin gerne auf meinen eigenen vier Rädern unterwegs - alleine.

    Nr. 1 zieht bei mir übrigens nicht. Ich nutze kein Facebook mehr und man zeige mir bitte ein einziges Profil, das der "vollkommenen Wahrheit" entspricht und durch das ich einen Menschen wirklich "kennenlernen" kann.
    • seventhinkingsteps 30.03.2016 10:25
      Highlight Highlight Ja was jetzt? Wie willst du einen Menschen kennen lernen wenn du FB nicht nutzen willst aber auch nicht kommunikativ sein willst? :D

      Nein joke, aber bei Uber gehts ja genauso. Dort können Fahrer und Passagier sich gegenseitig bewerten. Wer scheisse fährt kriegt keine Passagiere mehr, wer als Passagier unangenehm ist, kann nirgends mehr einsteigen. Und: Dein Auto, deine Regeln! Ist dein gutes Recht, nicht reden zu wollen. Wäre das von Anfang an klar, du hättest definitiv viele zufriedene Kunden, aus den gleichen Gründen wieso du den ÖV hasst. Ich würde bei dir einsteigen.
    • Digital Swiss 30.03.2016 10:52
      Highlight Highlight Aktuell arbeiten FinTechs and Kreditlösungen die basierend auf Social Proof die Bezinsung festlegen. D.h. ein Algorithmus bewertet dein aktives Netzwerk mit Reputations-Score und entscheidet ob du z.B. 4.9 oder 11.9% Zinsen zahlst.

      Spätestens wenn deine Kinder in Ausbildung bessere Finanzierungs-Konditionen kriegen, vergeht einem das Lachen.
  • wee 30.03.2016 08:17
    Highlight Highlight Man könnte auch mal mit der Stigmatisierung von Home Office aufhören. Damit könnte ein Teil der Pendler zumindest ab und zu zuhause arbeiten.

    Andere Punkte: was wenn man Auto fährt um ungestört von A nach B zu kommen? Was wenn man durch ein Auto ein bisschen Freiheit zurückerlangt?
    • Digital Swiss 30.03.2016 13:57
      Highlight Highlight Unter Auto-Freiheit verstehe ich in einem Kabrio über einen Pass oder an einem See entlang zu fahren und nicht im Stau zu stehen. ;-)
  • Wilhelm Dingo 30.03.2016 08:16
    Highlight Highlight "Was fehlt, sind die Passagiere": genau, ich habe keine Lust meinen Ausflug, Ferien oder Transportfahrt mit anderen zu koordinieren. Ich bin schlicht zu bequem dazu und Bequemlichkeit ist der einzige Grund, dass ich überhaupt ein Auto habe. Die Studie hat also etwas fundamentales nicht verstanden.
    • wee 30.03.2016 18:05
      Highlight Highlight Bingo, Wilhelm Dingo, auf den Punkt.

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