Schweiz
Wirtschaft

Schweizer Pils: Feldschlösschen bringt ein neues Bier auf den Markt

Bislang gab es kein Schweizer Pils – doch das ändert sich jetzt

08.08.2023, 15:4208.08.2023, 15:42

Nach Aufhebung eines Staatsvertrags aus dem Jahr 1927 hat die grösste Schweizer Brauerei ein neues Bier mit der Bezeichnung «Pils» entwickelt. Pils-ähnliche Biere wurden in der Schweiz bisher als «Spezial» verkauft.

Pils – eine Bier aus Pilsen.
Pilsen. Hier sprudelt das Wasser vor der St.-Bartholomäus-Kathedrale. Bekannter ist die Stadt aber vor allem für ihr Bier. Bild: Shutterstock

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum hatte Ende 2022 bekannt gegeben, dass der seit 1927 staatsvertraglich geregelte Schutz von Pils-Bieren aus der tschechischen Republik nicht mehr gelte. Die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden AG bringt nun ein neues Schweizer Pils auf den Markt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Pils – eine Bier aus Pilsen.
Feldschlösschen will lanciert nun ein Schweizer Pils.Bild: Shutterstock

Der Schweizer Brauerei-Verband (SBV) hatte Ende März über die neue Regelung informiert und geschrieben, dass er für einen Namenswechsel der bisherigen untergärigen und hopfenbetonten Schweizer Biersorten keinen Bedarf sehe. In der Zeit, als die Bezeichnung «Pils/Pilsner/Pilsen» für Schweizer Biere verboten war, entwickelten die Schweizer Brauer diesen Biertyp nämlich selber weiter und verkauften sie unter den Namen «Spezial hell» und «Spezial dunkel», auch «Spezli» genannt.

Ein Staatsvertrag mit der tschechischen Republik, der Tschechoslowakei sowie den Nachfolgestaaten Tschechien und Slowakei beschränkte den Begriff «Pils» seit 1927 auf tschechische Biere. Der Bundesrat hiess den absoluten Schutz des Pilsner Biers damals im Gegenzug für Zollermässigungen bei Baumwollstickereien gut. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Am 4. August 2023 ist internationaler Tag des Bieres! Hier: 33 Momente, in denen sich jemand ein Bier gönnte
1 / 35
33 Momente, in denen sich jemand ein Bier gönnte
Am 2. August 2024 ist internationaler Tag des Bieres!Hier: Gerstensaft für «Muddi» Merkel.
quelle: epa/epa / christian bruna
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Saure-Gurken-Bier und Espresso-O-Saft – nun sind TikTok-DRINKS an der Reihe ... leider
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
48 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Chill Dude
08.08.2023 15:47registriert März 2020
Neulich beim Treffen des CH Brauerverbandes:
Der Vertreter von Feldschlösschen bestellt zum Mittagessen ein Feldschlösschen Bier.
Alle anderen Vertreter der Kleinbrauereien bestellen ein Mineralwasser.
Worauf der Feldschlösschen Mensch fragt: "Warum bestellt ihr kein Bier?"
Die anderen Antworten: "Sie hätten gedacht, wenn er kein Bier bestellen würde, dann zeigen wir uns solidarisch!"
12316
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tsherish De Love aka Flachzange
08.08.2023 14:20registriert September 2020
Feldschlösschen kann seine Biere nennen wie sie wollen. Wirklich gut werden sie nie sein. Da wird auch ein Pils nichts dran ändern.
6212
Melden
Zum Kommentar
avatar
conszul
08.08.2023 16:28registriert August 2014
"Die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden AG bringt nun ein neues Schweizer Pils auf den Markt, ..."

Anders gesagt: es spielt absolut keine Rolle. Sie füllen weiterhin die gewohnte Plörre ab, aromatisieren etwas, ändern den Namen und gestalten eine neue Etikette. Genau wie beim IPA, Weizen, Dunkel oder Pale Ale.
7929
Melden
Zum Kommentar
48
Der Kanton Zürich hat ein neues Steuerparadies – so sieht es in deiner Gemeinde aus
33 Gemeinden im Kanton Zürich senken für 2026 ihren Steuerfuss, 10 hoben ihn an. Erstmals seit 2018 ist nicht mehr Kilchberg das Steuerparadies. Das sind die aktuellen Steuerfüsse aller 160 Zürcher Gemeinden.
Der Kanton Zürich senkte den Steuerfuss der Kantonssteuer für 2024 und 2025 von 99 auf 98 Prozent. Im Dezember hat sie nachgelegt und legt ihn für die kommenden beiden Jahre auf 95 Prozent fest. Seit 20 Jahren wurde nicht mehr um so viel reduziert. Einzelpersonen mit einem Durchschnittslohn kommen damit ab 2026 rund 60 Franken billiger davon, Verheiratete rund 105 Franken.
Zur Story