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Schweiz unterzeichnet am WEF Freihandels-Abkommen mit Kosovo

Schweiz unterzeichnet in Davos Freihandelsabkommen mit Kosovo

22.01.2025, 18:32
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Die Schweiz hat gemeinsam mit den weiteren Staaten der Efta am Mittwoch in Davos ein Freihandelsabkommen mit dem Kosovo unterzeichnet. Wirtschaftsminister Guy Parmelin zeigte sich wegen der grossen kosovarischen Diaspora in der Schweiz besonders glücklich über den Vertrag.

Albin Kurti, left, Prime Minister, Republic of Kosovo, Switzerland's Economy Minister Federal Councillor Guy Parmelin, center, Cecilie Myrseth, right, Minister of Trade, Norway and EFTA Chair, th ...
Bild: keystone

Das Abkommen führt zu einem Zollabbau auf Gütern und Dienstleistungen, wie Bundesrat Parmelin an einem gemeinsamen Medienanlass mit Vertretern und Vertreterinnen der anderen Länder sagte. Zudem werde das geistige Eigentum geschützt, was im Interesse der Schweiz sei.

Die Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta) - Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz - schlossen das Freihandelsabkommen mit dem Kosovo an einer Zeremonie am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF)ab. Die Verhandlungen waren im Jahr 2022 aufgenommen worden und wurden nach vier Runden am vergangenen 26. September abgeschlossen.

Gemäss dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti öffnen sich für sein Land neue wirtschaftliche Perspektiven. Er betonte, dass die Energie- und Personalkosten in seinem Land tief seien, was die Auslagerung von Produktionsprozessen fördern könne.

Fahrzeuge, Pharmaprodukte, Maschinen und Tabak

Laut der Efta betrug das Handelsvolumen zwischen den Efta-Staaten und dem Kosovo im Jahr 2023 176 Millionen Euro (rund 166 Millionen Franken, wovon 137 Millionen auf den Handel mit der Schweiz zurückzuführen sind).

Die wichtigsten Exportgüter der Efta-Staaten in den Kosovo waren im Jahr 2023 Fahrzeuge, pharmazeutische Produkte, Maschinen und Tabakwaren. Im selben Jahr exportierte das Kosovo in die Efta-Staaten vor allem Möbel, Kunststoffe, Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie Holz und Holzprodukte.

Swiss Federal Councillor Guy Parmelin, right, and Kosovo's Prime Minister Albin Kurti, left, shake hands on the occasion of Kurti's visit, in Bern, Switzerland, Friday, Nov. 1, 2024. (Anthon ...
Kosovos Premierminister Albin Kurti besuchte Parmelin bereits am 1. November 2024.Bild: keystone

Kosovarische Diaspora in der Schweiz

Parmelin hob die langjährigen Beziehungen mit dem Kosovo hervor - zuerst in Form von humanitärer Hilfe und nun mit einem «modernen und ehrgeizigen» Freihandelsabkommen. Zudem sei das Image der kosovarischen Diaspora (Exil-Gemeinde) in der Schweiz gut. Sie sei gut integriert und habe in verschiedenen Wirtschaftszweigen Unternehmen gegründet.

Auch Kurti sprach über die historische Bindung zwischen seinem Land und der Eidgenossenschaft. Er bedankte sich unter anderem für die Hilfe der Schweiz in den 1980er und -90er Jahren. Er erinnerte auch daran, dass sich die Schweiz bis heute mit dem Armeeeinsatz der Swisscoy für die Friedensförderung im Kosovo einsetzt.

(rbu/hkl/sda)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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plataoplomo
22.01.2025 20:01registriert Februar 2020
"Zudem sei das Image der kosovarischen Diaspora (Exil-Gemeinde) in der Schweiz gut. Sie sei gut integriert…".

Wie mögen das Parmelins Parteifreunde finden? Ich erinnere mich da an gewisse Plakate...
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    Geburtenrate auf Rekordtief – so hat sich die Schweizer Bevölkerung 2024 entwickelt
    Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz hat Ende 2024 mit 9'048'900 Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Die Einwanderung ging gegenüber dem Rekordjahr 2023 zurück, die Auswanderung nahm dagegen zu. Und die Geburtenrate ist erneut auf ein Rekordtief gefallen.

    Am 31. Dezember 2024 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 9'048'900 Personen, gegenüber 8'962'300 Ende 2023. Das ist ein Plus von 86'600 Personen, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag mitteilte. Die Bevölkerung wuchs mit 1,0 Prozent damit weniger stark als im Jahr 2023, als mit 1,7 Prozent ein sehr hoher Wanderungssaldo registriert wurde. Dieser hing in erster Linie damit zusammen, dass Personen aus der Ukraine mit Schutzstatus S im Jahr 2023, also ein Jahr nach ihrer Ankunft in der Schweiz, zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt wurden.

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