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Nach technischer Störung bei Skyguide – Schweizer Luftraum wieder offen

15.06.2022, 06:3715.06.2022, 11:44

Die Flugsicherung Skyguide hat die Ursache für die stundenlange IT-Störung gefunden. Es handle sich um einen Netzwerkfehler. «Ein Cyberangriff ist definitiv ausgeschlossen», sagte eine Skyguide-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur awp.

Seit 8.30 Uhr würden die Systeme wieder voll laufen. Es könne aber den ganzen Tag über noch Verspätungen von Flügen geben, sagte die Sprecherin. Sofern das Netzwerk keine weiteren Probleme mache, sollte der Flugbetrieb am (morgigen) Donnerstag wieder normal laufen.

Der Netzwerkfehler sei im Skyguide-Rechenzentrum in Genf aufgetreten. Und weil der Fehler im Netzwerk aufgetreten sei, habe das zweite Skyguide-Zentrum in Dübendorf den Betrieb nicht überbrücken können, hiess es weiter. Deshalb habe die Flugsicherung entschieden, aus Sicherheitsgründen den ganzen Luftraum zu sperren, sagte die Skyguide-Sprecherin.

Laut Angaben des Flughafens Zürich musste dort 77 Flüge gestrichen werden, 15 Flüge mussten anderswo landen. Seit 10 Uhr laufe der Flugbetrieb wieder bei 100 Prozent der Kapazität. Aber «wir empfehlen Passagieren weiterhin, sich bei ihrer Airline über den Status ihres Fluges zu informieren», schrieb der grösste Flughafen des Landes.

Der erste Flug, der wieder in Zürich landete
Der erste Flug, der wieder in Zürich landeteBild: flughafen zürich

Die Fluggesellschaft Swiss teilte ihrerseits mit, dass der Flugbetrieb nun nach und nach wieder aufgenommen werde. Erste Swiss-Flugzeuge seien wieder gestartet und gelandet. «Der Grossteil der umgeleiteten Flugzeuge ist auf dem Weg nach Zürich.»

Eine Normalisierung des Flugbetriebs werde im Laufe des Tages erwartet, schrieb die Airline: «Es kann allerdings noch zu Unregelmässigkeiten kommen.» Reisende würden gebeten, sich auf der Swiss-Homepage über den aktuellen Flugstatus zu informieren.

Bisher sind 30 Kurzstreckenflüge der Swiss von und nach Zürich und Genf gestrichen worden, davon seien rund 6400 Passagiere betroffen. Für die betroffenen Kunden werde nun nach Lösungen, beispielsweise in Form von Umbuchungen, gesucht, hiess es weiter.

Auch weitere Flughäfen betroffen

Auch der Flugverkehr am EuroAirport Basel-Mulhouse war wegen der Panne bei Skyguide und der damit verbundenen Sperrung des Schweizer Luftraums vorübergehend stark betroffen, wie es auf Anfrage hiess. Es hätten bisher nur wenige Flüge starten und landen können.

Am Flughafen Bern waren Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR) nicht möglich. Dazu gehören alle Linienflüge. Private Flüge nach Sichtflugregeln hingegen waren weiterhin möglich. Dies sagte Urs Ryf, Flughafenchef des Bern Airport, auf Anfrage von Keystone-SDA. Allerdings waren am Mittwochmorgen gar keine IFR-Flüge geplant.

Die Schweizer Behörden waren offenbar nicht in der Lage, über die Sperrung des Schweizer Luftraums zu informieren. An ihrer Stelle haben die zuständigen Stellen in Österreich Airlines und Piloten über die Sperre informiert.

(saw/sda)

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139 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Linda Diaz
15.06.2022 06:51registriert Januar 2020
Die Gründe dafür interessieren mich dann. Ich hoffe es ist nicht so wie ich befürchte.
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vayiaelanor
15.06.2022 07:41registriert August 2018
Ob durch Cyber Angriff, Change related oder fat-finger Typo, wünsche den IT Jungs alles Gute für einen schnellen Fix. Als ITler in einer Grossbank für kritische Infrastruktur kann ich gut nachfühlen…
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University
15.06.2022 06:54registriert Juli 2019
Skyguide ist eben doch umweltfreundlich
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