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Im Kanton Schwyz stossen die Autos im Durchschnitt am meisten CO2 aus.
Im Kanton Schwyz stossen die Autos im Durchschnitt am meisten CO2 aus.bild: keystone
Die Welt in Karten

Diese Karte zeigt, in welchem Kanton 2019 die «dreckigsten» Autos gekauft wurden

Zum vierten Mal in Serie verpasst die Schweiz die CO2-Ziele für Neuwagen. Beim Blick auf die Kantone stellen wir fest: Zug liegt nicht mehr an der Spitze und Elektrowagen legen trotz allem fleissig zu.
02.07.2020, 13:3703.07.2020, 09:07
Reto Fehr
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Die 2019 in der Schweiz neu zugelassenen 314'000 Personenwagen entlassen mehr CO2 in die Luft als erlaubt. Den geltenden Zielwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer haben die Autoimporteure zum vierten Mal in Folge verfehlt.

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen lagen mit rund 138,1 Gramm pro Kilometer sogar leicht höher als 2018, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag mitteilte. Auch der durchschnittliche Treibstoffverbrauch von 6,18 Litern Benzinäquivalent lag 2019 bei den Neuwagen um 1,6 Prozent höher als im Vorjahr.

In welchem Kanton fahren die grössten Dreckschleudern, was den CO2-Ausstoss anbelangt? Schaut man auf die Statistik der neu zugelassenen Autos 2018, gibt es einen eindeutigen «Sieger». Allerdings ist es nicht mehr der Kanton Zug, wie dies 2018 noch der Fall war.

Details zu den Zahlen von Appenzell Innerrhoden: Siehe auch Infobox unten.

Der Zielwert von 130 Gramm wurde noch nie erreicht: 2015 wurde er um 5 Gramm, in den Jahren 2016 und 2017 um jeweils 4 Gramm und 2018 um fast 8 Gramm verfehlt, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) bereits im Februar informiert hatte.

Mehr Allradfahrzeuge

Der CO2-Ausstoss hat 2019 laut BFE erneut zugenommen, weil mehr Allradfahrzeuge verkauft wurden, die Autos ein höheres Leergewicht hatten und weil erneut weniger Dieselfahrzeuge verkauft wurden. Zudem dürften die realitätsnäheren Werte, die das neue genormte Prüfverfahren für die Messung des Treibstoffverbrauchs und der Abgaswerte ergibt, die leichte Erhöhung des CO2-Ausstosses mitbegünstigt haben.

Ohne Elektrofahrzeuge noch höher

Ohne den Einfluss der Elektrofahrzeuge würde der durchschnittliche Wert des CO2-Ausstosses von Neuwagen laut BFE bei rund 145 Gramm pro Kilometer liegen. Der Anteil der Elektrofahrzeuge an den zugelassenen Neuwagen lag 2019 bei 5,6 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Anteil erst bei 3,2 Prozent.

Die Autoimporteure wurden wegen der erneuten Überschreitung des Zielwertes beim CO2-Ausstoss mit Bussen von brutto rund 78 Millionen Franken belegt, rund 47 Millionen mehr als 2018. 98,5 Prozent der Sanktionslast entfällt dabei auf die 79 Grossimporteure. Der Nettoertrag von rund 76 Millionen Franken wird laut BFE dem Nationalstrasssen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) zugewiesen.

«Unter der Wahrnehmungsschwelle»

Für den Verkehrsclub der Schweiz (VCS) sind diese Sanktionszahlungen zu tief, wie er am Donnerstag mitteilte. Sie machten lediglich 0,57 Prozent des Umsatzes oder 250 Franken pro verkauften Neuwagen aus. Das liege bei einem durchschnittlichen Neuwagenpreis von über 43'000 Franken unter der «Wahrnehmungsschwelle» der Käufer. Ein Sanktionserlass, wie ihn die Importeure wegen der Coronapandemie forderten, wäre für den VCS «eine Kapitulation der Klimapolitik vor der Autolobby».

Ab 2015 hätten die CO2-Emissionen von neu zugelassenen Personenwagen im Durchschnitt auf 130 Gramm pro Kilometer gesenkt werden sollen. Dieser Wert galt bis Ende 2019. Seit Anfang 2020 gilt der Zielwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer. Ab 2020 fallen auch neu zugelassene Lieferwagen und leichte Sattelschlepper unter die CO2-Emissionsvorschriften. Deren Ausstoss ging 2019 gemäss BFE leicht zurück. (fox/sda)

Daten und Quellen
Die Daten stammen von den jährlichen Kennzahlen Neuwagenflotte des Bundesamtes für Energie. Seit 2014 werden diese pro Kanton ausgewertet.

Speziell ist der Kanton Appenzell Innerrhoden. Da die allermeisten Mietautos hier eingelöst werden, ist die Zahl neuer Wagen extrem hoch.
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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Milhouse
02.07.2020 13:49registriert Oktober 2017
Die Karte zeigt, was jeder weiss: Kräftige 4x4 Geländewagen braucht es in den Bergkantonen. Und in Zug.
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Glenn Quagmire
02.07.2020 14:14registriert Juli 2015
Ein 4x4 in Uri, Wallis, Graubünden, Glarus etc. macht Sinn, in Basel Stadt oder Zug hingegen nicht wirklich. Topographie müsste schon berücksichtigt werden.
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Tobias W.
02.07.2020 13:51registriert Januar 2017
In den Bergregionen werden sicher auch anteilmässig mehr Autos zum Ziehen von Anhängern eingesetzt und man braucht 4x4 je nach dem wo man wohnt/unterwegs ist. Daher ist es eigentlich nicht verwunderlich. Dass hingegen Mittelland-Kantone wie etwa Zürich und Aargau auf einen Durchschnittswert von fast 140 kommen, finde ich eher bedenklich.
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