DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Peter Patrik Roth

Peter Patrik Roth posiert in einem White-Rex-Shirt. Bild: Instagram

Chef posierte mit Nazi-Symbolen – Schwinger Curdin Orlik kehrt Sponsor Roviva den Rücken



Diese Woche hatten Recherchen von «Tages-Anzeiger» und der «Rundschau» von SRF Peter Patrik Roth, Geschäftsleiter der Berner Matratzenfabrik Roviva Roth & Cie. AG, in die Schlagzeilen gebracht: Roth posierte mehrfach mit Kleidung des neonazistischen russischen Mode-Labels White Rex mit rechtsextremistischen Erkennungszeichen wie den so genannten schwarzen Sonnen auf seinem Instagram-Profil. Dieses hat er unterdessen gelöscht.

Roth verkehrt in rechtsextremen Kreisen. Unter anderem gehört ihm gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei national orientierter Schweizer (PNOS), Florian Gerber, die Firma Fighttext AG. Diese vertreibt die Kleidung von White Rex in der Schweiz. Mit dem Gründer von White Rex, dem rechtsextremen russischen Kampfsportler Denis Nikitin, ist Roth bekannt.

Für den traditionsreichen Matrazenhersteller Roviva sind die rechtsextremistischen Verbindungen seines Geschäftsführers eine heikle Angelegenheit. In der vergangenen hielt man bei der Firma den Ball flach: «Welche Kleidung Herr Roth in seiner Freitzeit trägt, ist seine private Angelegenheit. Dies steht in keinem Zusammenhang mit seiner Rolle bei Roviva», sagte eine Sprecherin zum «Tages-Anzeiger».

Curdin Orlik jubelt im 6. Gang am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Sonntag, 25. August 2019. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Curdin Orlik am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug. Bild: KEYSTONE

Doch ganz so unbeschadet wie erhofft scheint sich Roviva nicht aus der Affäre ziehen zu können. Wie der «Blick» heute berichtet, will der Spitzenschwinger Curdin Orlik seine seit Anfang 2019 laufende Zusammenarbeit mit der Firma beenden. Er will den einjährigen Sponsoringvertrag Ende Jahr auslaufen lassen: «Für mich ist nach diesem Vorfall jetzt schon klar, dass ich den Kontrakt nicht verlängern werde», sagt der Bündner in Diensten des Berner Schwingerverbands.

Der 26-jährige Bündner hat mit Roviva-Geschäftsleiter Roth «ausser einigen oberflächlichen Gesprächen» bisher kaum Kontakt gehabt. Laut Blick hat Orlik versucht, in den letzten Tagen den Kontakt zur Firma gesucht, weil er «mehr über die Vorwürfe wissen wollte». Bei Roviva wollte man ihm allerdings keine Antworten geben. (cbe)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sieg Fail! Warum Nazis (sonst noch) Volldeppen sind

1 / 13
Sieg Fail! Warum Nazis (sonst noch) Volldeppen sind
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Was die Besucher am Eidgenössischen nervt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Offen gesagt

«Lieber Herr Berset, sehr stilvoll ist das nicht ...»

Der Bundesrat präsentiert einen Drei-Phasen-Öffnungsplan, der auf der Durchimpfungsrate der Erwachsenen beruht. Die Jugend kann sich auf Durchseuchung einstellen.

Lieber Herr Berset

Sie haben heute im Namen des Bundesrates den Drei-Phasen-Öffnungsplan entlang der Durchimpfungsrate vorgestellt.

Dabei sind Sie gefragt worden, ob damit nicht alle jene «bestraft» würden, die sich nicht impfen lassen wollen. Weil sie dann an vielen Orten und vielen Anlässen unerwünscht sein werden.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Darauf haben Sie das einzig Richtige geantwortet. Nämlich, dass es kein persönlicher Entscheid ist, ob man sich impfen lässt oder …

Artikel lesen
Link zum Artikel