Schweiz
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Extreme Armut in der Schweiz sehr selten – aber sie existiert



Durchschnittlich 6,2 Prozent der EU-Bürger sind von extremer Armut betroffen. Spitzenreiter ist Bulgarien, wo jeder Fünfte seine Rechnungen nicht bezahlen kann. Mit 1,5 Prozent extrem Armer (gemäss EU-Norm) steht die Schweiz auf Rang drei der *reichsten

Bild: DPA

6.2 Prozent der EU-Bevölkerung sind von extremer Armut betroffen. Mit 1.5 Prozent (2015) liegt die Schweiz weit unter dem Durchschnitt. Nur Schweden und Luxemburg haben noch weniger Mittellose. Am schlimmsten betroffen ist Bulgarien: Jeder Fünfte ist dort extrem arm.

Auch in Rumänien und Griechenland haben viele nicht genug zu essen: Dort erfüllt etwa jeder Sechste die EU-Kriterien für extreme Armut.

Diese liegt gemäss Eurostat, dem statistischen Amt der EU, vor, wenn jemand sich nicht mindestens vier der folgenden Dinge leisten kann: Bezahlen der Rechnungen, Heizen, unerwartete Kosten stemmen, regelmässig Fleisch, Fisch oder eine vergleichbare vegetarische Mahlzeit essen, eine Woche Ferien ausser Haus jährlich, ein Fernseher, eine Waschmaschine, ein Auto, ein Telefon.

ARCHIV - ZUR FORDERUNG VON CARITAS SCHWEIZ NACH EINER NATIONALEN STRATEGIE ZUR BEKAEMPFUNG VON KINDERARMUT STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - [Gestellte Aufnahme, Symbolbild, ] Ein Kind sitzt zu Hause am Boden und zaehlt sein Geld, fotografiert am 10. Maerz 2016 in Luzern. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Bild: KEYSTONE

In der EU ist der durchschnittliche Anteil der extrem Armen seit 2012 kontinuierlich gesunken – von damals 9.9 Prozent auf heute 6.2. In der Schweiz dagegen steigt der Prozentsatz gemäss Eurostat seit 2014 um etwa 0.1 Prozent jährlich .

Der Befund deckt sich ungefähr mit den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS), welches die Armutsquote allerdings anders berechnet als die EU. Gemäss BFS stieg die Armutsquote zwischen 2014 und 2016 – gemäss eigener Berechnung – von 6.6 auf 7.5 Prozent. Das bewege sich jedoch innerhalb der statistischen Schwankungsbreite, so das BFS.

Am schlimmsten von Armut betroffen sind in der Schweiz ebenso wie in der EU Einzelpersonen und Einelternhaushalte mit minderjährigen Kindern. Fast jeder zehnte solche Haushalt muss darben. Haushalte mit mindestens zwei Erwachsenen sind nur halb so häufig von extremer Armut betroffen. (aeg/sda)

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • banda69 08.05.2019 17:41
    Highlight Highlight Es ist die selbsternannte Partei des Volkes, die SVP, die alles dafür tut, dass es den ärmsten Schweizerinnen und Schweizern noch schlechter geht. Im Gegenzug senkt diese Partei dann die Steuern für Reiche und Abzocker.

    Ja die SVP, die tut was fürs Volk.
  • Gubbe 08.05.2019 17:09
    Highlight Highlight Ich bin im Kanton Bern, Biel / Umgebung zu hause. In Biel kenne ich 3 Personen, welche wirklich Nichts, ausser einem Plastiksack mit Wechselkleidern haben. Alle sind abgestürzte Schweizer, wobei ich einen sehr gut kenne. An sogenannten 'Sammeltagen' spende ich nie, mir sind diese Drei näher. Wenn ich sie treffe, haben alle für eine Woche zu Essen.
  • Der Rückbauer 08.05.2019 14:39
    Highlight Highlight Ja, und die Turnschuhe für Fr. 100.--? Ich behaupte mal, die extrem Armen lassen sich nicht auf die Schiene der Sozialhyänen aufgleisen. Gut so, früher hiessen sie Clochards.
    Ich glaube, der Sozialstaat kann sie nicht ändern. Sie lassen sich nicht helfen, denn sie wollen so leben. Der Staat muss aber dafür sorgen, dass sie ein menschenwürdiges Dasein "fristen" können; "fristen", aus den Augen der Bürgerlichen.
    • Glücksbringer 08.05.2019 16:48
      Highlight Highlight Ich kenne einen aus der höheren Mittelklasse, der auch so redete. Vor fünf Jahren hatte er Pech und verlor alles. Heute lebt er auf der Strasse. Aus Scham/Stolz will er keine Sozialhilfe beziehen.
    • Dario Baronchelli 09.05.2019 15:35
      Highlight Highlight @Glücksbringer: Nicht nur Scham oder der Stolz hält sie von der Inanspruchnahme der Sozialleistungen ab, mitberücksichtigt werden muss auch der von anderen Kommentatoren angesprochene, mit unlauteren Mitteln geführte Kampf gegen Arme. Mit u.a. Sanktionen und autoritärem Gebaren (um nur einige Dinge aufzuzählen) wollen Sozialhilfebehörden sich die Leute vom Halse schaffen. So ist es nicht verwunderlich, dass viele "gerne" auf solche unmenschliche Angebote verzichten.
    • Glücksbringer 09.05.2019 17:23
      Highlight Highlight @Dario Baronchelli. Stimmt. Leider ist es so.
  • ChiliForever 08.05.2019 13:39
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob ein Symbolbild mit jemanden, der eher einem Obdachlosen nahekommt, so erklärend ist.

    Denn Obdachlose haben meist tiefere Probleme als Ursache für ihre Situiation. Unabhängig davon, daß man denen natürlich auch finanziell helfen muß, ist deren Problem oft nicht nur aus dem Monetären heraus entstanden, wahrscheinlich könnten nicht wenige von denen auch mit 10x mehr Geld ihre Situation nicht in den Griff bekommen.

    Als Symbol für Armut zumindest in der Schweiz und Deutschland hilft das also nicht (in Bulgarien und Rumänien mag das anders sein).
  • Töfflifahrer 08.05.2019 12:34
    Highlight Highlight Nur keine Angst, die Kantone, allen voran Bern arbeiten richtig hart daran, dass es mehr werden.
    Die denken die (in)kompetenten Sozialpolitiker in den jeweiligen Regierungen werfen auch den ärmsten der Armen noch Unwilligkeit zur Mitarbeit vor.
  • Schabernack 08.05.2019 11:29
    Highlight Highlight Als Student war ich auch extrem arm #fünfmalteigwareninderwoche 😂
    • Phrosch 08.05.2019 19:47
      Highlight Highlight Wer fünfmal in der Woche Teigwaren isst, hat wohl auch etwas wenig Fantasie. Auch mit wenig Geld kann man mit Abwechslung essen. Und ja, ich weiss, wovon ich rede, ich war auch eine arme Studentin.
  • Shwarms 08.05.2019 10:56
    Highlight Highlight Aber hey, mit den Geldern, welche wir bei den Ärmsten einsparen, können wir Firmen und vermögende Individuen steuerlich entlasten.
    Denn es ist nicht fair, mehr Steuern bezahlen zu müssen, nur weil man durch unsere stabile Infrastruktur und die staatlichen Leistungen zur Erhöhung der Lebensqualität den eigenen Marktwert bzw. den Gewinn des Konzerns steigern kann.
    Schliesslich kurbelt man ja die Wirtschaft mit dem Kauf von teuren Importwagen oder Liegenschaften an.

    (ACHTUNG! Dieser Text kann sarkastische Inhalte enthalten)
    • pamayer 08.05.2019 12:14
      Highlight Highlight Sarkasmus verstanden. Sehr beissend.
  • Man Giarco 08.05.2019 10:51
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • So en Ueli 08.05.2019 11:49
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • karl_e 08.05.2019 11:50
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 08.05.2019 11:56
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yolo 08.05.2019 10:10
    Highlight Highlight Und der Kt. Bern möchte genau dort sparen und fördert damit die extreme Armut, anstelle diese zu bekämpfen/zu mildern.
    • pamayer 08.05.2019 12:13
      Highlight Highlight voll im Trend.
    • Gottlieb Duttweiler 08.05.2019 13:12
      Highlight Highlight Nicht „der Kt. Bern“, sondern die Parteien SVP, FDP, BDP und EDU. Sowie jene Personen, die diese Sozialabbauer-Parteien immerzu wählen (darunter wohl auch einige Betroffene).
    • Eisvogel 08.05.2019 13:26
      Highlight Highlight Wir geben alles in der Abstimmung, dass das menscheverachtende Gesetz von Schnegg nicht angenommen wird!
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  • Pablo Escobar 08.05.2019 09:57
    Highlight Highlight Wie kann man in der Schweiz extrem arm werden?
    • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 08.05.2019 11:39
      Highlight Highlight Game of Phones:

      Menschen ab 50, die den Job verlieren, werden in der Regel ausgesteuert. Nur so ein Beispiel.
    • Pablo Escobar 08.05.2019 12:53
      Highlight Highlight Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn man wirklich unbedingt einen Job haben will, findet man einen. Vielleicht muss man dann halt als Putzfrau/man arbeiten bis man was besseres findet. Auch wenn man dann ein Minimallohn verdient ist man meiner Meinung nach nicht extrem Arm.
    • Töfflifahrer 08.05.2019 13:32
      Highlight Highlight Verlust Arbeitsplatz, ausgesteuert, Familie weg, Wohnung weg so schnell kann es gehen.
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