Schweiz
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Frauen sind in der Wissenschaft noch immer untervertreten. bild: shutterstock.com

Diese 4 Grafiken zeigen, wie untervertreten die Frauen in der Schweizer Wissenschaft sind

Nach dem Master-Titel kommt der grosse Einbruch: Nicht einmal die Hälfte der Schweizer Forschenden sind Frauen, zeigen neue Zahlen. Eine Expertin sagt, was jetzt passieren muss.



Die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) zur Frauenvertretung in der Wissenschaft zeigen, dass sie dort immer noch grösstenteils untervertreten sind. Zwar hat seit dem Jahr 2000 der Frauenanteil unter den Forschenden stetig zugenommen. Dennoch liegt dieser immer noch deutlich unter 50 Prozent.

Claudia Appenzeller vom Verbund Akademien der Wissenschaft Schweiz ist nicht erstaunt. «Es hat sich zwar verbessert, aber die Bemühungen müssen intensiviert werden. Es dauert viel zu langsam», sagt die Generalsekretärin.

Diese vier Grafiken zeigen, wie es um den Frauenanteil in der Schweizer Wissenschaft wirklich steht:

Der Frauenanteil vom Gymi zur Professur

Im Jahr 2017 haben in der Schweiz mehr Frauen die Gymnasiale Matur, Berufsmatur oder eine Fachmaturität absolviert. Mehr Frauen sind in eine Hochschule eingetreten, mehr Frauen haben einen Bachelor oder Master erhalten. Doch bereits auf Stufe des Doktortitels kehrt die Verteilung. 2290 Männer und nur 1859 Frauen haben diesen Titel erreicht.

Auch auf den darauffolgenden Forschungsstufen zeigen die Zahlen: Je höher der akademische Abschluss, desto weniger Frauen hat es. Claudia Appenzeller von den Akademien der Wissenschaft Schweiz sagt: «Für Frauen ist es immer noch schwierig, eine akademische Karriere zu machen und eine Familie zu gründen.» Die Universitäten hätten zwar grosse Fortschritte gemacht und mittlerweile Kinderkrippen eingerichtet. «Aber das System greift vielfach zu langsam», sagt Appenzeller.

Da bisher mehrheitlich Männer wissenschaftliche Karriere gemacht hätten, würden die traditionellen Karriereanforderungen für viele Frauen nicht stimmen. «Für eine Professur muss man beispielsweise oftmals einen längeren Auslandsaufenthalt absolvieren. Aber für viele Frauen ist das nicht möglich, deshalb konnten sie diesen Karriereschritt nicht machen.» Es brauche zur Frauenförderung deshalb mehr individuelle Lösungen.

Der Frauenanteil in den verschiedenen Sektoren

Ausser in den Geisteswissenschaften und Künsten und in den Agrarwissenschaften und Veterinärwesen hat es weniger Frauen. Im Bereich Ingenieurwesen und Technologie hingegen sind es zu zwei Drittel Männer und nur zu einem Drittel Frauen. Das Interesse für Technik ist bei den Frauen auch sehr gross. «Aber sie finden den Zugang dazu weniger, weil es ihnen nicht vorgelebt wird», sagt Appenzeller. Es brauche bereits im Schulalter weibliche Vorbilder in der Technologie. Dies fördere beispielsweise das Programm «Swiss TecLadies». Dieses wolle veraltete Rollenbilder und Stereotypen im Bezug auf Technikberufe aus dem Weg schaffen und Jugendliche und Mädchen mit Mentoring gezielt fördern.

Lehrpersonen arbeiten mit dem EV3, einem paedagogischen Roboter, anlaesslich der Eroeffnung des RobertaRegioZentrum Luzern am Samstag, 19. Oktober 2019, in Luzern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Frauen sollen bereits im jungen Alter den Weg in Technologie-Bereiche finden. Bild: KEYSTONE

Die Entwicklung seit 2000

In den letzten 17 Jahren hat der Frauenanteil in der Forschung im öffentlichen Sektor zugenommen. Im Jahr 2000 waren es lediglich 20 Prozent, 2017 gab es bereits 35 Prozent Frauen unter den Forschenden. Das Bewusstsein bei Hochschulen und Universitäten sei sehr gewachsen. «Viele haben sich in der Rekrutierung ein Ziel bei der Anzahl Frauen gesetzt und versuchen, dieses wenn möglich einzuhalten», sagt Appenzeller. Sie empfehle, dass in den Rekrutierungskommissionen der Unis mindestens eine Frau dabei sei. «Denn das Ideal, das jede Universität bei den Forschenden anstreben muss, ist ein 50:50-Verhältnis», sagt Appenzeller.

Die Schweizer Wissenschaftlerinnen im internationalen Vergleich

Mit einem Frauenanteil von 35 Prozent in der Forschung befindet sich die Schweiz im internationalen Vergleich im Mittelfeld, an gleicher Stelle wie Belgien und Italien. Island hat mit 46 Prozent den höchsten Frauenanteil in der Forschung. Doch bei der Akademien der Wissenschaft Schweiz ist man mit der Platzierung der Schweiz nicht zufrieden: «Wir sollten mindestens an zweiter Stelle sein – das wäre nicht abwegig. Denn wir sind ein Land mit hohen Abschlussquoten von Frauen und wir haben einen grossen Forschungssektor», sagt Generalsekretärin Appenzeller.

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118Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sweeneytodd 08.12.2019 23:03
    Highlight Highlight Ich, Student im Bereich Elektronik und Informationstechnologie, sehe dass es bei uns sehr wenig Frauen hat. Werden sie jedoch schlecht gefördert? Nein, absolut nicht. Wenn ich an Messen bin und Jungen Mädchen und Buben mein Studium und meine Zukunft erläutere und nahe bringen will, sind die Mädchen oft nicht gleich Interessiert. Man muss gant klar sagen, wenn sich in gewissen Bereichen Frauen weniger dafür Interessieren ist das so, kann man nicht ändern 🙆
    • Friedhofsgärtner 09.12.2019 08:03
      Highlight Highlight Man kann das sehr wohl ändern. Einfach nicht mit der Festlegung von Quoten auf Universitätsniveau. Dazu müsste schon im frühen Kindesalter die Mädchen bewusst in diese Richtung beeinflussen um die Interessen zu steuern. Sprich es wäre eine Gesellschaftliche Veränderung durch social Engineering.

      Ob das erstrebenswert ist, ist eine ganz andere Frage.
  • Free 08.12.2019 15:38
    Highlight Highlight Auf dem Bau arbeiten sogut wie keine Frauen..... :'(
  • guby 08.12.2019 15:08
    Highlight Highlight Ziemlich tendenziös dieser Artikel, finde ich. Dass mehr Frauen das Gymi abschliessen ist egal, dass sich dieser Wert beim Doktortitel aber ca. umkehrt ist dann aber ein Problem. Wieso? Ich verstehe die Gleichmacherei einfach nicht. Klar, alle sollten gleiche Chancen haben. Aber unbedingt 50:50 anzustreben finde ich nicht übertrieben. Und wenn wir schon von Chancengleichheit in der Akademie sprechen: Männer schliessen im Schnitt ein Jahr später ab - Wehrpflicht sei dank - was den Frauen einen Wettbewerbsvorteil bringt. Frauenförderung ist gut, aber irgendwo sollte man eine Line ziehen.
  • dmark 08.12.2019 13:50
    Highlight Highlight Diese Shutterstock-Blider sind teilweise echt grausam und fachlich gesehen regelrecht dilettantisch...
    • Bits_and_More 09.12.2019 00:34
      Highlight Highlight Ach, du hältst etwa nicht das PCB beim löten mit der einen Hand und den Lötkolben mit der anderen (warum auch Lötzinn verwenden..) und schliesst dabei schon mal eine Spannungsquelle und via (vermutlich) USB ein Datenkabel an?
      Ts Ts Ts :D

      Als ich auf der Hochschule war, hat das Marketing via Photoshop das Bild auf dem K.O. um 180 Grad gedreht, anscheinend war die Wirkung damit positiver... Und die "Studentin" im Hintergrund arbeitete auf dem Sekretariat.
  • Pinot_Berlioz 08.12.2019 11:30
    Highlight Highlight Es ist weniger eine Mann-Frau Debatte, sondern eine Mann-Mutter Debatte. Die Zahlen sprechen dafür: Frauen sind in der Mehrzahl bis zum Masterabschluss. Sobald viele eine Familie gründen, treten sie zurück. Hier liegt Handlungsnotwendigkeit. Jedoch sehe ich das Argument, dass man nicht umsverroden 50:50 Verhältnisse haben soll, sondern die Chancengleichheit, auch mit Familie alle Möglichkeiten offen zu haben.
    • Konstruktöhr 08.12.2019 20:41
      Highlight Highlight Und wieso man vom gymi bis zum master keine 50/50 anstrebt ist auch lächerlich...
    • TheClouder 08.12.2019 21:12
      Highlight Highlight Genau Chancengleichheit muss das Ziel sein. Keine Quoten! Und man muss mal akzeptieren, dass es Berufe oder Positionen gibt die dem Durchschnitt der Frauen nicht so sehr liegen wie Männern. Oder wieso steht im Artikel nichts darüber, dass es bei den Coiffeuren viel zu weniger Männer gibt?
    • Friedhofsgärtner 09.12.2019 08:08
      Highlight Highlight Eine 50/50 Quote in bestimmten Teilbereichen festlegen ist Unnötig. Man soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöhen (Kita, Elternzeit, Ganztagesschulen), dann gibt man den Frauen die nötige Freiheit selbst zu entscheiden. Glaube aber nicht dass dann plötzlich 50/50 bei den Informatikern sitzen. Dafür wird es in anderen Fachbereichen wie Medizin deutlich mehr weibliche Doktoren und Profs geben. Generell Bereiche die mir Menschen, Kommunikation und Lebewesen zu tun haben.
  • ursus3000 08.12.2019 11:29
    Highlight Highlight sind Männer benachteiligt wenn in Kleidergeschäften fast nur Frauen arbeiten?
  • 7immi 08.12.2019 11:24
    Highlight Highlight Ich hoffe es folgt ein Artikel über die Untervertretung der Männer in Bildungsberufen und den PHs... Oder wird die Scheindiskriminierung nur bei Frauen thematisiert? Bei Männern sind es ja immer „andere Interessen“, während es bei Frauen „das System“ ist. Ich hoffe, an der PH wird auch 50:50 angestrebt? Während es Frauenförderungen an technischen Hochschulen gibt fehlt die Männerförderung an Institutionen wie der PH, das ist eigentlich der wahre Skandal.
    • TheClouder 08.12.2019 21:16
      Highlight Highlight An der PH und bei Maurern, Handwerker und Putzpersonal soll eine 50:50 Quote angestrebt werden. Aber das wird nicht passieren, weil man auf Leute in diesen Berufen herab schaut und es als nicht würdig sieht und so tut als ob es einem nur um Gleichberechtigung ginge. Abartig
  • Ökonometriker 08.12.2019 09:44
    Highlight Highlight Das Problem dürfte eher bei der Wahl der Studienfächer zu suchen sein. Im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, wo es einfach mehr Forschungsbudget gibt, ist der Frauenanteil weitaus tiefer.
    Auch muss man sich die Gründe eines Doktorats vor Augen führen: als Naturwissenschaftler ist es je nach Fach de facto die Voraussetzung für einen erfolgreichen Karriereeinstieg. Wer als Geisteswissenschaftler doktoriert, wird aber eher als zu alt und ohne Arbeitserfahrung von lukrativen Stellen ausgeschlossen. Da überlegt man sich zweimal, ob man doktoriert.
  • Stjepan 08.12.2019 09:41
    Highlight Highlight Wieso genau soll denn der Frauenanteil erhöht werden? Damit wir in der internationalen Statistik gut da stehen? Versteht mich nicht falsch, ich habe gar nichts dagegen wenn Frauen solche Berufe ausüben, ich finde es sogar super wenn jeweils in den Berufen Frauen und Männer vertreten sind, da unterschiedliche Sichtweisen auch entscheidend für den Fortschritt sein können. Aber kann dies nicht jeder selber entscheiden? Wenn jemand genug qualifiziert ist und auch wünscht diesen Beruf auszuüben, sollte er doch diese Chance bekommen, und es sollte nicht anhand einer Statistik entschieden werden.
  • Friedhofsgärtner 08.12.2019 08:46
    Highlight Highlight Das Aufzeigen der Unterschiede in Zahlen ist sehr interessant. Die Schlüsse und implizierten Ziele hingegen wirken sehr einseitig und Vereinfacht. Fast schon Populistisch.

    Quoten von 50:50 als Ideal klingt doch arg Staatsplanerisch und schmeckt irgendwie nach Kommunismus. Wo bleibt in diesem Ideal denn die Berücksichtigung individueller Präferenzen? Die Fordernden bleiben den Beweis schuldig, dass Männer und Frauen in ihren Interessen gleich sind. Schaut man sich den Arbeitsmarkt als Ganzes an, deutet nämlich nicht sehr vieles auf diese Annahme hin.

    Warum also soll 50/50 das Ideal sein?
    • Firefly 08.12.2019 10:12
      Highlight Highlight Naja, die Natur hat offensichtlich auch nahezu mit 50/50 geplant ;)
    • Friedhofsgärtner 08.12.2019 10:38
      Highlight Highlight @FireFly
      100 Personen, davon 50 Frauen und 50 Männer bekommen je 1 Fernbedienung und einen Fernseher mit den gleichen 10 Sendern. Sie dürfen schauen was sie wollen. Nach einer Stunde zeigt sich nicht nur dass die Interessen der beiden Gruppen nicht Deckungsgleich sind, sondern sich sogar Präferenzen abzeichnen.

      Zwei komplett unterschiedliche Schlussfolgerungen sind möglich:

      A. Wie interessant, es scheint unterschiedliche Interessen zu geben.

      B: Eine unsichtbare Macht beherrscht die Fernbedienung von EINER Gruppe. Wir müssen die Sehgewohnheit dieser Gruppe an die andere Gruppe anpassen.
    • O du frisst mich! Ei ja wohl nein, mein Sohn 08.12.2019 13:43
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass der TV Geschmack so unterschiedlich ist zwischen den Geschlechtern. Er ist eher unterschiedlich in den verschiedenen Altersklassen und unterscheidet sich bestimmt im Bildungsgrad. Gebildete Frauen und Männer egal ob Historiker/in, Mathematiker/in schauen wahrscheinlich lieber eine ARTE Dokumentation über China oder eine Reportage über den Jemen.
      Junge Menschen mit viel Freizeit schauen eher den Bachelor auf 3+, Pro 7 und solches Zeugs. Und alte Schweizer schauen eher die Tagesschau des SRF, Quizsendungen oder Tele Züri Nachrichten. Sowohl Frauen wie Männer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RandomUser 07.12.2019 23:12
    Highlight Highlight Ganz ehrlich, wo liegt das Problem?
    Hierzulande besitzt jede Person das identische Recht auf die Absolvierung einer von ihr präferierten Ausbildung - unabhängig vom Geschlecht.
    Meines Erachtens handelt es sich hier um eine reine Interessensfrage: Es hat nun mal genau so wenig Frauen in den technischen / wissenschaftlichen Berufen wie es Männer in den Pflegeberufen hat. Wo ist der Bericht dazu?
    By the way, momentan fehlen auch noch Frauen auf der Baustelle, im Militär (hust - Wehrpflicht) und bei der Müllentsorgung. Just saying.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 08.12.2019 10:25
      Highlight Highlight Naja Müllentsorgung stimmt nicht ganz. Ist ein harter Job ( bei uns im Kanton SG ist man Zweck Sparmassnahmen alleine unterwegs als Belader an bestimmten Tagen), kann nicht jeder, bezieht sich nicht nur auf Frauen, die Männer sind die grösseren jammerlappen und beklagen sich über Rückenschmerzen nach einer Woche. Was ich aber bemerkt habe das viele Frauen einen LKW-Führerschein haben. Ich hab zum Beispiel eine Frau auf der Tour wiederum haben wir von 15 Chauffeuren 4 Frauen.
  • Maragia 07.12.2019 21:57
    Highlight Highlight Kann es überhaupt eine 50:50 Quote geben, wenn es nicht genau 50:50 Quote zwischen Frauen/Männern in der Schweiz gibt? Hmmm
  • Fandall 07.12.2019 21:43
    Highlight Highlight Mal eine provokative Frage an die gut ausgebildeten Frauen hier in den Kommentarspalten:
    Man liest immer wieder einmal dass top ausgebildete Frauen es schwer haben in der Partnersuche, da der Wunschpartner wenigstens so intelligent sein soll. Stimmt das?
    Gibt ja natürlich noch viele andere Faktoren und No-Gos bei der Partnersuche und ich kann's mir nicht so recht vorstellen aber könnte das nicht auch ein Faktor sein?
    • Aglaya 08.12.2019 00:39
      Highlight Highlight Ich fühle mich mit Masterabschluss jetzt einfach mal angesprochen. Zumindest für mich ist die Intelligenz meines Partners durchaus ein wichtiger Aspekt, mit einem "dummen" Partner könnte ich längerfristig nichts anfangen. Allerdings habe ich es wohl etwas einfacher als manch andere Akademikerin, da ich Intelligenz nicht mit Bildung gleichsetze. Mein Partner ist Handwerker mit Lehrabschluss, intellektuell aber absolut auf meiner Ebene. Potentielle Schwierigkeiten in der Partnersuche waren aber kein Thema bei meiner Berufswahl.
    • Firefly 08.12.2019 07:54
      Highlight Highlight @Fandall und es liegt auch daran, dass Männer sich keine Frau suchen, die erfolgreicher ist als sie selber...

      Das Problem ist also beidseitig und verdoppelt sich sogar.

      Wird Zeit umzudenken.
    • Fandall 08.12.2019 10:13
      Highlight Highlight @Aglaya: Danke für die Antwort, geht mir ähnlich. Gibt ja viele Leute, denen das strukturierte Lernen in der Schule nicht zusagt und besser auf andere Art gefordert werden wollen. Das ist meiner Meinung nach auch as Limit des IQs, da er sich auf nur eine Art der Intelligenz beschränkt. Die ist zwar grad für die Forschung aussagekräftig, fürs Leben an sich aber halt ungenügend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Test of the test 07.12.2019 20:59
    Highlight Highlight ...
    Als ich mal unter Leuten erwähnte, dass meine Frau in Consulting einsteigen will (wenn unser Kind 1 Jahr alt ist) kam der Kommentar: "Waaas, als junge Mutter??? Wie soll das gehen?". Noch nie habe ich gehört: "Was, als junger Vater?"

    Es braucht dringend ein Umdenken in der Schweiz! Und dieses kann es nur geben, wenn die Unterstützung aus der Politik kommt.

    Und ja, für die Kritiker, in AT und DE ist es gemäss dieser Statistik sogar schlechter, obwohl dort bezahlte Familienmodelle existieren. Trotzdem: Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
    • Firefly 08.12.2019 07:52
      Highlight Highlight Wenn ich mir die Kommantare hier teilweise so anlese, schwindet die Hoffnung auf baldiges Umdenken. Leider.
    • Pitefli 08.12.2019 20:03
      Highlight Highlight Es ist ein gesellschaftliches Problem. Meine französische Nachbarin versteht immer noch nicht warum in der Schweiz so viele Frauen nach der Geburt mit arbeiten aufhören.
    • R3aL 08.12.2019 22:08
      Highlight Highlight Die Franzosen haben auch nicht eine 40+h Woche..
  • Test of the test 07.12.2019 20:59
    Highlight Highlight Das ist ja nicht nur in der Forschung so, sondern in den Kaderpositionen quer durch alle Branchen.

    Ich fordere immer wieder: Es braucht für jedes Kind eine angemessene und bezahlte Auszeit, und zwar für Vater und Mutter gleichermassen, minimum 6 Monate pro Elternteil.

    In der Situation jetzt, mit 12 Wochen bezahlte Mutterschaft, ist klar, dass die Mutter diese beansprucht. "Und wenn sie dann ja schon mal dabei ist, kann sie danach ja grad auch noch reduzieren und 50 % weitermachen".

    Fortsetzung folgt...
  • ArkMi 07.12.2019 20:21
    Highlight Highlight Ich arbeite auf einer Baustelle mit 520 Personen aus 41 Firmen. Davon sind exakt 520 Männer, die nun im Dezember bei Minustemperaturen arbeiten.

    Ich bin gegen Quoten wenn sie nur in angenehmen Branchen Anwendung finden. Ich bin gegen Quoten, triffts besser. Denn es ist nicht gleichBERECHTIGT was durch Quote reguliert wird.
  • Gian Plaiv 07.12.2019 19:34
    Highlight Highlight Danke an die Kommentarspalte, habt mich wieder beruhigt.
  • actualscientist 07.12.2019 18:28
    Highlight Highlight Ich schaffe in einem sehr diversen Labor in der Krebsforschung. Unser Frauen anteil ist sogar höher als der Männer anteil. Allerdings gibt es wirklich viele Labors die ein bisschen zu Männer clubs verkommen sind. "Lockerroom talk" inklusive. Ich persönlich kommenaus der Informatik und bin Bildanalyst. Da sieht das verhältnis wirklich traurig aus. Dabei ist insbesondere in der Forschung ein diverses Arbeitsumfeld sehr Gewinn bringend da immer neue Ideen und Inputs benötigt werden.
  • Merida 07.12.2019 18:15
    Highlight Highlight Ich war schon während der Sek 1 überzeugt, dass ich in die naturwissenschaftliche Forschung gehen werde.
    Im Studium habe ich dann aber gemerkt, dass mir das soziale fehlt und ich besser in die Wissensvermittlung passe und mir das auch mehr liegt.
    Naja, inzwischen unterrichte ich Naturwissenschaften.
  • Beggride 07.12.2019 17:58
    Highlight Highlight Oh Gott, das ist ja mega schlimm! Genau so könnte man sagen: in Pflegeberufen/Kindergartenlehrer sind die Männer untervertreten. Wir hoffen, dass sich das bald ändert. Viele Männer haben keine Vorbilder, die es ihnen vorzeigen und deshalb haben sie nicht so den Zugang dazu.
    Und da unteressiert es niemanden, weil halt jedem klar ist, dass es ach du Wunder UNTERSCHIEDE zwischen den Geschlechtern gibt. Ob man das jetzt auf die Forschung allgemein veziehen kann,, will ich zwar nicht behaupten, jedoch ist das Interesse an Technologie wie Informatik bei Frauen einfach nicht so häufig vorhanden.
    • Firefly 07.12.2019 19:55
      Highlight Highlight "in Pflegeberufen/Kindergartenlehrer sind die Männer untervertreten"

      Und wieso meinst du werden diese Berufe so schlecht bezahlt im Vergleich zum Nutzen und der Wertschöpfung die sie im Gegensatz zur Entlöhnung der Gesellschaft bringen?
    • CaptainLonestarr 08.12.2019 05:59
      Highlight Highlight @ Fly, weil sich die Frauen weniger gut verkaufen und sich auch nicht durchsetzen.
    • Firefly 08.12.2019 07:50
      Highlight Highlight @CaptainLonestarr Weil sie wegen familieören Verhältnissen meist auf Teilzeitarbeit angewiesen sind und der Mann die Karriere macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 07.12.2019 17:38
    Highlight Highlight Der wohl wichtigste Unterschied: Männer mit Karriere finden leichter eine Frau die auf ihre Karriere verzichtet, wenn nicht hier dann aus dem Osten, und können eine Familie gründen. Frauen mit Karriere finden schwieriger einen Mann der für sie und die Familiengründung auf seine Karriere verzichtet.

    Bei der Frau ist also die freie Wahl oft mit einem Verzicht verbunden, der beim Mann so (noch) nicht gegeben ist.
    • walsi 07.12.2019 17:53
      Highlight Highlight Manch ein Familienvater hat schon auf den nächsten Karriereschritt im Ausland verzichtet auf Grund der Familiensituation, darüber wird aber nicht oder nur selten gesprochen.
    • RowRow 07.12.2019 18:08
      Highlight Highlight Liegt daran das Frauen oft nicht nach unten Heiraten, gleichwertig oder höher. Da kann es sicher zu Konflikten kommen wer nun auf die Karriere verzichtet. Männer hingegen Heiraten oft Frauen mit tieferem Bildungsniveau, da ist es ja wohl klarer, logischer wer dann Karriere macht.
    • Firefly 07.12.2019 18:47
      Highlight Highlight @walsi Ja, dann wird es Zeit, dass Mann mehr über solches spricht, im positiven Sinn, damit es auch hierzu in Zukunft mehr männliche Vorbilder gibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • K1aerer 07.12.2019 17:19
    Highlight Highlight Also Frauenquote dannfalls einführen oder wie? In der Schweiz wird niemand drangehindert zu studieren. Was sagt die Frau dann, wenn Mehrheitlich mehr Mädchen die Maturitätsschulen besuchen? Weil die Männer in der Minderheit sind, sollten sie nicht jammern oder wie?
    • Fandall 07.12.2019 21:15
      Highlight Highlight So ist das gängige Dogma ja.
      Frauen in der Minderheit: unterdrückt.
      Männer in der Minderheit: Jammeris...
      Der GROSSE Unterschied zwischen Gleichstellung der Möglichkeiten (selbstverständlich anzustreben) und Gleichstellung des Erfolgs (starre Quoten wie oben gefordert, welche aber nicht die Kompetenzen berücksichtigen und deshalb unsinnig und diskriminierend sind).
  • Tornado200 07.12.2019 17:09
    Highlight Highlight Ich finde es falsch, das es immer heisst Frauen seien untervertreten, weil sie nicht zu 50 % vertreten sind.
    Überall 50/50 ist unrealistisch, unnötig und dumm.
    Denn Frauen und Männer haben unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse. Sie sollten das machen, was sie interessiert und was sie am besten können.
    Für etwas gibt es ja zwei Geschlechter.
    Wenn beide alles könnten bräuchte es das nicht.
    • Merida 07.12.2019 18:12
      Highlight Highlight Es gibt keinen Grund, weshalb Männer in Naturwissenschaften bessere Fähigkeiten haben sollten.
    • derWolf 07.12.2019 21:05
      Highlight Highlight @ Merida aber es gibt einen Grund das es bei 50%-50% liegen muss? Welchen den?
    • Fandall 07.12.2019 21:20
      Highlight Highlight Der Durchschnitts-IQ ist bei beiden Geschlechtern etwa gleich ja. Aber die Standardabweichung ist bei den Männern etwas grösser, es gibt also mehr Leute bei den Extremen (positiv wie negativ), was durchaus eine Erklärung dafür ist, warum mehr Männer in den Wissenschaften tätig sind. Ist zwar in diesem Fall ein wichtiger, aber trotzdem nicht der alleinige Faktor.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.12.2019 16:21
    Highlight Highlight Frauen und Männer studieren andere Fächer (https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0956797617741719). Um dann aber 50:50 erreichen zu können, muss auch die Zahl der Forschungsplätze dahingehen optimiert werden, dieses Verhalten der Geschlechter auszugleiche. Wenn zB die Materialwissenschaften sehr viele Forschungsplätze "erzeugen" müssten diese abgebaut werden, oder die in Vetrinärmedizin müssen massiv ausgebaut werden.
    Oder aber man gleicht das Studiumsverhalten der Geschlechter an, hierzu empfiehlt sich eine Gleichstellungspolitik wie in Rumänien, Thailand oder VAE. (Siehe Fig. 4).
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.12.2019 16:13
    Highlight Highlight Das interessanteste an der 50:50 Forderung ist ja auch, dass diese nur erfüllt werden kann, wenn gleich viele Männer wie Frauen entscheiden, überhaupt in der Akademie zu bleiben. Alternativen sind: Privatwirtschaft, Staat- oder "Staatsnahe Betriebe", Ausscheiden aus dem Berufsalltag oder umorientierung.
    Nur wenn der "Abfluss" in alle diese Felder zwischen Männer und Frauen gleich gross ist, kann sich eine solche 50:50 Quote einstellen.
    Jetzt sieht man aber auch, dass es offenbar eine grossen Interessensunterschied bezüglich den verschiedenen Studiengängen gibt.
    • Fandall 07.12.2019 21:24
      Highlight Highlight Komisch oder? Mit der "Verweiblichung" des Schulsystems gibt es nun mehr weibliche wie männliche MaturaabschliesserInnen, und trotzdem sind die Frauen in den Wissenschaften untervertreten?
      Man kann zwängen wie man will, es wird sich nie eine 50:50 Quote dauerhaft einstellen und warum auch, wo ist das Problem?
  • Allion88 07.12.2019 16:07
    Highlight Highlight Aber nachher eine frauenquote fordern in exakt solchen globalen unternehmen.

    Per quote ist es einfacher als via harte arbeit
    • Hoihoi 07.12.2019 23:54
      Highlight Highlight Als ob Kadermänner dort sind wegen "harter Arbeit". Oftmals ist es doch einfach Vitamin B
  • HerbertBert 07.12.2019 16:04
    Highlight Highlight "Im Bereich Ingenieurwesen und Technologie hingegen sind es hingegen zwei Drittel Männer und nur ein Drittel Frauen."

    Dann sind sie gefühlt völlig übervertretet wenn man es mit den Absolventen vergleicht.

    Ich habe Informatik studiert und da war wenns gut kommt 1/10 der Studenten weiblich. In anderen Fächern waren es auch vornehmlich Männerrunden.

    Jeder und jede kann uneingeschränkt studieren was er oder sie will. Wenn nun mal Psychologie, Solziologie, PH überfüllt von Frauen sind, dann dürfen technische Fächer überfüllt von Männern sein.
    • Fandall 07.12.2019 21:26
      Highlight Highlight War bei mir damals ähnlich: Maschinenbau im ersten Semester von 300 Leute etwa 10 Frauen, bei der Pharmazie genau umgekehrt, na und?
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.12.2019 15:52
    Highlight Highlight "Denn das Ideal, das jede Universität bei den Forschenden anstreben muss, ist ein 50:50-Verhältnis"
    Wieso soll das ein Ideal sein?
    Mein Ideal ist, wenn jeder Person, die sich für ein Studium qualifiziert, das Fach studieren kann, dass sie am meisten interessiert, dabei individuell gefördert und nicht diskriminiert wird. Ob sich dabei eine solche 50:50 Verteilung einstellt weiss ich nicht, aber es ist auch nicht relevant, weil es geht um die Förderung von Menschen und nicht um die Umsetzung von irgendwelchen Quoten.
    • Toaster97 08.12.2019 10:37
      Highlight Highlight Danke rER nicht nur dass du unsere Membrane produzierst sondern dass du mir aus der Sehle sprichst. Ich verstehe nicht wie die Chancengleichheit jemals mit irgendwelchen Qutoen erfüllt werden soll, es ist doch ein Widerspruch in sich selbst.
  • walsi 07.12.2019 15:50
    Highlight Highlight Dieser Artikel impliziert, dass Frauen auf Grund ihres Geschlechts benachteiligt sind, das stimmt nicht. Es ist einfach so, dass Frauen andere Entscheidungen treffen. Es hindert niemand eine Frau daran Chemie oder Maschinenbau zu studieren und dann in diesem Bereich zu forschen. Wenn sich eine Frau für Kinder entscheidet ist es föllig normal, dass sie dann in anderen Bereich verzichten muss. Mann kann nicht alles haben. Wie sagt man so schön: "Dä Füfer und's Weggli goht nöd."
    • 155West 07.12.2019 16:30
      Highlight Highlight „ Wenn sich eine Frau für Kinder entscheidet ist es föllig normal, dass sie dann in anderen Bereich verzichten muss.“

      Wieso soll das normal sein? Männer können sich ja auch für Kinder entscheiden und trotzdem Karriere machen. Die haben also den Füfer UND s‘Weggli. Weshalb soll also für Frauen nicht möglich sein, was für Männer ganz normal ist?
    • Krise 07.12.2019 17:17
      Highlight Highlight "Mann kann nicht alles haben"; erstens; "man", denn Mann kann sehr wohl Kinder und Karriere haben, das bleibt immernoch nur den Frauen vorenthalten.
    • walsi 07.12.2019 17:51
      Highlight Highlight @115West: Wenn ein Frau als Mechanikerin im Ausland auf Montage ist und diesen Beruf liebt, wird sie ihn aufgeben müssen wenn sie ein Kind bekommt. Auslandmoneurin und Mutter geht nicht. Das selbe gilt für eine Mann der im Ausland auf Montage ist. Wenn er seine Rolle als Vater ausfüllen will muss er seinen Beruf aufgeben. Wenn Vater und Mutter arbeiten und sich dem Vater die Chance bietet im Ausland karriere zu machen muss er darauf verzichten oder seine Frau verzichtet auf ihre Stelle, um mit dem Mann ins Ausland zu gehen. Manch ein Mann schon verzichtet. Nur spricht man nicht darüber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.12.2019 15:45
    Highlight Highlight Das habe ich mich doch gerade am Kaffe verschluckt.
    Ob es solche lange Auslandsaufenthalte braucht, kann man diskutieren.
    Aber sorry, so etwas kann man nicht aktzeptieren. Das Problem besteht also darin, es es die modernen, finanziel abgesicherten, top ausgebildeten Frauen aus der Forschung nicht schaffen, für ein paar im Ausland zu arbeiten? Was hält sie den bitte davon ab?
    In meinem Labor arbeiten 3 Frauen aus der CH, die restlichen 5 kommen aus Süd und Osteuropa plus Schland, offensichtlich ist es für diese kein Hindernis.
  • Scaros_2 07.12.2019 15:23
    Highlight Highlight Aber für viele Frauen ist das nicht möglich, deshalb konnten sie diesen Karriereschritt nicht machen.»

    SO EIN BLÖDSINN. Dieser Satz impliziert ja, dass Frauen nicht das gleiche Recht hätten als Männer. Es obliegt jedem Mensch selbst zu entscheiden ob er was tun will. Es ist ja nicht so, dass sich Frau dem Mann oder weiblichem Lebenspartner unterordnen muss.

    Was in diesem Artikel komplett fehlt ist die Aufarbeitung der Gründe. Familienplanung alleine kann ich nicht glauben.

    Obliegt es vielleicht auch dem Umstand das schlicht fehlendes Interesse da ist?
    • Füdlifingerfritz 07.12.2019 15:59
      Highlight Highlight "Obliegt es vielleicht auch dem Umstand das schlicht fehlendes Interesse da ist?"
      Welch' frevelhafte Aussage! Das würde ja bedeuten, dass nicht einfach der alte, weisse Mann Schuld hat. ;-)
    • Tatatuk 07.12.2019 17:13
      Highlight Highlight (1/3) Auch wenn zwei Menschen die gleichen Rechte haben, bedeutet dass die Realitäten für diese Beiden gleich ist.

      Da die Frauen erst in den höheren Bildungsstufen auszuscheiden beginnen, ist es unwahrscheinlich, dass es das fehlende Interesse am Fach ist. Also dann das fehlende Interesse an... Karriere/Prestige/Lohn?

      Ich denke sowohl Männer als auch Frauen haben ein ähnliches Interesse an beruflicher Selbstverwirklichung und Familie. Nur ist das "Familienthema" bei Frauen mit etwas mehr Umständen verbunden - der zeitliche Druck, 9 Monate Schwangerschaft, der Bias in der Kinderbetreuung.
    • Tatatuk 07.12.2019 17:14
      Highlight Highlight (2/3) Familienplanung ist sicherlich ein wichtiger Grund, wieso die Frauen irgendwann aussteigen.

      Ein weiterer Faktor sind aber aus systemische Gründe. Um in den hohen Rängen der Akademie Erfolg zu haben -abgesehen von der akademischen Leistung-, muss man ein bisschen "ellebögele" und sich selbstvermarkten. Gemeinhin sind das alles maskuline Merkmale. Sozialität und Vernetzung wird nicht im gleichem Masse wertgeschätzt. Wer hat irgendwann mal festgelegt, welche Merkmale gefördert und bestärkt werden? Das die höheren akademischen Ränge oft noch "Boys clubs" sind, ist auch naheliegend.
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  • Roxy_red 07.12.2019 15:20
    Highlight Highlight Ist das nicht ein wenig „Jammern auf hohem Niveau“? Die Richtung stimmt ja. Ich arbeite selber in einem naturwissenschaftlich-technischen Beruf (Biomedizinische Analytik) als Frau und würde mich hier eher über mehr Männer freuen.
    Trotzdem hat Frau Appenzeller natürlich Recht mit ihrer Einschätzung zu weiblichen Vorbildern. Dort dürfen wir unsern Kinder als Eltern, Gotti/Götti, Lehrperson u.s.w. noch mehr vorleben und aufzeigen, dass für Jungs und Mädchen alles möglich ist.
  • GrumpyDog 07.12.2019 15:13
    Highlight Highlight «Für eine Professur muss man beispielsweise oftmals einen längeren Auslandsaufenthalt absolvieren. Aber für viele Frauen ist das nicht möglich, deshalb konnten sie diesen Karriereschritt nicht machen.»

    Das ist für Frauen genauso möglich wie für Männer. Man bewirbt sich auf eine Position im Ausland und nimmt diese an. Wenn die Prioritäten anders sind ist das kein Problem, sondern eine individuelle Entscheidung. Diese Regel ist nicht etwa unsinnig, da es um die internationale Vernetzung der Schweizer Hochschulen geht.
    • Ophelia 08.12.2019 12:07
      Highlight Highlight Nein, das Problem ist nicht ein individuelles sondern stukturelles. Die Auslandaufenthalte finden idR zwischen 30 und 40 statt, auf 18/24 Monate begrenzte Arbeitsverhältnisse. Ob man danach Prof wird ist dennoch höchst unsicher und abhängig von externen Faktoren wie Pensionierungen etc. Schlägt man eine Prof-Laufbahn ein kommt zuerst Tenure, eine sehr anstrengende Zeit. Ansonsten muss man sich mit 35+ seine erste Stelle in der Wirtschaft suchen. Wo ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für ein, zwei Schwangerschaften?
    • MrBean 08.12.2019 16:54
      Highlight Highlight Und als Mann ist es auch nicht anders: Ich habe mich auch für meine Familie entschieden und gegen eine akademische Karriere!
      Btw: Beste Entscheidung ever!!
  • Füdlifingerfritz 07.12.2019 15:08
    Highlight Highlight Da muss wohl dieses Patriarchat dran schuld sein, von dem immer alle reden.
  • DemonCore 07.12.2019 15:08
    Highlight Highlight Warum braucht es mehr Frauen in der Forschung? Selbstzweck? Oder gibt es einen materiellen Vorteil?
    • Firefly 07.12.2019 19:11
      Highlight Highlight Warum braucht es nur Männer in der Forschung? Selbstzweck? Oder gibt es einen materiellen Vorteil?
    • CaptainLonestarr 08.12.2019 06:12
      Highlight Highlight @Fly: Warum hört man keine Forderung nach mehr Frauen auf der Baustelle? Oder mehr Kindergärtnern?
    • Firefly 08.12.2019 09:48
      Highlight Highlight @CaptainLonestarr weil das ganze wirtschaftsgetrieben ist und die Fachkräfte fehlen und nicht die Bauarbeiterinnen.

      Das gefällt mir natürlich auch nicht, ich bin nicht für Quoten, ich bin für eine Elternzeit wo der Mann auch verpflichtet ist seine Zeit mit der Familie zu verbringen und Hausarbeit zu leisten. so dass sich auf dem Arbeitsmarkt die Verhältnisse automatisch angleichen.
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