Schweiz
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ARCHIV - ZUR WAHL VON ALAIN BERSET ZUM BUNDESPRAESIDENTEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -  Bundesrat Alain Berset nach der gewonnenen Abstimmung um die Altersvorsorge 2020 im Nationalrat, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 16. Maerz 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Gegenwind für Bundesrat Alain Berset: Sein neuer Anlauf für eine Rentenreform wird bereits kritisiert. Bild: KEYSTONE

Lohnabzüge für Studis und Lehrlinge – Jungbürgerliche kritisieren Bersets Rentenreform

Kein guter Start für den zweiten Anlauf der Rentenreform unter Bundesrat Alain Berset: Die Jungparteien von GLP bis SVP fordern eine Überarbeitung: Sie wollen mehr Flexibilität, die sich auch auf junge Arbeitnehmer auswirken könnte.



Das Schweizer Rentensystem steckt in einer Sackgasse: Wir werden älter und das angesparte Geld, das Herr oder Frau Schweizer auf den Konten der Pensionskassen horten, reicht nicht mehr aus. So einfach das Problem klingt, so schwer ist es zu lösen.

Das weiss auch SP-Bundesrat Alain Berset, der im September 2017 eine Niederlage für seine Rentenreform vom Volk kassierte. Der Sozialminister will nun mit einem neuen Vorschlag die berufliche Vorsorge umbauen, bedient hat er sich bei einem Kompromiss von Gewerkschaften und Arbeitgebern.

Noch bevor die politische Debatte im Parlament überhaupt angefangen hat, zeigt sich nun: Die Pläne kommen nicht überall gut an. Die bürgerlichen Jungpolitiker sind vorgeprescht und zerreissen Bersets Pläne.

Die drei Säulen der Altersvorsorge

Die Schweiz setzt bei der Altersvorsorge auf ein Drei-Säulen-System, bestehend aus: AHV, obligatorischer beruflicher Vorsorge (Pensionskasse) und der freiwilligen dritten Säule. Bei der aktuellen Reform geht es nur um die berufliche Vorsorge.

Bersets linker Anstrich bei der Rentenreform

Bundesrat Alain Berset waehrend der Debatte um die Altersvorsorge 2020 im Staenderat, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 16. Maerz 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bundesrat Alain Berset scheiterte im September 2017 mit seiner Altersvorsorge 2020. Nun versucht er einen neuen Anlauf. Bild: KEYSTONE

Grund für die Kritik ist der linke Anstrich von Bersets Reformvorschlag. Der SP-Mann nahm sich vor, die berufliche Vorsorge so zu ändern, dass Personen mit tiefem Einkommen nicht sehr darunter leiden.

Anders als bei der AHV bezahlt heute jeder und jede in die eigene Pensionskasse ein. Wie viel man ab der Pensionierung pro Jahr ausbezahlt bekommt, wird mit dem Umwandlungssatz berechnet. Wird er gesenkt, gibt es weniger Rente. Genau das will Berset nun tun: Er schlägt eine Änderung von 6,8 auf 6,0 Prozent vor. Diese Rentenreduktion will er mit folgenden Massnahmen abfedern:

Bürgerliche Pläne treffen das Portemonnaie der Jungen

Donnerstag, 20.02.2020
Junge SVP Schweiz (JSVP CH)
Pressekonferenz Vernehmlassung zur Reform der beruflichen Vorsorge (Rentenreform) - Stellungnahme der Schweizer Jungparteien

Sechs bürgerliche Jungparteien kritisieren gemeinsam Bersets Rentenreform. Bild: ZVG

Die bürgerlichen Jungparteien (dabei sind die Jungen von BDP, CVP, EVP, FDP, GLP und SVP) können wenig mit diesem Kompromiss anfangen. Ihre zentrale Kritik richtet sich vor allem gegen den Rentenzuschlag, den Berset vorschlägt.

In einem gemeinsamen Brief intervenieren sie beim zuständigen Bundesamt. Darin finden sich auch Vorschläge, die sich direkt auf das Portemonnaie der jungen Arbeiterinnen und Arbeiter auswirken:

Remo Zuberbühler  zvg

Remo Zuberbühler ist Parteipräsident der Jungen BDP. bild: zvg

Merken würden das etwa Jugendliche, die frisch aus der Lehre kommen. Oder Studierende, die nach den Plänen der Jungparteien auch bei Teilzeitarbeit in die Pensionskasse einzahlen sollten. Beide Gruppen blieben bislang von Lohnabzügen verschont.

Der Chef der Jungen BDP, Remo Zuberbühler, begründet: «Bei einem so wichtigen Projekt wie der Rentenreform müssen wir zusammenarbeiten.» Nicht nur zwischen den Parteien, sondern auch unter den Generationen.

«Bei einem so wichtigen Projekt wie der Rentenreform müssen wir zusammenarbeiten.»

JBDP-Präsident Remo Zuberbühler

Bürgerliche finden Bersets Rentenreform altmodisch

Eine weitere Kritik: Die bürgerlichen Jungparteien vermissen eine Flexibilisierung des Rentensystems. Sie schlagen vor:

Die Essenslieferdienste Takeaway.com und Just Eat fusionieren - und dürften damit gegenüber neu eintretenden Playern auf dem Markt wie Uber Eats in einer noch besseren Position sein. Im Bild: Uber-Eats-Velokurier in Genf (Archivbild).

Die Jungparteien fordern, dass moderne Arbeitsverhältnisse auch von der Rentenreform berücksichtigt werden. Bild: KEYSTONE

Die negativen Konsequenzen von einem tieferen Umwandlungssatz wollen auch die jungen Bürgerlichen kompensieren. Anders als Berset schlagen sie aber nicht einen Rentenzuschlag, sondern eine «einmalige Erhöhung» der Pensionskassenguthaben vor, die von der «gesamten Bevölkerung solidarisch» getragen werden sollte.

Ältere Arbeiter sollen für Firmen günstiger werden

Screenshot aus der Rentenreform von Bundesrat Alain Berset, Seite zu Altersgutschriften

Je älter, desto teurer: Die «Altersgutschrift» macht das Anstellen von älteren Mitarbeitern teurer. Bild: watson

Einen anderen Weg wünschen sich die bürgerlichen Jungparteien auch bei der sogenannten «Altersgutschrift». Gemeint ist der Mechanismus, der zwar positiv klingt, heute aber zur Verteuerung von älteren Arbeitnehmern führt. Verursacht wird das durch Abzüge, die sich heute mit steigendem Alter mehr als verdoppeln.

Die bürgerlichen Jungpolitiker wollen diese altersabhängigen Abzüge angleichen – zumindest auf der Seite der Unternehmen, die ältere Personen anstellen. Davon profitieren sollen nicht nur ältere, sondern auch junge Generationen, heisst es in der Stellungnahme der Jungbürgerlichen.

Was der Bundesrat davon hält, wird sich noch zeigen. Parteien und Verbände haben noch bis im März Zeit, die Pläne von Berset zu kommentieren.

So sah die Lehre früher in der Schweiz aus

Darum ging es bei der abgelehnten AHV-Steuervorlage

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turnbeutelvergesser 21.02.2020 18:13
    Highlight Highlight Dieses Thema wird langsam gefährlich. Bei uns Jüngeren haben viele kein Vertrauen in diese Altersvorsorge, bzw. bevorzugen aus anderen Gründen eine andere Strategie. Gleichzeitig wird die Scheinselbständigkeit (UBER,...) zum Risiko. Dadurch könnten wir das System gegen die Wand fahren (Alte wollen die Kassen leeren, junge es deswegen Abschaffen)
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 21.02.2020 16:26
    Highlight Highlight Der Koordinationsabzug gehört ganz abgeschafft. Von mir aus kann man dazu eine Bagatellgrenze von einigen Tausend Franken im Jahr definieren. Er diskriminiert Geringverdiener und Personen, die Teilzeit arbeiten.
  • Guido Zeh 21.02.2020 14:25
    Highlight Highlight Und wer bezahlt diesen naseweisen Jungbürgerlichen ihr Uni-Studium???
  • häxxebäse 21.02.2020 13:01
    Highlight Highlight Ich vermisse immer noch rentenbezug nach zb. 45 dienstjahren ohne dass man weniger ausbezahlt kriegt. Wer akademiker ist, der hat meist interessante arbeitsstellen, wo er nicht wirklich körperlich zugrunde geht und sich den tag frei einteilen kann... der kann im alter gut und gerne noch ein buch schreiben oder lehren. Das ist bei standardstellen und tiefem lohn anders. Da will man raus aus dem hamsterrad.
    • MarGo 21.02.2020 13:44
      Highlight Highlight :D
      Dass Akademiker erstens immer einen Schoggijob haben, bei dem sie ihren Tag frei einteilen können ist genauso realitätsfern, wie dass alle Akademiker ein Buch schreiben könnten oder unterrichten...
      Ausserdem sieht es für neue Stellen bei ü50ern auch bei Akademiker "schitter bis bewölkt" us...
    • häxxebäse 21.02.2020 13:58
      Highlight Highlight Habe auch extra 'meist' geschrieben. Nicht alle studiengänge bringen am ende viel geld, aber die meisten. Sorry, ist ein deftiger unterschied, ob man bei arbeitsbeginn 4500 oder gleich 7500 verdient. Gerade heute, wo man für eine wohnung 2000 hinblättern muss. Das ist die hälfte des lohnes, ohne dass steuern oder KK schon bezahlt wären.
    • _Qwertzuiop_ 22.02.2020 06:50
      Highlight Highlight Ist auch ein Unterschied, ob man bei Arbeitsbeginn 20 oder 25 ist... können wir mit dem Studenten/Akademikerbashing bitte endlich aufhören? Es gibt viel nicht-Akademiker, die mehr verdienen als ein Teil der Akademiker (Musiker, Künstler etc)...
  • PlayaGua 21.02.2020 12:46
    Highlight Highlight Mal abgesehen vom Inhalt finde ich es komplett daneben, dass die Juso die Medienkonferenz stört. Sowas gehört isch in einem demokratischen Staat schlicht nicht.
    • Lowend 21.02.2020 14:17
      Highlight Highlight Wo lesen Sie dass in dem Beitrag?
  • Pisti 21.02.2020 12:34
    Highlight Highlight Solange man Milliarden ins Ausland verschachert, werde ich jede Rentenkürzung oder Erhöhung der Beiträge ablehnen.
    • cgk 22.02.2020 08:02
      Highlight Highlight Pisti bitte konkret: welche Milliarden genau meinst du?
    • Pisti 22.02.2020 10:32
      Highlight Highlight Entwicklungshilfe Allgemein, EU Ost-Hilfe, Beiträge an Pseudo-Vereine wie die UNO usw....
  • landre 21.02.2020 11:56
    Highlight Highlight Verstehen gewisse Politiker-innen (hier "die Jungen von BDP, CVP, EVP, FDP, GLP und SVP") wirklich nicht dass eine Politik des "stark sein mit den schwächsten Glieder, schwach sein mit stärksten Glieder" nicht nur politisch verwerflich ist, sondern vor allem auch "realpolitisch" ein gefährlicher Bockmist verkörpert...(?)
  • Lowend 21.02.2020 11:29
    Highlight Highlight Da gut gebildete Menschen in Bürojobs eine höhere Lebenserwartung haben, als einfache Arbeiter, sollte man auch mal diskutieren, in wie weit die AHV auch eine Umverteilung von den ärmeren zu den wohlhabenderen Menschen ist, denn hart schuftende Arbeiter beziehen deutlich weniger lang eine kleinere Rente als jene, denen das Schicksal einen angenehmen Job am Schreibtisch zugewiesen hat.
    • häxxebäse 21.02.2020 14:07
      Highlight Highlight Habe handwerklich gearbeitet und auch im büro. Glaube mir Du leidest vielleicht physisch, die im büro psychisch. Es gibt selten sinnvolle arbeiten, meist routine und viel druck. Im büro arbeiten war mega bis ende der 90er. Danach war fertig. In meinem unternehmen konkurriere ich mit allen menschen weltweit, die einen hochschulabschluss haben, englisch sprechen und schon mal einen pc gestartet haben...
    • Lowend 21.02.2020 15:25
      Highlight Highlight «Eine Studie mit französischen Daten differenziert zwischen ungelernten Arbeitern, Facharbeitern, Landwirten, Lehrern und Ingenieuren. Auch hier zeigt sich ganz deutlich die Verknüpfung von sozialem Status und den Jahren, die man voraussichtlich noch leben wird. Die geringste Lebenserwartung ... hatten ... die ungelernten Arbeiter mit 69,3 Jahren, es folgten die Facharbeiter (72,5 Jahre), die Landwirte (75,3 Jahre), die Lehrer (76,1 Jahre) und schließlich die Ingenieure (77,3 Jahre).»
      https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article3233468/Stressige-Arbeit-verkuerzt-oft-die-Lebenserwartung.html
    • sowhat 21.02.2020 18:51
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um die AHV, sondern um die PK, bitte beim Thema bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 21.02.2020 11:21
    Highlight Highlight Der Versuch, «die berufliche Vorsorge so zu ändern, dass Personen mit tiefem Einkommen nicht sehr darunter leiden» hat für die Reaktionären und die Bürgerlichen einen linken Anstrich??

    Das zeigt eigentlich perfekt, für welche Klientel die rechte Politik politisiert.
    • FrancoL 21.02.2020 18:27
      Highlight Highlight Ich exakt das Gleiche gedacht und dann wird das Thema nicht abgehandelt, sondern alles unter dem Titel "für die linken" in den Wind geschlagen. Dass dabei mannheimer der heute SVP wählt eben auch weniger darunter leiden würde, erkennen diese Menschen wohl nie.
      Der Antilinksreflex ist offensichtlich gut übertragen worden.
    • sowhat 21.02.2020 18:53
      Highlight Highlight Richtig, und wer hatte noch mal die Frage nach dem sozialen Engagement der glp gestellt?
      Erübrigt sich hiermit wohl.
  • Jeremy Liquidpsy 21.02.2020 11:05
    Highlight Highlight Ich bin jetzt bald 25 und habe die Hoffnung in eine staatloch gestützte Altersvorsorge schon lange aufgegeben.. Selber sparen ist angesagt. Land kaufen. Die Zukunft selber in die Hand nehmen!
    • häxxebäse 21.02.2020 14:07
      Highlight Highlight Das ist zu schwarz gemalt. Mach Dir lieber sorgen um das klima, sonst brauchst Du keine rente mehr.
    • Lami23 22.02.2020 08:26
      Highlight Highlight Jz darum wollen auch alle ein Eigenheim. Verbautes Land stört sie nicht.
  • insert_brain_here 21.02.2020 09:56
    Highlight Highlight Was ich lese: Die Arbeitnehmer sollen den Gürtel noch enger schnallen um mit dieser solidarischen Massnahme die Renditen der Wohlhabenden zu sichern. Man könnte ja auch darüber nachdenken, warum ein Durchschnittsgehalt nicht ausreicht einem Airbeitnehmer den Ruhestand zu finanzieren und die empörend sozialistische Forderung stellen den Mindestlohn auf einen Betrag anzuheben der zum Leben und für ein Altersguthaben reicht.
  • Turicum04 21.02.2020 09:49
    Highlight Highlight Es gibt nur 1 Lösung: Jeder bezahlt einen gewissen Betrag ein, aber nur Mittellose erhalten dann eine Rente. Bonzen brauchen keine Rente. Man könnte das Rentenalter sogar senken. Rot-Grün ist sicher mehrheitsfähig?
    • häxxebäse 21.02.2020 13:13
      Highlight Highlight Das ist eine sehr gute idee, in der schweiz aber absolut chancenlos.

      Hier hoffen/denken die meisten, dass sie selber mal reich werden. Und wer verzichtet schon freiwillig auf geld, wenn er schon reich ist?
    • Guido Zeh 21.02.2020 14:23
      Highlight Highlight Das macht den Solidaritätsgedanken völlig kaputt. Warum sollte jemand in eine Versicherung einzahlen ohne davon irgendwann einmal etwas zurückzuerhalten?
    • häxxebäse 21.02.2020 22:12
      Highlight Highlight Weil er schon mehr als genug hat guido. Und weil er sowieso schon jedes mögliche mittel nutzt, um steuern zu sparen und geld zu hinterziehen. Auch nicht solidarisch...
  • Nelson Muntz 21.02.2020 09:48
    Highlight Highlight Zum Glück werden Jungbügerliche niemals Rentner sein
  • Nunja 21.02.2020 09:24
    Highlight Highlight Die asozialen, verschwenderischen und schädlichen Pensionskassen gehören abgeschafft! Die Billionen angespartes Kapital werden zulasten der Mieter, Hauseigentümer und Arbeitnehmer investiert: Immobilienpreise steigen durch den Investitionsdruck der PK's und damit die Mieten. Die zu erzielenden Renditen fördern Stellenabbau. Suva, AHV und staatliche Gebäudeversicherung zeigen, wie schlank und effizient staatliche Institutionen funktionieren können. Und wenn wir dabei sind: staatlich Einheitskrankenkasse!
    • x4253 21.02.2020 11:24
      Highlight Highlight Man könnte mit dem Geld das in den PKs liegt auch ein Programm wie das HDB in Singapur aufziehen. Das HDB Program hat dort eines der Grundpfeiler der Sozialpolitik. Und nein, Singapur wird nicht von Kommunisten regiert.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Housing_and_Development_Board

      Man hätte die Chance, einen gGrossteil der CH-Bevölkerung von Mietern zu Eigentürmern zu machen.
    • Pisti 21.02.2020 12:38
      Highlight Highlight Das stimmt nicht ganz die Immobilienpreise sinken in Teil Gegenden wegen der Bauwut der PK‘s. Steigend sind sie hauptsächlich in dem Städten und deren Agglo, aber wegen der Zuwanderung.
  • bibaboo 21.02.2020 09:15
    Highlight Highlight Gratulation an die Jungparteien für diesen sehr durchdachten Vorschlag!
    • sowhat 21.02.2020 19:07
      Highlight Highlight 🤣
  • Fairness 21.02.2020 09:12
    Highlight Highlight Dass bei allen von jung zu alt umverteilt wird, ist nicht richtig. Wer ab 1985 oder früher in die PK einbezahlt hat, hätte mit den früheren Zinsen, Zinseszinsen (früher lohnte sich sparen noch) und Renditen eigentlich einen höheren Umwandlungssatz. Wenn nicht so viel in den Taschen der PKs und Sammelstiftungen gelandet wäre, ist dieser sogar zu tief! Vor allem im überobligatorischen Teil. DiePKmuss freiwählbar sein. Versicherungslobby hin oder her.
    • ChillDaHood 21.02.2020 09:50
      Highlight Highlight Bitte was? Sie haben doch ihr Kapital auf jährlich ausgewiesen. Also können sie sich beklagen, dass PKs schlecht gewirtschaftet oder zu hohe Kosten haben und dieser Betrag eigentlich höher sein sollte. Der Umwandlungssatz ist aber unabhängig davon einfach rechnerisch, bei aktuellem Zinsniveau, wie lange reicht ihr Geld.
  • Pafeld 21.02.2020 09:09
    Highlight Highlight Eine mathematische Kopplung des Umwandlungssatzes ist eine tolle Idee. Am besten an die Nettogewinne und Reserven der Pensionskassen. Dann wäre er nämlich in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine Entpolitisierung finde ich super. Die bürgerlichen spielen seit Jahren das selbe miese Lied vom demographischen Wandel und dem tiefen Zins. Dabei steigt unsere Lebenserwartung seit nun knapp 8 Jahren praktisch gar nicht mehr und die Pensionskassen fahren seit Jahren Rekordgewinne (unter anderem Dank der Immobilienspekulation) ein, von denen die Rentner praktisch nichts haben.
    • ChillDaHood 21.02.2020 09:51
      Highlight Highlight Ahja? Wer bekommt denn das Geld?
    • ChillDaHood 21.02.2020 10:20
      Highlight Highlight Ich machs noch ein bisschen genauer. Ich kann mir vorstellen, dass Anlageberater, PK Berater, Schulungen für Stiftungsräte etc. etc. zu viel kosten. Ist aber alles in allem ein paar Rappen pro Destinatär. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Anlagefonds einen Reibach machen und/oder die Versicherungen und Absicherungen und so die PK etwas schröpfen/zuwenig begünstigen. Ist aber nicht die PK selber. Sie schreiben: PK fährt Rekordgewinn ein, Rentner haben praktisch nix davon. Also wer bekommt dann das Geld?
    • häxxebäse 21.02.2020 13:18
      Highlight Highlight Was denst Du was so ein anlageberater kostet? Oder angestellte einer PK? Wie kommst Du auf ein paar rappen pro destinatär? Kannst Du mal vorrechnen? Mit welchen löhnem rechnest Du?

      Dasselbe bei den krankenkassen oder versicherungen..
  • Skeptischer Optimist 21.02.2020 08:54
    Highlight Highlight Die richtige Headline wäre: Angriff der rechten Jungparteien auf den Sozialstaat

    Das kein Geld vorhanden wäre, ist eine Mär. Es braucht nur Mut zur Rückverteilung.
  • WID 21.02.2020 08:42
    Highlight Highlight Vorschlag: Arbeitgeber zahlen immer 10%, Arbeitnehmer abgestuft nach Alter zwischen 0% und 20%. Das verhindert die Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und lässt den jungen Familien mehr Einkommen.
    • häxxebäse 21.02.2020 13:23
      Highlight Highlight Welche jungen familien? Die meisten kriegen mit 30/32 ihr erstes kind.
      Und so läuft es ja jetzt mehr oder weniger und hat enorm zu einer altersdiskriminierung geführt. Die meisten inserate suchen bis 35 jährige, weil dann der sprung in eine höhere klasse kommt und diesen spürt man auf beiden seiten: arbeitgeber und arbeitnehmer.
    • WID 22.02.2020 09:03
      Highlight Highlight @ häxxebäse: gerade die mit tiefem Einkommen bekommen früher Kinder.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 21.02.2020 08:37
    Highlight Highlight Ich finde Bersets Vorschlag gut. Wenn schon den Umwandlungssatz senken, dann nur mit Kompensationszahlungen.

    Rentenklau ohne soziale Abfederung wird beim Volk niemals durchkommen.
    • ChillDaHood 21.02.2020 09:56
      Highlight Highlight Ich finde, wir sollten Worte wie Rentenklau nicht verwenden. Es sind schlussendlich alles mathematisch erklärbare Phänomene. Wir werden älter, sichere Anlagen haben Negativzinsen, ein Umwandlungssatz von 6.8% ist nicht zu finanzieren. Wir können drüber reden, dass die Rechnung zu optimistisch/pessimistisch ist - Geld geklaut wird aber keinem.
    • Fairness 21.02.2020 17:19
      Highlight Highlight Im Überobligatorium ist er längst unter 5 %!
  • Gubbe 21.02.2020 08:28
    Highlight Highlight Am meisten Gedanken über die Altersrente machen sie die, welche noch nie einen Finger gekrümmt haben. Wieso muss ein Ausgelernter, meist mit 20 Jahren, noch 4 Jahre warten , um AHV einzuzahlen? Muss er erst einen Wagen leasen können? Alle möchten weniger zahlen, bei der Auszahlung stehen sie aber zuvorderst.
    • Hamudi Dudi 21.02.2020 08:57
      Highlight Highlight Ist man als Erwerbstätiger nicht ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Lebensjahres beitragspflichtig?
    • WonnieLi 21.02.2020 09:02
      Highlight Highlight Kann man das wirklich ernst meinen?

      Ein 20 jähriger muss wohl am meisten fürchten dass er nie eine Rente erhalten wird und zuvorderst kann er im Rentensystem gar nicht stehen da vor ihm alle kommen die älter sind. Mal davon abgesehen dass viele Löhne nach einer Lehre nicht mal reichen um eine Wohnung zu mieten und sich den Lebensunterhalt in einer Stadt zu finanzieren und auf dem Land braucht man halt eher auch wieder ein Auto. Wie auch immer, ich denke nicht dass hier geld flöten geht , verschuldet von "denen die noch nie einen Finger gekrümmt haben".



    • WonnieLi 21.02.2020 09:03
      Highlight Highlight Die arme alte Generation, die so viel geschuftet hat und in Zeiten sparen konnte als sparen noch Zinsen abgeworfen hat und mieten oder Wohneigentum erschwinglich war tut mir schon wirklich leid.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzesammler 21.02.2020 08:22
    Highlight Highlight mittlerweile besitzt die AHV
    45 Milliarden Reserve und es kommt Monatlich weiterhin Geld dazu. Es ist leider auch hier, wie bei allen ,,Institutionen,, Angst machen, mehr Geld von den eifachen Leuten fordern und jammern. Grundsätzlich hat es genügend Geld für alle und niemand von den Älteren Menshen in der Schweiz müsste sich Brotscheiben aus dem Abfall von Wurstbuden ,,klauen,, müssen. Einerseits wird Geld verschwendet und hier wird gegeizt.
    • Tobias W. 21.02.2020 08:52
      Highlight Highlight 45 Milliarden? Die AHV ist nicht die SUVA...
    • Brasser 21.02.2020 11:06
      Highlight Highlight @Blitzesammler
      Der AHV-Fonds hatte Ende 2019 37 Mia Guthaben. Wenn die Entwicklung so weiterläuft, wäre er 2034 aufgebraucht.
      Keine Ahnung, woher Du Deine Zahlen und Vermutungen her hast.
    • Fairness 21.02.2020 12:00
      Highlight Highlight Und was ist mit den vom Bund seit einem Jahrzehnt geklauten Demografie-Prozent (rund8 Mia.) und der IV-Sanierung aus dem AHV-Topf von 5 Milliarden. 13 umgeleitete Mia. die fehlen. War im K-Tipp.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 21.02.2020 08:20
    Highlight Highlight Das wirklich heisse Eisen fassen die Bürgerlichen mal wieder nicht an: die Liberalisierung der Pensionskassenwahl.

    Es ist ein Unsinn, dass man bei der PK dem Arbeitgeber ausgeliefert ist.
    Die PK soll frei gewählt werden sollen und von Job zu Job mitgenommen werden. Analog zur 3. Säule. Wer den Job wechselt, teilt dem neuen Arbeitgeber nur das Konto für die PK mit.

    Dass die Bürgerlichen das nicht anfassen wollen zeigt wieder mal deutlich: beim heutigen System profitiert nur die PK-Lobby, aber nicht die Arbeiter.
    • ChillDaHood 21.02.2020 10:02
      Highlight Highlight Ich bin bürgerlich - das wäre imho aber klar zu befürworten.
    • Brasser 21.02.2020 11:08
      Highlight Highlight Bin auch bürgerlich und eigentlich Deiner Meinung. Allerdings bin ich auch überzeugt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer diesbezüglich überfordert wäre, ganz zu schweigen vom administrativen Mehraufwand für alle Beteiligten.
    • Fairness 21.02.2020 12:03
      Highlight Highlight @Brasser
      Einmal PK in der Lohnsoftware erfassen ist praktisch null Aufwand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 21.02.2020 08:17
    Highlight Highlight Es gibt überhaupt keinen Grund da mit der Giesskanne allen Rentnern eine Zusatzzahlung zu schenken. In der 2. Säule spart jeder für sich selbst.
    Die Banyboomer waren so naiv l, sich einen viel zu hohen Umwandlungssatz zu leisten. Jetzt muss dieser runter. Punkt.

    Wenn soziale Ausgleichszahlungen, dann kann man in der AHV darüber diskutieren. Die funktioniert nach dem Umlageverfahren.
    • ChillDaHood 21.02.2020 10:06
      Highlight Highlight Auch hier richtig - und ehrlicherweise müsste die AHV eh hoch (ich weiss, wo her das Geld nehmen). Aber die Säulen SOLLTEN so funktionieren:

      1. Säule (AHV): Existenzsichernd
      2. Säule (PK): auf etwa 70% des alten Lohnes kommen
      3 Säule (freiwilliges Sparen): Lebensstandard halten können

      Ehrlicherweise reicht ja für die meisten "nur" eine AHV ohne EL nicht für eine gesicherte Existenz in Würde. Ergo müsste hier nachgebessert werden.
    • The Destiny // Team Telegram 21.02.2020 13:43
      Highlight Highlight @Chill, also mit der ersten und zweiten Säule auf 70% des ehemaligen lohns kommen?
    • ChillDaHood 21.02.2020 14:41
      Highlight Highlight Sorry - AHV und PK sollten gegen 60% des Lohns ergeben. Das hängt natürlich stark von der jeweiligen Situation der jeweiligen Beitragsjahre und Höhen ab. Aber meines Wissens wäre das der Plan der 3 Säulen. Ich denke ich nehme mir das mal zum Vorsatz, hochzurechnen, was ich eigentlich so habe und benötige
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 21.02.2020 08:16
    Highlight Highlight Ich würde höhere Beiträge begrüssen. Mein Arbeitgeber zahlt heute bereits 8.75%, ich kann frei wählen ob ich das gesetzliche Minimum von 5.5% oder bis zu 8.75% einzahlen will. Auch die Idee, dass bereits ab 17 eingezahlt werden soll finde ich eine gute Idee, die Arbeitnehmer zahlen dann ja mit also gibts mehr Lohn ;-)
    Immer das Maximum in PK und 3A (Viac).
    • buffettino 21.02.2020 08:58
      Highlight Highlight Vorbildlich, aber bzgl. PK auch etwas naiv. Ich würde keiner Pensionskasse auch nur einen Rappen freiwillig geben, ohne 100%ige Gewissheit der Gegenleistung bis zum persönlichen Rentenalter (persönliches Rentenalter, Verzinsung, möglicher Kapitalbezug, Umwandlungssatz). Da spare ich lieber selber und bin mir der Inflation bewusst oder investiere lieber eigenhändig und bin mir des Risikos des Marktes bewusst.
    • häxxebäse 21.02.2020 13:37
      Highlight Highlight Tja und wenns schief geht, dann brauchst Du unterstützung in form von EL. Also zahlen alle, weil Du Dich verzockt hast.... 🙄
    • The Destiny // Team Telegram 21.02.2020 13:44
      Highlight Highlight @buffetino, word.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AlienTechnologie 21.02.2020 08:05
    Highlight Highlight Dynamische Anpassungen die der Staat nach "Mathematischen Instrumenten" vornehmen kann? Tönt für mich nach einem Freibrief zur Willkür! Mathematik ist nicht gerade die grösste Stärke von Politikern. Zudem zeigen die jetzigen Diskussionen, dass viele unzufrieden sind, also sollte das Volk immer mitbestimmen können!
    • ChillDaHood 21.02.2020 10:08
      Highlight Highlight Das Volk wird immer mitbestimmen können. Blöd gesagt, kann jeder Entscheid nachträglich wieder umgestossen werden...
  • irgendwie anders 21.02.2020 08:01
    Highlight Highlight Das «Referenzalter» ist im Prinzip eine versteckte Pensionierungsaltererhöhung. Wie dieser neoliberaler Vorschlag der Allgemeinheit, viele haben es ab 50 sehr schwer einen Job zu finden, dient, soll mir einer dieser Banklehrlinge und allenfalls künftiger Arbeitgeber erklären.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 21.02.2020 16:53
      Highlight Highlight Nicht per se. Im heutigen System lohnt es sich als Mann mit 65 und als Frau mit 64 die AHV zu beziehen, da man dann am meisten herausholt. Arbeitet man aber länger, dann bezahlt man weiter in die AHV ein, ohne etwas von den zusätzlichen Beiträgen zu bekommen. Übrigens gilt dasselbe in sehr jungen Jahren.
  • Toni.Stark 21.02.2020 07:51
    Highlight Highlight Die Lebenserwartung ist gestiegen. Die Altersgutschrift ist ein Nachteil für ältere Arbeitnehmer. Alle sollen den gleichen Gutschriftensatz haben! Dann kann auch das Pensionskassenalter auf 70 erhöht werden, ohne dass eine Altersarbeitslosigkeit zu befürchten ist. Problem gelöst.
  • walsi 21.02.2020 07:46
    Highlight Highlight Das BVG abschaffen und dafür die AHV viel stärker ausbauen. Das macht alles viel flexibler. Die AHV kann auf Veränderungen rascher und flexibler reagieren, da sie im Umlageverfahren finanziert wird. Das heisst die AHV gibt heute aus was sie heute einnimmt.
    • K1aerer 21.02.2020 09:26
      Highlight Highlight Solidarität funktioniert nur bis zu einem Punkt. Da wird nicht jeder damit einverstanden sein.
  • Eisvogel 21.02.2020 07:43
    Highlight Highlight Pensionskassen abschaffen und AHV stärken, bzw. Pensionskassen in die AHV überführen.
    • Fairness 21.02.2020 12:40
      Highlight Highlight Für den obligatorischen Teil wäre das sinnvoll. Und (ohne EL) verfassungskonform eine existenzsichernde AHV-Rente auszahlen.
  • Thinkdeeper 21.02.2020 07:43
    Highlight Highlight Wie wäre es mal mit einer disruptiven und vernetzen Reform statt Pflästerli?
    z.B. mit einem Volksermögensfond VVF welcher für Nutzung von Allgemeingüter sowie Systemrelevanter Infrastruktur, Leistungen und Ressourcen Nutzungsgebühren erhebt?
    Die Vergabe der Ressource Notengeld würde an den VVF abgetreten und dieser erhält stets mind. 0.5% Zins.
    Jeder Bürger erhält bei Geburt ein Sichtguthaben (Buchgeld) welches vom VVF angelegt und der Wirtschaft zur Verfügung gestellt wird. Transaktionssteuer auf Wertschriften, Sondersteuer, Bussen fliessen in den VVF.
    Grundeinkommen und Rente gelöst.

  • Nerd077 21.02.2020 07:37
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man diesmal einfach ein nicht dermassen kompliziertes Paket macht?
    Die meisten in meinem Umfeld inkl. mir hätten sich 2017 mit dem gleich bleibenden Mwst-Satz und der Erhöhung des Rentenalters für die Frau anfreunden können. Aber nein, es mussten noch zig andere Sachen ins Paket. Das war sicher für viele der Grund das Ding zu versenken.
    Von der ganzen Geldverschwendung für die Mwst Umstellung wollen wir gar nicht erst reden.
    • ChillDaHood 21.02.2020 10:34
      Highlight Highlight Die Politik denkt noch nach dem "Grosser Kompromiss" Prinzip. D.h. die Abstimmenden müssen ein paar Kröten (je nach politischer Ausrichtung) schlucken, bekommen aber insgesamt ein akzeptables Paket - Quid pro Quo und so.

      Realistisch ist aber schlussendlich eben das Fuder überladen und jeder hat einen Grund es abzulehnen. Ergo wäre, damit endlich mal was vorwärtsgeht wohl wirklich die beste Idee, mehrheitsfähige Aspekte einzeln durchzuwinken und am Schluss den Feinschliff zu versuchen. Als die x-te Vorlage zu versenken und ewig Status Quo zu haben und immer weniger Geld.
    • Nerd077 21.02.2020 10:45
      Highlight Highlight Gebe ich dir vollkommen Recht. Der "Kack" ist ja, dass dieser grosse Kompromiss vorher unter den Top-Politikern im stillen Kämmerlein geschlossen wird. Ein grossteil der Bevölkerung kriegt nichts mit, bis das Paket einem vor die Nase gesetzt wird.
      Und da der grossteil der Bevölkerung zum Glück grundsätzlich kritisch gegenüber der Politik eingestellt ist, wird ein Paket, dass zu kompliziert zu verstehen ist, abgelehnt.
      Appell an die Parteien: Handelt bessere/einfachere Deals untereinander aus, damit eine Mehrheit der Parteien dahinter stehen kann und die Bevölkerung diesen beurteilen kann.
  • Tekk 21.02.2020 07:35
    Highlight Highlight Die Vorschläge hören sich für mich sogar vernünftig an. Hoffe das klappt das nächste mal mit der Rentenreform.
  • Nonchalant 21.02.2020 07:12
    Highlight Highlight Wie mans dreht und wendet liebe Leute, mittlerweile ist alles a fonds perdu. Selber Sparen muss man.
    • buffettino 21.02.2020 08:53
      Highlight Highlight Danke. Das halte ich auch für richtig. Ich würde eine völlige Abschaffung der 2. Säule begrüssen. Evtl. könnte man die 3. Säule dann attraktiver und für Geringverdiener leistbarer machen. Wer dann halt nicht spart, hat im Alter wenig (nicht zu wenig, wir sind ein Sozialstaat. Die paar Wenigen, die halt alles verprassten, werden durchgefüttert, ein Fehlanreiz, aber sozialpolitisch unumgänglich, imho).
  • demian 21.02.2020 06:57
    Highlight Highlight Die "Altersgutschriften" gehören unabhängig von der AHV Reform abgeschafft, wenn man ernsthaft etwas gegen die Arbeitslosigkeit im letzten Lebensabschnitt vor der Rente unternehmen möchte.

    • walsi 21.02.2020 07:43
      Highlight Highlight @demian: Und woher kommt dann das Geld für die Rente der Pensionskasse.? Das was man als Altersgutschrift einzahlt wird einem später nach der Pensionierung ausbezahlt.
    • ben harper 21.02.2020 08:43
      Highlight Highlight 1. Es geht nicht um die AHV in diesem Beitrag. Altersgutschriften sind Deine persönlichen Sparbeiträge (und die Deines Arbeitgebers) - also DEIN Geld. Genau gegen die teuren Beiträge für Menschen ab 55 soll ja etwas getan werden, indem früher (z.B. ab 20) oder früher/mehr (höhere Sparbeiträge) gespart wird und so die Einstellung von älteren Personen spannender wird für Arbeitgeber.

      2. @watson Im Artikel falsch: Sparprozess beginn gemäss BVG im Jahr in welchem man 25 wird (nicht 24).
    • Petar Marjanović 21.02.2020 09:02
      Highlight Highlight @ben harper: Merci. Bin über die Formulierung «ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres» gestolpert. Habe es korrigiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 21.02.2020 06:46
    Highlight Highlight Der Rentenzuschlag bewirkt einzig und allein, dass die Ü50, welche wohlgemerkt die Generation ist die bei der Einführung des BVG Solidaritötsbeiträge leisten musste und teilweise Einbusse beim Kapital erlitt, nicht noch durch weitere Rentenkürzung bestraft wird. Es wird einzig und alleine sichergestellt, dass die versprochenen Leistungen gewährt werden.
    Der Vorschlag, dass analog der AHV, auf jeden Franken Lohn ein Einheitssatz von 13% BVG zu entrichten ist, sowie die Eintrittsschwelle und Koordinationsabzug und damit die Diskriminierung abgeschafft wird, muss das Ziel sein.
    • Fairness 21.02.2020 08:34
      Highlight Highlight Ich hatte noch bei keiner PK im Alter steigende Beitragssätze. Bis anhin waren diese immer für alle gleich. Die Altersunterschiede haben viele PKs gar nicht. Die PK sollte endlich frei wählbar sein.
    • ben harper 21.02.2020 08:45
      Highlight Highlight Danke. Das geht in die richtige Richtung und zeigt, dass Sie sich mit der Materie über Schlagzeilen hinaus beschäftigt haben.

      Lediglich ein systemfremdes Umlageverfahren sollte in der 2. Säule möglichst verhindert werden.
  • Töfflifahrer 21.02.2020 06:14
    Highlight Highlight Auch mit dem Wechsel ab 45 von 9 auf 14% funktioniert dies nicht. Warum nicht eine Flatrate, ab 25 bis Rente alle den selben Satz? Der Gastro GAV hatte dies bereits zur Einführung des BVG drin (wie es heute is weiss ich nicht).
    • plataoplomo 21.02.2020 07:50
      Highlight Highlight Das ist bei der Gastrosocial immer noch so...
    • Clay 21.02.2020 07:50
      Highlight Highlight meine Worte!
    • Fruchtzwerg 21.02.2020 09:29
      Highlight Highlight Ich sehe den Sinn darin auch echt nicht. Was war denn ursprünglich der Grund dafür? Ernsthafte Frage, die vielleicht jemand beantworten kann...
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Interview

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