Schweiz
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Die Bundesraete Ueli Maurer, Guy Parmelin und Alain Berset, von links, diskutieren am Ende einer Medienkonferenz ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 20. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ihre Pressekonferenz kommt bei Politikerinnen und Politikern gut an. Bild: KEYSTONE

«Der Bundesrat hat genau das geliefert, was es braucht. Nicht so wie Trump»

Es ist das grösste Massnahmen-Paket für die Schweizer Wirtschaft aller Zeiten. Und es kommt noch dazu gut an. Vier Politiker und ein Wirtschaftshistoriker kommentieren das, was der Bundesrat beschlossen hat.



Was wurde nicht alles gefordert: Kurzarbeit für alle, einfachere Kredite für Unternehmen, keine Zinsen bei den Steuerrechnungen. Und gekommen ist fast alles. Der Bundesrat hat am Freitag ein riesiges Massnahmenpaket beschlossen, um der kriselnden Schweizer Wirtschaft zu helfen.

watson hörte sich kurz nach der Pressekonferenz bei den Politikerinnen und Politikern um, die Stunden zuvor ihre Forderungen an den Bundesrat stellen konnten. Die Antworten waren durchgehend positiv.

Badran ist erleichtert – trotz kritischer Fragen

Jacqueline Badran, Nationalraetion SP-ZH, gibt ein Interview beim Treffpunkt des Komitees

Bild: KEYSTONE

Jacqueline Badran, Sozialdemokratin und selbst Unternehmerin, twitterte während der Bundesrats-Pressekonferenz kritische Fragen, so als könnte sie nicht glauben, was die beiden SVP-Bundesräte Guy Parmelin und Ueli Maurer vorschlugen. Die Zürcher Nationalrätin schrieb Anfang Woche zusammen mit weiteren Politikerinnen einen Brief an Parmelin, in dem sie Kurzarbeit für alle und Erwerbsausfall-Entschädigungen für Selbstständige forderten.

Dass das nun kommt, freut sie. Badran lobt, dass zwei ihrer vier dringlichen Forderungen «eins zu eins umgesetzt» wurden. «Uff, ich bin vorerst erleichtert für die Hunderttausenden Selbständigerwerbenden und die kleinen Unternehmen, die betroffen sind. Deren Existenzen sind vorderhand gesichert», schreibt sie weiter.

Lob gibt's auch von FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. Der Zürcher ist ebenfalls Unternehmer und klagte vergangene Woche gegenüber watson, dass der Bundesrat viele Fragen offen liesse. Zu den neusten Massnahmen sagt er nun: «Der Bundesrat hat viele gute Massnahmen beschlossen, welche alle Wirtschaftsteilnehmende, auch Start-ups und Selbständige, miteinbeziehen. Das ist sehr zu begrüssen. Es ist nun wichtig, dass das Geld schnell und gezielt zu den Bedürftigen kommt.»

Ueli Maurer erklärt, wie man einfach zu 500'000 Franken kommt

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Video: watson

Lob auch von grün(liberal)er Seite

Franziska Ryser will für die St. Galler Grünen in den Ständerat.

Grosse Erleichterung auch bei den Grünen. Die St.Galler Nationalrätin Franziska Ryser verlangte vergangenes Wochenende, dass die Wirtschaftsmassnahmen schneller kommen. Sie lobt, dass nun auch Selbstständigen, Kultur- und Freischaffenden geholfen wird. In ihrer Stellungnahme richtet sie trotzdem zwei kritische Fragen an die Behörden: «Wann landet das Geld bei den Betroffenen? Wie lange dauert es, bis die Tausenden von Formularen bewältigt sind?»

Kritische Töne hört man auch von GLP-Chef Jürg Grossen. «In den letzten Wochen hat der Bundesrat zu wenig konkret kommuniziert. Nach jeder Pressekonferenz hatte man unzählige unbeantwortete Fragen. Einerseits im Krisenmodus verständlich, andererseits für Betroffene sehr schwierig.» Jetzt habe der Bundesrat aber Leadership übernommen. «Das ist sehr, sehr erfreulich und ich danke dem Bundesrat. Er hat viele Massnahmen übernommen, die wir gefordert haben.»

Grösste Wirtschaftsrettung aller Zeiten

Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker Universität Zürich

Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich. bild: archiv/srf

Lauter positive Reaktionen? Das überrascht Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich, nicht. «Der Bundesrat hat genau das geliefert, was in einer solchen Situation notwendig ist.» Das Wirtschaftspaket ziele auf die konkreten Probleme, mit denen Unternehmerinnen und Unternehmen zu kämpfen haben. «Die Schweiz hat die richtigen Instrumente dafür und hat sie nun in die Hände genommen. Das bringt viel mehr als allen Geld zu geben, wie es etwa die US-Regierung nun versucht», sagt Straumann weiter.

Für den Wirtschaftshistoriker unterscheidet sich das heutige Massnahmenpaket deutlich von den anderen Massnahmen, die die Schweiz in den Zwischenkriegsjahren beschlossen hat. Die Probleme damals seien andere gewesen: Der Export sei eingebrochen, nicht aber der Konsum. «Die Krisen-Massnahmen von damals haben einzelne Branchen bevorzugt und andere diskriminiert. Das ist heute nicht so.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nik G. 23.03.2020 09:42
    Highlight Highlight Ich finde der Bundesrat macht einen sehr soliden Job. Klar ist es nicht einfach alles sofort kommuniziern zu können. Es können nicht sofort alle Fragen geklärt werden.
  • selber 22.03.2020 16:18
    Highlight Highlight Ich war über 10 Jahre Selbständig. Aber nie wäre mir in den Sinn gekommen, wegen 3-6 Monaten Ertragsausfall derart zu jammern. Wer nicht wirtschaftlich plant und denkt, Reserven schafft und das unternehmerische Risiko nicht tragen kann, der ist nicht Unternehmer. Entschuldigt, aber wir tragen alle eine Last, durch diese Krise und es geht um die Gefährdung von Menschenleben und nicht immer um die Selbstoptimierung durch Gratisgeld. Kredite haben nun mal einen Preis, der Bund ist hier sehr kulant mit dem Angebot und den Bürgschaften. Das sollte erst mal Wertschätzung verdienen.
  • ManCan 22.03.2020 13:33
    Highlight Highlight Einen Vergleich unserer Bundesräte mit Trump ist nicht ganz fair (gegenüber Trump). Unsere Bundesräte sind echte und kompetente Politiker. Trump ist eine Mediale Witzfigur und Peinlichkeit. Bei uns wäre er im besten Fall als Komiker geduldet. Außerdem ist er auch kriminell. Nur weil er genug Beziehungen und Macht hat nicht verurteilt zu werden, heißt das nicht, dass er nichts verbrochen hatte. Besonders im USA Rechtssystem.
    Ich erwarte viel mehr von unseren Politikern. Diese scheinen es bis jetzt auch ganz gut zu machen.
    Berichte über Trump tragen in solch einer Krise nichts sinnvolles bei.
  • Fairness 22.03.2020 12:50
    Highlight Highlight Wirtschaftsmässig vielleicht. Es kommt aber viel teurer und dauert viel länger, als wenn man sofort rigoros eine Ausgangssperre gemacht hätte. 3/4 der Leute wollen sie gemäss Blick-Umfrage. Besser spät als nie.
  • who cares? 22.03.2020 08:32
    Highlight Highlight Nachdem ich letzte Woche hin und wieder Teile der Medienkonferenzen geschaut habe, bin ich auch froh, dass unserer Bundesrat da sitzt und nicht Alleinunterhalter Trump. Wir werden sachlich informiert, Journalisten stellen ruhig ihre Fragen und diese werden dann vom zuständigen Bundesrat oder auch Experten beantwortet. Welche auch mal den Mut haben, zu sagen "wissen wir (noch) nicht". Bei Trump verkommt jede Pressekonferenz zur Sh*tshow, viel I'm the greatest-Palaver, keine Information, China-Virus-Provokation, Journalisten, die auch nur auf den nächsten Skandal aus sind. Schauder.
  • Hanspi1211 22.03.2020 08:05
    Highlight Highlight Niklaus Leuenberger der Bauernführer gehört zu meinen Vorfahren. Dies wir sein, dass ich das Obrigkeiten-Glöibiger-Gen nicht in mir habe. I diesem Fall, fühle ich mich mit der Führung unseres Landes wohl. Ein Kränzchen für die Kommunikation und für die eingeschlagenen Massnahmen, an die ich mich halte. Aber sollte ich als ü 65 doch noch eingesperrt werden, würde ich bei der Bewertung des BR einige Punkte abziehen.
  • BlickvonAussen 22.03.2020 00:30
    Highlight Highlight Trump kritisiert Reporter wegen kritischen Fragen über die Corona-Virus Epidemie: "Ich sage, dass Sie ein schrecklicher Reporter sind. .... während sich Amerikaner nach Hoffnung und Antworten sehnen würden."
    Die Hoffnung der Amerikaner nährt Trump mit dem Abbau von Sozialleistung, Beispiel: Abbau der Krankenversicherungsleistungen.
  • malu 64 21.03.2020 23:15
    Highlight Highlight Diese außerordentliche Situation, wird viele KMU in den Ruin treiben. Wer vorher von der Hand in den Mund lebte, wird diese Zeit nicht überstehen. Die Banken werden eine Risikoprüfung machen und abwägen, welche Firmen eine Chance haben. Sie werden das Geld nicht mit der Schöpfkelle verteilen. Unternehmer, welche bei Versicherungen und Rücklagen zu zögerlich waren, Unternehmer, welche die Einnahmen verprassten und Unternehmer, welche jeden Cent in den Aufbau ihrer Firma steckten, werden in den nächsten Monaten hart zu kämpfen haben. Ich wünsche allen viel Power und Erfolg und bleibt gesund.
  • JoJodeli 21.03.2020 21:06
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso diese Kredite so hoch gelobt werden. Als kmu, seit vielen Jahren schon immer schuldenfrei und solvent (bescheidener Lohn) bin bald gezwungen einen Kredit aufzunehmen. Aber Mitarbeiter will ich ja nicht auf die Strasse stellen, die sind wie meine Familie. Ich hafte dann nicht privat bei der Bank aber der Bund stützt sich auf die Bedingungen der kmu-buergschaften.ch. Auf der homepage gibt es nur wenig Informationen aber für 35% bin ich selber haftbar. Da ist es ja einfacher Konkurs anzumelden und die Woche darauf Konkursmasse aufkaufen und mit einer neuen Firma starten.
    • JoJodeli 21.03.2020 22:01
      Highlight Highlight Ich weiss es wird jetzt Blitze regnen. Aber ich bin echt gespannt wie die Details aussehen, mehr wissen wir ja erst am Donnerstag.
    • Töfflifahrer 22.03.2020 10:41
      Highlight Highlight Ich hoffe Sie liegen falsch, befürchte aber, dass Sie recht haben könnte.
  • Hanjo 21.03.2020 20:25
    Highlight Highlight Werde durch diese Krise am Ende noch patriotisch... Schön zu sehen, dass im Ernstfall parteipolitische Differenzen unwichtig werden und überlegt gehandelt wird.
  • Fairness 21.03.2020 18:11
    Highlight Highlight Die Amis scheinen aber klüger zu sein als wir Schweizer. Viele gehen schon jetzt zu Beginn der Krise freiwillig mit Maske und Handschuhen einkaufen. Und wahren Abstand! Dazu kommt, dass der ÖV vielerorts praktisch inexistent ist.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 21.03.2020 21:21
      Highlight Highlight Für die ganz langsamen:
      Eine Maske schützt nicht vor einer Infektion.
    • malu 64 21.03.2020 22:37
      Highlight Highlight Wenn die Leute, welche eine Maske tragen alle Virusträger sind , würde die Aussage von Fairness zutreffen.
      Aber wenn sie die Masken als Schutz tragen ist es Verschwendung.
    • Töfflifahrer 22.03.2020 10:42
      Highlight Highlight Solche Masken schützen nur das Umfeld vor einem Infizierten der eine Maske trägt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 21.03.2020 17:57
    Highlight Highlight Dass Kurzarbeit für alle kommt, wurde ja schon am Freitag letzte Woche an der PK gesagt. Hätte Frau Badran gut zugehört, hätte sie sich nicht aufregen und den Brief schreiben müssen :)
    • Töfflifahrer 22.03.2020 11:32
      Highlight Highlight Kurzarbeit war nicht möglich für Selbständige .
    • Ökonometriker 22.03.2020 12:00
      Highlight Highlight @Töffli: schau mal den PK stream, der ist noch online
  • fiodra 21.03.2020 17:44
    Highlight Highlight Ich bin nicht so sicher, ob dies das Gelbe vom Ei ist in Bezug auf selbständig Erwerbende. Diese wursteln sich oft nach dem System "Selbstausbeutung" durch und können sich keine 2. Säule aufbauen. Denen ist nicht geholfen, wenn man ihnen einen Kredit gibt, den sie zurück zahlen müssen, denn sie können ihn nicht zurückzahlen. Abgeschrieben wird er erst, wenn sie Konkurs anmelden. Dabei haben sie die finanzielle Not nicht verschuldet, sondern der Staat. Ich sehe da grosse Probleme, von grosszügiger Hilfe keine Rede.
    • Ökonometriker 21.03.2020 18:12
      Highlight Highlight Mit Krediten kann schnell geholfen werden. Eine langwierige Bedürftigkeitsprüfung für die 588'000 KMUs der Schweiz, die man bei Direktzahlungen machen müsste, würde viel zu lange dauern.

      Es kann aber durchaus sein, dass die Kredite dann im Nachgang für gewisse Branchen erlassen werden wenn die jetzigen Konjunkturmassnahmen nicht ausreichen um die Wirtschaft zu retten.
  • Andy 21.03.2020 17:04
    Highlight Highlight Ich bin ein harter Kritiker unserer Regierung, aber hier hat sie mal einen guten Eindruck gemacht. Ehrlich gesagt muss ich auch zugeben, dass ich immer mehr "Koch-Fan" werde, der sich wirklich laufend "on-the-fly" verbessert und auf dem ein unglaublicher Druck als DIE zentrale Figur lastet - mit dem er bewundernswert umgeht.

    Bezüglich "Problemlos günstigen Kredit bis 500K" - während Zeiten in denen Banken wegen Minuszinsen Geld für Schulden erhalten - gilt es aber schon genau hinzuschauen..

    Bin gespannt was für konkrete Details wir am nächsten Mi diesbezüglich erfahren werden.

  • InfinityLoop 21.03.2020 16:52
    Highlight Highlight Solch ein Zusammenhalten ind der Politik würde auch in der Normalität wünschenswert.
  • Offi 21.03.2020 16:50
    Highlight Highlight Top unser Bundesrat👍 Für einmal bin ich wirklich stolz auf Euch!
  • georgehuxley 21.03.2020 16:49
    Highlight Highlight Wowwowwow. Erstaunlich, wie gut und volksnah Politik(er) funktionieren können. Viel besser als sonst mit unserem Vier-Kammer-System: Bundesrat, tausende Lobbyisten, National- und Ständerat. Sollten wir das nicht beibehalten?
  • Bravo 21.03.2020 16:21
    Highlight Highlight Uri hat es richtig gemacht. Kaum scheint die Sonne, rollen die Toren ins Einkaufszentrum. Echt, kein Witz
  • Triumvir 21.03.2020 16:11
    Highlight Highlight Jetzt sind auch die Rechten zufrieden mit dem Staat und seinen Angestellten. Sonst können Sie diesen ja nicht genug verteufeln und über die ach so gemein hohen Abgaben und Steuern jammern...aber in der Krise werden alle staatskritischen Aussagen und Forderungen umgehend schubladisiert resp. verneint und verschwiegen...Und auch die Wirtschaft und seine Lobbyisten schreien jetzt alle nach dem rettenden Staat resp. den Steuerzahlern, die das dann alles berappen dürfen...Wir erinnern euch dann gerne wieder daran, wenn's um neuerliche sparen beim Staat und seinem Personal geht...
    • Hierundjetzt 21.03.2020 16:55
      Highlight Highlight Nicht hilfreich. Die Eidgenossenschaft hat ca. 20’000 Unternehmen geschlossen.

      20% (!) der Erwerbstätigen haben zurzeit keinen Job. Wieviel nach der Pandemie wieder eingestellt werden steht in den Sternen

      Ja, du scheinst zu den glücklichen mit Stelle zu gehören. Geniess es.

      Logisch muss und wird der Staat helfen sonst haben wir im Juni nochmals 1929...
    • Hierundjetzt 21.03.2020 18:23
      Highlight Highlight Zu den Fakten:

      Die gesunden Staatsfinanzen haben wir dem CH Volk zu verdanken (Abstimmungen wie Schuldenbremse). Nicht der SVP. Die verlocht konsequent Geld. (Duro, FIS, Inisieme)

      Maurer SVP ist ein Schönwetter Finanzminister, in der Hochkonjunktur kann jeder Gewinne schreiben.

      Wereliwer war wohl in der Rezession jeweils Finanzminister Richtig: SP, BDP

      Die Armeeabstimmungen erreichen 50% und mehr gegen die Armee (Gripen)

      Die SP hat einen Wähleranteil von 23% der Wählerstimmen.

      Wo kommen wohl die anderen 27% der Stimmen her, hm? Riiiichtig von der FDP und SVP

      Also...
    • Toerpe Zwerg 21.03.2020 21:19
      Highlight Highlight Kein Anlass zu unpassend für Grabenkämpfe ...

      Dass die Schweiz ist, wie sie ist, ist das Resultat des Zusammenspels aller politischen Kräfte. Niemand hat alleine die besseren Lösungen als sie das System als Gesamtes hervorbringt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sir Konterbier 21.03.2020 15:51
    Highlight Highlight Ich hoffe die Leute, die noch vor 2-3 Monaten die Schuldenbremse ohne konkreten Grund lockern wollten, erinnern sich an diesen Moment wenn sich die Krise gelegt und die Wirtschaft erholt hat.

    Es gibt einen Grund wieso wir in guten Zeiten sparen.
  • oneyone 21.03.2020 14:10
    Highlight Highlight Unsere Regierung macht einen super Job! Nun müssen wir uns als Bürger einfach mal an der Nase nehmen und vernünftig sein, daheim bleiben!!!! Und natürlich geht die Ansteckung nicht von einem Tag zum anderen runter, das braucht Zeit, wenn sich endlich mal die Leute richtig verhalten.
  • John Henry Eden 21.03.2020 13:54
    Highlight Highlight Nicht schlecht. Eine halbe Million Franken verbraten und dann einfach Firmenkonkurs anmelden.

    Ziemlich verlockend für Selbstständige und Kleinunternehmen, die so gut wie keinen Umsatz machten. Es gibt zum Glück nur zwei oder drei davon.

    #CayenneDankCorona
    • Wiedergabe 21.03.2020 15:34
      Highlight Highlight Genau deswegen gibts das Geld nicht vom Bund, sondern von der Hausbank.
      Die kennt deine finanzielle Situation und die deiner Firma sehr genau.
      So dumm ist der Ueli nicht..!
    • John Henry Eden 21.03.2020 17:49
      Highlight Highlight Der Bund bürgt für das Geld. Also kann der Bank völlig egal sein, wer den Kredit bekommt. Sie bekommt ihr Geld garantiert zurück.

    • Toerpe Zwerg 21.03.2020 21:22
      Highlight Highlight Keine Sorge, da wird die eine oder andere Fussnote in den Ausführungsbestimmungen dafür sorgen, dass die Banken keine Kredite an iffensichtliche Nonvaleurs vergeben.
  • Alnothur 21.03.2020 13:51
    Highlight Highlight Nanu, Badran wird mir ja noch richtig sympathisch!
  • Lunaral 21.03.2020 13:45
    Highlight Highlight Schön dass für einmal die Parteikämpfe in den Hintergrund treten und nun in der Politik (fast) alle vereint am gleichen Strick ziehen. Solidarität und schnelle, pragmatische Lösungen sind jetzt gefragt.
    Nehmen wir uns doch alle ein Vorbild und schreiben uns diese Solidarität ganz gross auf die Fahne, jeder kann auch im Kleinen seinen Beitrag leisten und durch Eigenverantwortung sich und damit eben vor allem die Schwächeren in unserer Gesellschaft schützen.
  • Zauggovia 21.03.2020 13:43
    Highlight Highlight Einen grossen Dank an die bürgerliche Sparpolitik der letzten Jahre!!
    Wäre das Geld für all die grün-sozialen Ideen ausgegeben worden, wäre das Problem jetzt noch gröber.
    • gedankensimulant 21.03.2020 15:19
      Highlight Highlight 🤦‍♂️
    • Wiedergabe 21.03.2020 15:35
      Highlight Highlight Wären sie Politiker, würden sie jetzt ausgebuht - zu recht.
    • Nathalie Zickli 21.03.2020 16:09
      Highlight Highlight Leider gibt es keine Möglichkeit einen Kommentar der Dummheit wegen zu melden, sonst wäre der ihrige schon lange gelöscht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ETH1995 21.03.2020 13:32
    Highlight Highlight "Wann landet das Geld bei den Betroffenen? Wie lange dauert es, bis die Tausenden von Formularen bewältigt sind?»
    Also, zwei Wochen werden diese Firmen wohl schon durchkommen, oder? Das man nach ein paar Tagen pleite ist, kann ja auch nicht sein..
  • Rage Dinah 21.03.2020 13:21
    Highlight Highlight Ich bin einfach nur endlos dankbar in diesem Land zu leben. Mehr denn je.
  • Error 404 21.03.2020 13:09
    Highlight Highlight Ich muss sagen, dass ich nie ein grosser Fan unserer Regierung war. In dieser Zeit wird mir aber bewusst, dass wir eine kompetente, massvoll und umsichtig reagierende Regierung haben. Die schrittweise Verschärfung der Massnahme erachte ich als sinnvoll. Besser so, als eine Regelung, die von Anfang an zu hart und kaum einzuhalten ist (bzw. die die Leute nicht einhalten wollen) und von der nicht mehr einfach zurückgetreten werden kann. Danke Bundesrat.
  • la cervelle formerly known as sokrates 21.03.2020 12:59
    Highlight Highlight Nach Jahren des Bundesratsbashing sind die Komentare wie ausgewechstelt.

    Die Kernaufgabe unseres BR ist Krisenmanagement!!!! Unsere Bundesverwaltung ist einer der besten Think-Tanks, sofern sie nicht immer durch Parlamentarier mit einem Heer von Lobbyisten im Rücken mit irrwitzigen Forderungen für den Eigennutz gehindert werden.

    Sollten sich die Massnahmen, die der BR jetzt beschlossen hat, in naher Zukunft als falsch oder zu rigoros erwiesen, so ist trotzdem keine Kritik angemessen.

    Ausser alle die mit einer Kristallkugel zu Hause!!!
  • suppenhuhn 21.03.2020 12:56
    Highlight Highlight Viel zu spät hat unser Bundesrat reagiert. Leider.
    • Warumnicht 22.03.2020 14:46
      Highlight Highlight Suppengrün…Dein Name ist wirklich Pflicht.…
  • Cholianer 21.03.2020 12:53
    Highlight Highlight Ich sass im Büro während der gestrigen Pressekonferenz und mir ist die Kinnlade immer mehr auf den Tisch gefallen...

    Da kann man nur stolz sein auf den Bundesrat.

    Pragmatischer kann eine Regierung nicht helfen. BRAVO!
  • Denk nach 21.03.2020 12:42
    Highlight Highlight Intelligenter Massnahmenkatalog! Ich denke es ist mehr als richtig, dass die "kleinen", die nicht von Steuerdeals und Standortrabatten profitieren und immer braf Steuern gezahlt haben nun direkt profitieren! Helikoptergeld macht in dieser Situation wirklich keinen Sinn!
  • Spellbinder 21.03.2020 12:36
    Highlight Highlight Ich bin da etwas skeptisch.

    Mit den Krediten werden die Ausfälle einseitig bei Geschäften platziert, während die Einnahmen der Immobilienbesitzer, Kredit und Kapitalgebern uneingeschränkt weiterlaufen.
    Ich finde man sollte auch auf der Seite ansetzen.
    Z.B. Mieten für geschlossene Geschäfte halbieren, Zinszahlungen aussetzen, Amortisationszahlungen Verschieben und die Laufzeit einfach verlängern.

    Klar wird alles kompliziert, aber es bring uns auch nichts wenn die Firmen längerfristig schliessen müssen weil sie die Kredite nicht zurückzahlen können.
    • lilie 21.03.2020 13:17
      Highlight Highlight @Spellbinder: Immobilienbesitzer werden sowieso mit Ausfällen rechnen müssen, ebenso Leute und Institute, die Kredite vergeben haben.

      Es wird in jedem Fall Lösungen geben müssen. Vermieter und Gläubiger müssen zwangsläufig flexibel sein - entweder jetzt, oder sonst treffen sie die Ausfälle halt später umso härter.
    • Antiypanikmacher 21.03.2020 13:30
      Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, dass dein Lösungsansatzdarin besteht bei bestimmten Branchen Liquidutät zu entziehen, damit diese in einer 2. Phasenweise vom Staat unterstützt werden müssen damit die Löhne gezahlt werden können? Ein interessanter Ansatz! Das Oroblem scheint dir noch zu klein. Zu wenige Firmen haben keine Einnahmen mehr, da muss man unbedingt noch weiteren den Grldhahn zudrehen. Bitte erst denken und dann schreiben!
    • Til 21.03.2020 16:21
      Highlight Highlight Im Moment geht es auch darum, schnell zu reagieren und dadurch möglichst vielen Leuten die Existenzängste zu nehmen. Weitere Massnahmen sind ja nicht ausgeschlossen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rburri68 21.03.2020 12:29
    Highlight Highlight Bundesrat absolut Souverän, danke und weiter so!
  • Fischra 21.03.2020 12:23
    Highlight Highlight Schnell und unkompliziert. Genau das ist gefragt jetzt. Einfach schön in unserem tollen Land zu leben und zu arbeiten.
  • Babuschka11 21.03.2020 12:23
    Highlight Highlight Mir ist als Selbständige ein derart grosser Stein vom Herzen gefallen. Zurzeit kann ich noch von zuhause aus arbeiten (Klientenbetreuung), doch der Seminarbetrieb steht still. Und würden die Massnahmen verlängert, dann würde ich im April/Mai 20 Prozent meines Jahresumsatzes verlieren. Der Verlust bis zum Jahresende ist nicht absehbar. Nun habe ich über 10 Jahre eine solide Einzelfirma aufgebaut, zahle Steuern und Sozialabgaben.
    Die Fixkosten sind trotzdem fällig. Es müsste die Mwst. für das ganze Jahr ersatzlos erlassen werden und nicht nur aufgeschoben, als Anteil zu den Versicherunskosten.
  • soulpower 21.03.2020 12:09
    Highlight Highlight Alles gut, wie unsere Regierung zur Zeit ihr Krisenmanagment betreibt. Ich denke aber es wäre für die Medien auch mal angesagt, das Bashing von anderen Regierungen zu vermeiden, egal ob man diese mag oder nicht. Denn für uns selbst ist der Kuchen noch lange nicht gegessen, und ob alles tatsächlich so gut lief und läuft in der Epidemie-Vorbereitung und den Massnahmen bei uns wird man erst in ein paar Wochen oder Monaten besser beurteilen können. Hinterfragen ist dabei sicher okay, aber mit dem Finger zeigen bringt im Moment nicht viel, und es wäre besser, zuerst vor der eigenen Türe zu wischen!
  • sikki_nix 21.03.2020 12:06
    Highlight Highlight Es ist schön zu sehen, dass in solchen krisensituatiinen die Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle spielt und die Politiker an einem Strang ziehen (Ausnahmen gibt es immer). Nicht so wie in Amefikr, wo das Thema Covid den Grabenkampf zwischen Reps und Dems weiter anheitzt.
  • ricardo 21.03.2020 11:59
    Highlight Highlight Grosses Bravo! In Zeiten wie diesen zeigt sich, wie sich das kollegiale Prinzip eben doch für alle auszahlt. Spannend ist auch, wie Kleinlaut die libertären Traumtänzer geworden sind, welche noch bis vor kurzem den Staat abschaffen und ausnahmslos alles privatisieren wollten.
    • Toerpe Zwerg 21.03.2020 21:27
      Highlight Highlight Ohne populistischen Ausfluss geht es dann doch nicht?
  • arpa 21.03.2020 11:58
    Highlight Highlight Ich bin auch zufrieden mit dem Bundesrat. Die machen das tiptop.
    Bin kein patriot aber doch besonders jetzt froh dass unsere Machthaber ein vernünftiges Team ist. Danke!
    • Zauggovia 21.03.2020 13:41
      Highlight Highlight Schade, Patrioten braucht das Land.
    • reactor 21.03.2020 18:50
      Highlight Highlight @zauggovia, ne, aber denkende Menschen.
  • skisandtrail 21.03.2020 11:58
    Highlight Highlight Vielen Dank! Vielen, vielen Dank - falls auch wir - wahrscheinlich verzögert in einigen Monaten die Auswirkungen zu spüren bekommen und auch dann noch etwas einfordern können, dann hat unsere Regierung sich selbst übertroffen! Merci!

    btw. Zum Glück konnten sich die "rechten" Sparfüchse in den letzten Jahren mit ihrer Sparpolitik durchsetzen. Davon können wir nun zerren. Wären wir total überschuldet, dann wäre solches nicht möglich (wir können davon ausgehen, dass wir schlussendlich wohl das Doppelte des bisher gesprochenen brauchen).
    • Lowend 21.03.2020 12:12
      Highlight Highlight Ich schliesse mich mit einem kleinen Vorbehalt ihrem Kommentar an.

      Zum Glück haben die "linken" Wachhunde geschaut, dass nicht gleich alles wieder für Steuersenkungen verpulvert wurde. 😉
    • Ueli der Knecht 21.03.2020 13:10
      Highlight Highlight "Zum Glück konnten sich die "rechten" Sparfüchse in den letzten Jahren mit ihrer Sparpolitik durchsetzen."

      Deswegen ist zur Zeit das Gesundheitswesen bereits schon zu Beginn der Infektionswelle bereits schon am Anschlag. Auch die Schulen sind voll am Improvisieren, um Lehrplan und soziale Aufgaben wenigstens halbwegs auf die Reihe zu kriegen.

      Jetzt sieht man auch, dass die rechte Sparfüchte in den letzten Jahren systematisch am falschen Ende (Gesundheit, Soziales, Bildung) gespart haben, und stattdessen Geld für unnötige Sicherheit, Armee, Grenzschutz usw. verschwendeten.
    • skisandtrail 21.03.2020 15:05
      Highlight Highlight Wie ich schon öfters erwähnt habe. Im kanton bern ist es so, dass die einzigen, welche gegen spitalschliessungen waren und sind, sowie gegen die zentralisierung sind, ebenfalls die rechten sind. Uns im oberland (im emmental und bejura ist glaubs dasselbe) wurden und werden immer noch spitäler geschlossen. Die einzigen,die sich hier wehren sind die rechten.
      Wie es anderen kantonen aussieht kann ich nicht beurteilen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • TodosSomosSecondos 21.03.2020 11:57
    Highlight Highlight Man kann das jetzt ja schon alles schönreden.. und es besser gemacht zu haben, als Trump ist alleine noch keine Leistung.

    Grundsätzlich ist die Politik der kleinen Schritte schweizerisch und richtig aber die kleinen Schritte kamen nun mal einfach 2 Wochen zu spät.
  • Abendländer 21.03.2020 11:53
    Highlight Highlight Ueli Maurer, ausser Kurzarbeitsentschädigung fürs CH-Personal bitte kein Geld für die Swiss. Gegründet mit 3MIA und verkauft an LH für 350 MIO. d.h. 2650 MIO Volksvermögen "privatisiert". Keine "Sozialisierung" entgangener Umsätze ausländischer Firmen!!
    Für die Landesversorgung, insbesondere da Transit in Deutschland in Krisenzeiten nicht funktioniert, soll die Armee einige 747er Cargo beschaffen.
  • glointhegreat 21.03.2020 11:47
    Highlight Highlight Ein hoch auf unseren bundesrat. Schön zu sehen wie in dieser krise zusammengearbeitet wird.

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Diese 5 Fehler machte die Schweiz bei ihrer Corona-Politik

Zu wenig Beatmungsgeräte, langsame Zahlen, Bundesrat pfeift Kantone zurück: Viele Probleme der Schweizer Coronavirus-Politik sind hausgemacht. Eine Analyse über eine Epidemien-Politik, die zu wenig zuhört.

Eigentlich sahen es viele kommen. Seit Jahren erstellen die Bundesbehörden Berichte, in denen die «Top-Risiken» der Schweiz untersucht werden. Die Pandemie stand jeweils immer wieder in den oberen Rängen. Die Gefährdungsanalyse des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz aus dem Jahr 2015 liest sich heute wie eine übertriebene Zukunftsvision, die das beschreibt, was die Schweiz derzeit erlebt.

Die Gefahr des überlasteten Gesundheitswesens ist ein Punkt auf der Liste. Vor fünf Jahren hiess es in der …

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