Schweiz
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Anstehen vor einem Take-Away in der Marktgasse, am Dienstag, 17. Maerz 2020, in Bern. Der Bundesrat hat aufgrund der Coronavirus Pandemie den schweizweiten Notstand per sofort ausgerufen. (KEYSTONE/ Marcel Bieri)

Weniger Gäste, geschlossene Geschäfte, Lieferengpass: Die Schweizer Wirtschaft ist geschwächt. Bild: KEYSTONE/symbolbild

Kurzarbeit, Stutz und Steuern: Diese Probleme sollen Parmelin und Co. anpacken

Am Freitag will der Bundesrat sein Massnahmenpaket für die Wirtschaft vorstellen, die unter den Coronavirus-Einschränkungen leidet. Das sind die vier Forderungen der Politik.



Kurzarbeit gilt nicht für alle

Was ist das Problem?

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen heute einen Beitrag in die Arbeitslosenkasse bezahlen. Nicht alle haben aber auch das Recht, Kurzarbeit zu beantragen. Betroffen davon sind:

Was ist überhaupt Kurzarbeit?

Firmen können die Arbeitszeit der Mitarbeitenden vorübergehend reduzieren oder ganz einstellen. Die Angestellten erhalten dann temporär den Lohn von der Arbeitslosenkasse, ihr Arbeitsvertrag wird nicht gekündigt. Das nennt man Kurzarbeit. So sollen Jobs gesichert werden, wenn ein Unternehmen in wirtschaftliche Not gerät, die nicht in die Verantwortung des Arbeitgebers fällt.

Was wird gefordert?

Der Präsident der Grünliberalen, Jürg Grossen, sagt in einem Interview mit dem

GLP-Chef Jürg Grossen forderte mehr «Fairness» bei der Kurzarbeit schon 2017. Bild: KEYSTONE

Die Forderung, die nun auf dem Tisch liegt, ist simpel und wird von mehreren Parteien eingebracht: Die Diskriminierung unter den Arbeitnehmenden soll aufgehoben werden. Die GLP schreibt dazu: «Das muss mindestens für die Zeit der Corona-Krise korrigiert werden. Jede Person, welche ALV-Beiträge bezahlt, soll im Bedarfsfall auch Leistungen der Versicherung beziehen können.» Die Grünen begründen ihre Haltung dazu mit: «Im Gegensatz zu grösseren KMU können sie nicht auf die existierenden Instrumente wie Kurzarbeit zurückgreifen.»

Die Kurzarbeit-Ausnahmen wurden damals zum Schutz vor Missbrauch eingeführt. Man wollte nicht, dass ein Unternehmer sich hohe Löhne zahlt und luxuriös lebt und sich dann in der Krise den Lohn vom Staat bezahlen lässt. «Das ist aber ein völliges Randphänomen. Unter dieser gut gemeinten Missbrauchsklausel leiden nun hunderttausende Kleingewerblerinnen und Kleingewerbler extrem. Für sie ist das eine Katastrophe», sagt SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.

Sie hat zusammen mit anderen Nationalräten in einem Brief an Bundesrat Guy Parmelin die Kurzarbeit für alle gefordert, die auch Beiträge in die Arbeitslosenkasse zahlen.

Andri Silberschmidt, FDP-ZH, spricht als juengster Nationalrat zur Grossen Kammer, am ersten Tag der 51. Legislatur der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 2. Dezember 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt will die Kurzarbeit-Problematik ohne Verwaltung und Bundesrat lösen. Bild: KEYSTONE

Parallel dazu hat FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt das gleiche in einer parlamentarischen Initiative gefordert. «Mit einem solchen Vorstoss kann das Parlament selbst handeln, ohne dass es von der Verwaltung und vom Bundesrat abhängig ist», begründet Silberschmidt sein Vorgehen. Der Vorstoss wurde von SVP-, CVP- und SP-Politikerinnen und -Politikern mitunterzeichnet.

Diese Forderung ist nicht neu: Jürg Grossen, Chef der Grünliberalen, wollte schon 2017 mit einem Vorstoss erreichen, dass jedes Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann, das auch in die Arbeitslosenkasse einzahlt. Der Vorstoss wurde jedoch nie behandelt.

Rechnungen können nicht bezahlt werden

A man pays his bills via Postfinance's online portal in his flat in Winterthur in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on February 5, 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella) 

Ein Mann bezahlt ueber das Online-Portal der Postfinance seine Rechnungen in seiner Wohnung in Winterthur im Kanton Zuerich, aufgenommen am 5. Februar 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Was ist das Problem?

Das unschöne Wort «Liquiditätsengpass» ist wohl das offensichtlichste Problem der Coronavirus-Krise, mit dem die Wirtschaft nun zu kämpfen hat. Wenn die Produktion stillsteht und Kundinnen nicht bedient werden können, dann fliesst kein Geld in die Firmenkasse.

Die Konsequenzen können bitter sein: Werden Mieten nicht gezahlt, kann das Geschäftslokal gekündigt werden. Kriegt der Lieferant sein Geld nicht, dann kann der seine Rechnungen nicht bezahlen. Ein riesiger Rattenschwanz an Liquiditätsproblemen droht.

Welche Lösungen werden vorgeschlagen?

Kommt eine Firma in einen finanziellen Engpass, dann kann sie heute bereits bei ihrer Geschäftsbank einen Kredit beantragen. Damit die Bank auch die Sicherheit hat, das Geld je wieder zurückzubekommen, braucht sie Garantien.

Gefordert wird, dass der Bund solche Garantien ausspricht und für die Kredite bürgt. Diese Massnahme wünschen sich etwa die FDP, GLP und SP.

Der Kanton Basel-Stadt hat eine solche kantonale Staatsbürgschaft bereits angekündigt: «Es ist vorgesehen, dass der Kanton für die durch die Banken gewährten Kredite eine Bürgschaft übernimmt.» Beschlossen werden muss sowas jedoch durch das Parlament.

Jacqueline Badran, Nationalraetion SP-ZH, gibt ein Interview beim Treffpunkt des Komitees

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran führt selbst ein Unternehmen. Bild: KEYSTONE/archivbild

Eine weitere Massnahme, die sofort Druck von den Firmenkassen nehmen könnte, betrifft die Mieten. Unternehmen, die heute wegen den Coronavirus-Schliessungen ihre Geschäftslokale gar nicht nutzen können, sollen die Mieten auch nicht zahlen müssen oder eine Mietzinsreduktion erhalten, fordert SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.

«Die Immobilieneigentümer konnten mit teilweise horrenden Mieten für Geschäfts- und Gastrolokale schöne Gewinne machen, als es der Wirtschaft gut ging.»

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran

Die Sozialdemokratin, die selbst ein Unternehmen führt, begründet: «Die Immobilieneigentümer konnten mit teilweise horrenden Mieten für Geschäfts- und Gastrolokale schöne Gewinne machen, als es der Wirtschaft gut ging. Jetzt sollten auch sie sich solidarisch zeigen und Verantwortung übernehmen.»

Die Grünen wollen das Problem von Mieterinnen und Mietern mit einer vorübergehenden Ausweitung des Kündigungschutzes lösen. «Verzögerte Zahlungen dürfen nicht zu Kündigungen führen, weder in Geschäfts- noch in Wohnliegenschaften», heisst es in einer Mitteilung.

Steuern sollen warten

Eine Frau fuellt die Steuererklaerung des Kantons St. Gallen aus, am Mittwoch, 24. Februar 2010 in St. Gallen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Was ist das Problem?

Die Steuern sind nicht nur für Bürgerinnen und Bürger ein grosser Brocken im Budget. Auch Firmen müssen irgendwann den Einzahlungsschein des Steueramts bezahlen. Werden diese nicht beglichen, drohen Strafzinsen oder Mahngebühren. Bei Unternehmen kommen zudem die Mehrwertsteuerrechnungen hinzu.

Was wird gefordert?

Im Papier der GLP steht: Bund, Kantone und Gemeinden sollen warten. Firmen sollen auf unbürokratische Weise einen Zahlungsaufschub von mindestens einem Jahr beantragen können, ohne die Strafzinsen oder Mahngebühren bezahlen zu müssen. Dasselbe soll auch für Einzelunternehmerinnen gelten, die heute ihre Geschäfte als natürliche Person versteuern.

«Wer einen Aufschub braucht, soll ihn auch unbürokratisch erhalten.»

GLP-Chef Jürg Grossen

GLP-Chef Jürg Grossen argumentiert, dass das Geld sowieso an den Staat gehe und die Steuerämter hier einfacher und individuell Hilfe bieten könnten. «Wer die Steuerrechnung heute schon bezahlen kann, soll das tun. Wer aber einen Aufschub braucht, soll ihn auch unbürokratisch erhalten», sagt Grossen.

Staatskasse: Haben wir überhaupt Geld für das alles?

Bundesrat Ueli Maurer spricht zur Kleinen Kammer an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 3. Maerz 2020 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bundesrat Ueli Maurer ist als Schweizer Säckelmeister in der Coronavirus-Krise gefordert. Bild: KEYSTONE

Was ist das Problem?

Alle Massnahmen, die aus Sicht der Politik der Wirtschaft helfen könnten, kosten auf irgendeine Art und Weise Geld. Der Bundesrat hat in einer ersten Massnahme bereits zehn Milliarden Soforthilfen gesprochen.

Zwei Ökonomen der ETH Zürich bestreiten, dass das genug ist. «Die Funktionsfähigkeit des gesamten Wirtschaftssystems ist gefährdet», schreiben Jan-Egbert Sturm, Direktor des KOF-Instituts, und Hans Gersbach, Professor für Makroökonomie an der ETH Zürich, in einer gemeinsamen Stellungnahme vom Mittwoch.

Wie viel Geld braucht es?

Die beiden Ökonomen fordern den Aufbau eines Fonds in der Höhe von 100 Milliarden Franken. Das Geld soll dort helfen, wo die bisherigen Massnahmen des Bundesrates nicht hinkommen: «Mit dem Fonds soll wegbrechende Wertschöpfung zu einem beträchtlichen Teil ersetzt werden. Die gewährten Wertschöpfungskompensationen sichern die Liquidität der Firmen und erhalten die Arbeitsplätze.»

In ihrem Schreiben räumen die ETH-Forscher ein, dass ein solcher Fonds «enorme Mobilisierung von Staatsmitteln notwendig» macht. Ausserdem müsste die Schuldenbremse ausgesetzt werden. Die Schweiz könne sich das jedoch leisten, falls das Land nach der Pandemie wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt.

Die Zusammenstellung der Forderungen wurde nachträglich durch weitere Parteien bzw. Politikerinnen und Politiker ergänzt.

Diese Promis, Sportler und Politiker haben das Coronavirus

Das ÖV-Angebot wird reduziert

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • constructor 20.03.2020 11:08
    Highlight Highlight Sorry, aber in dieser Notsituation, Suisse first. Vor allem den kleinen KMU's und denjenigen Menschen die ganz alleine dastehen und eine Firma selbstständig führen, denen sollte bitte auch geholfen und Rechnung getragen werden. Einer für alle, alle für einen.
  • Noblesse 20.03.2020 10:54
    Highlight Highlight Covid 19 ist Tempo! Mit gleichem Tempo den Selbständigen helfen bitte! Im Gegensatz dazu muss das gleiche Tempo raus im Sozialen. Um Leben zu retten!
  • derlange 20.03.2020 10:33
    Highlight Highlight Danke gibt es die Schweizer Landwirtschaft! Danke dafür das wir nicht total vom Ausland abhängig sind.
    DANKE AN ALLE SCHWEIZER BÄUERINNEN UND BAUERN!

    Bitte habt Verständnis für Landwirtschaft - die es in diesen Tagen besonders streng hat.
    • Astrogator 20.03.2020 10:45
      Highlight Highlight „ Bitte habt Verständnis für Landwirtschaft - die es in diesen Tagen besonders streng hat.“
      Echt jetzt?
    • who cares? 20.03.2020 12:04
      Highlight Highlight Wir bezahlen ja auch genug dafür.
  • Astrogator 20.03.2020 09:56
    Highlight Highlight 100 Milliarden klingen erstmal nach viel Geld, wenn man aber bedenkt, dass man alleine 60 Milliarden für die Banken in die Hand genommen hat um sie vor den Konsequenzen ihrer illegalen Machenschaften zu retten relativiert sich diese Zahl wieder.

    Die Banken galten als Systemrelevant, die KMU sind das System.
  • Eiswalzer 20.03.2020 09:49
    Highlight Highlight Auch wenn viele hier (unbegrenzt) wochen- wenn nicht monatelange Ausgangssperren fordern etc.: Ihr müsst sehen, dass die Wirtschaft WIR sind! Wir sprechen hier nicht von überbezahlten Managern, Abzockern, gierigen Unternehmen etc. Sondern davon, dass wir die Wirtschaft nicht monatelang runterfahren können. Sonst werden die Folgen katastrophaler als wir es uns vorstellen können. Die jetzigen Massnahmen wie Lockdown verlangsamen die Ausbreitung, der Virus wird bleiben! Spätestens in 4-6 Wochen werden wir unser Leben hochfahren MÜSSEN. Es gilt, uns alle zu schützen. Ich vertraue auf unseren BR.
  • BratmirnenStorch 20.03.2020 09:45
    Highlight Highlight Besondere Beachtung verdienen Kleinstfirmen wie Cafés, Blumenläden, Nagelstudios, Physiotherapeuten, etc. Denen bricht der gesamte Umsatz weg, weil sie schliessen müssen und die Miete muss trotzdem bezahlt werden.
  • Badummtsss 20.03.2020 09:32
    Highlight Highlight Es erstaunt mich wie viele „Experten“ plötzlich aus dem Boden schiessen und alles besser wissen wie der Bund.
    • Astrogator 20.03.2020 10:51
      Highlight Highlight Es ist nicht schwer es besser zu wissen als der Bund, wer nichts macht und von den Kantonen vor sich hergetrieben wird wirkt nun mal nicht kompetent.
      Da haben wir einen Mann an der Spitze des BAG der das Land auf eine Epidemie vorbereiten soll und wenn dann eine da ist haben wir kein funktionierendes Meldesystem für Fälle, für die Belegung von Spitalbetten, keine Übersicht über vorhandenes Schutzmaterial etc...

      Da ist es durchaus glaubwürdiger das grosse Teile der Bevölkerung kompetenter sind als Koch und seine kleine lustige Spasstruppe.
  • MetalUpYour 20.03.2020 09:25
    Highlight Highlight Ich bin ja auch für sofortige und unkomplizierte Hilfsmassnahmen, aber irgendwie erstaunt es mich auch, dass so viele Unternehmer, in den vergangenen stark florierenden Jahren, keinerlei Reserven gebildet haben, um ihr Geschäft für ein bis zwei Monate über Wasser halten zu können.
    • Eiswalzer 20.03.2020 09:44
      Highlight Highlight Ich glaube, du und viele andere Leute unterschätzen die Wucht dieser Massnahmen. Wir sprechen hier davon, dass viele Unternehmen bis zu mehrere Monate KEINE Einnahmen haben, Kosten aber schon. Danach ist mit mehreren Monaten reduzierte Einnahmen zu rechnen. In vielen Branchen sind Versicherungen gegen eine Pandemie zudem utopisch teuer oder nicht abschliessbar. Es ist immer leicht zu sagen, man müsste Reserven haben...
    • Brummbaer76 20.03.2020 09:48
      Highlight Highlight Weil die meisten Kleinunternehmer sind. Wie Frisöre, Handwerksbetriebe etc. Die leben Quasi von der Hand in den Mund. Da reicht das Geld, für Miete, Löhne und Steuern. Da bleibt ende Monat nicht viel übrig. Wenn überhaupt.
    • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 20.03.2020 10:14
      Highlight Highlight Diese Frage könnte man auch den Angestellten stellen die aber alle ihren Lohn oder Kurzarbeitsgeld bekommen. Als Selbstständiger verdiene ich heute nur noch etwa zwei Drittel meines früheren Lohns.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alteresel 20.03.2020 09:00
    Highlight Highlight Unser Säckelmeister scheint in Selbstisolation zu sein, lange nichts mehr von ihm gehört.
  • Boki Peterson 20.03.2020 08:56
    Highlight Highlight zu diesem thema ha nun jede und jeder einen gescheiten beitrag. natürlich auch die politiker. diese machen jedoch aus jedem thema wahlkampf und zwar für sich selbst. alles egomanen!

    ich hoffe der BR entscheidet dies. von oben herab. selbständig. im sinne von allen. fair. ohne darauf bedacht zu sein, politischen profit draus zu schlagen.
  • matt21463 20.03.2020 08:38
    Highlight Highlight Genau das muss passieren. Zumindest scheint quer durch die Parteienlandschaft ein Konsens zu bestehen, jetzt dringend zu handeln. Hoffentlich macht auch das SECO jetzt zügig vorwärts und bietet schnelle, unbürokratische Hilfe. Vielen Einzelfirmen und Kleinstunternehmen steht das Wasser nämlich nicht mehr nur bis zum Hals, sondern inzwischen an den Nasenlöchern!
  • Ökonometriker 20.03.2020 08:38
    Highlight Highlight Die Mieten pauschal aufzuheben ist gefährlich. Die Immobilienrigentümer sind oft auch bei den Banken verschuldet (Hypothek). Sollten jetzt die erwarteten Gewinne der Immobilien sinken, sinkt deren Wert und die Bonität der Besitzer. Die Banken müssten dann Nachschüsse fordern. Es könnte daher zu einer Kettenreaktion und einer üblen Immokrise kommen.

    Besser wäre es, wenn der Staat die KMU unterstützt, die Mieten bezahlt würden und Immogewinne dafür stärker besteuert würden.
  • mc_diver 20.03.2020 08:16
    Highlight Highlight Die kollektive Verantwortung, um die aktuelle Krise zu überstehen ist dürftig. Viele Personen halten sich im Freien auf, um die "Ferien" zu geniessen. Der Umweltschutz wird nach dieser Pandemie wieder zum Thema werden. Mich beschleicht die Angst, dass sich das kollektive Verantwortungsgefühl diesbezüglich, zumindest in gewissen Gruppen, nicht verändern wird. Durch die aktuellen Massnahmen wird eine "I don't care Haltung" einfach sehr sichtbar.
  • Ironiker 20.03.2020 08:12
    Highlight Highlight Die Kantone haben zum Teil ja auch schon Unterstützungsgelder versprochen. Ich befürchte, dass versucht wird, dieses Geld später über Gebühren und Steuern wieder hereinzuholen. Dabei wird bei den Ärmeren wohl wieder etwas gestrichen und beim Mittelstand die Abgaben erhöht.

    Dies in einer Zeit, in der die Wirtschaft und die Arbeitnehmer wohl noch die Nachwehen des Shutdown verspüren werden.

    Heute leiden wir gesundheitlich, morgen finanziell...
    • who cares? 20.03.2020 12:13
      Highlight Highlight Ja, wenn der Kanton Geld ausgibt, muss er es wieder irgendwo reinholen. In dieser Krise bluten wir alle.
  • THEOne 20.03.2020 08:08
    Highlight Highlight es ist schon fast spott und hohn, über die finanzierzung von soforthilfen zu lamentieren in einem der reichsten länder der welt .
    komisch, damals bei den banken wurde ein 100mia packet innerhalb weniger tage ohne wenn und aber beschlossen. jetzt wo es wirklich gebraucht wird und dem volk geholfen werden muss, palafern die herren und damen br seit wochen darüber.
    shame on you br
    • Tag ohne Sonne 20.03.2020 09:13
      Highlight Highlight @TheOne
      Jetzt sieht man ganz klar was Volk für die Volkspartei Bedeutet! Banken!
      Gebe es auch zu Schweizerische Banken Partei klingt für den normalo einfach nicht Sexy!
      Die FDP ist ja auch nicht gerade am überbieten der Hilfsideen oder bei der Umsetzung irgend einer Hilfe!
      Die SP die angeblich null Wirtschaftsverstand habe, versucht die zu Retten die ihr anbgeblich so egal sind. Und die die immer sagen wie wichtig die Bürger sind, schweigen Bedenklich laut!
  • äti 20.03.2020 08:06
    Highlight Highlight Was mir definitiv auffällt, ist, dass von den Herren Parmelin und Maurer kein Ton zu hören ist. Ich hoffe nicht, dass dies mit der Struktur der SVP zu tun hat und diese auf Befehle von Herrn Blocher warten. Ich probiere positiv zu denken.
    • who cares? 20.03.2020 12:15
      Highlight Highlight Ich bin ja mitte links, aber diese Aussage ist einfach BS. Der Bundesrat ist ein Gremium und vor allem in diesen Zeiten kann weder Parmelin noch Maurer einfach so alleine etwas entscheiden. Was Berset kommuniziert, hat nicht Berset angeordnet, sondern der Bundesrat als Ganzes.
  • mrmouse 20.03.2020 07:46
    Highlight Highlight Unterstützt die Wirtschaft. Zahlt bitte Eure Rechnungen von Handwerkern, KMU‘s & Co. vielleicht sofort und nicht erst knapp am Rande der Zahlungsfrist. Die Firmen haben es jetzt wirklich nötig - teilweise geht es ums Überleben. Danke!
    #helfen #COVID19 #CoronaInfoCH
  • Klammheimlich 20.03.2020 07:39
    Highlight Highlight Jetzt können die linken endlich ihren Sozialstaat umsetzen und die grosse Umverteilung startet.
    Was macht es für einen Sinn, Firmen zu retten die bereits ein paar Tage nach der grossen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten? Wie sollen Firmen die vorher schon keine Reserven bilden konnten, die Kredite nach der Krise zurück zahlen?
  • Spartan117CH 20.03.2020 07:31
    Highlight Highlight Nach dem man geholfen hat, wäre es wichtig dass man nach der Krise nicht in den gleichen Trott verfällt.
    Sondern sich umstellt auf eine nachhaltige Arbeit welche in Krisenzeiten auch funktioniert. Ich denke die Maslowsche Bedürfnispyramide hat seine Berechtigung.
    Benutzer Bild
  • elco 20.03.2020 07:08
    Highlight Highlight "Jede Person, welche ALV-Beiträge bezahlt, soll im Bedarfsfall auch Leistungen der Versicherung beziehen können."

    Wäre ja eigentlich das normalste und logischste auf der Welt!
  • Nicht wichtig 20.03.2020 07:06
    Highlight Highlight Ist eigentlich Parmelin am Reben schneiden und Maurer am Bschütten? Seit Montag habe ich von beiden nicht ein Ton gehört und keinen Buchstaben gelesen. Dabei wären ausgerechnet die zwei jetzt gefordert.
    • Mr.President 20.03.2020 10:31
      Highlight Highlight Die meisten Politiker sind über 60, also müssen sie als erste geschützt werden. Stellt euch vor es ist Ende der corona Zeit und alle Dinosaurier sind tot !
      Dann muss man jüngere rekrutieren, vor Pensionsalter!
  • Berner_in 20.03.2020 07:02
    Highlight Highlight All’ die KMU, Einzelunternehmer, Freischaffenden brauchen sofort und direkt wirksame finanzielle Soforthilfe, die ihren Namen verdient! Wer da jetzt bremst, handelt absolut verantwortungslos!
  • jonas guggenheim 20.03.2020 06:57
    Highlight Highlight ich vermute, wir brauchen wenn diese gesundheitskrise vorbei ist neue währungen. hoffentlich gehts in eine gute richtung. dass die mainstream ökonom*innen jetzt noch brauchbare ideen haben bezweifle ich.ihr disaster kapitalismus (nach naomi klein),lebte bisher davon in der beschleunigung der krise die schäden auf die allgemeinheit abzuwälzen,, während davor und danach die gewinne privatisiert wurden. in dieser krise halte ich das für unmöglich ohne das schlimmste befürchten zu müssen.
  • Alice36 20.03.2020 06:43
    Highlight Highlight Kann mich erinnern da war mal eine Bank in Schieflage damals wurden sofort 60 Mia. Fr. aufgeworfen um die, vom System verursachte, Chose zu retten. Heute geht es um viel mehr, das Land und sein Volk hat ein Problem und dies unverschuldet. Dies ist wohl auch systemrelevant. Ich verstehe deshalb nicht warum unsere Magistraten nicht in der Lage sind Nägel mit Köpfen zu machen und mal unbürokratisch die Probleme anzugehen. Das wird zurzeit auch vom Volk verlangt und es kooperiert, bis auf einige Hamster und Unbelehrbare, ziemlich gut. Also bitte...
  • banda69 20.03.2020 06:39
    Highlight Highlight Pragmatische und sinnvolle Vorschläge fürs Volk und KMUs von der SP und der GLP.

    Und wo sind die Ideen der selbst ernannten Wirtschafts- und Volkspartei☀️?
  • Timbooked2 20.03.2020 06:35
    Highlight Highlight Start-ups sind jetzt in echter Gefahr. Sämtliche Mitarbeiter einer Firma, die weniger als 2 Jahre existiert, sind von der Kurzarbeit ausgeschlossen. Das wird das ohnehin schon schwierige Start-up Umfeld i.d. Schweiz wohl tausende Arbeitsplätze und vielversprechende Geschäftsexistenzen kosten. Leider wurde dies in den bisherigen Forderungen der Parteien vergessen. Wir brauchen auch Start-up Vertreter im Parlament.
  • Glenn Quagmire 20.03.2020 06:10
    Highlight Highlight Schade, haben wir jetzt keinen fähigen Wirtschaftsminister
  • Töfflifahrer 20.03.2020 05:39
    Highlight Highlight Na ja in einer Ausserordentlichen Lage, muss auch die Schuldenbremse als ausserordentliches Mittel ausgesetzt werden können. In der Jetzigen Situation sollte der BR dies auch beschliessen können.
    Was wir jetzt nicht brauchen ist rumlavieren und rumlabern, jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden.
    Das propagiert doch die Mutterpartei der beiden direkt betroffenen Bis immer, also gebt endlich Gas!
    • BratmirnenStorch 20.03.2020 09:46
      Highlight Highlight Genau. Die Schweiz steht finanziell solide da und kann sich das leisten.
  • TheJuege 20.03.2020 05:37
    Highlight Highlight Wo isch dä Ueli?
    • Petar Marjanović 20.03.2020 08:49
      Highlight Highlight Bundesrat Ueli Maurer ist 69-jährig. Er hat Stellvertreter. Er wurde im Bundeshaus gesichtet.

Offen gesagt

«Lieber Herr Koch, schenken Sie uns reinen Wein ein ...»

Lieber Herr Koch

Ich bewundere Ihre Anpassungsleistung mit jedem Tag mehr. Ja, ich halte sie schon fast für unmenschlich.

Sie wissen, dass die beste Variante zur Eindämmung des Coronavirus in der Schweiz eine rigorose Ausgangssperre wäre. Oder besser: gewesen wäre.

Aber das dürfen Sie nicht sagen. Zu viel muss berücksichtigt werden, die Bevölkerung darf nicht verunsichert werden, die Wirtschaft muss sich erst organisieren und mit der Politik koordinieren können, ganz nach dem Motto: «Geld …

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