Schweiz
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Swiss pharmaceutical company Roche newly elected chairman Christoph Franz speaks to media after the annual general meeting in Basel March 4, 2014. Franz, the 53-year-old outgoing Lufthansa boss, promised to keep Roche on its current course after shareholders overwhelmingly elected him as new chairman of the Swiss drugmaker.

Kein Plan B: Roche-Präsident Christoph Franz wartet auf das Ergebnis der EU-Verhandlungen.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

EU-Verhandlungen zur Schutzklausel: Roche-Präsident warnt vor voreiligen Schlüssen

Der Präsident des Pharmakonzerns Roche, Christoph Franz, warnt vor Spekulationen über den Ausgang der Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU um die Personenfreizügigkeit. Eine Einigung sei wahrscheinlicher, wenn die Gespräche in Ruhe verlaufen können.



Es sei wohl allen bewusst, dass der Spielraum eng sei, sagte er in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». «Aber wir sollten in der Schweiz vorsichtig sein, diese Verhandlungen schon jetzt zu torpedieren.» Die Möglichkeit, zu einer Einigung zu kommen, sei grösser, wenn die Verhandlungen nicht in der Öffentlichkeit vorweggenommen und mit «tausend Wenn und Aber totgemacht» würden.

Als Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga vor Weihnachten in Brüssel mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zusammenkam, lehnte dieser eine einseitige Schutzklausel ab, mit der die Schweiz die Zuwanderung aus der EU beschränken könnte. Mit einer solchen Klausel will die Regierung die SVP-Zuwanderungsinitiative umsetzen.

Swiss President Simonetta Sommaruga and European Commission President Jean-Claude Juncker hold a joint news conference at the EU Commission headquarters in Brussels, Belgium, December 21, 2015. REUTERS/Francois Lenoir

Juncker und Sommaruga am 21. Dezember in Brüssel.
Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Darauf angesprochen, ob die Schweizer Wirtschaft einen «Plan B» habe, wenn es mit der diskutierten Schutzklausel nicht klappe, sagte Franz: «Es gibt keinen Plan B, weil wir noch gar nicht wissen, was der Plan A sein wird». Roche werde dann reagieren, wenn das Verhandlungsergebnis einmal bekannt sei.

Franz will Schweizer werden

Franz warnte auch davor, mit weiteren flankierenden Massnahmen in den Schweizer Arbeitsmarkt einzugreifen. «Die Schweiz ist eines der Länder, die über Jahrzehnte am konsequentesten aufgezeigt haben, dass ein liberalisierter Arbeitsmarkt mit niedriger Arbeitslosigkeit einhergehen kann.»

«Es gibt keinen Plan B, weil wir noch gar nicht wissen, was der Plan A sein wird.»

Franz zur diskutierten Schutzklausel

Ferner kündigte der Deutsche an, dass er Schweizer werden will. Die Wartefrist zur Einbürgerung dauere noch ein halbes Jahr. «Nächstes Jahr wird es also so weit sein», sagte Franz, der seit Jahren in Zürich wohnt. Vor seinem Roche-Engagement war Franz im Lufthansa-Konzern tätig, zuletzt als Konzernchef, 2004 bis 2009 aber auch als Chef der Fluggesellschaft Swiss. (dwi)

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