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Yaël Meier berät Schweizer Armee zu Gen Z – für 44'000 Franken

Yaël Meier (rechts) mit Verteidigungsministerin Viola Amherd.
Yaël Meier (rechts) mit Verteidigungsministerin Viola Amherd.Bild: linkedin

Yaël Meier berät Schweizer Armee zu Gen Z – für 44'000 Franken

Die Unternehmerin Yaël Meier hat mit ihrer Firma Zeam dem Schweizer Militär erklärt, wie die «Gen Z» so tickt. Diese Aktion hat 44'000 Franken gekostet – und wird mit Steuergeldern bezahlt.
22.05.2024, 19:0123.05.2024, 06:40
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Junge Schweizer um die 20 Jahre sind für den Militärdienst (oder den Zivildienst) verpflichtet – momentan also die «Gen Z». Um die aktuelle Zielgruppe besser zu verstehen, hat die Schweizer Armee Influencerin Yaël Meier mit ihrem Unternehmen beauftragt. Das berichtet das Magazin «K-Tipp».

Um eine «Aussensicht» zu erhalten, wie die Armee in einem Statement schreibt, hat Meiers Firma einen Fragebogen entwickelt. 881 junge VBS-Angestellte (VBS: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) sollten Fragen beantworten wie: «Hast du das Gefühl, dass du bereits aufgrund deines Alters nicht ernst genommen wurdest?»

Die Ergebnisse präsentierte Meier laut dem Magazin in zwei Reden vor dem Kaderpersonal, vier halbtägigen Kursen und fünf «qualitativen» Interviews. Über den Inhalt ist nichts bekannt – das sei laut der Firma Zeam Geschäftsgeheimnis.

All das hat Yaël Meier für das VBS durchgeführt.
All das hat Yaël Meier für das VBS durchgeführt.bild: linkedin

Für die Befragung, Experteninterviews und den Workshops wurden 44'000 Franken ausgegeben. Damit wurde das Budget voll «ausgeschöpft», teilte das VBS dem Magazin mit.

Die Journalistinnen und Journalisten von K-Tipp kritisieren die Marketing-Aktion: «Günstiger und aussagekräftiger wäre wohl gewesen, wenn die Armee mit der Generation Z dort geredet hätte, wo sie jedes Jahr Kontakt mit ihr hat – bei der Rekrutierung.»

Im Vergleich mit ihren Nachbarländern gibt die Schweiz pro Kopf deutlich mehr Geld für das Militär aus.

Das VBS verfügt darüber hinaus über den grössten Kommunikationsapparat aller Departemente. Das Departement besetzt 95 Vollzeitstellen und hatte im vergangenen Jahr ein Budget von 26,4 Millionen Franken.

(hkl)

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221 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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iudex
22.05.2024 19:35registriert April 2020
Der einzige Leistungsausweis dieses Unternehmens besteht darin, irgendwelche Boomer zu überzeugen, teure "Beratungen" zu kaufen Diese Frau hat übrigens weder eine Ausbildung (!) noch Lebenserfahrung, völlige Geldverschwendung.
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Bort?
22.05.2024 19:12registriert Dezember 2018
Regel #1
Budget IMMER ausschöpfen, sonst schrumpft es plötzlich...galt/gilt für Kosten, Munition, Treibstoff usw 😁😁😁
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Freidenker56
22.05.2024 19:11registriert Juli 2023
Oha! Es wird kompliziert. Wieso fragte Frau Amherd nicht mich? Ich würde es fürs halbe Geld machen
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