Schweiz
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Ausgaben für Sozialhilfe mehr oder weniger konstant



THEMENBILD ZU KENNZAHLEN SOZIALHILFE IN SCHWEIZER STAEDTEN --- A woman stands at a counter in the counter hall of the social center Albisriederhaus on Albisriederstrasse in Zurich, Switzerland, on March 31, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Für Sozialhilfe im weiteren Sinn haben Bund, Kantone und Gemeinden im Jahr 2018 rund 8.4 Milliarden Franken ausgegeben. Das sind 1.3 Prozent mehr als im Jahr davor. Zur Sozialhilfe im weiteren Sinn zählen die Sozialhilfe und weitere Sozialleistungen nach Bedarf.

In manchen Bereichen sanken die Ausgaben leicht, so im Asyl- und Flüchtlingsbereich. Von 2008 bis 2017 stiegen die Subventionen des Bundes für Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich kontinuierlich von 330 auf 988 Millionen Franken. 2018 gingen sie nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) erstmals zurück: auf 961.7 Millionen, was einem Minus von etwa zweieinhalb Prozent entspricht.

Leicht rückläufig war gemäss BFS auch die allgemeine Anzahl an Beziehenden bezogen auf die Wohnbevölkerung (Sozialhilfequote). Sozialhilfe im weiteren Sinn kassierten in den Rekordjahren 2014 bis 2016 um die 9.6 Prozent der Bevölkerung, in den beiden Jahren danach sank die Quote um 0.1 Prozentpunkt. Auch die Sozialhilfe im engeren Sinn (wirtschaftliche Sozialhilfe) sank in diesem Umfang und betraf 2018 noch 3.2 Prozent der Wohnbevölkerung.

Die Nettoausgaben für die wirtschaftliche Sozialhilfe blieben mit 2.8 Milliarden Franken annähernd auf dem Vorjahresniveau, der Anstieg betrug nominal lediglich 0.3 Prozent. Pro Einwohner wurden 2018 für Sozialhilfe im engeren Sinn 331 Franken fällig.

Deutliche Unterschiede in den Kantonen

Die Belastung unterschied sich aber je nach Kanton erheblich: Pro Genfer Einwohner kostete die Sozialhilfe 650 Franken, in Basel-Stadt waren es sogar 736 Franken. Am wenigsten für Sozialhilfe aufwenden mussten Bewohner von Appenzell Innerrhoden, die mit 46 Franken pro Person davonkamen. Wenig Unterstützung für notleidende Mitbürger mussten auch Bewohner der Urkantone Nidwalden (59 Franken), Obwalden (66) und Uri (88) abführen.

Die Leistungen verteilten sich folgendermassen: Ergänzungsleistungen frassen 46.2 Prozent des Sozialhilfe-Budgets, wirtschaftliche Sozialhilfe 34 Prozent, Familienbeihilfen knapp 11 Prozent, Alimentenbevorschussung 5 und Wohnbeihilfen 3.4 Prozent. Arbeitslosenhilfe machte nur ein halbes Prozent des Sozialhilfe-Budgets aus, AHV/IV 0.2 Prozent. Die grösste absolute Zunahme an Sozialleistungen verzeichneten 2018 mit 105 Millionen Franken die Ergänzungsleistungen, was einem Plus von 2.1 Prozent entspricht.

Die durchschnittlichen jährlichen Nettoleistungen pro Empfängerin und Empfänger von wirtschaftlicher Sozialhilfe beliefen sich auf 10'379 Franken, 2.4 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch hier gab es kantonale Unterschiede, wenn auch nicht allzu grosse: Am höchsten waren die empfangenen Leistungen pro Person in Basel-Stadt, Waadt, Zürich, Bern und Solothurn, wo Bezüger mit 11'421 bis 11'881 Franken im Jahr rechnen durften. Mit Abstand am wenigsten gab es in Appenzell Innerrhoden, wo im Schnitt 4648 Franken bezahlt wurden. Dahinter folgten Freiburg und Obwalden mit etwas über 6000 Franken. (aeg/sda)

Der Kanton will mit Sprachkursen bei der Sozialhilfe sparen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 12.02.2020 06:07
    Highlight Highlight Über die Hälfte aller SozialhilfebezügerInnen sind AusländerInnen. Die Sozialausgaben überfordern die Gemeinden zunehmend.
  • Lilamanta 11.02.2020 13:37
    Highlight Highlight Es ist erbärmlich. Sozialhilfe beziehende Personen kosten mich im Jahr weniger als die Serafe-Gebühr (CHF 331 zu 350). Ein Sozialhilfebezüger erhält im Schnitt Zehntausend Franken pro Jahr. Und wir bashen die Armen, wollen kürzen, nennen sie Schmarotzer, hacken auf ihnen rum, stigmatisieren sie, lassen sie überwachen, gängeln sie... Wie absurd ist das eigentlich?
  • Domino 11.02.2020 13:34
    Highlight Highlight Bezieht sich das auf alle Kosten, oder nur das was ausbezahlt wurde? Also sind zusätzliche Behördenstellen, Mietwohnungen, Betreuer und Therapeuten miteingerechnet?
    • Lilamanta 11.02.2020 16:33
      Highlight Highlight Domino: wie beim Steueramt auch nicht die Kosten von Steuerkommissären und deren Büros mit den Steuereinnahmen verrechnet werden, sind natürlich die Verwaltungskosten bei der Sozialhilfe nicht eingerechnet. Wohnkosten sind in dem Betrag drin, ebenfalls Selbstbehalte und Franchisen für Therapeuten.
  • beaetel 11.02.2020 12:38
    Highlight Highlight Komischer Bericht. Plötzlich taucht die EL (Ergänzungsleistungen) unter Sozialhilfe auf. Wenn dem so wäre, müsste man die AHV/Pensionskasse ebenfalls zur Sozialhilfe rechnen. Und welche Zahl gilt jetzt. 9,6% der Bevölkerung Sozialhilfe oder 3,2 % der Wohnbevölkerung Sozialhilfe „im engeren Sinne“? Ich weiss. Statistik ist eine schwere Sache, insbesondere in der föderalistischen Schweiz, wo meistens drei bis vier Instanzen an Kosten beteiligt sind, diese dann auch noch Umsatz nennen. Ein verwirrendes System welches scheinbar dazu da ist, dem Steuerzahler keine Angriffsfläche zu bieten.
    • Lilamanta 11.02.2020 13:33
      Highlight Highlight Das hat das Bundesamt für Statistik so zusammengefasst. Sozialhilfe im engeren Sinn ist das, was wir für gewöhnlich als Sozialhilfe bezeichnen.
    • Fairness 11.02.2020 14:20
      Highlight Highlight Die EL hat nur einen „beschöningten“ Namen.
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 11.02.2020 17:10
      Highlight Highlight Die EL war als Provisorium gedacht und gibt es nur, weil die AHV nicht zum Leben reicht, wie das die BV eigentlich verlangt.
  • Tinel 11.02.2020 12:22
    Highlight Highlight Simunetta Somaruga ist die beste Bundesrätin !

    Von 2008 bis 2017 stiegen die Subventionen des Bundes für Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich kontinuierlich von 330 auf 988 Millionen Franken.

    Verdreifacht!
    • ingmarbergman 11.02.2020 13:46
      Highlight Highlight Das Budget des Bundes wird vom Parlament bestimmt und nicht vom Bundesrat. Bedank dich also bei den Bürgerlichen die dort seit 1848 die Mehrheit haben.

      Du bist also entweder ein Troll oder du hast so wenig Ahnung von unserer Demokratie, dass du den Schweizer Pass abgeben müsstest.
    • Die Erleuchtung 11.02.2020 16:31
      Highlight Highlight @ingmarbergman: Wenn Sie gerne Oberlehrer spielen müssten Sie es schon korrekt wiedergeben. Das Parlament beschliesst das Budget auf Antrag der Regierung. Das heisst der Bundesrat sagt wie viel er für jeden Posten benötigt, das Parlament beschliesst dann hier etwas mehr oder da etwas weniger auszugeben. Es kann dabei aber nicht die Realität missachten. Gerade bei den Sozialausgaben besteht aufgrund der gesetzlichen Grundlagen kaum Spielraum im Budget. Sie sind mehr oder wenig das Resultat gegebener Parameter, auf diese könnte der BR einwirken, das Parlament nur auf die gesetzliche Grundlage.
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 11.02.2020 17:12
      Highlight Highlight Die Kosten im Asyl- und Flüchtlingsbereich steigen mit der Anzahl der Flüchtlinge, die Asyl erhalten oder aus anderen Gründen nicht abgewiesen werden können.
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