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Schweiz
Wissen

Weniger Alkohol, mehr Wutausbrüche – wie Junge die Corona-Zeit meistern

Die Leiden der Jungen unter Corona – 5 Dinge, die du wissen musst

03.05.2021, 12:0803.05.2021, 13:26
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Die Jugendlichen leiden unter Corona. Bild: keystone

Mehr Internet, weniger Alkohol, mehr Wutausbrüche und Trotzreaktionen: Der teilweise Lockdown im Frühjahr 2020 hinterliess Spuren bei jungen Erwachsenen und Kindern. Das untermauert eine Studie von Zürcher und Lausanner Forschenden im «International Journal of Environmental Research and Public Health».

Die Corona-Pandemie macht Kindern und Jugendlichen besonders zu schaffen, das zeigen bereits verschiedene Studien.

Was junge TikTok-Stars zur Pandemie zu sagen haben

Video: watson/lea bloch

Ein Team der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK), der Uni Zürich und dem Institut et Haute École de la Santé La Source in Lausanne beurteilten nun in einer neuen repräsentativen Studie die Symptome von verschiedenen psychischen Problemen, die Internetnutzung und den wahrgenommenen Stress während des teilweisen Lockdowns im Frühjahr 2020. Dafür schlossen sie fast 3000 junge Menschen aus allen der Schweizer Landesteilen mit ein, wie die Uni Zürich am Montag mitteilte.

1627 davon waren junge Erwachsenen im Alter von 19 bis 24 Jahren, 1146 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren und deren Eltern.

Depression und Angst

Depression Corona Schweiz
Bild: Shutterstock

Demnach berichtete mehr als die Hälfte (54 Prozent) der weiblichen und 38 Prozent der männlichen jungen Erwachsenen über leichte bis schwere depressive Symptome. Ebenfalls erlebten 47 Prozent der jungen Frauen und 33 Prozent der jungen Männer leichte bis schwere Angstzustände.

Weniger riskanter Alkoholkonsum

In der Corona-Krise dürfte kurzfristig das Rauschtrinken bei jungen Männern zurückgehen. Ein Anstieg ist allerdings bei Personen zu erwarten, die am stärksten einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.(S ...
Bild: AP

«Insgesamt sind diese Ergebnisse recht ähnlich wie diejenigen einer früheren repräsentativen Befragung, die bereits zwei Jahre zuvor durchgeführt wurde», liess sich Meichun Mohler-Kuo, Professorin an der PUK und La Source, zitieren. Bemerkenswert sei, dass der monatliche riskante Alkoholkonsum während des Lockdowns insgesamt von 34 auf 21 Prozent zurückgegangen sei.

ADHS-Symptome bei einem Fünftel der Kinder

Bei den Kindern wiesen mehr als 20 Prozent ADHS-Symptome auf.

Trotzreaktionen und Wutausbrüche

Kid Kind angry wütend wuetend Shutterstock Child

18 Prozent der Mädchen und 11 Prozent der Jungen zeigten Trotzreaktionen und Wutausbrüche. Angstsymptome wiesen 14 Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen auf, Anzeichen von Depression hatten 10 respektive 5 Prozent.

Altersabhängige Auswirkungen

In einer kürzlich erschienenen Studie im Fachmagazin «European Journal of Psychotraumatology» berichteten Forschenden des Universitäts-Kinderspital Zürich und der Universität Bern ebenfalls vom Verhalten von Kinder und Jugendlichen während der ersten Welle. Sie befragten fast 6000 Kinder und deren Eltern sowie Jugendliche aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Österreich.

Dabei legten die Forschenden verschiedene Altersunterschiede offen: Kinder im Vorschulalter zeigten vor allem mehr trotziges und aggressives Verhalten. Jugendliche zwischen 11 bis 19 Jahren litten hingegen mehr unter Ängsten und Depressionen. (aeg/sda)

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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quelle: keystone
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Video: watson

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81 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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c_meier
03.05.2021 12:49registriert März 2015
«Insgesamt sind diese Ergebnisse recht ähnlich wie diejenigen einer früheren repräsentativen Befragung, die bereits zwei Jahre zuvor durchgeführt wurde»

Also sind die Leiden eben NICHT nur auf Corona zurückzuführen, sondern könnte der Allgemeine Druck sein bei Lehrstellensuche , Familie usw.
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AllknowingP
03.05.2021 12:29registriert August 2015
Also zusammengefasst: Weniger besoffen dafür depressiv, bizli hässig, ziemlich trotzig aber eigentlich ängstlich.
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Garp
03.05.2021 12:38registriert August 2018
Ich erfahre nichts über die Gründe, häusliche Situation, soziale Situation usw. Sehr mager die Studie oder der Artikel.
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