Schweiz
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2019 waren in der Schweiz aussergewöhnlich viele Erdbeben zu spüren



2019 ist in der Schweiz in Sachen Erdbeben ein aussergewöhnliches Jahr gewesen. Die Zahl der spürbaren Beben in der Schweiz und im grenznahen Ausland war nach Angaben des Erdbebendienstes und der ETH Zürich vom Dienstag doppelt so hoch wie im langjährigen Mittel.

Erdbeben und der Seismograph Symbolbild

Insgesamt wurde in der Schweiz 1670 Erdbeben aufgezeichnet. Bild: shutterstock.com

Zu gegen 50 der insgesamt 1670 aufgezeichneten Erdstösse gingen fünf oder mehr Verspürtmeldungen ein, wie der Schweizerische Erdbebendienst (SED) und die ETH meldeten. Die Mehrheit der Beben steht in einem Zusammenhang mit fünf aktiven Erdbeben-Sequenzen. Die Zahl von 1670 registrierten Erdstösse stellt einen Rekord dar.

Eine dieser Sequenzen oder Erdbebenschwärme lag im Wallis im Gebiet zwischen Anzère und dem Sanetschpass. Ebenfalls zu solchen Sequenzen kam es im Grenzgebiet zur Schweiz, nämlich bei Courmayeur auf der italienischen Seite des Mont-Blanc-Massivs, in Novel und Chamonix in Frankreich sowie in Konstanz in Süddeutschland.

Der Erdbebenschwarm im Wallis führte zu 16 spürbaren Beben, zu denen von Einwohnerinnen und Einwohnern zusammengezählt etwa 2000 Verspürtmeldungen beim Erdbebendienst eingingen. In der ersten Novemberhälfte ereigneten sich nördlich von Sitten, zwischen Anzère und dem Sanetschpass, insgesamt über 300 Erdbeben.

Die grössten dieser Beben erreichten eine Magnitude von 3.3. Erste Analysen deuten laut der Mitteilung darauf hin, dass bei dieser Sequenz mehrere Verwerfungen gleichzeitig aktiviert wurden, die sich gegenseitig beeinflussten.

Das stärkste Beben von 2019 hatte eine Magnitude von 4.2 und ereignete sich Ende Mai in der Nähe von Novel. 600 Verspürtmeldungen erhielt der Erdbebendienst zu diesem Stoss. Das zweitstärkste Beben mit einer Magnitude von 3.7 gehörte zum Schwarm von Konstanz. Grösster Schwarm mit 410 Erdstössen war jener von Courmayeur. (sda)

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