Schweiz
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Das Doerfchen Marmorera im Kanton Graubuenden am Julierpass, aufgenommen im Oktober 1950. Die Bauarbeiten am Staudamm haben bereits begonnen und das Dorf wird in wenigen Jahren im geplanten Stausee untergehen. (KEYSTONE/Photopress-Archiv/Jules Vogt)

The small village Marmorera near the Julierpass top of the pass in the canton of Grisons, Switzerland, pictured in October 1950. The construction works at the dam have already started and the village will be flooded by the water of the reservoir in a few years. (KEYSTONE/Photopress-Archiv/Jules Vogt)

Im Stausee versunken: Alt-Marmorera im Jahr 1950. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Evakuiert – 8 Schweizer Orte, die das Schicksal von Mitholz teilten



Mindestens zehn Jahre lang wird Mitholz im Berner Oberland ein «Geisterdorf» sein. Die Einwohner müssen ihre Häuser verlassen, damit das ehemalige Munitionsdepot in der Gemeinde geräumt werden kann. Wie Mitholz ist es auch anderen Dörfern und Weilern in der Schweiz ergangen – die meisten von ihnen mussten permanent einem Stausee weichen. Eine Übersicht.

Marmorera

Marmorera, Lai da Marmorera, Marmorera-Stausee

Neu-Marmorera hat weder eine Schule noch einen Laden. Bild: watson

Das Dorf im Bündner Oberhalbstein ist nicht mehr, was es einmal war. Die Ruinen von Kirche und Schulhaus, 29 Wohnhäusern und 52 Ställen des historischen Marmorera liegen seit 1954 unter den Fluten des Lai da Marmorera. Das Dorf wurde über dessen Ufer neu aufgebaut, aber es hat bedeutend weniger Einwohner als das alte Marmorera, das dem Energiehunger der Stadt Zürich zum Opfer fiel. Diese erhielt 1948 eine Konzession für einen Stausee. Dabei sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen, heisst es – die Haus- und Landbesitzer, die ihre Unterschrift unter die deutschsprachigen Verträge setzten, hätten nur Rätoromanisch und Italienisch gesprochen.

Bauarbeiten an der Staumauer des Marmorera-Stausees am Julierpass im Kanton Graubuenden, aufgenommen im Mai 1952. (KEYSTONE/Photopress-Archiv/Jules Vogt)

Bauarbeiten an der Staumauer des Marmorera-Stausees, 1952. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Sicher ist, dass die Umsiedlung der rund 100 Einwohner zu starken Verwerfungen in der Dorfgemeinschaft führte. Es kam zu Zwangsenteignungen, viele Einwohner zogen weit weg. Immerhin konnten die Dorfbewohner durchsetzen, dass auch ihr Friedhof nach Neu-Marmorera verlegt wurde – ursprünglich hätten die Toten unter einem Betondeckel auf dem Grund des Stausees bleiben sollen. Das Schicksal des Dorfes ist im Mystery-Thriller «Marmorera» (2007) thematisiert worden.

Innerthal

Innerthal im Kanton Schwyz
Von Lutz Fischer-Lamprecht - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2712219

Das moderne Innerthal am Wägitalersee. Bild: Wikimedia/Lutz Fischer-Lamprecht

Heute liegt das Dorf Innerthal am nordöstlichen Ufer des Wägitalersees. Dieser Stausee ist der Grund dafür, dass der 1397 erstmals erwähnte Ort nicht mehr an seiner ursprünglichen Stelle liegt – als von 1922 bis 1925 die 111 Meter hohe Talsperre errichtet wurde, musste Innerthal weichen. Dies traf das Dorf hart; die Einwohnerzahl sank von 369 um 1920 auf nur noch 223 zehn Jahre später. Die Kirche wurde gesprengt und am neuen Ort ein Neubau errichtet. Das Bade- und Kurhaus, das mitten auf dem Talgrund stand, fiel dem See dagegen endgültig zum Opfer. Der fischreiche Speichersee ist dafür Grundlage für Arbeitsplätze beim Kraftwerk Wägital und in der Fischerei.

istorisches Luftbild von Innerthal, Fluebrig von Walter Mittelholzer von 1923
https://de.wikipedia.org/wiki/Innerthal#/media/Datei:ETH-BIB-Innerthal,_Fluebrig-Inlandfl%C3%BCge-LBS_MH01-003488.tif

Luftbild von Walter Mittelholzer, 1923: Innerthal vor der Flutung. Bild: Wikimedia

Die Talsperre Schraeh des Waegitalersees im Kanton Schwyz, aufgenommen am 3. August 1974. (KEYSTONE/Str)

Die Talsperre Schraeh, die den Wägitalersee aufstaut. Bild: KEYSTONE

Göscheneralp

Fischer geniessen die tolle Abend- und Herbststimmung am Goeschenersee auf der Goescheneralp im Kanton Uri, am Dienstag, 29. September 2009. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Fisher enjoy a sunny day with mild temperatures at a lake on Goescheneralp in the central Swiss alps, Tuesday, September 29, 2009. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Tief unter den Wellen des Göscheneralpsees liegt die Siedlung Hinteralp. Bild: KEYSTONE

Des einen Freud, des andern Leid: Weil der geplante Stausee im Urserental wegen des Widerstands der lokalen Bevölkerung nicht erstellt werden konnte, wichen die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) auf die Göscheneralp aus, eine der höchstgelegenen Dauersiedlungen in der Schweiz. Die wenigen Bewohner der Alp nahmen das Angebot der Kraftwerksbetreiber vor allem deshalb an, weil sie durch den Lawinenwinter von 1951 in wirtschaftliche Nöte geraten waren. Nach der Fertigstellung des Staudamms im Jahr 1960 verschwand die Siedlung Hinteralp im Göscheneralpsee. Schulhaus, Kapelle, Hotel, Gasthaus, zehn Wohnhäuser und 28 Ställe waren zuvor abgerissen worden, das Schulhaus wurde in Göschenen wieder aufgebaut. 37 Einwohner mussten umsiedeln, die meisten zogen in den Weiler Gwüest um. Manche von ihnen hatten sich nur während des Winters und während der Heuet in Hinteralp aufgehalten und hatten bereits einen Wohnsitz in Gwüest.

Die Einweihung des Kraftwerks Goeschenen auf dem Staudamm bei der Goescheneralp im Kanton Uri mit der Einsegnung durch den Bischof von Chur, Johann Vonderach, aufgenommen am 3. September 1963. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Hans Krebs)

Einweihung des Kraftwerks auf dem Staudamm des Göscheneralpsees, 1963. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

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«Ein Dorf versinkt im Stausee (Göscheneralp).»
[Beim Abspielen vorzugsweise auf stumm stellen ...]
Video: YouTube/1940sand

Willerzell, Euthal, Gross und Steinbach

Schlittschuhlaeufer fahren am Dienstag, 16. Januar 2001, auf dem Sihlsee auf die Ortschaft Willerzell zu. Einige Wagemutige zog es bei strahlendem Sonnenschein auf die zugefrorene Flaeche. (KEYSTONE/Steffen Schmidt) === ELECTRONIC IMAGE ===

Willerzell war am stärksten von der Flutung des Talbodens betroffen. Bild: KEYSTONE

Nachdem die Gemeindeversammlung in Einsiedeln 1926 den Verträgen mit dem Etzelwerk zugestimmt hatte, begann 1932 der Bau einer Staumauer an der Sihl. Das Hochtal wurde 1937 geflutet; der Sihlsee – der flächenmässig grösste Schweizer Stausee – entstand. Entsprechend viele Bewohner der Weiler Willerzell, Euthal, Gross und Steinbach waren von dem Projekt betroffen: Rund 500 wohnten auf dem Gebiet, das überflutet wurde, und mussten umziehen; etwa 1300 andere – meist Bauern, die ihr Land verloren – wurden sonst in Mitleidenschaft gezogen.

Der Willerzeller Viadukt, Teil des Etzelwerks, das Strom fuer die SBB, Schweizerische Bundesbahnen, aus dem zukuenftigen Sihlsee gewinnen wird, aufgenommen um 1937. (KEYSTONE/Karl Saurer)

Der Willerzeller Viadukt wurde vor der Flutung erstellt. Bild: KEYSTONE

As stärksten betroffen war Willerzell, wo allein 25 Häuser und etwa 40 Ställe verschwanden. Insgesamt mussten dem neuen See 93 Wohnungen, 124 Scheunen, 179 Torfhütten und 14 weitere Gebäude wie Sägereien, Kapellen oder Brücken weichen. 55 Bauernhöfe versanken in den Fluten. 107 Familien mussten ihre angestammte Heimat verlassen. Einige von ihnen wanderten in die USA aus. Andere konnten in der Nähe bleiben: Im Rahmen eines Umsiedlungsprojekts entstanden 30 neue Bauernbetriebe und Wohnungen für 175 Personen.

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«Der Traum vom grossen blauen Wasser, Karl Saurer (1993), Ausschnitt 01: Ungewohnter Boden.» Video: YouTube/sgv

Zervreila

Die Baustelle der Staumauer der Zervreila Kraftwerke im Kanton Graubuenden, aufgenommen im August 1955. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Hermann Schmidli)

Bau der Staumauer, Aufnahme aus dem Jahr 1955. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Der Zervreilasee, ein Stausee in der Bündner Gemeinde Vals, hat seinen Namen vom Dörfchen Zervreila. Die ganzjährig bewohnte Maiensäss-Siedlung auf 1800 Meter Höhe liegt heute unter den Wassermassen des Speichersees, der 1957 entstand. Die Bewohner der Siedlung im Talkessel vor dem Zervreilahorn hatten sich gegen das Staudammprojekt gewehrt, wurden aber von den Valser Stimmberechtigten 1948 überstimmt. Sie verkauften ihr Land an die Kraftwerksgesellschaft.

Zervreila wurde nicht wieder aufgebaut. An das verschwundene Dörfchen erinnert immerhin noch das Restaurant Zervreila, das 1960 beim Staudamm gebaut wurde: Es entstand aus Holz, das von den Häusern der versunkenen Siedlung stammt. Die 151 Meter hohe Staumauer – vornehmlich deren Inneres – hat übrigens den Architekten Peter Zumthor beim Entwurf der Therme Vals inspiriert.

Vals-Zervreila, Dorfansicht über Valserrhein hinweg

Vals-Zervreila am Valserrhein (1911). Bild: Rudolf Zinggeler

Lac de la Gruyère

Die Baustelle der Staumauer von Rossens im Kanton Freiburg, aufgenommen im Maerz 1948. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)

Bau der Staumauer von Rossens, 1948. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

1948 wurde die Bogenstaumauer Rossens fertiggestellt, deren Bau 1944 begonnen hatte. In der Folge entstand der Greyerzersee (Lac de la Gruyère), der zweitgrösste künstliche See und mit 14 Kilometern der längste Speichersee der Schweiz. 15 Siedlungen mit insgesamt 64 Gebäuden versanken im Wasser, rund 150 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Der neue See überflutete auch die historische Brücke über die Saane aus dem Jahr 1544, den Pont du Thusy. Damit wurden Gemeinden auf beiden Seiten der Saane voneinander getrennt, was auch bestehende Beziehungen unter den Anwohnern erschwerte.

Der See war zu Beginn bei der Bevölkerung in der Region nicht sonderlich beliebt; es gab Legenden über Wasserwirbel, die Schwimmer auf den Grund des Sees gezogen hätten. Heute ist die Insel von Ogoz (Île d’Ogoz) mit zwei Burgruinen und einer Kapelle eine Touristenattraktion. Die Insel, einst eine Halbinsel im Flusslauf der Saane, entstand durch den Stausee. Bei niedrigem Wasserstand kann man sie wieder zu Fuss erreichen.

Des personnes marchent sur une bande de sable et de cailloux menant a l'ile d'Ogoz sur le lac de Gruyere ce dimanche 21 avril 2019 a Pont-en-Ogoz dans le canton de Fribourg. Quelques semaines par annee au printemps, l'ile d'Ogoz, sur le lac de la Gruyere est accessible a pied, quand le niveau du lac est suffisamment bas, c'est-a-dire en dessous de 668 metres. En ce moment, le niveau du lac baisse progressivement en prevision de la fonte des neiges des montagnes environnantes. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bei niedrigem Wasserstand wird die Insel von Ogoz wieder zur Halbinsel. Bild: KEYSTONE

Oberriet

Blick auf Oberriet im Sommer 2017
Von Salomon Landolt - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61289967

Vom ursprünglichen Ortsteil Oberriet stehen heute nur noch zwei Häuser. Bild: Wikimedia/Salomon Landolt

Oberriet ist ein Ortsteil der Gemeinde Eglisau im Kanton Zürich. Nachdem zwischen 1915 und 1920 das Kraftwerk in Rheinsfelden gebaut wurde, staute sich der Rhein und der Pegel stieg um rund acht Meter. Dies führte zu einer tiefgreifenden Veränderung des Ortsbildes: Neben 15 Häusern in der Rheingasse in Eglisau mussten 15 von 17 Häusern in Oberriet dem Wasser weichen; lediglich zwei höhergelegene Gebäude blieben stehen. Das gleiche Schicksal traf die gedeckte Holzbrücke, die 1919 durch die heutige Steinbrücke ersetzt wurde. Mehr als 80 Anwohner in Oberriet mussten umgesiedelt werden. Um eine Verbindung der verbliebenen zwei Gebäude mit dem Städtchen zu schaffen, legte man eine neue Strasse an.

Oberriet vor der Stauung des Rheins im Jahr 1916
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberriet_(Eglisau)#/media/Datei:Ortsmuseum_Eglisau_31b_Oberriedt_1916.jpeg

Oberriet 1916 vor der Stauung des Rheins. Bild: Wikimedia

Bondo

epa06162692 A general aerial view showing as mud rushes towards the village after another eruption, in Bondo, Graubuenden in South Switzerland, 25 August 2017. The village had been hit by a massive landslide on 23 August, causing the main road between Stampa and Castasegna to be disconnected. The village has been evacuated. Eight people have been reported missing.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Bondo am 10. September 2017. Bild: EPA/KEYSTONE

Das im unteren Bergell gelegene Bündner Dorf Bondo, das seit 2010 zur Gemeinde Bregaglia gehört, wurde am 23. August 2017 von einem Bergsturz getroffen. Mehrere Häuser im Dorf wurden zerstört, acht Wanderer kamen ums Leben. In den folgenden Tagen und Wochen ereigneten sich weitere Felsabbrüche und Murengänge, die zum Teil ebenfalls Schaden anrichteten. Insgesamt wurden im Tal 140 Bewohner evakuiert und konnten vorerst nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren.

Der Bergsturz bei Bondo GR

Auf den 14. Oktober wurde die Evakuierung für die am wenigsten gefährdete sogenannte «grüne Zone» in Bondo aufgehoben; 80 Einwohner konnten so nach knapp zwei Monaten in ihre Häuser zurückkehren. Für die gefährdeteren Zonen im Ort wurde die Evakuierung erst Mitte November aufgehoben. Von da an lebten die meisten Einwohner wieder im Dorf. 99 Gebäude wurden durch die Murgänge beschädigt, davon war rund ein Drittel nicht mehr zu retten. Die Schadensumme wurde auf über 40 Millionen Franken geschätzt. Für den Wiederaufbau kamen durch Spenden beinahe zehn Millionen Franken zusammen.

Neuer grosser Bergsturz bei Bondo

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Video: srf/SDA SRF

Versunkene Kirchen: 7 Türme, die der Flut trotzen

Schock für die Bewohner

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    Alle Leser-Kommentare
  • magnet1c 27.02.2020 12:46
    Highlight Highlight Die Geschichten und Mythen rund um diese Seen sind sehr spannend und offenbaren auch harte Schicksale. Vereinzelt existieren gute und aufschlussreiche Dokumentation über den Bau und die Umsiedlungen, zumindest solche über den Wägitalersey sowie den Sihlsee sind mir bekannt.
  • Therealmonti 27.02.2020 04:45
    Highlight Highlight Huber hat wieder einmal bewiesen, dass er nicht bloss ein begnadeter Quizzer ist.
  • -thomi- 27.02.2020 03:00
    Highlight Highlight Bis auf den Letzten Punkt sind die verschwundenen Ortschaften nun zu Stauseen geworden, die mit ein Grund sind, dass schweizer Energie in Zukunft auch ohne AKW auskommen kann. Gewiss nicht immer sauber vollzogen, aber leider heute mehr als notwendig. Sie dienen als Mahnmal dafür, dass wir Opfer fordern für unseren Energiehunger und es ist gut, wenn man gelegentlich auch an die menschliche Seite davon erinnert wird. Aber: Mit Mitholz hat das nichts zu tun. Mitholz ist letztlich Opfer eines Munitionsdepots, das im eigenen Land Schaden gestiftet hat. Gebracht hat es niemandem was...
  • _Qwertzuiop_ 26.02.2020 21:57
    Highlight Highlight Beim Tauchen im Marmorerastazsee gibt es noch einige Überrest der Strasse & einer alten Brücke, viele Baumwurzeln sieht man auch noch. Ziemlich interessant, macht mich aber etwas traurig. Keine so tolle Geschichte wie die Dorfbewohner übers Ohr gehauen wurden...
    • Der Typ 27.02.2020 13:02
      Highlight Highlight Das habe ich mich nun die ganze Zeit gefragt. Wie tief liegt das Dorf unter Wasser? Waren sie auch in anderen Stauseen? Ich finde dies extrem faszinierend, habe aber selber unendlich Angst zu tauchen.
    • _Qwertzuiop_ 27.02.2020 14:32
      Highlight Highlight Es kommt darauf an. Das Dorf selber liegt bei normalen Wasserverhältnissen zu tief & allgemein zu nahe an der Staumauer um es zu betauchen. Was man allerdings sehen kann sind viele Baumstümpfe,welche damals einfach abgesagt wurden & immer noch dort stehen, eine alte Strasse, Gullideckel & Überreste der alten Brücke (wurde mittlerweile glaube ich entfernt). Wenn Sie Tauchen Marmorerastausee googlen finden Sie einige gute Aufnahmen & wenn der See wenig Wasser hat kann man einiges davon auch auf einem Spaziergang sehen. Ist recht interessant. Vom Dorf selber sieht man meines Wissens aber nie was.
    • Der Typ 27.02.2020 15:13
      Highlight Highlight Wow! Vielen lieben Dank für die Infos. Mega interessant. Werde es sicher googeln, aber auch besuchen. Danke Dir!
  • Sherlock_Holmes 26.02.2020 21:18
    Highlight Highlight Danke für den nachdenklich stimmenden Bericht.

    Vielen dürfte das Schicksal der Dörfer, Weiler und ihren Bewohnern nicht mehr bewusst sein, welche dem Fortschritt – sprich Energiebedarf und Profit – weichen mussten.
    Es ist die Schattenseite der vertrauten Seen, welche heute nachhaltige, saubere Energie liefern.

    Beim Braunkohleabbau wurden bis heute ebenfalls grosse Gebiete vollkommen umgepflügt, für einen weit schädlicheren Energieträger.
    Ebenfalls enorm sind die Veränderungen durch die gigantische Drei-Schluchten-Talsperre.

    Die Folgen der ungebremsten Entwicklung werden jedoch noch grösser.
  • Glenn Quagmire 26.02.2020 21:15
    Highlight Highlight Wieso immer alles zerstören? hätte geniale Tauchgebiete ergeben, wenn ein paar Häuser noch stehen würden
    • _Qwertzuiop_ 26.02.2020 22:55
      Highlight Highlight Einsturzgefahr, umweltschädliche Stoffe, die Gefahr, dass Taucher eingeschlossen werden & um einen klarer Abschluss für die, welche wegziehen müssen zu gewährleisten. In Österreich & DE gibt es ein zwei Seen, in denen der Kirchturm noch steht:)
    • Paul55 27.02.2020 06:35
      Highlight Highlight Genau, dann findet ein Taucher nicht mehr aus einem der stehengelassenen Bauten raus, stirbt und seine Nachkommenschaft verklagt die Stauseeerbauer (am Besten natürlich die öffentliche Hand, weil dort ist der Batzen zu holen!).
  • pascii 26.02.2020 20:31
    Highlight Highlight Vergessen wir nicht die Menschen die vom hausgemachten Super GAU, dem Immobilien-Spekulieren, aus ihrem Umfeld vertrieben werden. Das ist jedes Jahr sicher eine Kleinstadt.
  • Neemoo 26.02.2020 20:13
    Highlight Highlight Danke für den super Bericht!
    Sehr interessant.
    Lungern (OW) habe ich vermisst, aber das ist auch das einzige :-)
  • EdnNunji 26.02.2020 20:12
    Highlight Highlight Da wäre auch noch der Lago di Vogorno im Tessin, bei dessen Bau ein Teil der Ortschaft Vogorno geflutet wurde.
  • tr3 26.02.2020 20:01
    Highlight Highlight Das alte Bad Bonn am bzw. jetzt eben im Schiffenensee wäre noch zu erwähnen.
    • Hernd Böcke 26.02.2020 20:43
      Highlight Highlight Oder wenn wir schon im Freiburgland* sind: Falli-Hölli.

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      *Ja, Freiburgland ist die korrekte Schreibweise. Auch wenn gefühlt 95% der schweizer Journalisten nur vom Fribourgerland sprechen / schreiben...
    • Glenn Quagmire 26.02.2020 21:16
      Highlight Highlight als La Poya Geschädigter hasse ich den Schiffenensee von ganzem Herzen! 😉🤣
    • Beatus48 26.02.2020 21:17
      Highlight Highlight Mit der Hängebrücke
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  • Magenta 26.02.2020 19:59
    Highlight Highlight Danke! Genau für solche Beiträge lese ich Watson.

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