Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Auf der Suche nach einem Job sind direkte Besuche auf Firmen-Homepages vielversprechender als Telefonanrufe.  bild: shutterstock

Warum tausende Jobs in der Schweiz nie auf einer Jobplattform auftauchen



Wer nach einer Stelle sucht, informiert sich zuerst mit grosser Sicherheit bei einer der grossen Jobplattformen. Für alle, die dort nie fündig geworden sind, kommt jetzt eine gute Nachricht: 

Es sind viel mehr Stellen offen, als es scheint. Denn zwei von drei offenen Stellen werden überhaupt nicht öffentlich vermarktet. Das geht aus einer Analyse der Firma Metapage AG aus Zürich hervor. Demnach sind 64 Prozent aller freien Stellen nicht auf Jobportalen zu finden, sondern werden nur direkt auf den Homepages der jeweiligen Arbeitgeber ausgeschrieben. 

Wo holst du dir Infos über offene Stellen?

Gemäss Kushtrim Arifi, Geschäftsführer von Markenjobs.ch, das von Metapage AG betrieben wird, hat dies folgende Gründe: Erstens seien Ausschreibungen auf den bekannten Jobportalen teuer und zweitens «verursachen regelmässige Ausschreibungen bei den Arbeitgebern viel Aufwand». Lidl und Aldi zum Beispiel, aber auch Denner, Novartis oder Ikea, stellen auf ihre eigene Homepage 90 Prozent mehr offene Stellen, als sie dies öffentlich tun.

Der Nationalrat möchte dem entgegenwirken. Er hat kürzlich beschlossen, dass Unternehmen verpflichtet werden können, die offenen Stellen den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu melden. 

ARCHIV - ZUM SOZIALBERICHT 2016 VOM SCHWEIZER KOMPETENZZENTRUM SOZIALWISSENSCHAFTEN, FORS, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - [Gestellte Szene] Die Webseite des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV ist im Vordergrund zu sehen, waehrend dem ein RAV-Mitarbeiter, rechts, ein Beratungsgespraech mit einer maennlichen Person, links, fuehrt, aufgenommen am 11. November 2014 im RAV Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ein RAV-Berater berät einen Stellensuchenden. Bild: KEYSTONE

Direkt auf die Firmen-Homepages gehen

Rekrutierungsexperte Pascal Paulus von der SV Schweiz zeigt auf, wie es bei vielen Firmen läuft: «Wir publizieren lediglich Kader- und Hauptsitzvakanzen auf Jobplattformen», sagt er. In Ausnahmefällen lasse er zudem auch eher schwer zu besetzende Stellen auf solchen ausschreiben. Dass er nicht alle 1200 freien Jobs pro Jahr auf Jobportalen vermarkte, liege schlicht und einfach an den hohen Kosten

Die Lehre aus dem Ganzen ist laut der Analyse, dass sich die Suche auf den bekannten Job-Portalen zwar weiterhin lohnt. Am meisten Chancen hat jedoch, wer sich dort zuerst informiert und dann direkt auf der Homepage der Firmen nach Jobs sucht. (feb) 

100 Schweizer Arbeitgeber befragt 

Bei der Studie hat Metapage AG 100 mittelgrosse und grosse Arbeitgeber berücksichtigt. Dabei hat die AG untersucht, wie viele Stellen die Arbeitgeber auf der in der Schweiz meistgenutzten und grössten Jobbörse publizieren und wie gross der Anteil der Stellen ist, die nie öffentlich vermarktet werden. Markenjobs.ch macht alle Stellen auf den Websites der Arbeitgeber für seine User sichtbar. Die Firma hat ihre Räumlichkeiten im selben Haus wie watson. 

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

286 neue Corona-Fälle

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

26
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RiffRaff 12.11.2016 20:11
    Highlight Highlight Ein noch nicht so bekanntes aber meiner Meinung nach gutes Jobportal ist 100000jobs.ch.
  • Wilhelm Dingo 12.11.2016 16:47
    Highlight Highlight Ich habe noch nie eine Stelle gefunden welche auf Stellenportalen ausgeschrieben war. Sehr effektiv sind engagierte direkte Bewerbungen, auch wenn offiziell keine Stelle offen ist.
  • MikeyMatthews 12.11.2016 14:12
    Highlight Highlight Als ich vor einem halben Jahr nach meinem Prakitkum auf Jobsuche war, half mir die erwähnte Plattform Markenjobs.ch tatsächlich. Ich finde sie eigentlich ziemlich übersichtlich.
  • Erasmus von Ottendamm 12.11.2016 13:00
    Highlight Highlight War 5 Monate arbeitslos und habe seit Anfang November wieder einen Job, dank Stellenportelen. Hoffe dieser Artikel hilft anderen Suchenden schneller wieder in die Arbeitswelt integriert zu werden!
  • Squ33zy 12.11.2016 12:37
    Highlight Highlight Die Stellensuche über Jobportale ist mir aber auch immer ein Graus: ständige Re-Posts der immer gleichen Stellen über Monate hinweg, ungenaue und blumige Beschreibungen von Stellen, bei denen man dann erst am Bewerbungsgespräch die volle Wahrheit erfährt und schwammige Klassifikationen, was extrem viel Scrollen bedeutet. Wünschte mir da eine gute, zentrale (eventuell kantonal organisierte?) Online-Plattform, anstatt dass man sich auf zig verschiedenen Seiten stundenlang durch Trash wühlen muss.
    • Hierundjetzt 12.11.2016 13:16
      Highlight Highlight ...Du kannst ja Deine Suche regional eingrenzen 😏
    • Kushtrim Arifi 12.11.2016 13:36
      Highlight Highlight Guten Tag Squ33zy

      Viele waren in einer ähnlichen Situation. Auch uns war die Unübersichtlichkeit ein Dorn im Auge, darum haben wir markenjobs.ch aufgebaut. Wir wollten die Suche nach Arbeitgebern vereinfachen und wollten gleichzeitig auch diejenigen Jobs ersichtlich machen, die nur auf den Firmenwebseiten ausgeschrieben werden.
      Vielleicht hilft ein Besuch auf Markenjobs.ch
    • ali_der_aal 12.11.2016 15:38
      Highlight Highlight Lass doch das mit der werbung in den komentaren
    Weitere Antworten anzeigen
  • Likos 12.11.2016 11:25
    Highlight Highlight "Der Nationalrat möchte dem entgegenwirken. Er hat kürzlich beschlossen, dass Unternehmen verpflichtet werden können, die offenen Stellen den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu melden."

    Bitte nicht, diese Bewerbungen (gut 90%) landen bei uns jetzt schon quasi ungesehen alle auf dem "Müll".
    • arpa 12.11.2016 13:12
      Highlight Highlight Woher wissen Sie dass 'diese' Bewerbungen von alv beziehenden kommt? Mind. den Lebenslauf muss man gesehen haben..oder was entgeht mir?
    • Hierundjetzt 12.11.2016 13:18
      Highlight Highlight Likos: fühlt man sich gut dabei? So voll mächtig (endlich!). Gehörst zu denen die immer alles besser wissen?

      Denkwürdige peinliche Aussage 😒
    • Likos 12.11.2016 14:29
      Highlight Highlight Ich arbeite nicht in der Personalabteilung, bekomme also nur Zeugs was mein Bereich betrifft zu sehen (neben anderen im Team).
      Auf eine Stelle kommen da nach 3-4 Wochen schnell hunderte Bewerbungen. 50% hat nichts mit dem Job zu tun. 30% wechseln alle paar Monate den Job und 10% hatten einfach Pech mit dem Leben und bräuchten m.M.n. andere Unterstützung als sinnloses Bewerben.
      Diese sinnlose Quantität hilft weder den Firmen noch den Bewerbern.

      Man will ja auf die Personen wo es halbwegs passt auch eingehen und mit ihnen reden. Das macht die Vorselektion aber halt auch kurz und schmerzlos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • metall 12.11.2016 10:48
    Highlight Highlight Wir schreiben unsere Stellen auch nur auf unsere Website aus. Ein Link auf Facebook, mit 100$ bewerben, das wars. Hat bis jetzt immer geklappt. Statt 2000.00 für eine Stellenanzeige. Diese garantiert einem auch keine besseren Bewebungen, wenn man bedenkt wie man online die Interessen einschränken kann.
  • Charlie Brown 12.11.2016 10:48
    Highlight Highlight Die konventionelle Jobplattform wird das gleiche Schiksal erleiden wie das Print-Stelleninserat.

    Konzepte wie yooture oder talentfly machen da den viel besseren job.
    • Milton Sama 12.11.2016 11:57
      Highlight Highlight danke, kannte beide nicht
  • Samurai Gra 12.11.2016 10:45
    Highlight Highlight Ich habe damals, als ich noch auf Stellensuche war (ist ein Jahr her) eine Kombination gemacht.
    Zeitungsinserate, Stellenportale, Firmensuche anhand der Telefonbücher (extrem Mühsam) und ich habe immer wenn ich zu Vorstellungsgesprächen Unterwegs war, immer wieder mal aus dem Zug geschaut und mir Firmennamen angesehen und bin anschliessend auf deren Website.
    Meine Stelle fand ich nur auf einer Website, die Stelleninserate aus Firmenwebsites absuchte und ausschrieb
  • mashed potatoes 12.11.2016 10:35
    Highlight Highlight Bei der Umfrage fehlte mir die Option "direkt au den Firmenhomepages".
    • Felix Burch 12.11.2016 10:38
      Highlight Highlight Hab den Punkt angefügt. Danke.
  • Thomas Bollinger (1) 12.11.2016 10:33
    Highlight Highlight Für Arbeitgeber ist es allerdings auch sehr mühsam, wenn sich vollkommen unqualifizierte Leute melden - oft nur deshalb, weil das RAV quantitative und nicht qualitative Ziele vorschreibt. Deshalb haben die Ausschreiber lieber 5 statt 500 Dossiers.
    • Zeit_Genosse 12.11.2016 10:53
      Highlight Highlight Die RAV verfügen vom seco geprüft über Wirkungsziele, die sich an qualitativer Beratung orientieren. Ich weiss nicht wie sie zu ihrer Behauptung kommen.
    • walsi 12.11.2016 11:38
      Highlight Highlight Wenn jemand arbeitslos ist, muss es das primäre Ziel sein so rasch wie möglich eine Stelle zu finden. Wer keine Bewerbungen schreibt kann keine Stelle finden. Wer nur eine Bewerbung schreibt hat nur eine Chance auf eine Stelle. Wer 20 Bewerbungen schreibt hat 20 Chancen. Es kann also nicht im Interesse des RAV (Der Beitragszahler) sein, dass jemand keine Bewerbung schreibt weil es diesen Monat keine passende Stelle für ihn hat.
    • Zeit_Genosse 12.11.2016 11:42
      Highlight Highlight Wenn ein Arbeitgeber mit den RAV in ZH zusammenarbeitet, kann er wählen, ob er 3,5, oder mehr Dossier erhält. Die RAV machen auch Vorselektionen. Es lohnt sich für Arbeitgeber sich mit den Kundenberatern der RAV dzu zu besprechen.
    Weitere Antworten anzeigen

Kommentar

Liebe Velofahrer, ihr seid leider die schlimmsten Verkehrsteilnehmer

Das Coronavirus hat dazu geführt, dass in der ganzen Schweiz mehr Leute mit dem Velo unterwegs sind. Das Geschäft boomt, auch mit den E-Bikes. Zusätzlich stimmt die Stadt Zürich am 27. September darüber ab, ob man sich verpflichten will, 50 Kilometer Veloschnellrouten einzurichten.

Das Velo – und besonders die Velofahrer – stehen damit wieder einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein guter Zeitpunkt, euch die Leviten zu lesen. Oder sollte ich sagen: uns? Denn bevor ihr mich in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel