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Kanton Bern gibt Wolf im Simmental zum Abschuss frei

Kanton Bern gibt Wolf im Simmental zum Abschuss frei

18.07.2023, 16:2618.07.2023, 16:26

Der Kanton Bern hat den Abschuss eines Wolfes im Simmental freigegeben. In der Gemeinde Boltigen wurden zwischen dem 18. Juni und dem 8. Juli 2023 13 Schafe gerissen und eines wurde verletzt.

Europäischer Grauwolf/Wildgrauer Wolf (Canis lupus), der im Grasland am Waldrand ruht
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Im Simmental darf ein Wolf erlegt werden (Symbolbild).Bild: Shutterstock

Mindestens sechs Tiere, die geschützt waren, sind innert vier Monaten gerissen worden, teilte die kantonale Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Dienstag mit. Damit sei die gesetzliche Vorgabe für den Abschuss eines Wolfs erfüllt.

Die gerissenen Tiere hätten zu einer Herde von 2200 Tieren gehört, die im Grenzgebiet der Kantone Bern und Freiburg gesömmert wird. Die Herde sei behirtet und von vier Herdenschutzhunden begleitet gewesen.

Der Abschuss eines Einzelwolfes unterliegt mehreren Auflagen. So sei der Perimeter auf das Sömmerungsgebiet Walop/Stierenbärgli (Gemeinde Boltigen) beschränkt. Dieser Perimeter wird laut Communiqué auf die gesamte Gemeinde Boltigen sowie Oberwil im Simmental und Därstetten erweitert, falls es innert der Abschussperiode zu einem weiteren Riss kommt.

Zudem dürfe der Wolf nur geschossen werden, wenn sich dort Schafe oder Ziegen aufhielten. Damit soll verhindert werden, dass ein falsches Individuum erlegt wird. Die regierungsrätliche Verfügung war bis am 17. September 2023 befristet. Berechtigte Verbände dürfen eine Beschwerde gegen die Verfügung einreichen. Die aufschiebende Wirkung würde der Beschwerde jedoch entzogen werden. (saw/sda)

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11 Kommentare
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«Die Schweiz könnte sehr viel zur Sicherheit des Westens beitragen»
Wie sollten die Europäer auf Trumps aggressive Politik reagieren? Brendan Simms empfiehlt ihnen, zusammenzurücken. Ausserdem erklärt der Historiker, warum die Gefahr auf dem Kontinent durch ein Ende des Ukraine-Kriegs sogar noch grösser werden könnte.
Herr Simms, sind Sie von Donald Trumps bisheriger zweiter Amtszeit überrascht? In der ersten rühmte er sich, keine Kriege begonnen zu haben; nun intervenierte er in Venezuela und drohte selbst NATO-Verbündeten mit Gewalt.
Brendan Simms: Ich bin überrascht und auch wieder nicht. Trump war nie ein Isolationist. In seiner ersten Amtszeit hat er oder zumindest seine Regierung Europas Position gegenüber Russland gestärkt, im Sinne einer verstärkten Abschreckung durch die NATO. Und er hat eine harte Linie gegenüber China verfolgt. Dieses unilaterale Element hat sich nun eher noch verstärkt, verbunden mit einem dominanten Bild von der Rolle Amerikas auf der Welt. Überrascht hat mich seine Politik hinsichtlich Grönlands und Kanadas. Dass er Grönland übernehmen wolle, sagte er zwar auch schon in seiner ersten Amtszeit, aber eine grosse Rolle spielte das Thema noch nicht. Wie er nun mit Kanada umgeht, hat wohl keiner vorhergesehen.
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