Schweiz
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Heftige Gewitter über der Schweiz ++ Schäden durch Sturm und Hagel ++ 40'000 Blitze



Gestern Dienstag kam es am Abend und in der Nacht zu teilweise starken Gewittern und Sturmböen. Neben Regenschauern und Wind, hagelte es stellenweise sogar. Es kam zu Schadensfällen.

Auch geblitzt hat es wieder heftig, wie diese Blitzkarte auf eine schöne Art und Weise zeigt:

Im Thurgau regnete es innerhalb von 24 Stunden mehr als einen halben Meter Wasser. Gezählt wurden ausserdem mehr als 40'000 Blitze.

So sah es gestern aus:

In der Nacht auf Dienstag kam es im nördlichen Mittelland und der Nordwestschweiz zu starken Gewittern. Rund 13'000 Blitze entluden sich innerhalb weniger Stunden. Aktuell zieht eine Gewitterfront über die Kantone Solothurn, Aargau und Zürich bis hin zum Bodensee.

Der Block 1 des AKW Beznau im Kanton Aargau ist in der Nacht auf Dienstag abgeschaltet worden. Der Grund für die Schnellabschaltung ist gemäss Energiekonzern Axpo eine Störung im Unterwerk.

Die Anlage sei in stabilem Zustand, teilte Axpo mit. Der Reaktor solle in Absprache mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) im Laufe des Dienstagvormittags wieder hochgefahren werden.

Um 1.34 Uhr war gemäss Axpo im Unterwerk Beznau eine 220 Kilovolt-Sammelschiene – wahrscheinlich in Folge eines Blitzschlags – ausgefallen. Damit war der Abtransport des im AKW produzierten Stroms teilweise nicht mehr gewährleistet.

Die Anlage reagierte gemäss Axpo auslegungsgemäss und die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Bevölkerung war jederzeit gewährleistet. Die Aufsichtsbehörde ENSI sowie weitere relevante Stellen wurden vorschriftsgemäss informiert.

Seit Mittag ist Block 1 des Kernkraftwerks wieder mit den Netz synchronisiert. Die Stromproduktion wurde wieder aufgenommen.

Abflüge wieder möglich

Am Morgen kam es am Flughafen Zürich zur Beeinträchtigung des Abflugverkehrs, da das Risiko eines Blitzeinschlages so hoch war. Die Mitarbeiter des Flughafens Zürich durften das Flughafenaussengelände nicht betreten. Betroffen waren jedoch nur die Abflüge – für diese benötigt es Bodenpersonal. Der Flugverkehr ist seit rund einer Stunde wieder uneingeschränkt möglich.

Überschwemmungen drohen

Der starke Regenfall könne lokal zu Überschwemmungen führen, warnt Stefan Scherrer von Meteonews gegenüber watson.

Am Nachmittag sollte sich die Lage wieder etwas beruhigen und abwechselnd bewölkt und sonnig sein – die Temperaturen dürften nach wie vor bei bis zu 28 Grad liegen.

Gegen Dienstagabend kommt die Gewitterfront zurück. Es ist mit sehr starken Windböen und möglicherweise sogar Hagel zu rechnen. Morgen Mittwoch wird es vor allem nass und ungemütlich. Durch die Gewitter kühlt es auf circa 24 Grad ab.

Der Sommer kommt zurück

Gegen Ende Woche wird es wieder traumhaft schönes Badi-Wetter: Die Temperaturen steigen Donnerstag und Freitag wieder auf 28-30 Grad und es wird meist sonnig.

Aufs Wochenende – am Samstag – kann es nochmals zu Regenschauern kommen. Der Sonntag sollte wieder trockener und sonniger sein, diese Prognose kann sicher jedoch nochmals ändern. (mim/sda)

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Die Schweiz und Mitteleuropa im Griff der Hitze, Juli 2019

Leo hat sowieso keinen Bock auf Hitze:

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    Alle Leser-Kommentare
  • dieBied 06.08.2019 12:29
    Highlight Highlight "Gegen Dienstagabend kommt die Gewitterfront zurück." ? Also in Bern geht gerade die Welt unter...
    • BoomBap 06.08.2019 17:47
      Highlight Highlight Glaub ich dir, ist jetzt grad ganz im Osten angekommen. Wenigstens glänzt nachher mein Balkon wieder😄
      PS: Danke Watson für die Blitzseite, ist mein neues Hobby geworden😉
      Benutzer Bild
  • My Senf 06.08.2019 09:46
    Highlight Highlight Yep
    Und dieser swiss Flieger ist vom Blitz getroffen und kehrt gerade zurück
    Benutzer Bild
  • Auric 06.08.2019 09:41
    Highlight Highlight Betznau notabschaltung?
    wir werden alle störben....
    Ach übrigens wenn ein Journalist Atomkraftgegner ist (also mal wieder nicht neutral berichten kann/will) dann schreibt er AKW oder Atomkraftwerk, wäre er neutral und oder gebildet würde er Kernkraftwerk schreiben, weil so steht es auf dem Firmenschild, weil da auch keine Atome gespalten werden sondern nur Atomkerne.
    • Biotop 06.08.2019 17:28
      Highlight Highlight Wer zu belehren versucht, sollte mindestens den Ort des Geschehens (Beznau) korrekt schreiben können.

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