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Zürich: Zehntausende waren an der Pride – auch Campino nahm teil

Umzug der Zeurich Pride am Paradeplatz, fotografiert am Samstag, 20. Juni 2026 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Der bunte Tross am Paradeplatz in Zürich.Bild: keystone

Zehntausende gingen an der Pride durch Zürich – auch die Toten Hosen nahmen teil

20.06.2026, 15:5620.06.2026, 19:50

Unter dem Motto «Protect queer youth – Zugang schafft Zukunft» demonstrierten am Samstag mehrere zehntausend Menschen in Zürich. Erstmals zog der bunte Tross durch die Bahnhofstrasse.

«Ihr gehört ins Herz von Zürich», sagte der neue Stadtpräsident Raphael Golta zum Auftakt der Pride. Um 13.30 Uhr hatten sich schon zahlreiche Demonstrierende vor dem Wagen der Pride versammelt.

Unter den Teilnehmern befand sich auch Campino, der Sänger der Band «Die Toten Hosen», der sich gut gelaunt unter die Menschen mischte, als sich die Demonstrierenden in Bewegung setzten. Am Samstagabend tritt die Band im Letzigrund auf. «Vorglühen bei der Pride», heisst es auf Instagram.

Die ehemalige Stadtpräsidentin Corine Mauch und der ehemalige SP-Stadtrat André Odermatt liefen ebenfalls mit.

Sie nahmen die Worte Goltas ernst und brachten die Bahnhofstrasse mit lautem Sound und ausgelassener Stimmung zum Pulsieren. Seifenblasen stiegen in den wolkenlosen Himmel auf, während sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit bunten Schirmen gegen die Sonne schützten und sich mit regenbogenfarbenen Fächern versuchten, ein kühles Lüftchen zuzufächern.

Queere Jugend stand im Zentrum

Die Route endete auf der Landiwiese. Dort standen zum Schluss der Demo weitere Reden an. Unter anderem von AL-Kantonsrat David Garcia Nuñez.

Dieses Jahr stellen die Demonstrierenden mit ihrem Motto «Protect queer youth – Zugang schafft Zukunft» die Jugend ins Zentrum. Sie fordern für sie Zugang zu sicheren Räumen, Unterstützung, Information und diskriminierungsfreier Gesundheitsversorgung.

Der Demonstrationsumzug bildet jeweils den Höhepunkt der Pride. Neben diesem gab es am Abend noch Partys. Das Festival, das ebenfalls ein Programmpunkt der Pride war, wurde im Vorfeld abgesagt.

Der Verein Zurich Pride Festival entschied bereits im Februar, dass das zweitägige Festival rund um die queere Demonstration nicht stattfinden wird. Auslöser war die Tatsache, dass viele grosse Unternehmen ihr Sponsoring für die Pride zuletzt reduziert oder ganz beendeten.

Die Pause möchten die Organisatoren für eine strategische Neuausrichtung nutzen, wie der Verein mitteilte. Die Zürcher Pride gibt es seit über 30 Jahren. Sie gilt als bedeutendste LGBTQIA+-Veranstaltung der Schweiz. (hkl/sda)

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quelle: keystone / vadim ghirda
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Die beliebtesten Kommentare
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Lion:ess
20.06.2026 17:22registriert Dezember 2015
Es war genial, aber heiss. Aber als Elternteil eines queeren Jugendlichen war diese Pride wichtig für mich.
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