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Tiana Moser gibt Fraktionspräsidium ab - diese GLP-Frau will sie beerben

Tiana Moser gibt Fraktionspräsidium ab - diese GLP-Frau will sie beerben

Der Wahlerfolg von Neo-Ständerätin Tiana Moser in Zürich tröstet die Grünliberalen ein wenig über ihre bitteren Verluste im Nationalrat hinweg. Doch jetzt braucht die Partei eine neue Fraktionschefin.
30.11.2023, 04:46
Christoph Bernet / ch media
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Staenderatskandidatin Tiana Angelina Moser, GLP, freut sich ueber ihren Wahlsieg nach dem zweiten Wahlgang fuer den zweiten Staenderatssitz, aufgenommen am Sonntag, 19. November 2023 im Cabaret Voltai ...
Tiana Moser (GLP/ZH) strahlt in Zürich nach ihrer Wahl in den Ständerat am 19. November.Bild: keystone

Nach zwölf Jahren gibt die in den Ständerat gewählte Zürcherin Tiana Moser das Fraktionspräsidium der Grünliberalen ab, wie sie am Mittwoch gegenüber CH Media bestätigt.

«Tiana Moser hat einen grossartigen Job als Fraktionschefin gemacht», sagt Fraktionsvize und Nationalrat Beat Flach (AG). Im Ständerat erwarteten Moser mehr Aufgaben in den Kommissionen, ausserdem sei sie weiter vom Geschehen in der grossen Kammer entfernt. Es sei deshalb sinnvoll, wenn die Fraktion von jemandem aus dem Nationalrat geführt wird.

Flach, der sich nicht um das Amt bewirbt, führt derzeit Gespräche mit mehreren potenziell interessierten Mitgliedern. Entscheiden will die GLP-Fraktion am nächsten Dienstag. Diese ist bei den Nationalratswahlen vom 22. Oktober deutlich geschrumpft. Statt wie bislang sechzehn zählt sie noch elf Mitglieder, davon sieben Frauen.

Für das Fraktionspräsidium nicht infrage kommen dürften Parteichef Jürg Grossen (BE), Parlamentsneuling Patrick Hässig (ZH) sowie Céline Weber (VD) als einzige Westschweizerin. Auch eher unrealistisch: GLP-Gründer und Ex-Parteichef Martin Bäumle (ZH). Er will auf Anfrage keine Auskunft geben, da der Prozess mit Fristen aufgegleist sei.

Nicht zur Verfügung steht Kathrin Bertschy (BE), da ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin und Co-Präsidentin von Alliance F nicht mit dem Amt kompatibel sei. Auch die Zürcher Nationalrätin Barbara Schaffner sagt auf Anfrage, sie stehe «als Sachpolitikerin nicht im Vordergrund».

Folgt eine Zürcherin auf eine Zürcherin?

Katja Christ (BS) trat Anfang November als Präsidentin der Basler GLP zurück, um sich «mit ganzer Kraft und vollem Engagement» auf die Arbeit in Bundesbern zu konzentrieren, wie sie damals schrieb. Christ will sich auf Anfrage nicht in die Karten blicken lassen. Sie verweist auf die derzeit laufenden internen Diskussionen über die Neuverteilung der Aufgaben innerhalb der verkleinerten Fraktion.

Corina Gredig, GLP-ZH, spricht waehrend der dringlichen Debatte zum Krieg in der Ukraine, waehrend der Fruehlungssessoin der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 16. Maerz 2022, im Nationalrat in Bern ...
Interessiert sich fürs Fraktionspräsidium: Die Zürcher Nationalrätin Corina Gredig, hier am 16. März 2022 im Bundeshaus.Bild: KEYSTONE

Melanie Mettler (BE) schreibt auf Anfrage: «Ich überlege mir im Moment, ob ich mir das Amt vorstellen kann». Interesse am Fraktionspräsidium bekundet Corina Gredig (ZH). Sie hätte dafür Zeit: Am Mittwoch wurde bekannt, dass Gredig nach fünf Jahren das Co-Präsidium der GLP des Kantons Zürich abgibt. (aargauerzeitung.ch)

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