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Gandhi, Chaplin und Co. – die Sex-Vorlieben von 9 historischen Persönlichkeiten

Wenn sich die Türe zum Schlafzimmer schliesst, kommen bei manchen plötzlich ganz andere Seiten zum Vorschein. Völlig egal, ob Bürogummi, netter Nachbar oder Persönlichkeit der Weltgeschichte.



Im Schlafzimmer (natürlich nur metaphorisch gesprochen ...) sind viele von uns plötzlich ganz anders. Da macht es keinen Unterschied, ob man Kaffee in die Sitzung bringen muss oder ein Land in die Freiheit führt.

Die Quellenlage über das Sexleben historischer Figuren ist erwartungsgemäss eher spärlich und selten eindeutig. Auf Sex-Anekdoten ohne annäherungsweise zuverlässige Quellen wurde darum verzichtet. Auch wenn diese (per Zufall) die spektakulärsten wären ...

Charlie Chaplin

A MAN`S BEST FRIEND: Charlie Chaplin and unnamed friend are shown in a scene from

Charlie Chaplin im Film «Dog's Life» (1918). Bild: AP NY

Chaplin ist eines der ikonischsten Gesichter des 20. Jahrhunderts. Mit Charme, Humor und Intelligenz zauberte er zahlreiche komödiantische Kabinettstückchen für die Ewigkeit auf die Leinwand – gerade in Zeiten, in denen es ansonsten wenig zu lachen gab.

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Charlie Chaplin im Film «The Great Dictator» (1940). gif: todamax

Seine sexuellen Vorlieben jedoch fügen dem Lachen einen faden Beigeschmack zu. Denn Chaplin hatte eine Vorliebe für Minderjährige. Nicht nur waren drei seiner insgesamt vier Ehefrauen bei der Hochzeit 18 Jahre alt oder jünger, auch sonst war Chaplins Neigung kein Geheimnis.

Ich mag sie, weil sie Jugend und Schönheit personifizieren. In ihrer Schlankheit liegt etwas Jungfräuliches – in ihren dünnen Armen und Beinen. Und sie sind so weiblich in dem Alter – so vollständig, mädchenhaft jung. Sie haben noch nicht die «Komm schon»-Masche entwickelt oder die Macht ihres Aussehens über Männer entdeckt.

Charlie Chaplin zu seinem Freund Harry Crocker, nachdem er ihm erzählte, dass er mit 19 in ein «10- bis 12-jähriges Mädchen» verliebt war. «Charlie Chaplin: A Political Biography from Victorian Britain to Modern America»

Auch wenn Chaplin im Kontext dieses Zitats bekräftigte, dass es keine sexuelle oder amouröse Zuneigung war, die er verspürte, so schwingt in seiner Weltanschauung dennoch eine weitere Komponente mit.

«[Chaplin] hat Angst vor Mädchen [...] und ist zutiefst davon überzeugt, dass er sie nur verführen kann, indem er seine Position als Regisseur und ‹Starmaker› ausnutzt.»

Chaplins ehemalige Affäre Louise Brooks. chaplinalife

Unbestätigte Quellen erzählen zudem davon, dass Chaplin bei den Castings nur mittels Dialog-Karten und Pantomime mit den jungen Schauspielerinnen kommunizierte, auf denen er sie zu immer obszöneren Handlungen aufforderte.

Und alle Millennials so ...

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Bild: imgur

Dies ging angeblich so weit, bis sie nackt vor ihm standen, woraufhin er sie mit Puddingtorten beschmiss und daraufhin ableckte. Aufgrund der Quellenlage sind diese Ausführungen jedoch mit grösster Vorsicht zu «geniessen».

James Joyce

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Bild: wikipedia

Der irische Schriftsteller James Joyce gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der literarischen Moderne. Sein Werk «Ulysses» und die darin angewendete Erzähltechnik (Bewusstseinsstrom) bescheren Maturandinnen und Maturanden bis heute Kopfschmerzen sind Meilensteine der Literatur.

Hinter der hochintelligenten, intellektuellen Fassade steckte allerdings ein sexueller Kink der eher unerwarteten Art.

Und zwar ...

BildBild aufdeckenGIF abspielen

... Fürze. gif: theculture

Dies lässt sich immerhin den Briefen entnehmen, die er seiner Frau Nora Barnacle zusandte. Neben einem genauen Beschrieb von Akustik und Duft von Noras Fürzen, finden sich auch sehr explizite und sexuell aufgeladene Passagen im Brief.

[...] und wenn ich dich härter als sonst fickte, stotterten fette, dreckige Fürze aus deinem Hintern. Du hattest einen Arsch voller Fürze in dieser Nacht, Schatz, und ich habe sie aus dir rausgefickt [...] Es ist wunderschön, eine furzende Frau zu ficken, wenn jeder Stoss einen Furz raus befördert. [...] Ich hoffe Nora hört nicht damit auf, mir ins Gesicht zu furzen, sodass ich ihren Duft kenne.

Auszug aus einem Brief von James Joyce an seine Frau Nora Barnacle. Selected Letters of James Joyce

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Gif: giphy

Katharina II., die Grosse

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Bild: wikipedia

Die russische Zarin, die ihren eigenen Mann mittels Staatsstreich vom Throne stiess und dann Russland zwischen 1762 bis 1796 enorm erfolgreich regierte, war bereits zu Lebzeiten für ihre Liebe zur Liebschaft bekannt. Über das Ausmass streiten Historiker jedoch bis heute.

Gleich vorweg: Die Legende, dass sie beim Versuch, sich von einem Hengst begatten zu lassen gestorben ist, gilt mittlerweile als Erfindung. Aber auch ohne diese makabere Anekdote liest sich ihr Sexleben ziemlich ... spannend.

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Angebliches Möbel aus dem Besitz der Zarin. Die Möbel wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, über die Authentizität der Fotos herrscht jedoch Unklarheit. Sie sollen von Nazis stammen, die die Möbel vor der Zerstörung fotografiert haben, Bild: imgur

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Denn Katharina die Grosse war das, was heute als sexsüchtig bezeichnet werden würde. Angeblich standen bei ihr sechs Mal Sex auf der Tagesordnung. Und da ihre zahlreichen Affären mehrheitlich Generäle und Grafen waren (die natürlich nicht ständig auf dem Hof anwesend waren), wurden angeblich immer wieder neue junge Soldaten als Sex-Zudiener rekrutiert.

Hier noch eine dezentere Variante eines Stuhls:

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Bild: imgur

Natürlich wurden diese zuerst vom Hofarzt untersucht und anschliessend von ihrer Hofdame Praskovya Bruce im Bett getestet, wobei sie die Neo-Lover auch gleich über die Vorlieben der Zarin aufklärte (die Männer mussten im Bett bestimmend sein und sie stand auf Fuss-Kitzelei). Ihre festeren Beziehungen (zum Beispiel Grigory Potemkin) waren bei der Auswahl ihres eigenen Ersatzmannes zudem beteiligt.

Natürlich wollte jeder, der die Chance erhielt, eine Liaison mit der Zarin einzugehen, brillieren, denn Katharina war ihren Liebschaften stets wohlgesinnt und belohnte sie mit Grafschaften, Titeln und Kommandos. Da überrascht es nicht, dass Alexander Lanskoi so viel Aphrodisiaken konsumierte, dass er mit 25 an einer vermutlich dadurch ausgelösten Infektionskrankheit verstarb.

Jean-Jacques Rousseau

Jean-Jacques Rousseau (1712-1775), Genfer Autor und Philosoph, in einer undatierten Zeichnung von T. Sudre. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Rousseau ist in vielerlei Hinsicht eminent wichtig für die Geschichte Westeuropas, vor allem aufgrund seiner aufklärerischen Philosophie, die die Französische Revolution bis zu einem gewissen Grad erst ermöglicht hatte. Doch der Ideenvater des «Edlen Wilden» war hinter geschlossenen Türen eher wild als edel.

In seinem post mortem erschienenen Buch «Confessions», einer Art selbstreflexiver Autobiografie, beschreibt er seine sexuelle Erregung, die er als Junge verspürte, als ihm von einer Wärterin der Hintern versohlt wurde. Als (erwachsener) Masochist vor seiner Zeit suchte er dann gezielt immer wieder die Subordination bei Frauen.

«Vor einer gebieterischen Mätresse zu knien, ihren Befehlen zu gehorchen, sie um Verzeihung bitten zu müssen, das waren für mich die süssesten Freuden.»

Rousseau in «Confessions». neh.gov

Benjamin Franklin

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Bild: wikipedia

Benjamin Franklin hat nicht nur die amerikanische Unabhängigkeitserklärung mitunterzeichnet und ziert heutzutage die 100-Dollar-Note, sondern hatte auch einen sehr bestimmten Typ Frau, dem er nachgeiferte.

Dies geht aus einem Brief hervor, den Franklin für einen jungen Freund schrieb. Darin empfiehlt er ihm, alte Frauen stets jungen Frauen vorzuziehen. In den acht darauffolgenden Argumentationspunkten listet er unter anderem folgendes auf:

Mahatma Gandhi

Gandhi portrait
** NB 159024 **

Bild: wikipedia

Personifiziertes Sinnbild des Pazifismus, Ikone des Widerstands, Vater einer Nation und beinahe Nobelpreisträger. Der Mahatma ist bis zum heutigen Tage eine Galionsfigur der Weisheit. Doch auch er war nicht ohne «Makel».

Gandhi legte 1906 im Alter von 38 Jahren das hinduistische Keuschheitsgelübde ab. Als spiritueller Mensch schwor er somit, von nun an keusch zu leben, was er fortlaufend auch anderen Anhängern predigte.

Es ist die Pflicht eines jeden bedachten Inders, nicht zu heiraten. Sollte jemand hinsichtlich der Ehe hilflos sein, so sollte er von Geschlechtsverkehr mit seiner Frau absehen.

Mahatma Gandhi 1907 in seiner Zeitung «Indian Opinion». independent

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Gandhis Konterfei auf der Hundert-Rupien-Note. Bild: pixabay

Das Problem war dabei, dass diese Regeln für ihn nicht in selbiger Striktheit galten. In seinem eigenen Aschram verbat er es Ehefrauen und Ehemännern die Nacht bei einander zu verbringen, forderte die Frauen unter dem Vorwand eines Experiments jedoch regelmässig dazu auf, sich mit ihm zu baden und die Nacht nackt in seinem Bett zu verbringen.

Auch wenn viel aus Gandhis Nachlass zerstört wurde, so sind dennoch einige Briefe von ihm erhalten, unter denen sich eindeutige Hinweise darauf finden lassen, dass diese Experimente auch «Striptease-Übungen» und «sexuelle Aktivitäten ohne Körperkontakt» enthielten. Oder aber weniger eindeutige Passagen wie diese:

«Dass Vina mit/bei mir geschlafen hat, könnte man als einen Unfall bezeichnen. Alles was ich sagen kann, ist, dass sie nahe bei mir geschlafen hat.»

independent

Ebenfalls eher speziell für ein Experiment war, dass immer wieder ältere Frauen durch jüngere ausgetauscht wurden. Als Gandhi 77 Jahre alt war, musste beispielsweise die 33-jährige Sushila ihren textilfreien Schlafplatz an Gandhis Seite der 18-jährigen Manu überlassen. Gandhis Idee hinter diesen «Experimenten»?

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Mahatma Gandhi mit Grossnichte Abha Gandhi (links) und Dr. Sushila Nayyar, die unter anderem Gandhis persönliche Sekretätin war. Bild: wikipedia

Durch das nackte Nebeneinanderliegen sollte die Keuschheit dem ultimativen Test unterzogen werden. Im Sinne von: Nur wenn ich der unmittelbaren Chance auf die Sünde widerstehen kann, bin ich tatsächlich keusch. Lustig hierbei, dass diese Regel aber nur für ihn galt.

Für einen atheistischen Normalbürger nicht sonderlich speziell. Für eine moralische Lichtgestalt eigentlich eine Perversion sondergleichen.

Lord Byron

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Bild: wikipedia

Lord Byron ist einer der berühmtesten englischen Dichter und war zu seiner Zeit bekannt als aufbrausender Exzentriker, der immer gut für einen Skandal war. Zu seinen (verflossenen) Liebschaften hatte er eine ähnlich extravagante Beziehung.

Obwohl es früher eher normal war, eine Haarlocke seines/r Angebeteten aufzubewahren, so trieb es Lord Byron diesbezüglich auf die Spitze. Er sammelte und katalogisierte die Locken seiner ehemaligen Gespielinnen. Und zwar Locken aus Schamhaar. Weil, Lord Byron halt.

Kleopatra

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Bild: wikipedia

Kleopatras Charisma hat die Fantasie der berühmtesten Schriftsteller, insbesondere eines gewissen William Shakespeares, verrückt spielen lassen. War sie bildhübsch? Oder eben nicht? Eine femme fatale? Tyrannin? Hure? Heldin? Wie bei vielen historischen Figuren, liegt hier die Wahrheit in der Tinte der Geschichtsschreiber.

Bekannt ist, dass die Griechen sie seinerzeit höhnisch «Meriochane» nannten, was in etwa «Die sich 10'000 Männern öffnet» bedeutet. Es heisst auch, dass sie mit eintausend Männern geschlafen haben muss, um überhaupt Hohepriesterin werden zu können. Zudem war Fellatio im Alten Ägypten generell alles andere als ein Tabu, weshalb die Geschichtsbücher munkeln, dass bis zu 100 Römer an einem Abend oral von ihr beglückt wurden.

Wenn jemand Kleopatra nach dem Geheimrezept für ihren geostrategischen Erfolg fragt:

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Gif: tenor

Ein weiteres Gerücht sagt, dass Kleopatra einen Kürbis trocknen und mit wütenden Bienen füllen liess – die Frühform eines Vibrators sozusagen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Vibration kaum tauglich gewesen wäre. Auch die Anekdote, dass Cäsar ihr vor seinem Abschied eine Skulptur seines Penisses als Dildo schenkte, kann kaum bestätigt werden.

Der Fall aber ist klar: Kleopatras Liebesbeziehungen sicherten Ägypten Macht und Einfluss. Als Octavian ihre Avancen als erster Römischer Kaiser ablehnte, brachte sie sich aus Angst vor Demütigung um.

Dabei nicht vergessen: der sexuelle Trieb ist sehr individuell:

René Descartes

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Bild: wikimedia

Wer kennt ihn schon nicht?

«Ich denke, also bin ich.»

Neben dem Fakt, dass er die Philosophie auf eine neue Ebene hob, hatte Descartes einen ganz spezifischen Fetisch. Und zwar schielende Frauen.

«Als Kind war ich in ein Mädchen meines Alters verliebt, das leicht schielte. Der Abdruck, der durch die eigensinnigen Augen in meinem Gehirn hinterlassen wurde, vermischte sich so sehr mit dem, was sonst noch in mir das Gefühl der Liebe geweckt hatte, dass ich jahrelang, als ich eine schielende Frau sah, anfälliger war, sie zu lieben als jede andere, einfach wegen dieses Fehlers – und das alles ohne zu wissen, dass dies der Grund war.»

drmarkgriffiths

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Viktor mit K
10.11.2019 15:22registriert October 2014
« Im Dunkeln sind alle Katzen grau »😂😂😂
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Spooky
10.11.2019 17:48registriert November 2015
Kommt schon! Dass Gandhi keinen Sex mit diesen Frauen hatte, soll glauben wer will. Ich nicht! 😎
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Bambusbjörn aka Planet Escoria
10.11.2019 15:59registriert June 2018
Bevor ich weiter lese, hat bei Nummer 2 sonst noch jemand die Szene aus South Park im Kopf, wo es um brasilianische Furz-Fetisch-Pornos geht?
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