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epa06975209 Dortmund's Marco Reus (R) celebrates with his teammate Axel Witsel (L) after scoring the 4-1 lead during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and RB Leipzig in Dortmund, Germany, 26 August 2018.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION:  The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Neuzugang Axel Witsel hat in Dortmund voll eingeschlagen. Bild: EPA/EPA

Analyse

5 Erkenntnisse zu Dortmunds fulminantem Start in die Bundesliga unter Lucien Favre



«Es gibt viel zu korrigieren», sagte Lucien Favre im Anschluss an den 4:1-Heimsieg gegen RB Leipzig. Obwohl Borussia Dortmund nach dem ersten Spieltag sofort die Tabellenführung übernommen hat. Obwohl man den direkten Konkurrenten aus Leipzig deutlich geschlagen hat. Doch der Schein trügt etwas, das weiss natürlich auch Lucien Favre.

Dortmund's head coach Lucien Favre shows thumbs up after winning the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and RB Leipzig in Dortmund, Germany, Sunday, Aug. 26, 2018. (AP Photo/Martin Meissner)

Die Daumen schon mal nach oben, die Mundwinkel noch nicht. Lucien Favre ist zufrieden, hat noch viel Arbeit vor sich. Bild: AP/AP

Der Schweizer ist sich bewusst, dass das Resultat zu hoch ausgefallen ist. Und er hat genau gesehen, wie «Rasenball» Dortmund teilweise vor erhebliche Probleme stellte. Nichtsdestotrotz ist die Handschrift von Lucien Favre bereits deutlich zu sehen – wie die Erkenntnisse des Bundesliga-Starts von Dortmund zeigen.

Die Innenverteidiger müssen sich finden

Keine 30 Sekunden dauerte es, bis Borussia Dortmund in der neuen Saison den ersten Gegentreffer hinnehmen musste. Sowohl der Schweizer Nati-Spieler Manuel Akanji als auch Abdou Diallo machten dabei keine gute Figur. 

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Video: streamable

Auch im Verlaufe des Spiels hatte die Dortmunder Hintermannschaft oftmals Mühe gegen die offensiv wirbligen Leipziger. Lucien Favre selbst betonte im Vorfeld mehrmals, dass die Abwehr noch Zeit brauche. Verständlich, zumal Akanji im letzten Winter und Diallo gar erst im Sommer zu Dortmund gestossen sind. Ausserdem ist Diallo erst 22 Jahre alt, Akanji 23. Das ist für ein Innenverteidiger-Duo noch sehr jung. 

Diallo und Akanji werden im Verlaufe der Saison noch den einen oder anderen Fehler machen. Das ist in der Entwicklung allerdings völlig normal und ist ohne Erfahrung auf diese Position auch kaum anders möglich. Doch ebenso wird Favre beobachten können, wie das Duo an der Aufgabe wächst und sich steigert. 

Bürki vom Konkurrenzkampf beflügelt

Dass Dortmund trotz einiger Unsicherheiten in der Defensive nur ein Gegentor kassierte, liegt vor allem am überragenden Torhüter Roman Bürki. Die Nummer 2 der Schweizer Nationalmannschaft musste in der letzten Saison nach einigen Wacklern viel Kritik einstecken und erhielt mit Landsmann Marwin Hitz, der aus Augsburg kam, grosse Konkurrenz. 

Doch der Konkurrenzkampf scheint Bürki anzutreiben, er war gegen Leipzig der beste Mann auf dem Feld und sicherte mit grossartigen Paraden den Sieg. 

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Bürki in der 28. Minute gegen Augustin. Video: streamable

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Bürki in der 50. Minute gegen Klostermann. Video: streamable

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Bürki in der 85. Minute gegen Werner. Video: streamable

Der beste deutsche Fussballer ist endlich gesund

Marco Reus ist seit April 2018 ohne Verletzung geblieben. Das sind jetzt fast fünf Monate, was bei einem anderen Fussballer eigentlich nicht nennenswert wäre. Doch für Pechvogel Marco Reus ist es die längste verletzungsfreie Zeit seit Februar 2013

Reus, der in dieser Saison von Lucien Favre zum neuen Captain ernannt wurde, darf endlich wieder zeigen, was er kann. Vieles steht und fällt beim BVB mit ihm. Bleibt er fit, ist Schwarz-Gelb vieles zuzutrauen. Ein gesunder Marco Reus ist der beste deutsche Fussballer seit Lothar Matthäus. 

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Ein Freistoss von Marco Reus führt zum Eigentor von Sabitzer. Video: streamable

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Mit dem 4:1 setzt Marco Reus den Schlusspunkt – es ist sein 100. Bundesliga-Tor. Video: streamable

Zwei Neue und der verlorene Sohn

Das Mittelfeld wird unter Lucien Favre zum neuen Dortmunder Prunkstück. Mit Thomas Delaney und Axel Witsel hat der BVB zwei hervorragende Transfers getätigt. Delaney macht als wuchtiger Zweikämpfer seine Teamkollegen besser, davon profitiert auch Witsel, der dadurch mehr Freiheiten hat und den Part des Spielmachers übernimmt. 

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Das 2:1 als Sinnbild: Delaney setzt sich im Kopfballduell durch, Witsel verwertet den Abpraller elegant.  Video: streamable

Ausserdem hat Lucien Favre mit Mahmoud Dahoud seinen Ziehsohn zurück. Favre beförderte den damals 19-jährigen Dahoud in Mönchengladbach in die erste Mannschaft und formte den gebürtigen Syrier zum Bundesliga-Stammspieler.

Jetzt sind die beiden in Dortmund wieder vereint und Favre schenkt Dahoud das Vertrauen auf dessen Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld. Der 22-jährige Dahoud dankte es mit einer starken Leistung und dem wichtigen 1:1 durch einen unkonventionellem Kopfball. Kein Platz fand Lucien Favre bisher für Mario Götze – braucht er ihn überhaupt?

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Das 1:1 durch Dahoud. Video: streamable

Konterfussball

«Wer nicht kontern kann, ist keine grosse Mannschaft», sagte Favre in seiner ersten Pressekonferenz als Dortmund-Trainer. Dass der 60-Jährige sein geliebtes Konterspiel der Mannschaft bereits teilweise vermitteln konnte, zeigte sich in einzelnen Situationen. Zwar wurden die Konter (mit Ausnahme des 4:1) nicht immer erfolgreich zu Ende gespielt, das schnell Umschalten der ganzen Mannschaft bei Balleroberungen ist jedoch schon gut zu beobachten.  

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Ein Dortmund-Konter – zwar noch etwas ungenau gespielt, dennoch endet die Aktion in einer guten Torchance. Video: streamable

Hier wird Lucien Favre noch viel Arbeit investieren, um Dortmund zu einer der besten Konter-Mannschaften Europas zu formen. Dass der Start vielversprechend aber noch nicht perfekt war, das sieht auch Ex-Kapitän Sebastian Kehl so, der als «Leiter Lizenzspielerabteilung» zwischen Mannschaft und Trainer vermittelt: «Wir haben eine Menge Qualität und die müssen wir einfach abrufen. Ich glaube, dass ein paar Rädchen gerade ineinander finden»

Mit 92 Jahren immer noch auf dem Fussballfeld:

Video: srf

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