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Tyson Fury, of England, lies on the canvas after being knocked down by Deontay Wilder during the 12th round of a WBC heavyweight championship boxing match Saturday, Dec. 1, 2018, in Los Angeles. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Fury am Boden, Wilder geht davon. Doch so eindeutig, wie es aussieht, ist die Sache im Schwergewicht eben nicht. Bild: AP/AP

Der Gute, der Böse und der Hässliche. Schwergewichtsboxen ist wieder faszinierend



Samstagabend im Staples Center in Los Angeles. Es läuft die zwölfte und letzte Runde zwischen WBC-Weltmeister Deontay Wilder und dem britischen Herausforderer Tyson Fury. Weltmeister Wilder ist verzweifelt. Ausser dem Niederschlag in der neunten Runde hat er in diesem Kampf nichts vorzuweisen. Er braucht jetzt einen Lucky Punch.

Und der Amerikaner kriegt ihn.

Für einmal findet Wilders krachende Rechte ins Ziel. Fury knickt ein. 2,06 Meter Biomasse auf dem Weg nach unten. Wilder doppelt mit einem fürchterlichen linken Haken nach, trifft den Schädel des bereits Angeknockten sauber und mit voller Wucht.

Das war's. Fury liegt regungslos wie ein Sack Kartoffeln am Boden. 

Deontay Wilder gilt bereits jetzt als einer der härtesten Schläger der Boxgeschichte. 39 seiner 40 Profikämpfe endeten damit, dass sein Gegner liegen blieb. Auch der 41. Kampf scheint diesen Ausgang zu nehmen.

Was dann folgte, liess die Zuschauer und auch Weltmeister Wilder ungläubig zurück: Fury stand auf, als wäre nichts gewesen.

Fury aufersteht, Wilder staunt

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bild: giphy.com

Es ist die wohl wundersamste Wendung im Schwergewichtsboxen des letzten Jahrzehnts. Und sie steht repräsentativ für die gesamte Gewichtsklasse. Ein Titan steht wieder auf. Und das flexibler, schneller und dynamischer, als das alle erwartet hatten.

Schwergewichtsboxen schien bereits tot. Kaputtgeschlagen von den stoischen Jabs der roboterhaften Klitschko-Brüder. Erwürgt von MMA, dem ADS-Kind der Kampfsportszene. Zermürbt von privaten Veranstaltern, denen es im Gegensatz zu den zahnlosen Rentnern in den Logen der Boxverbände gelingt, die Generation Instagram zu  mobilisieren. Mayweather vs. McGregor war so ein Geschäftsevent. Ja, Geschäftsevent. Mit Sport hatte das wenig zu tun.

Doch keimt wieder Hoffnung auf für die Freunde des Schwergewichts. Verantwortlich dafür ist ein ungeschlagenes Dreigestirn: Anthony Joshua, Deontay Wilder und Tyson Fury. Der Gute, der Böse und der Hässliche.

Der Hässliche

Boxer Tyson Fury flexes after exchanging words with opponent Deontay Wilder at a news conference in Los Angeles, Wednesday, Nov. 28, 2018, ahead of their heavyweight world championship boxing match at Staples Center, on Dec. 1. (AP Photo/Damian Dovarganes)

Seine Eltern benannten ihn nach dem damaligen Weltmeister: Tyson Fury. Bild: AP/AP

Der Körperbau von Tyson Fury (2,06 Meter) erinnert mit den langen Extremitäten, dem fast quadratischen Oberkörper und den hochgezurrten Hosen mehr an Spongebob als an einen Spitzenathleten. Doch der strenggläubige Brite vom irischen Volk der Fahrenden verfügt über eine Kampfintelligenz wie schon lange kein Schwergewichtler mehr. Wladimir Klitschko kann ein Lied davon singen. Ihm gelangen in zwölf Runden nur gerade 52 Treffer. Das hat viel mit Furys Intelligenz zu tun. Aber auch mit seiner erstaunlichen Agilität – und den fast spastischen Kopfbewegungen. Elegant ist anders.

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Video: YouTube/Boxing Extra

Nach dem Sieg gegen Klitschko 2015 ging es für Fury bergab. Depressionen und Angstzustände verunmöglichten einen Rückkampf. Seiner Krankheit begegnete Fury mit einer Unmenge von Alkohol und Kokain. Über 180 Kilo wog er in dieser Zeit. Weil er seine Pflichtverteidigungen nicht wahrnehmen konnte, wurde ihm sein Weltmeistertitel aberkannt. Ans Training dachte er nicht mehr, dafür daran, sich umzubringen.

So intelligent Fury im Ring ist, so ungelenk benimmt er sich in der Öffentlichkeit. Immer wieder vergreift er sich in Ton und Stil: Sexismus, Antisemitismus, Homophobie, Rassismus – kaum ein Fettnäpfchen, in das der Mann aus Manchester nicht tritt.

Seine Frau brauche hin und wieder Schläge, manchmal aber auch nicht, liess er verlauten. Ein weiteres Zitat gefällig: «Eine Frau ist am besten in der Küche – oder auf dem Rücken liegend. Ich bin kein Sexist. Einen guten Tee soll sie mir gefälligst machen. Das ist nur meine persönliche Meinung.»

Laut Fury müssen noch drei Dinge geschehen, bis der Teufel sein Werk vollendet habe. Nämlich die weltweite Legalisierung von Homosexualität, Pädophilie und Abtreibungen. Von Wladimir Klitschko behauptete Fury, er sei der Schwarzen Magie verfallen und bete den Teufel an.   

Der Gute

Britain's Anthony Joshua, left, and Russia's Alexander Povetkin, right, pose during the weigh-in at the Business Design Centre in London, Friday, Sept. 21, 2018. Anthony Joshua and Alexander Povetkin are due to fight for the WBA, IBF, WBO and IBO heavyweight title in a boxing match on Saturday Sept. 22, 2018 at Wembley stadium. (AP Photo/Frank Augstein)

Aalglatt ist nicht nur der Körper: Anthony Joshua. Bild: AP/AP

In Modegeschmack und Auftritt wesentlich stilsicherer ist Anthony Joshua. Der Modellathlet würde auch auf dem Laufsteg eine gute Figur abgeben und ist deshalb in vielen BBC-Sendungen gern gesehener Gast. Im Ring trägt der Saubermann keine auffälligen Glitzerklamotten, sondern in der Regel edles Weiss. Weiss wie die Unschuld.

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Video: YouTube/RX boxing

Joshua ist ein Kind von Englands Bestrebungen, bei den eigenen Olympischen Spielen in London 2012 gross aufzutrumpfen. England investierte damals Millionen in gezielte Trainingsprogramme nach den neusten wissenschaftlichen Methoden. Unweigerlich kommen die Trainingsbilder von Ivan Drago in «Rocky IV» in den Sinn.

Ivan Drago trainiert ...

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Video: YouTube/Movieclips

Englands Methoden sollten fruchten. 29 Olympiasieger stellten die Briten 2012 – Joshua war einer davon. Und der Superweltmeister der WBA, IBF, IBO und der WBO spult sein Trainingsprogramm weiterhin skandalfrei ab. Dass er seit einer kleinen Twitter-Kontroverse jedes Wort auf die Goldwaage legt, tut seiner Ausstrahlung nicht nur gut. Böse Zungen behaupten, er sei – ähnlich wie Lewis Hamilton – ein Langweiler.

Noch schärfere Kritik kommt aus den Reihen der Boxpuristen. Sie verübeln es Joshua, dass er nicht alles dafür getan habe, einen Kampf gegen den gefährlichen Wilder aufzugleisen. Stattdessen habe er seinem Stammsender Showtime den Rücken gekehrt, um zum Streamingdienst DAZN zu wechseln.  Dort verteidigte er dann seine Gürtel gegen Povetkin mit einem standesgemässen TKO. So richtig gefordert wurde er nicht.  

Der Böse

WBC heavyweight titleholder boxer Deontay Wilder keeps a mask on during his official weigh-in ceremony Friday, Nov. 30, 2018, at Staples Center in Los Angeles, ahead of his bout against boxer Tyson Fury. (AP Photo/Damian Dovarganes)

Der Böse aus Alabama. Wenn Deontay Wilder zuschlägt, wird es dunkel.  Bild: AP/AP

So ganz anders als Joshua und Fury ist der Amerikaner Wilder. «Ich bin ein Produkt des dreckigen Südens», sagt der Mann aus Alabama von sich. Rein boxerisch kann er es nicht mit den europäischen Technikern und Taktikern aufnehmen. Das hat man auch diesen Samstag gesehen. Aber Wilder hat gegenüber den Briten einen grossen Vorteil: seine Rechte.

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Video: YouTube/#Sport Channel

Gegen Fury setzte er sie zu Beginn zu oft ein: «I overshoot», gab er bei der Pressekonferenz zu. Man mag es ihm nicht verdenken, denn seine Rechte ist jederzeit fähig, einen Kampf zu beenden. Auch gegen Fury hätte es in der zwölften Runde beinahe gereicht.

«Er ist der härteste Schläger in der Geschichte des Schwergewichtsboxens», analysierte Fury nach dem Kampf die Schlagkraft seines Gegners. Das mag angesichts von Namen wie Mike Tyson, Earnie Shavers oder David Tua leicht übertrieben sein, doch 39 KO-Siege in 41 Kämpfen sprechen eine eigene Sprache.

Wilder muss sich wie Joshua ebenfalls den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles für diesen ersehnten Kampf getan zu haben. Die beiden Lager schieben sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe. Lachender Dritter ist Tyson Fury. Ob es zu einem Rückkampf zwischen ihm und Wilder kommen wird, steht im Moment noch in den Sternen. Die Chancen dazu stehen aber gut.

Jeder kann jeden schlagen

Boxen ist immer dann spektakulär, wenn möglichst unterschiedliche Gegner aufeinandertreffen – und beide über die Mittel verfügen, den Kampf frühzeitig zu beenden. Der euphorisierende Kampf am Samstag (Sonntagmorgen) hat diese These wieder einmal bestätigt. Auch Wilder musste gegen Fury bange Momente durchleben.

Jerry Izenberg, der renommierte Boxjournalist aus den USA, beschreibt in seinem Buch «Once There Were Giants» das Schwergewichtsboxen zwischen 1962 und 1997 als goldene Ära. Sie begann mit dem Sieg von Sonny Liston gegen Floyd Patterson und endete mit Tysons Ohrbiss gegen Evander Holyfield. Von einer nächsten goldenen Ära zu sprechen, ist noch verfrüht. Aber als am Samstag Tyson Fury völlig überraschend von den Scheintoten zurückkehrte und am Ende ein Unentschieden erreichte (Wilder kann sich dafür bei den Ringrichtern bedanken), begann etwas. Etwas Interessantes, etwas Aufregendes.

Wilder, Fury und Joshua können sich alle gegenseitig schlagen. Und das trotz höchst unterschiedlichen Stilen. Das Salz in der Suppe sind die drei Charaktere, welche hervorragende Voraussetzungen für weitere spannende Kämpfe schaffen.

Schwergewichtsboxen ist wieder da. 

PS: Bereits am 8. Dezember folgt das nächste Boxhighlight. Wassyl Lomatschenko kämpft gegen José Pedraza um diverse Weltmeistertitel. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • DonSaiya 04.12.2018 10:25
    Highlight Highlight Wer sich für Fury interessiert, soll den Podcast mit Joe Rogan anhören wo Fury vor ca. 1 Monat bei ihm war. Sehr interessant und danach wird man Fury schon mit anderen Augen sehen und noch mehr schätzen wenn man weiss woher er zurück kam und was er am Sonntag geleistet hat. Besonders wie er in der 12ten wieder aufgestanden ist.
  • bcZcity 03.12.2018 23:50
    Highlight Highlight Wilder braucht dringend ein paar Leg-Days und Fury einen Psychiater. AJ ist eben the Rolemodel. Gute Boxer, auf ihre Art, sind alle.
    • Janis117 04.12.2018 16:45
      Highlight Highlight Fury hat seine Depression mit täglicher Beschäftigung (Training) zumindest vorübergehend zur Seite legen können. Quelle: Podcast Joe Rogan
  • Doeme 03.12.2018 23:45
    Highlight Highlight Auch wenn mich Boxen nicht sonderlich interessiert: super spannender Artikel!
  • Kramer 03.12.2018 22:43
    Highlight Highlight Das Boxen lebt noch immer sehr gut. Die hochstehenden Kämpfe sind etwas dünn gesät, aber das war früher nicht viel besser.
    Ich freue mich auf die nächsten Kämpfe von Oleksander Ussyk (der vermutlich auch ins Schwergewicht wechselt) und vor allem Vasil Lomachenko, einem der besten Boxer überhaupt im Moment.
  • Echo der Zeit 03.12.2018 22:29
    Highlight Highlight Schachboxen ! alles andere ist für Kinder.
  • Couleur 03.12.2018 22:24
    Highlight Highlight Einen Menschen als "Der Hässliche" zu bezeichnen finde ich niveaulos. Das ist die gleiche Schublade wie der Blick Shaqiri als Zauberzwerg betitelt. Definitiv sonst nicht ihre Liga, Herr Toggweiler.
    • Patrick Toggweiler 03.12.2018 22:42
      Highlight Highlight Ich wollte zuerst "sexistischen, homophoben Antisemiten" schreiben, aber das wäre der Vorlage des Filmtitels zu wenig nahe gekommen. Ich fand der "Hässliche" deshalb noch ganz passend. Es muss sich (wie bei den anderen) ja nicht aufs Äussere beziehen. Aber ganz ehrlich: Wir haben im Team darüber gesprochen. Uns ist die Brisanz bewusst.
    • Couleur 03.12.2018 23:09
      Highlight Highlight Besten Dank für die rasche Stellungsnahme. Es freut mich, dass in ihrem Team eine diesbezügliche Sensibilität vorhanden ist. Dass man hässlich bei Fury auf gewisse Charaktermerkmale beziehen kann ist korrekt, dann hätte ich aber auf optische Beschreibungen komplett verzichtet, denn dafür kann er wie auch Shaqiri nix, dass er klein ist. Dort sehe ich die Problematik. Und nicht im Bezug auf Furys problematische Haltungen, denn für die hat er sich selbst entschieden, da darf und soll er angegriffen werden.
    • B. Bakker 04.12.2018 01:23
      Highlight Highlight Naja, hättet ihrs einfach auf den Filmklassiker „The Good, the Bad and the Ugly“ geschoben, würde sich jede Frage nach der Brisanz erledigen :)
  • béast 03.12.2018 21:10
    Highlight Highlight das war kein euphorisierender kampf am SO morgen - wilder lahm, fury zahm.
    • Patrick Toggweiler 03.12.2018 21:50
      Highlight Highlight Ich fand den Kampf höchst interessant. Wie der eigenartige aber geniale und vor allem variable Fury Wilder zerpflückte, fand ich ein Genuss. Ebenfalls sehenswert dann dessen Dampfhämmer. Für mich ein absolutes Spektakel mit einem unglaublichen Finish. Und ich gabe den Kampf nicht einmal live gesehen, sondern im Wissen um das Resultat erst am Sonntagabend.
    • béast 03.12.2018 22:02
      Highlight Highlight ich sahs/sehs anders. zusammen mit der eher ‚speziellen‘ wertung ein weiterer kampf, der dem sport nicht viel positives gebracht hat, leider.
    • Patrick Toggweiler 03.12.2018 22:16
      Highlight Highlight Bei der Wertung bin ich bei dir. Das war ein Skandal. Eine Auswertung der Skorekarten von über 100 Experten ergab, dass Fury deutlich hätte siegen müssen. Aber nur Rochin wird wissen, welche Geschenke ihn überzeugten, dass die ersten vier Runden an Wilder gingen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Sieber 03.12.2018 21:09
    Highlight Highlight Es mussten einfach die Klitschkos zurücktreten. Die Klitschkoära war zum Einschlafen.
    • Kramer 03.12.2018 22:36
      Highlight Highlight Einige Kämpfe waren schon nicht so toll, aber wer das technische am Boxen mag, mochte auch die Klitschkos. Beides sehr fähige Boxer; Vitali ist für Lennox Lewis Rücktritt verantwortlich, und Wladimir hat die meisten gewonnenen Titelkämpfe.
    • greeZH 03.12.2018 23:55
      Highlight Highlight Das kann man auch als Kompliment an die Klitschkos verstehen.
    • ch2mesro 04.12.2018 13:11
      Highlight Highlight @kramer; wer das technische am boxen mag, schaut definitiv keine klitschko kämpfe.....
  • El diablo 03.12.2018 21:00
    Highlight Highlight Auch ein Highlight wird der Fight am 15. Dezember von Saul Alvarez. Zwischen diesen 3 gefällt mir AJ klar am besten, auch wenn die anderen eine gute Portion Schärfe in diesen Dreikampf bringen. Die Rechte von Wilder ist wirklich tödlich und AJ ist wie ein Boxer, der im Labor gezüchtet wurde. Fury ist ein richtiger Fighter und ein Edeltechniker. Wird interessant wer hier wen dominiert, aber ich möchte hauptsächlich Wilder gegen AJ sehen.
    • Patrick Toggweiler 03.12.2018 21:51
      Highlight Highlight Der Laborboxer. Das trifft es genau bei AJ.
    • Kramer 03.12.2018 22:38
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht so sicher was AJ betrifft. Er hatte ziemlich zu beissen gegen einen alten, zahmen Wladimir.
    • El diablo 03.12.2018 22:59
      Highlight Highlight Er hatte auf jeden Fall zu beissen, aber iat ja nicht so, dass Klitschko das Boxen einfach verlernt hat. Technisch war er immer noch top in form und würde wahrscheinlich vielen Schwergewichtlern noch gefährlich werden. AJ ist für mich einfach ein Allrounder. Physisch, technisch und psychisch stimmt alles. Aber eben die anderen haben Mängel, was sie aber kein bisschen weniger Gefährlich macht. Sehen werden wir es erst bei den Kämpfen, alles andere ist Meinungssache.
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