Sandro Burki sagt dem FC Basel wohl ab und könnte bei Aarau der neue Präsident werden
Diese Woche traf sich Sandro Burki mit FCB-Präsident David Degen und weiteren Mitgliedern der Basler Klubführung. Die Gruppe machte dem FCA-CEO klar, dass sie ihn unbedingt als neuen Sportdirektor und Nachfolger von Daniel Stucki in den St. Jakob-Park holen wollen. Mittlerweile sind die Chancen, dass Burki dem Lockruf aus Basel erliegt, gesunken. Ein entsprechender Blick-Artikel deckt sich grösstenteils mit Infos von CH Media.
Noch ist ein Abgang nicht komplett vom Tisch, aber die Tendenz ist klar: Burki steht in Aarau vor dem Aufstieg vom CEO zum Präsidenten. Und dürfte als solcher in die Rolle schlüpfen, wie sie etwa Matthias Hüppi in St. Gallen und Andres Gerber in Thun bekleiden: Ausgestattet mit einem Arbeitsvertrag und neben dem Vorsitz im Verwaltungsrat auch weiterhin als operativer Gesamtleiter.
Die nach dem Rücktritt von Markus Mahler übrig gebliebenen Verwaltungsräte wollten sich ursprünglich länger Zeit lassen beim Eruieren des Zukunftsmodells und den dafür in Frage kommenden Personalien. Durch den Anruf aus Basel bei Sandro Burki geriet das Gremium unter Zeitdruck. Denn die Absicht, Burki beim FCA zu halten, war stets da. Nur schon um ein Führungsvakuum zu vermeiden. Dazu würde es kommen, sollte nach Mahler auch noch der operative Leiter und das FCA-Gesicht nach 20 Jahren den Klub verlassen.
Es musste also schnell gehen und ein deutliches Signal in Richtung Burki her: Wenn du willst, kannst du Präsident werden. Das ist mittlerweile geschehen, wohl auch nach Rücksprache mit den grössten Klubaktionären, ohne deren Untersützung ein solches Angebot an Burki wertlos wäre. Und Burki dürfte das Angebot, sollte sich in den nächsten Tagen keine spektakuläre Wende anbahnen, auch annehmen.
Wann der neue FCA-Präsident gewählt wird und zu welchen weiteren Mutationen im Verwaltungsrat es kommen wird, ist offen. Es ist davon auszugehen, dass Burki sich ausbedungen hat, von ihm ausgewählte Vertrauenspersonen ins oberste Klubgremium zu holen. (riz/aargauerzeitung)
