Liverpool ist chancenlos, verliert in Paris aber nur 0:2 – Barça unterliegt in Unterzahl
PSG – Liverpool 2:0
Der Druck auf Liverpools Meistertrainer Arne Slot dürfte nach dem Viertelfinal-Hinspiel in Paris weiter steigen. Im letzten Jahr hatte sein Team beim PSG noch 1:0 gewonnen, ehe man gegen den späteren Champion im Rückspiel im Penaltyschiessen ausschied. Nun muss man einen Zweitore-Vorsprung aufholen, und nach dem harmlosen Auftritt im Parc des Princes muss man sich fragen, wie sie dies bewerkstelligen wollen.
Désiré Doué nach nur zehn Minuten und Chwitscha Kwarazchelia nach einer guten Stunde schossen die beiden Tore zum verdienten 2:0-Sieg der Franzosen. Äusserst magere 0,18 erwartete Tore wies die Statistik am Ende für das extrem schwache Liverpool aus. Dennoch liess Slot den zum Saisonende wechselnden Mohamed Salah bis zum Ende auf der Bank schmoren.
Dass die Reds nicht höher verloren, lag einerseits am starken Goalie Giorgi Mamardaschwili und andererseits an schwachen Abschlüssen von den Gastgebern. Unter anderem Ousmane Dembélé und Torschütze Doué vergaben weitere aussichtsreiche Chancen. Einmal scheiterte Weltfussballer Dembélé zudem am Pfosten.
So bleibt Liverpool immerhin eine leise Hoffnung fürs Rückspiel von nächstem Dienstag – wobei dann eine deutliche Steigerung hermuss.
Paris Saint-Germain - Liverpool 2:0 (1:0)
SR Sanchez (ESP).
Tore: 12. Doué 1:0. 65. Kwarazchelia 2:0.
Barcelona – Atlético 0:2
Im spanischen Duell zwischen Atlético und Barcelona kamen die Madrilenen erstmals seit 2006 zu einem Auswärtssieg gegen die Katalanen. Sie waren damit gut bedient, fast alles lief für das Team von Langzeitcoach Diego Simeone.
Die Minute vor der Pause hatte es im erst teilweise neuen Camp Nou in sich. Der Barça-Teenager Pau Cubarsi konnte Atléticos Trainersohn Giuliano Simeone nur mit einem Foul daran hindern, alleine aufs Tor zu ziehen. Die Rote Karte war die logische Strafe, und die zweite folgte auf dem Fuss. Der argentinische Weltmeister Julian Alvarez zirkelte den fälligen Freistoss aus gut 20 Metern genau ins Lattenkreuz.
Trotz zahlenmässiger Unterlegenheit war Barcelona auch in der zweiten Hälfte das klar aktivere und gefährlichere Team. Auch hätte es bei einem Handspiel eines Verteidigers bei einem Abstoss des Goalies wohl einen Penalty bekommen müssen. Atlético konnte nur selten Nadelstiche setzen. Einen solchen nutzte aber der eingewechselte Alexander Sörloth, der im Testspiel Norwegens gegen die Schweiz noch blass gewesen war, zum 2:0, indem er eine Flanke ins Netz spitzelte.
Den Vorsprung brachte Atlético mehr oder weniger souverän über die Zeit, auch, weil der Ersatzgoalie Juan Musso einen sehr sicheren Eindruck machte. Barcelona gingen mehr und mehr die Kräfte aus, gerade beim in der ersten Hälfte auffälligen Marcus Rashford. Auch Jungstar Lamine Yamal liess seine Brillanz ab und zu aufblitzen, konnte aber auch keine entscheidenden Akzente setzen.
Nach der ersten Heimniederlage, seit man wieder ins renovierte Camp Nou eingezogen ist, reist Barcelona am kommenden Dienstag mit einer grossen Hypothek nach Madrid. Spielerisch sind sie allerdings klar das bessere Team, dürfen sich dann aber keinerlei Fehler mehr leisten.
FC Barcelona - Atlético Madrid 0:2 (0:1)
SR Kovacs (ROU).
Tore: 45. Alvarez 0:1. 70. Sörloth 0:2.
Bemerkung: 44. Rote Karte Cubarsi (Barcelona/Notbremse). (nih/sda)
