Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Berns Cheftrainer Hans Kossmann, links, waehrend des Meisterschaftsspiels der National League zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers, am Samstag, 1. Februar 2020, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Hans Kossmann gelingt das Heim-Debüt mit dem SC Bern. Bild: KEYSTONE

Bern holt eminent wichtigen Heimsieg im «Tatzenderby» – Biel und Genf gewinnen



Bern – SCL Tigers 3:2

Der Schlittschuhclub Bern wahrte mit einem 3:2-Heimsieg über die SCL Tigers seine Chance, die Playoffs doch noch zu erreichen. 24 Stunden nach dem 0:3 in Ambri kam Meister Bern zum ersten Sieg unter dem neuen Headcoach Hans Kossmann. Der 57-jährige Trainer feierte den ersten Sieg auf Schweizer Eis seit fast zwei Jahren - seit dem in Spiel 7 in Lugano gewonnenen Playoff-Final 2018 mit den ZSC Lions.

Dank dem kapitalen Derby-Sieg darf der SC Bern hoffen, die Playoffs doch noch zu erreichen. Wichtig wird sein, ob die Berner die Nationalmannschaftspause nützen können. Kann Hans Kossmann die Berner wach rütteln? Denn grandios oder souverän spielten die Berner auch gegen Langnau nicht.

Berns Eric Blum, vorne, kaempft um den Puck gegen Tigers Goalie Ivars Punnenovs, hinten, waehrend des Meisterschaftsspiels der National League zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers, am Samstag, 1. Februar 2020, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Die Situation am Playoff-Strich bleibt für die Berner delikat. Acht Runden vor Schluss verbleiben die Berner unter dem Trennstrich auf Platz 9. Auf Platz 11 folgt mit dem HC Fribourg-Gottéron ein Team, welches noch zwei Spiele weniger als die Berner ausgetragen hat. Letzte Saison schaffte der Genève-Servette Hockey Club mit 75 Punkten als Achter die Playoffs, derweil die ZSC Lions mit 74 Zählern in die Abstiegsrunde verwiesen wurden. Um noch auf 75 Punkte zu kommen, dürfen die Berner in den letzten acht Partien bloss noch fünf Punkte abgeben.

Bern - SCL Tigers 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)
17'016 Zuschauer. - SR Mollard/Vikman, Altmann/Cattaneo. -
Tore: 14. Pestoni (Colin Gerber, Praplan) 1:0. 22. Mursak (Pestoni, Scherwey/Ausschluss Berger) 2:0. 35. Maxwell (Schmutz) 2:1. 38. Pestoni (Untersander) 3:1. 49. DiDomenico 3:2. -
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 plus 10 Minuten (DiDomenico) gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Pesonen.
Bern: Karhunen; Untersander, Beat Gerber; Andersson, Blum; Kruger, Colin Gerber; Burren; Mursak, Arcobello, Scherwey; Sciaroni, Ruefenacht, Moser; Pestoni, Ebbett, Praplan; Berger, Heim, Kämpf; Jeremi Gerber.
SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Grossniklaus; Berger, Maxwell, Schmutz, DiDomenico, Gagnon, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Andersons, In-Albon, Sturny.
Bemerkungen: Bern ohne Bieber, Henauer, Grassi (alle verletzt) und MacDonald, SCL Tigers ohne Elo (beide überzählige Ausländer), Blaser, Dostoinow, Earl und Schilt (alle verletzt). - DiDomenico scheitert mit Penalty an Karhunen (32.). - Pfostenschuss Diem (18.). - Timeout SCL Tigers (59:11). (sda)

Biel – Lugano 5:3

Biel gewann ein enges Duell der Tabellennachbarn gegen Lugano mit 5:3. Damien Brunner und Toni Rajala trafen für das sechstklassierte Biel doppelt, Reto Suri war Doppeltorschütze für den Tabellensiebten Lugano. Nationalstürmer Brunner entschied die Partie 71 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit dem Siegtor zum 4:3. Toni Rajala sorgte danach mit einem Empty Netter noch für die Zugabe.

Dank Reto Suri hatten die Gäste davor im Schlussdrittel einen 1:3-Rückstand wettgemacht. Der frühere Zuger war innerhalb von sechs Minuten jeweils bei numerischem Gleichstand erfolgreich.

Biels Damien Brunner, links, jubelt nach seinem Tor zum 2-1 mit Teamkollege Luca Cunti, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und HC Lugano, am Samstag, 1. Februar 2020, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Biel wiederum hatte im Mitteldrittel mit 14:3 Torschüssen aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung gemacht. Vier Sekunden vor Damien Brunners 2:1 für Biel zur Spielmitte hatte Luganos Verteidiger-Veteran Julien Vauclair nur den Pfosten getroffen und somit unfreiwillig die Vorlage für den erfolgreichen Konter der Gastgeber geliefert. Biels Davoser Leihgabe, der finnische Verteidigier Otso Rantakari, erhöhte dann im Schlussdrittel in Überzahl vorübergehend auf 3:1.

Biel - Lugano 5:3 (0:1, 2:0, 3:2)
5928 Zuschauer. - SR Salonen/Tscherrig, Kovacs/Wolf. -
Tore: 13. Bertaggia (Löffel, Ausschlüsse Rathgeb, Walker) 0:1. 25. Rajala (Ullström) 1:1. 30. Brunner (Cunti) 2:1. 41. (40:23) Rantakari (Rajala/Ausschluss Walker) 3:1. 46. Suri (Lajunen) 3:2. 52. Suri (Lajunen) 3:3. 59. Brunner (Cunti) 4:3. 60. (59:33) Rajala 5:3 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 6mal 2 Minuten gegen Lugano.
Biel: Hiller; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Rantakari, Fey; Sataric; Fuchs, Pouliot, Rajala; Riat, Ullström, Nussbaumer; Brunner, Cunti, Künzle; Tschantré, Neuenschwander, Kohler.
Lugano: Zurkirchen; Postma, Wellinger; Chiesa, Riva; Löffel, Vauclair; Jecker, Haussener; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Jörg.
Bemerkungen: Biel ohne Gustafsson, Hügli, Salmela, Ulmer, Lüthi und Wüest (alle verletzt) sowie Schneider (krank), Lugano ohne Bürgler (verletzt). - Pfosten: 30. Vauclair. - Lugano ab 59:06 ohne Torhüter.

Fribourg – Genf 0:3

Fribourg-Gottéron wurde nach drei Siegen in Folge von Genéve-Servette ausgebremst. Die Genfer setzten sich im Romand-Derby auswärts mit 3:0 durch und verbesserten sich auf den 3. Rang.

Die Gäste entschieden im ersten Teil des Mitteldrittels die Partie. Sie erzielten ihre drei Tore dabei innerhalb von fünf Minuten. Deniss Smirnovs im Powerplay, Roger Karrer und der Genfer PostFinance-Topskorer Daniel Winnik waren für die Genfer erfolgreich. Gottérons Goalie Reto Berra wurde beim zweiten und drittten Gegentreffer aus der Distanz von jeweils von den Gästen erfolgreich die Sicht verdeckt. Der Genfer Keeper Gauthier Descloux benötigte 37 Paraden für den vierten Shutout in der laufenden Saison. Bei Servette überzeugten ansonsten vorab die drei ausländischen Stürmer Daniel Winnik, Tommy Wingels und Eric Fehr.

De gauche a droite, le defenseur fribourgeois Ryan Gunderson, le gardien Fribourgeois Reto Berra et le defenseur fribourgeois Benjamin Chavaillaz montrent leur deception a cote de la joie de lÕattaquant genevois Noah Rod, le top scorer genevois Tommy Wingels et lÕattaquant genevois Tanner Richard lors d'un but annule par les arbitres lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League, NL, entre HC Fribourg-Gotteron, HCFG, et Geneve-Servette HC, GSHC, ce samedi 1 fevrier 2020 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

Fribourg-Gottéron agierte zu passiv. Beim dritten Gegentor sah vorab der nicht eingreifende Verteidiger Ralph Stalder in seinem 199. Meisterschaftsspiel für Gottéron schlecht aus. Aber auch in der Offensive agierten die Gastgeber harmlos. Für Gottéron war es schon das sechste Meisterschaftsspiel ohne Torerfolg und bereits das zweite in dieser Saison gegen Genève-Servette. In Genf hatte Gottéron am 21. Dezember ebenfalls mit 0:3 den Kürzeren gezogen.

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)
6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Dipietro, Kaderli/Ambrosetti. -
Tore: 23. Smirnovs (Miranda/Ausschluss Sprunger) 0:1. 27. Karrer (Fehr) 0:2. 28. Winnik (Maurer) 0:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Wingels.
Fribourg-Gottéron: Berra; Abplanalp, Marti; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Stalder; Gähler; Brodin, Schmid, Stalberg; Rossi, Walser, Marchon; Sprunger, Boychuk, Mottet; Lauper, Schmutz, Vauclair; Lhotak.
Genève-Servette: Descloux; Jaquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Le Coultre, Kast; Smons; Miranda, Fehr, Winnik; Wingels, Richard, Rod; Maillard, Smirnovs, Bozon; Wick, Berthon, Douay; Patry.
Bemerkungen: Gottéron ohne Furrer, Bykow und Desharnais (alle verletzt), Servette ohne Mercier, Riat, Völlmin und Fritsche (alle verletzt).

Die Tabelle

(zap/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Die verschmähten Junioren, die unsere Klubs Millionen kosten

Die laufende U20-WM erklärt uns, warum die Spieler-Löhne so hoch sind und entlarvt, wie absurd die Erhöhung auf zehn Ausländer ist.

Bei der U20-WM treten jedes Jahr die besten Junioren-Spieler der Welt an. In der Regel sind auch die besten Kanadier und Amerikaner dabei – abgesehen von ein paar Ausnahmen, die es zu diesem Zeitpunkt bereits in die NHL geschafft und keine Freigabe bekommen haben. Die U20-WM eignet sich also vorzüglich dazu, internationale Vergleiche anzustellen.

Nur Fakten, keine Polemik. Der Beginn der neuen, grossen Zeit unseres Hockeys können wir gut in die Saison 1997/98 verlegen. Bei der U20-WM in Helsinki …

Artikel lesen
Link zum Artikel