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Playoff-Final: Davos stiehlt Sieg in Fribourg dank Goalie Aeschlimann

Samuel Walser (HCFG), gauche, lutte pour le puck avec le gardien Sandro Aeschlimann (HCD), droite, lors du quatrieme match de la finale des play-offs du championnat suisse de hockey sur glace de Natio ...
HCD-Goalie Sandro Aeschlimann hält seine Weste rein.Bild: keystone

Fribourg verzweifelt an Aeschlimann – der HCD bringt den 1:0-Minisieg über die Zeit

De HC Davos gleicht den Playoff-Final gegen Fribourg-Gottéron mit dem zweiten Auswärtssieg wieder aus. Nach dem 1:0 in Freiburg steht es in der Best-of-7-Serie 2:2.
24.04.2026, 18:3024.04.2026, 23:15
marcel hauck / keystone-sda

Der Heimvorteil spielt in dieser recht kuriosen Finalserie bislang keine Rolle. Jedes Mal geht das Auswärtsteam früh in Führung, jedes Mal gewinnt es danach auch. Erstmals kam es in einem Schweizer Playoff-Final in den ersten vier Spielen zu vier Auswärtssiegen.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/HC Davos

Am Freitagabend in Freiburg war es Julian Parrée, der in der 5. Minute nach einem Fehlpass von Jamiro Reber enteilte und eiskalt in die nahe Ecke abschloss. Der 23-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs ist ein Symbol der Ausgeglichenhet der Davoser in dieser Saison. Nach seinem zweiten Treffer ist der Viertlinien-Flügel nun bester Skorer dieses Finals.

«Es ist verrückt, dass es nur Auswärtssiege gibt. Aber egal, wir versuchen einfach, den Sieg zu holen, ob das zuhause oder auswärts ist. Jetzt wollen wir zuhause den dritten Sieg holen.»
HCD-Stürmer Adam Tambellini

Besonders erfreulich ist für Davos auch die Rückkehr des seit Mitte Januar nach einer Kopfverletzung ausgefallenen Centers Enzo Corvi. Dafür fehlt Verteidiger Michael Fora nach seinem Kurz-Comeback am Mittwoch wieder, ebenso wie Filip Zadina nach dem Stockfoul von Lucas Wallmark. Er wurde durch Adam Tambellini ersetzt, der erstmals in diesem Final zum Einsatz kam und unauffällig blieb.

Aeschlimanns dritter Shutout

Wie im ersten Heimspiel geriet Fribourg früh in Rückstand und konnte trotz grosser Bemühungen nichtn mehr reagieren. Und wie am letzten Montag stand das Schlussresultat nach dem ersten Drittel fest. 36 Mal schossen die Freiburger auf das Tor des äusserst stilsicheren und ruhigen Sandro Aeschlimann, etwas Zählbares resultierte aber nicht. Der Berner feierte seinen dritten Shutout in diesen Playoffs.

Ein wichtiger Grund dafür ist das geradezu unterirdisch schlechte Powerplay. Auch mit der Rückkehr von Marcus Sörensen nach dreimonatiger Verletzungspause ist es kein bisschen besser geworden. Die Spieler von Coach Roger Rönnberg agieren viel zu umständlich mit einem Mann mehr und zunehmend auch ohne Selbstvertrauen.

Fribourg am Ende ohne Saft

Vor allem im Mitteldrittel dominierte Fribourg so deutlich wie noch kein Team in dieser Finalserie zuvor. Mit der Führung im Rücken standen die Davoser aber gut und liessen nur wenige wirklich heikle Aktionen zu. Die kleinen Duelle in der gefährlichen Zone vor den Toren, vor allem bei Abprallern, gewannen mehrheitlich die Gäste. Im letzten Abschnitt konnten die Freiburger nicht an den Elan des zweiten Drittels anknüpfen, das Team wirkte müde und ohne zündende Ideen. Erst in den letzten fünf Minuten drückte man noch einmal energisch, jedoch ohne Erfolg.

«Wir hatten genug Chancen, um einige Tore zu erzielen, aber das ist uns leider nicht gelungen. Nun müssen wir einfach hoch nach Davos und es dort wieder besser machen. Es gibt nichts anderes, als uns einfach auf unser Spiel zu konzentrieren.»
Gottéron-Verteidiger Patrik Nemeth

Nun geht es am Sonntag für das fünfte Spiel wieder ins Bündnerland zurück, der Heimvorteil liegt wieder beim Qualifikationssieger. Ob dieser in diesem Final noch zum tatsächlichen Vorteil wird? In der Qualifikation endeten jedenfalls alle Duelle mit Heimsiegen.

Le PostFinance top scorer Henrik Borgstroem (HCFG), en action lors du quatrieme match de la finale des play-off du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotter ...
Fribourg enttäuschte insbesondere in Überzahl erneut.Bild: keystone

Fribourg-Gottéron 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Borga/Kaukokari; Altmann/Duc.
Tore: 5. Parrée (Barandun) 0:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg, 4mal 2 Minuten gegen Davos.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Frehner, Ryfors, Tambellini; Kessler, Asplund, Waidacher; Stransky, Corvi, Lemieux; Knak, Egli, Parrée; Aebli.
Bemerkungen: Fribourg ohne Glauser, Schmid, Arola (alle verletzt), Ljunggren, Rau und Rattie (überzählige Ausländer), Davos ohne Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein , Zadina (alle verletzt), Claesson, und Taponen (überzählige Ausländer). 42. Tor von Tino Kessler nach Coach's Cahellenge wegen Goaliebehinderung nicht anerkannt. Fribourg von 57:38 bis 58:58 und ab 59:18 ohne Torhüter. 59. Timeout Fribourg. (abu/sda)

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55 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JtotheP
24.04.2026 21:29registriert Februar 2018
Meine Güte, schaut doch einfach den Match anstatt hier wieder über einzelne Spieler oder Trainer irgend ein Mist zu schreiben. Was ist los mit der HCD Fanbase?
Entweder sind die Spieler unfair, zu weich, zu hart, zuviel von dem oder das. - wird doch geiles Hockey gespielt verflucht -
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Glenn Quagmire
24.04.2026 22:24registriert Juli 2015
Mit Fanbrille erfasste Kommentare sind irgendwo zwischen erbärmlich und peinlich. Von beiden Fanlagern.
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Jacques #23
24.04.2026 22:24registriert Oktober 2018
Das 1 zu 0 war schon gegen Züri wegweisend.

Jetzt brauchts den ersten Heimsieg. Mit Corvi und Tambo gibt's mehr Bully, mehr Scheiben und mehr Raum in Davos.

Sauber runter gespielt.
Bravo HCD.
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55
Dieser ungesühnte Stockschlag erzürnt die Hockey-Schweiz (abzüglich Freiburg)
Im Playoff-Final ist der HC Fribourg-Gottéron mit 2:1 in Führung gegangen. Beim Overtime-Sieg in Davos liefert eine Szene besonders viel Gesprächsstoff.
Julien Sprunger ist der Held des Abends in Davos. Die 40-jährige lebende Legende des HC Fribourg-Gottéron erzielt in der zweiten Verlängerung den Treffer zum 3:2-Auswärtssieg. Auch im dritten Spiel der Finalserie gewinnt damit der Gast.
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