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Eishockey: Servette besiegt den ZSC und behauptet sich als Leader

Die Genfer jubeln nach dem dritten Tor im Eishockeyspiel der National League zwischen den ZSC Lions und Geneve-Servette HC am Samstag, 14. Januar 2023, in der Swiss Life Arena in Zuerich. (KEYSTONE/En ...
Genève-Servette verteidigt in der National League seine Leaderposition mit einem 4:1-Sieg bei den ZSC Lions.Bild: keystone

Servette besiegt den ZSC und behauptet sich als Leader ++ Ajoie verblüfft weiterhin

Der einen Punkt zurückliegende Verfolger Biel setzt sich gegen Meister Zug durch. Rapperswil und Kloten bestätigen ihre Heimstärke. Und Schlusslicht Ajoie verblüfft ebenfalls weiterhin.
14.01.2023, 23:11
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Zürich – Genf 1:4

Die ZSC Lions verlieren gegen Leader Genève-Servette mit 1:4 und kassieren damit erstmals seit der Saison 2018/2019 vier Niederlagen in Folge. Die Gäste waren enorm effizient. Aus den ersten acht Torschüssen realisierten sie drei Torerfolge. Daniel Winnik stellte mit einem Shorthander ins leere Tor das Endresultat her. Es war bereits der Saisontreffer Nummer 15 des Kanadiers.

In der 27. Minute musste sich ZSC-Goalie Ludovic Waeber nach einem Zusammenprall mit Teamkollege Simon Bodenmann angeschlagenen auswechseln lassen. Robin Zumbühl von den GCK Lions kam dadurch zu seinem zweiten Einsatz in der höchsten Spielklasse.

Die Partie hatte schon kurz nach Beginn wegen einer defekten Plexiglas-Scheibe für rund 15 Minuten unterbrochen werden müssen. Der Unterbruch bekam den Gästen besser, die innerhalb von 71 Sekunden ein 2:0 vorlegten. Denis Hollenstein war in seinem 250. National-League-Spiel für die ZSC Lions noch einer der raren Lichtblicke in den Reihen der Stadtzürcher.

Servettes Daniel Winnik, links, kaempft um den Puck gegen Zuerichs Patrick Geering, rechts, im ersten Eishockey Playoff-Halbfinalspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem Geneve-Servett ...
Servettes Daniel Winnik, links, kämpft um den Puck gegen Zürichs Patrick Geering.Bild: keystone

ZSC Lions - Genève-Servette 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)
12'000 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Kohlmüller (GER), Obwegeser/Burgy.
Tore: 13. (12:12) Pouliot (Hartikainen) 0:1. 14. (13:23) Hartikainen (Omark, Filppula/Powerplaytor) 0:2. 27. Tömmernes (Jooris, Hartikainen) 0:3. 37. Texier 1:3. 59. Winnik (Miranda/Unterzahltor!) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3mal 2 plus 5 Minuten (Pouliot) plus Spieldauer (Pouliot) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Wallmark; Filppula.
ZSC Lions: Waeber (27. Zumbühl); Trutmann, Lehtonen; Weber, Geering; Kukan, Phil Baltisberger; Guebey; Bodenmann, Wallmark, Hollenstein; Riedi, Lammikko, Texier; Sigrist, Kärki, Schäppi; Chris Baltisberger, Roe, Bachofner; Melnalksnis.
Genève-Servette: Mayer; Karrer, Tömmernes; Chanton, Auvitu; Völlmin, Le Coultre; Maurer; Miranda, Filppula, Winnik; Praplan, Richard, Rod; Hartikainen, Jooris, Omark; Antonietti, Pouliot, Bertaggia; Berthon.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Andrighetto, Azevedo und Marti (alle verletzt), Genève-Servette ohne Jacquemet, Smirnovs und Vatanen (alle verletzt). ZSC Lions von 58:16 bis 58:57 ohne Torhüter.

Biel – Zug 3:1

Beim 3:1-Sieg von Biel gegen Meister Zug entschied Fabio Hofer mit seinem bereits 15. Saisontor die Partie. Der Österreicher mit Schweizer Lizenz traf in der 52. Minute zum 2:0. Luca Hischier realisierte mit einem Schuss ins leere Tor zum 3:1 seinen dritten Treffer innerhalb von 24 Stunden. Bei beiden Teams stand die etatmässige Nummer 2 im Tor.

Bei Biel ersetzte Rytz den am Vortag von seiner Verletzungspause zurückgekehrten Harri Säteri. Bei Zug wurde Nationalmannschafts-Goalie Leonardo Genoni im Hinblick auf das Halbfinal-Rückspiel in der Champions Hockey League gegen Tappara Tampere vom Dienstag geschont. Luca Hollenstein vertrat Genoni in der laufenden Meisterschaft zum siebten Mal als Start-Goalie.

Biels PostFinance Top Scorer Fabio Hoferm, MItte-rechts, jubelt nach seinem Tor zum 2-0, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen EHC Biel und EHC Zug, am Samstag, 14. Januar 20 ...
Biels Top-Scorer Fabio Hofer, Mitte-rechts, jubelt nach seinem Tor zum 2:0.Bild: keystone

Biel - Zug 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
6512 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Urban (AUT), Altmann/Huguet.
Tore: 1. (0:53) Künzle (Brunner, Sheahan) 1:0. 52. Hofer (Olofsson) 2:0. 54. Martschini (Kovar, Herzog) 2:1. 60. (59:46) Hischier (Forster, Lööv) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 2mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Hofer; Hofmann.
Biel: Rytz; Rathgeb, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Delémont, Forster; Stampfli; Hischier, Sallinen, Rajala; Hofer, Froidevaux, Olofsson; Brunner, Sheahan, Künzle; Tanner, Schläpfer, Kessler; Bärtschi.
Zug: Hollenstein; Geisser, Djoos; Schlumpf, Almquist; Gross, Kreis; Stadler; Martschini, Kovar, Cehlarik; Simion, O'Neill, Hofmann; Allenspach, Senteler, Herzog; Klingberg, Leuenberger, Suri; Zehnder.
Bemerkungen: Biel ohne Cunti, Haas, Schneeberger (alle verletzt) und Säteri (überzähliger Ausländer), Zug ohne Abdelkader (überzähliger Ausländer) und Hansson (verletzt). Zug von 58:11 bis 59:46 ohne Torhüter.

Rapperswil – Fribourg 4:3 n.P.

Die Rapperswil-Jona Lakers bestätigten ihre Position als stärkstes Team im neuen Jahr mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen Fribourg-Gottéron. Für die St. Galler war es der fünfte Erfolg aus den letzten sechs Spielen. Gian-Marco Wetter erzielte das Siegtor im Penaltyschiessen.

Fribourg-Gottéron machte einen 0:3-Rückstand innerhalb von fünfeinhalb Minuten wett. Captain Julien Sprunger erzielte das 3:3 (44.) und bereitete das 2:3 aus Freiburger Sicht in Überzahl durch Marcus Sörensen (42.) vor. Die unlängst noch sieggewohnt gewesenen Romands bezogen die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen.

Fribourg-Gotteron Verteidiger Ryan Gunderson gegen SC Rapperswil-Jona Lakers Stuermer Pontus Aberg waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers ...
Fribourg-Gotteron Verteidiger Ryan Gunderson gegen SC Rapperswil-Jona Lakers Stürmer Pontus Aberg.Bild: keystone

Rapperswil-Jona Lakers - Fribourg-Gottéron 4:3 (0:0, 3:1, 0:2, 0:0) n.P.
5362 Zuschauer. - SR Wiegand/Ströbel, Steenstra (CAN)/Gnemmi.
Tore: 24. Forrer (Dünner) 1:0. 30. Vouardoux (Schroeder, Jordan) 2:0. 37. (36:51) Aberg (Cervenka) 3:0. 38. (37:46) Kuokkanen (Gunderson/Powerplaytor) 3:1. 42. Sörensen (De la Rose, Sprunger/Powerplaytor) 3:2. 44. Sprunger (Gunderson) 3:3.
Penaltyschiessen: Rask -, Schroeder -; Sörensen -, Aberg -; Mottet -, Moy 1:0; Bertschy 1:1, Wetter 2:1; Desharnais -.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Cervenka; Bertschy.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Noreau, Maier; Vouardoux, Profico; Aebischer, Jordan; Baragano; Aberg, Rowe, Cervenka; Moy, Schroeder, Wetter; Zangger, Albrecht, Cajka; Lammer, Dünner, Forrer.
Fribourg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Jecker; Diaz, Chavaillaz; Sutter, Dufner; Seiler; Sprunger, De la Rose, Sörensen; Rossi, Schmid, Jörg; Mottet, Desharnais, Kuokkanen; Marchon, Rask, Bertschy; Bykow.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Alge, Djuse, Elsener, Jensen und Wick (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Berra, Walser (beide verletzt) und Vainio (überzähliger Ausländer).

Kloten – Langnau 4:3 n.P.

Kloten setzt sich gegen die SCL Tigers leistungsgerecht mit 4:3 nach Penaltyschiessen durch. Die Zürcher Unterländer hatten bis zum Ablauf der Overtime ein deutliches Plus an Torschüssen (56:34) verzeichnet. Die Tigers glichen dreimal aus, die ersten zweimal durch Vili Saarijärvi.

Für den Finnen waren es die Saisontore Nummer 9 und 10. Und das zweite Doppelpack in der National League nach dem 19. November gegen Ambri, mit dem Saarijärvi dann in der Altjahreswoche den Spengler Cup gewann. Auch Klotens Marc Marchon erzielte seine Saisontore Nummer 9 und 10. Aufsteiger Kloten hat vor eigenem Publikum in nur fünf von 20 Heimspielen keinen Punktgewinn verzeichnet.

Tigers Sebastian Schilt, links, im Kampf um den Puck gegen Klotens Jesper Peltonen, rechts, waehrend dem Qualifikations-Spiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem EHC Kloten, am Freita ...
Tigers Sebastian Schilt, links, im Kampf um den Puck gegen Klotens Jesper Peltonen.Bild: keystone

Kloten - SCL Tigers 4:3 (2:1, 0:1, 1:1, 0:0) n.P.
5679 Zuschauer. - SR Stricker/Mollard, Stalder/Meusy.
Tore: 7. Marchon (Aaltonen, Loosli) 1:0. 18. Saarijärvi (Michaelis/Powerplaytor) 1:1. 20. (19:24) Aaltonen (Ekestahl-Jonsson/Powerplaytor) 2:1. 30. Saarijärvi 2:2. 43. Rohrbach (Zryd) 2:3. 50. Marchon (Powerplaytor) 3:3.
Penaltyschiessen: Faille -, Saarijärvi -; Ruotsalainen 1:0, Saarela -; Ang -, Rohrbach -; Ekestahl-Jonsson 2:0, Michaelis 2:1; Simic 3:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Kloten, 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Ang; Michaelis.
Kloten: Metsola; Reinbacher, Kellenberger; Ekestahl-Jonsson, Peltonen; Nodari, Steiner; Kindschi; Marchon, Aaltonen, Ruotsalainen; Ang, Faille, Meyer; Simic, Bougro, Schreiber; Loosli, Ness, Obrist; Derungs.
SCL Tigers: Charlin; Lepistö, Schilt; Saarijärvi, Grossniklaus; Guggenheim, Zryd; Erni; Lapinskis, Michaelis, Pesonen; Weibel, Eakin, Saarela; Rohrbach, Schmutz, Douay; Berger, Neuenschwander, Sturny; Diem.
Bemerkungen: Kloten ohne Altorfer, Dostoinov, Lindemann, Riesen und Schmaltz (alle verletzt).

Ajoie – Bern 6:3

Schlusslicht Ajoie avanciert nach neun Spielen unter Trainer und Sportchef Julien Vauclair zum «Team der Stunde». Die Jurassier führen beim 6:3 gegen Bern die Entscheidung mit vier Toren zur 5:1-Führung im Mitteldrittel herbei.

Jonathan Hazen traf doppelt für Ajoie, das den sechsten Sieg aus den letzten acht Spielen errang. Für die Jurassier war es zudem der zweite Erfolg über den SCB seit dem Wiederaufstieg (2021). Immerhin sorgte Benjamin Baumgartner, der Österreicher mit Schweizer Lizenz, mit dem 2:5 aus Berner Sicht noch für ein rares Highlight mit seinem Treffer in doppelter Unterzahl. Seit Oktober 2020 ist dies keinem Spieler in der National League gelungen.

Ajoies Reto Schmutz gegen Berns Torhueter Daniel Manzato und Ramon Untersander, von rechts, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Ajoie und dem SC Bern in der Raiffeis ...
Ajoies Reto Schmutz gegen Berns Torhüter Daniel Manzato und Ramon Untersander (von rechts).Bild: keystone

Ajoie - Bern 6:3 (1:1, 4:0, 1:2)
5187 Zuschauer. - SR Tscherrig/Dipietro, Wolf/Urfer.
Tore: 3. Fuss (Untersander, Baumgartner) 0:1. 11. Hazen (Pilet, Devos) 1:1. 23. Brennan (Asselin) 2:1. 33. (32:06) Gauthier (Asselin) 3:1. 33. (32:59) Devos 4:1. 34. (33:44) Hazen 5:1. 49. Baumgartner (Sceviour/bei 3 gegen 5!) 5:2. 56. Pouilly 6:2 (ins leere Tor). 60. (59:15) Sceviour (Colin Gerber, Meile) 6:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ajoie, 4mal 2 plus 5 Minuten (Bader) gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Devos; DiDomenico.
Ajoie: Wolf; Pouilly, Brennan; Birbaum, Pilet; Hauert, Fey; Hazen, Gauthier, Bozon; Asselin, Devos, Schmutz; Sciaroni, Frossard, Romanenghi; Huber, Macquat, Vouillamoz; Arnold.
Bern: Manzato; Untersander, Colin Gerber; Goloubef, Zgraggen; Pinana, Beat Gerber; Meile; DiDomenico, Bader, Kahun; Fahrni, Lindberg, Moser; Vermin, Sceviour, Scherwey; Fuss, Baumgartner, Ennis; Ritzmann.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bakos, Derungs, Garessus, Gauthier-Leduc und Rouiller (alle verletzt), Bern ohne Bärtschi, Gelinas, Mika Henauer, Lehmann und Loeffel (alle verletzt). Bern von 53:18 bis 55:27 ohne Torhüter.

Tabelle

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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T-6430-83
15.01.2023 00:59registriert Dezember 2020
Ein Tor wird aberkannt, weil sich ein Hosenzipfel eines Spielers einen Zentimeter innerhalb des Torraumes befindet... wenn strunzdumme Regeln ein Spiel kaputt machen...
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Decepticon
15.01.2023 04:09registriert April 2022
Schaut euch mal das aberkannte 4:1 von Rappi-Fribourg an. Also ehrlich, so grotesk war noch keine Entscheidung auf “Torhüterbehinderung” dieses Jahr. Nicht mal die Schlittschuhe im Torraum, der Popo von Rowe ist 2 cm rein geragt. Spinnen unsere Liga und die Schiris dieses Jahr nun komplett? We need to talk..
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SF_49ers
15.01.2023 00:54registriert Mai 2020
Liebe liga und schiedsrichter. Wenn man das tor von rappi (rowe steht mit dem hinter einen zentimeter im torraum ohne den torhüter zu berühren) wegen torhüterbehinderung aberkannt, kann man aufhören eishockey zu spielen. Bei berührungen kann man ja noch darüber diskutieren. Aber das war einfach lächerlich
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