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Patrick Fischer, links, Schweizer Eishockey Head Coach und Lars Weibel, rechts, General Manager orientieren an einer Medienkonferenz in Zuerich am Donnerstag, 24. Oktober 2019 ueber die Vetragsverlaengerung von Patrick Fischer.   (KEYSTONE/Walter Bieri)

Patrick Fischer und Lars Weibel verfolgen mit dem Nationalteam einen klaren Plan. Bild: KEYSTONE

Fischer fordert Kampfbereitschaft: «Es sind für uns unglaublich gute Tests»

Am Donnerstag startet die Schweiz am Deutschland Cup in Krefeld in die Heim-WM-Saison. Nebst guten Resultaten gegen die Slowakei, Deutschland und Russland steht die Weiterentwicklung junger Spieler im Vordergrund.

sascha fey / sda



Es geht zur Sache im Training in Kloten, die Intensität ist hoch. Schliesslich soll die Mannschaft am Donnerstag gegen die Slowakei von Beginn weg bereit sein. «Es sind für uns unglaublich gute Tests», sagte Nationaltrainer Patrick Fischer.

Natürlich wollen die Schweizer nach Möglichkeit jede Partie gewinnen, es geht aber auch darum, noch mehr Breite zu schaffen. Darum stehen sechs Neulinge im Aufgebot; einzig Noah Rod (39) und Pius Suter (28) haben mehr als 20 Länderspiele bestritten. Die beiden sind auch die einzigen, die schon WM-Erfahrung haben.

«Wir können taktisch ein paar Sachen ausprobieren.»

Patrick Fischer

«Solche Turniere sind extrem wichtig für einen einzelnen Spieler», erklärte Fischer. «Es sind Leute hier, die sehr gut spielen in der Liga. Nun kriegen sie eine neue Motivation, einen neuen Blickwinkel, sodass sie nicht in ihrer Komfortzone bleiben. Sie gehen nach Hause und wissen, woran sie noch arbeiten müssen. Und wir können taktisch ein paar Sachen ausprobieren.»

«Die Leute reden vom Gewinnen. Das ist ein Vertrauensbeweis.»

Patrick Fischer

Vor einem Jahr belegten die Schweizer nach Siegen gegen die Slowakei (3:2) und Deutschland (4:3 n.P.) sowie der abschliessenden Niederlage gegen Russland (2:4) den 2. Platz. «Wir zeigten von der Intensität her ein super Turnier», blickte Fischer zurück. Auch diesmal fordert er Tugenden wie Kampfbereitschaft, Zweikampfstärke, gute Arbeit vor dem Tor.

SC Rapperswil-Jona Lakers Torhueter Melvin Nyffeler waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem SC Bern am Freitag, 11. Oktober 2019, in Rapperswil. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Melvin Nyffeler kommt in Krefeld zu seinem Nati-Debüt. Bild: KEYSTONE

Da die WM im kommenden Jahr in Zürich und Lausanne über die Bühne geht, ist es für Fischer eine «spezielle Saison». «Ich durfte schon als Spieler eine Heim-WM (1998) erleben. Das war ein Highlight in meinem Leben.» Von einem Heim-Nachteil, wovon damals Ralph Krueger gesprochen hat, will er nichts wissen. «Logisch merkst du die Erwartungen, aber das ist auch schön. Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem die Leute an uns glauben. Sie reden vom Gewinnen. Das ist ein Vertrauensbeweis.»

Das ist jedoch nicht nur den guten Resultaten geschuldet, sondern auch Fischer, der immer wieder betonte, dass auch die Schweiz einmal Weltmeister werde. Das sei Mathematik. «Wir setzten uns in den letzten Jahren bewusst hohe Ziele, damit wir an diesem Druck nicht mehr zerbrechen. Wir sind gewachsen. An den letzten drei Weltmeisterschaften zeigten wir konstant gute Leistungen, auch in den K.o.-Spielen, wenn es zählte. Nun wird der Support riesig sein, das ist in unserem Sport schon wichtig.»

Fischer findet, dass sein Team an der letzten WM in der Slowakei von der Art und Weise her gar noch besser spielte als im Jahr zuvor beim Gewinn der Silbermedaille. Die Schweizer schieden im Viertelfinal gegen Kanada aus, nachdem sie 0.4 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich kassiert hatten. «Wir waren gegen die Grossen in jeder Partie ganz klar auf Augenhöhe, die Defensive in der eigenen Zone war noch stabiler», sagte Fischer.

«In der Offensive versuchen wir zwei, drei Sachen zu ändern. Wir müssen immer noch mehr kreieren.»

Patrick Fischer

Der nächste Schritt ist nun, unter höchstem Druck noch besser zu verteidigen, in gewissen Situationen noch cleverer zu agieren. Das System, ohne Puck viel Druck auszuüben, bleibt «grundsätzlich gleich. In der Offensive versuchen wir zwei, drei Sachen zu ändern. Wir müssen immer noch mehr kreieren», forderte Fischer. Ausserdem soll die eigene blaue Zone besser gehalten werden.

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Die Highlights des letztjährigen Spiels gegen Deutschland Video: YouTube/MAGENTA SPORT

Die Schweizer befinden sich definitiv auf dem richtigen Weg. Insofern war die Verlängerung des Vertrages mit Fischer bis 2024 ein wichtiges Zeichen. Der 44-Jährige will das Vertrauen zurückgeben. «Wir haben noch einige Schritte zu gehen. Darum freut es mich, dass wir den Prozess weiterziehen dürfen.» (sda)

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