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NHL-Draft: Gavin McKenna droht eine lange Haftstrafe

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Gavin McKenna droht eine lange Haftstrafe.Bild: www.imago-images.de

Möglichem Top-Pick im nächsten NHL-Draft droht eine 20-jährige Haftstrafe

Supertalent Gavin McKenna gilt als möglicher Top-Pick im kommenden NHL-Draft. Da dem Kanadier eine lange Haftstrafe droht, könnte sein Traum der Profikarriere bereits platzen.
06.02.2026, 10:1007.02.2026, 07:36

Er gehört zu den grössten Eishockeytalenten der Welt. In der letzten Saison sammelte Gavin McKenna für die Medicine Hat Tigers in der kanadischen Juniorenliga Western Hockey League in 72 Partien satte 168 Skorerpunkte (50 Tore, 118 Assists), somit war McKenna im Schnitt an über zwei Treffern pro Spiel beteiligt.

Auf die laufende Saison hin wechselte der 18-Jährige aufs College an die Penn State University, auch in der NCAA skort er im Schnitt mehr als einmal pro Partie (32 Skorerpunkte in 24 Einsätzen). Logisch wird er als Top-Talent im kommenden NHL-Draft gehandelt. Eigentlich wäre alles bereit für eine grosse Karriere in der besten Eishockeyliga der Welt. Doch nun droht der Traum bereits wieder zu platzen.

Highlights von McKenna.Video: YouTube/Delta Highlights

Der Offensivspieler war am Samstag in eine Schlägerei verwickelt. Wie The Athletic berichtet, habe McKenna in der Nähe eines Parkhauses zweimal auf einen Mann eingeschlagen. Dieser musste danach wegen eines gebrochenen Kiefers und eines verlorenen Zahnes ins Krankenhaus eingeliefert werden. Daraufhin wurde McKenna unter anderem wegen Körperverletzung, Belästigung und ordnungswidrigem Verhalten angeklagt.

Update
Gavin McKenna wurde etwas entlastet. So gab der zuständige Staatsanwalt bekannt, dass die Klage wegen schwerer Körperverletzung, für die eine Strafe von bis zu 20 Jahren Haft gedroht hätte, fallen gelassen wurde. McKenna wird jedoch weiterhin für Körperverletzung, Belästigung und ordnungswidrigem Verhalten angeklagt.

Der Grund für die mildere Anklage ist, dass Videoaufnahmen keine Intention zur schweren Körperverletzung zeigen, und die Verletzungen beim Opfer weniger schlimm sind, als ein Polizist​ nach einem ersten Besuch befand. So fehlte dem Opfer kein Zahn und war der Kiefer nicht auf beiden, sondern nur einer Seite gebrochen.

Überwachungskameras zeigen, wie der 18-Jährige ein Pub verliess. Kurz darauf kam es in einem nahegelegenen Parkhaus zunächst zu einem Wortgefecht, bevor die Fäuste flogen.

Dem Kanadier könnte nun eine lange Haftstrafe drohen. Wegen Körperverletzung könnte man im Bundesstaat Pennsylvania im schlimmsten Fall für 20 Jahre hinter Gittern landen und/oder eine Busse von 25'000 US-Dollar kassieren. Der Spieler, der nach der Anklageerhebung gegen eine Kaution von 20'000 Dollar wieder freigelassen wurde, hat sich bisher nicht zum Vorfall geäussert.

NCAA, College League, USA Hockey: Michigan State at Penn State Jan 31, 2026 State College, PA, USA Penn State Nittany Lions forward Gavin McKenna 72 moves with the puck during the third period against ...
Bei der Penn State University zeigt McKenna starke Leistungen.Bild: www.imago-images.de

John Hanna, stellvertretender Direktor für strategische Kommunikation der Penn State Athletics, erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber The Athletic: «Wir sind uns bewusst, dass Anklage erhoben wurde. Da es sich jedoch um ein laufendes Gerichtsverfahren handelt, werden wir keine weiteren Kommentare abgeben.» Eine vorläufige Anhörung wurde auf den 11. Februar angesetzt.

Die Zukunft wird zeigen, wie sehr sich das Vergehen von McKenna auf seine Karriere auswirken wird. Der kommende NHL-Draft findet am 26. und 27. Juni in Buffalo statt. (riz)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amarillo
06.02.2026 10:48registriert Mai 2020
Ja gut, man muss mit einer Überschrift das Interesse der Leserschaft wecken, aber den schlimmstmöglichen Fall zu projizieren, ohne eine Begründung dafür zu haben, ist schon etwas BLICK-mässig. Wenn dieses Hockeytalent nicht bereits ein ordentliches Vorstrafenregister aufweist, wird es kaum mit einer derart langen Gefängnisstrafe enden, mal abgesehen von möglichen mildernden Umständen. Geld kann es natürlich eine Menge kosten.
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Prinz Ipiell
06.02.2026 10:27registriert April 2022
Ich denke hier wird aus eine Mücke ein Elefant gemacht.

Die Aussage 'kann mit bis zu x Jahren Gefängnis bestraft werden' bezieht sich auf den absolut schlimmstmöglichen Fall. Eine Kneipenschlägerei gehört da ganz sicher nicht dazu.

Im dümmsten Fall bekommt er ein paar Monate auf Bewährung und muss Schadenersatz zahlen und damit hat es sich.

Ich frage mich auch was mit Opfer dem anderen ist? Ist der unschuldig, nur weil er verloren hat? Vielleicht war es ja sogar Notwehr.
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holden27
06.02.2026 10:17registriert Februar 2015
Dem Artikel lässt sich nicht entnehmen, wie es überhaupt zur Schlägerei gekommen ist und ob er tatsächlich Täter war, oder sich lediglich (übermässig) gewehrt hat. Wenn er auf ein wehrloses Opfer eingeprügelt hat, sieht die Situation natürlich ganz anders aus, als wenn er lediglich 2x zurückgeschlagen hat und ihm dabei den Kiefer gebrochen hat. Mal schauen, ob hier noch weitere Details bekannt werden.
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