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Spengler Cup: Davos scheitert deutlich – Ambri folgt Prag in Final

epa10382993 Davos' goalkeeper Sandro Aeschlimann reacts during the match between Switzerland's HC Ambri-Piotta and HC Davos at the 94th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerla ...
Musste sich viermal geschlagen geben – der fünfte Treffer fiel ins leere Tor: Sandro Aeschlimann.Bild: keystone

Davos scheitert am Spengler Cup deutlich an Ambri – Tessiner folgen Prag in den Final

Der Nordtessiner Dorfklub Ambri-Piotta greift nach der Spengler-Cup-Trophäe. Die Leventiner setzen sich im Halbfinal gegen Gastgeber Davos glatt mit 5:0 durch und stehen bei ihrer zweiten Turnier-Teilnahme erstmals im Final.
30.12.2022, 22:4931.12.2022, 13:02

Ambri trat kompakt und abgeklärt auf. Aus den ersten 20 Torschüssen realisierten die Biancoblu gegen den tadellosen HCD-Keeper Sandro Aeschlimann vier Treffer.

Das 2:0 sowie das 3:0 erzielte Ambri in Spezialsituationen. Dario Bürgler, der schon für Davos und Lugano am Spengler Cup stürmte, erzielte in doppelter Überzahl das 2:0. Es war bereits das dritte Turniertor des 35-Jährigen.

Der Tscheche Filip Chlapik führte dann mit dem 3:0 in Unterzahl (37.) die Vorentscheidung herbei. Brandon McMillan, Neuzugang Nando Eggenberger sowie Inti Pestoni mit einem Empty Netter waren die anderen Torschützen. Janne Juvonen blieb am 94. Spengler Cup mit 22 Paraden als erster Goalie ohne Gegentor.

In einem Podcast zum Spengler Cup hatte die Schweizer Spieler-Legende Mark Streit (u. a. ex-Davos) vor der Partie gesagt, dass Davos die Partie möglichst lange ausgeglichen halten müsse. Ab einem Zwei- oder Mehrtore-Rückstand könnten sich ansonsten ein überstrapazierter Energie-Haushalt der Gastgeber bemerkbar machen. So kam es auch. Der HCD bemühte sich zwar redlich und verzeichnete selbst mehrere Torchancen. Doch insgesamt fehlte die Agilität und Dynamik aus vollen Energiespeichern.

Im vierten aufeinanderfolgenden Spiel innerhalb von vier Tagen machten sich beim Gastgeber übersäuerte Beine bemerkbar. Selbst beim sonst so unverwüstlichen Dauerleister Andres Ambühl (39) war dies im Mitteldrittel zu sehen. In der Entstehung von Ambris Unterzahl-Tor zum 3:0 verlor der Captain des HCD in der Vorwärtsbewegung die Scheibenkontrolle. Kurz davor hatte sich Ambühl bereits eine unnötige Zweiminuten-Strafe wegen Haltens eingehandelt. Ein von Ambühl herausgeholter Penalty kurz vor Ende des Startdrittels landete zudem noch an der Lattenoberkante.

Davos' Dominik Egli, left, and Andres Ambuehl, during the game between Czech Republic's HC Sparta Praha and Switzerland's HC Davos, at the 94th Spengler Cup ice hockey tournament in Dav ...
Andres Ambühl erlebte einen unglücklichen Auftritt.Bild: keystone

Nach dem Ausscheiden des HCD bleibt das bereits in den Viertelfinals ausgeschiedene Team Canada alleiniger Rekordgewinner des Spengler-Cups. Die Kanadier gewannen bislang 16 Mal in Davos. Davos hatte 2011 letztmals sein Traditionsturnier gewinnen können. Immerhin erfolgte nach dem sieglosen Auftritt von 2019 eine Korrektur des HCD mit Siegen über das Team Canada und IFK Helsinki.

Ambri kann derweil die vierte bedeutende Trophäe seiner Klubgeschichte gewinnen. Der Klub war zwar noch nie Schweizer Meister, gewann aber um die Jahrtausendwende drei Titel innert Jahresfrist. In Kosice und Berlin den Continental Cup und dazwischen den europäischen Super Cup mit einem 2:0-Sieg in der Valascia gegen den damaligen Meistercup-Gewinner Metallurg Magnitogorsk. Zudem waren die Leventiner 1962 Schweizer Cupsieger. Und 1999 immerhin Playoff-Finalist. Ambris Finalgegner am Silvestermittag ist Sparta Prag.

Ambri fans and general view Eisstadion Davos during the game between Switzerland's HC Ambri-Piotta, and Swedens Oerebro HK, at the 94th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, M ...
Ambri liess seine Fans einmal mehr jubeln.Bild: keystone

Ambri-Piotta – Davos 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)
6267 Zuschauer (ausverkauft). SR Nord/Stolc (SWE/SLK), Nyqvist/Sormunen (SWE/FIN).
Tore: 4. McMillan (Kneubuehler) 1:0. 16. Bürgler (Formenton, Zwerger/Ausschluss Corvi, Wieser) 2:0. 37. Chlapik (Ausschluss Isacco Dotti!) 3:0. 48. Eggenberger (Heed) 4:0. 58. Pestoni (Burren, Heed) 5:0 (ins leere Tor).
Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6-mal 2 plus 5 Minuten (Wieser) plus Spieldauer (Wieser) gegen Davos.
Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Burren; Isacco Dotti, Saarijärvi; Fohrler, Zaccheo Dotti; Fischer; Formenton, Grassi, McMillan; Kneubuehler, Heim, Bürgler; Chlapik, Eggenberger, Spacek; Zwerger, Jooris, Pestoni; Trisconi.
Davos: Aeschlimann; Fora, Dahlbeck; Nygren, Barandun; Dominik Egli, Paschoud; Wellinger; Ambühl, Stransky, Corvi; Saarela, Schmutz, Michaelis; Rasmussen, Nordström, Bristedt; Rowe, Knak, Wieser; Chris Egli.
Bemerkungen: 20. Ambühl verschiesst Penalty (Lattenoberkante). (nih/sda)

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