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epa09252138 Players of Canada celebrate with the trophy after winning the IIHF Ice Hockey World Championship 2021 final match between Finland and Canada at the Arena Riga, Latvia, 06 June 2021.  EPA/TOMS KALNINS

Die Kanadier setzen zum grossen Jubel an. Bild: keystone

Kanada ist zum 27. Mal Weltmeister: «Heute wird es nicht viel Schlaf geben»

Kanada ist zum 27. Mal Eishockey-Weltmeister. Das Team von Headcoach Gerard Gallant setzt sich in Riga im Final gegen das als Titelverteidiger angetretene Finnland 3:2 nach Verlängerung durch.



Damit gelang den Kanadiern in der Neuauflage des WM-Finals von 2019 die Revanche – damals hatten die Finnen 3:1 gesiegt. Mit dem 27. WM-Titel schlossen die Nordamerikaner zu Russland auf, das zuvor alleine Rekordweltmeister gewesen war.

«Es ist unglaublich. Es ist speziell, diese Truppe anzuführen. Wir haben immer an uns geglaubt. Heute wird es nicht viel Schlaf geben.»

Adam Henrique, Captain Kanada

Den Siegtreffer erzielte in der 67. Minute Nick Paul. Die Vorarbeit leistete der ebenfalls bei den Ottawa Senators tätige Connor Brown, der Assist-König dieser WM. Brown hatte auch entscheidend dazu beigetragen, dass die Kanadier in der regulären Spielzeit zweimal ausglichen. Vor dem 1:1 (25.) scheiterte er am Pfosten, worauf Maxime Comtois reüssierte. Beim 2:2 von Adam Henrique (53.), der wie schon Comtois in Überzahl erfolgreich war, hatte er ebenfalls den Stock im Spiel. Somit schloss Brown die WM mit 14 Assists sowie total 16 Punkten ab, womit er die Nummer 1 an diesem Turnier war.

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Die Highlights des Spiels. Video: YouTube/IIHF Worlds 2021

Für das 1:0 der Finnen hatte in der 9. Minute eine Sekunde nach Ablauf einer Strafe gegen Kanada Mikael Ruohomaa verantwortlich gezeichnet. Dem Tor haftete indes ein Makel an. Zwar sass Nick Paul zu Recht wegen eines hohen Stocks draussen, jedoch tat der Finne Marko Antilla so, als wäre er im Gesicht getroffen worden, was nicht der Fall war. Insofern hätte auch Antilla auf die Strafbank gehört.

«Kanada war heute besser und verdient diesen Sieg. Wir haben gut gespielt, jeder im Team kann stolz auf sich sein.»

Petteri Lindbohm, Verteidiger Finnland

Das 2:1 (46.) erzielte Verteidiger Petteri Lindbohm, der die vergangenen drei Saisons in der Schweiz tätig gewesen war – zwei Jahre für Lausanne und zuletzt für Biel. Der 27-Jährige, der künftig für Jokerit Helsinki spielt, war zum ersten Mal an diesem Turnier erfolgreich.

Schweiz bleibt Achter und trifft in Peking auf Deutschland

Das Schweizer Nationalteam bleibt in der IIHF-Weltrangliste nach dem 6. Platz an der WM in Riga auf Position 8.

Viertelfinal-Bezwinger Deutschland rückte derweil vom 7. in den 5. Rang vor. Die DEB-Auswahl überholte Tschechien (von 5 auf 6) und Schweden (von 4 auf 7). Weiter in Führung liegt Kanada vor Finnland und Russland, welche die Positionen tauschten. Die USA sind neu Vierte.

Die aktuelle Weltrangliste dient unter anderem als Basis für die Erstellung der Gruppen an den kommenden Olympischen Spielen in Peking. Bereits klar ist, dass die Schweizer in der Vorrunde auf Finnland und Deutschland treffen werden. Der dritte Gegner ist noch offen.

Dass die Kanadier in Riga den Titel geholt haben, ist eine unglaubliche Geschichte. Sie starteten mit drei Niederlagen ins Turnier und verloren auch das letzte Gruppenspiel gegen Finnland (2:3 n.P.). In der Folge waren sie darauf angewiesen, dass es im Spiel zwischen Deutschland und Gastgeber Lettland (2:1) einen Sieger nach 60 Minuten gab. Zupass kam ihnen auch, dass am Montag Kasachstan gegen Norwegen (1:3) verloren hatte. Die Kasachen schlossen die Gruppenphase wie Kanada mit zehn Punkten ab, unterlagen jedoch im Direktduell (2:4).

In der K.o.-Phase schlugen die Nordamerikaner der Reihe nach Russland (2:1 n.V.), USA (4:2) und nun Finnland. Kanada triumphierte, obwohl viele NHL-Stars auf die Reise nach Lettland verzichtet hatten. Einer stiess doch noch nachträglich zum Team: Andrew Mangiapane. Der Stürmer der Calgary Flames fehlte in den ersten drei Spielen und ist das Sinnbild für die Auferstehung der Kanadier. Er steuerte sieben Tore sowie vier Assists zum Titel bei und wurde zum MVP des Turniers gekürt.

Kanada und Finnland trafen zum fünften Mal in einem WM-Final im Eishockey aufeinander, zum vierten Mal setzten sich die Nordamerikaner durch. Dennoch müssen sich die Finnen nicht viel vorwerfen. Sie zeigten auch im Endspiel eine gute Leistung. Sie verloren in der lettischen Hauptstadt keine einzige Partie nach 60 Minuten – Kasachstan unterlagen sie im Penaltyschiessen.

Die Awards an der Hockey-WM

Wertvollster Spieler (MVP): Andrew Mangiapane (CAN).
Bester Torhüter: Cal Petersen (USA).
Bester Verteidiger: Moritz Seider (GER).
Bester Stürmer: Peter Cehlarik (SVK).

Allstar-Team (von den Medien gewählt)
Torhüter:
Jussi Olkinuora (FIN).
Verteidiger: Korbinian Holzer (GER), Seider.
Stürmer: Mangiapane, Conor Garland (USA), Liam Kirk (GBR).​

Finnland - Kanada 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1) n.V.
Riga, Arena. - SR Frano/Romasko (CZE/RUS), Lasarew/Schalagin (RUS).
Tore: 9. Ruohomaa (Kaski) 1:0. 25. Comtois (Brown, Walker/Ausschluss Ohtamää) 1:1. 46. Lindbohm (Nousiainen, Ruohomaa) 2:1. 53. Henrique (Comtois, Brown/Ausschluss Ruohomaa) 2:2. 67. Paul (Brown) 2:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Finnland, 5mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Danforth, Walker) gegen Kanada.
Finnland: Olkinuora; Koivisto, Sund; Kaski, Määtä; Pokka, Ohtamää; Nousiainen, Lindbohm; Anttila, Björninen, Mäenalanen; Ojamäki, Lundell, Ruotsalainen; Pakarinen, Kontiola, Innala; Sallinen, Ruohomaa, Turunen.
Kanada: Kuemper; Walker, Ferraro; Stecher, Power; Bernard-Docker, Beaudin; Schneider; Brown, Henrique, Mangiapane; Bunting, Vilardi, Comtois; Pirri, Danforth, Paul; Foudy, Anderson-Dolan, Hagel; Perfetti.
Bemerkungen: Pfostenschüsse: 23. Comtois, 25. Brown. - 37. Tor von Henrique nach einer erfolgreichen Coaches Challenge wegen Offsides aberkannt. (abu/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

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Alle Eishockey-Weltmeister

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Diese Länder wurden schon Eishockeyweltmeister
quelle: keystone / toms kalnins
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