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Eishockey-WM in Russland, Vorrunde

A: Schweiz – Tschechien 4:5 (1:1,0:1,3:3)

B: USA – Slowakei 2:3 n.V. (0:1,1:0,1:1,0:1)

Ice Hockey - 2016 IIHF World Championship - Group A - Czech Republic v Switzerland - Moscow, Russia - 17/5/16 - Switzerland's Julian Walker falls during the game.  REUTERS/Maxim Shemetov

4:5 gegen Tschechien: Die Schweiz muss vorzeitig nach Hause fliegen. Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

4:5 statt Sieg gegen Tschechien – Hockey-Nati verpasst den WM-Viertelfinal trotz grossem Kampf

Für die Schweizer Nationalmannschaft ist die WM in Moskau nach der Vorrunde zu Ende. Anstatt drei Punkte zu holen, verliert sie gegen Tschechien trotz harter Gegenwehr 4:5.



» Hier gibt's den Liveticker mit allen Highlights zum Nachlesen.

Die Schweizer verpassen zum zweiten Mal seit dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille im Jahr 2013 die Viertelfinals. Von der Niederlage der Eisgenossen profitieren die Dänen, die zum zweiten Mal nach 2010 die Runde der besten acht Teams erreichen.

Die Schweizer gehen in der 12. Minute dank Denis Hollenstein in Führung. In der 42. Minute liegen dann allerdings die Tschechen 3:1 vorne und dies absolut verdient. Zwar schiesst Simon Moser im Powerplay (46.) den Anschlusstreffer zum 2:3; der Berner Flügelstürmer reagiert nach einem Abpraller am schnellsten. Spätestens nach dem 5:2 von Michal Jordan in der 55. Minute gibt es über den Ausgang der Partie aber keinen Zweifel mehr.

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Hollenstein bleibt eiskalt und trifft zum 1:0 für die Schweiz.
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Die Freude währt nicht lange: In Unterzahl kassiert die Schweiz das 1:1
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Der Verteidiger trifft ins leere Tor, nachdem Headcoach Patrick Fischer nach einer Strafe gegen die Osteuropäer alles riskiert und Torhüter Reto Berra durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hat. Immerhin zeigen die Schweizer Moral und kommen dank Noah Schneeberger (56.) und Sven Andrighetto (26 Sekunden vor dem Ende) noch auf 4:5 heran.

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Blum lenkt den Puck zum 2:5 ins eigene Tor.
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Die Tschechen führen die feinere Klinge, dominierten die Partie über weite Strecken. Das 2:1 schiesst Lukas Kaspar per Penalty. Raphael Diaz, der nach zwei verpassten Spielen wegen einer Schulterverletzung in die Aufstellung zurückkehrte, hat den Stürmer von Slovan Bratislava nur mit einem Foul stoppen können. Kaspar erwischt Berra zwischen den Schonern. Damit muss sich der Zürcher Keeper im neunten Penalty gegen ihn an diesem Turnier zum sechsten Mal bezwingen lassen – eine absolut ungenügende Quote.

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Beim Penalty zum 1:2 wird Berra zwischen den Beinen erwischt. streamable

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Freie Sicht, doch Berra greift beim 2:4 daneben.
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Kurz vor dem 1:2 ist der erneut auffällige Andrighetto am Pfosten gescheitert. Dennoch ist die Führung der Tschechen zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient. Die Schweizer bringen in den ersten 28 Minuten nur vier Torschüsse zu Stande. Dennoch gehen sie in der 12. Minute in Führung. Nach einem Pass von Andrighetto zieht Denis Hollenstein alleine auf den tschechischen Keeper Pavel Francouz los und erwischt diesen mit dem zweiten Torschuss der Schweizer in dieser Partie zwischen den Schonern.

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Schneebergers erstes WM-Tor markiert das 3:5. streamable

Die Dominanz der Tschechen wird nach genau 17 Minuten ein erstes Mal belohnt. Für die Schweizer ist das 1:1 jedoch insofern ärgerlich, als dem Tor eine dumme Strafe von Félicien Du Bois vorausgegangen ist . Der Verteidiger des HC Davos, der auch beim 1:3 keine allzu gute Figur machte, kassiert die sechste Strafe in den letzten drei Partien. Beim verdienten Ausgleich ist dann allerdings auch etwas Pech dabei, lenkt doch Michal Berner den Schuss von Michal Kempny mit dem Bein ab.

Das Telegramm

Tschechien – Schweiz 5:4 (1:1, 1:0, 3:3)
Moskau - 8848 Zuschauer. - SR Björk/Piechaczek (SWE/GER), Otmachow/Sefcik (RUS/SVK).
Tore: 12. Hollenstein (Andrighetto, Schäppi) 0:1. 17. Birner (Kempny, Repik/Ausschluss Félicien Du Bois) 1:1. 25. Kaspar 2:1 (Penalty nach Foul von Diaz). 42. Zatovic 3:1. 46. Simon Moser (Félicien Du Bois, Trachsler/Ausschluss Kousal) 3:2. 50. Zohorna (Kousal) 4:2. 55. Joran (Ausschluss Kempny) 5:2 (ins leere Tor). 56. Schneeberger (Simon Moser, Grégory Hofmann) 5:3. 60. (59:34) Andrighetto (Hollenstein) 5:4 (ohne Torhüter).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Tschechien, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Tschechien: Francouz; Jordan, Jerabek; Kolar, Simek; Kempny, Kundratek; Doudera; Cervenka, Plekanec, Pastrnak; Birner, Kovar, Repik; Zatovic, Kousal, Kaspar; Filippi, Faksa, Jarusek; Zohorna.
Schweiz: Berra; Blum, Diaz; Félicien Du Bois, Geering; Weber, Marti; Schneeberger, Grossmann; Niederreiter, Trachsler, Simon Moser; Ambühl, Walser, Grégory Hofmann; Andrighetto, Schäppi, Hollenstein; Marc Wieser, Walker, Dino Wieser.
Bemerkungen: Schweiz ohne Robert Mayer (Ersatztorhüter), Zurkirchen, Martschini und Gaetan Haas (alle überzählig). - Pfostenschuss Andrighetto (24.). - Timeout Tschechien (39.). - Schüsse: Tschechien 31 (13-11-7); Schweiz 23 (3-10-10). - Powerplay-Ausbeute: Tschechien 1/4; Schweiz 1/2. (pre/sda)

Die Tabelle

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spi 17.05.2016 13:57
    Highlight Highlight Toll gekämpft - bravo. Leider war die Hypothek aus den Startspielen zu gross - da wäre mehr drin gelegen.
  • narmigra 17.05.2016 13:50
    Highlight Highlight es lag nie und nimmer an berra diese wm... das problem waren zb. dubois mit vielen unnötigen strafen ect.
    stark gespielt diese wm.
    • leonidaswarmegahappy 17.05.2016 14:10
      Highlight Highlight Meine Rede!🙌🏻 Die Schweiz kann froh sein, einen solchen weltklasse Goalie in ihren Reihen zu haben!
    • Lord_Mort 17.05.2016 14:16
      Highlight Highlight Denke auch, dass zum Beispiel das Spiel gegen Schweden durchaus hätte gewonnen werden können. du Bois nahm darin 2 oder 3 Strafen, was einfach zu viel ist. Zudem wären genügend Torchancen da gewesen, die Effizienz liess leider zu wünschen übrig. Andrighetto hat gegen Schweden gut gespielt, aber er alleine hatte mind. 3 Chancen, von denen er dann leider nur eine verwandelte... Echt schade, dass es jetzt schon vorbei ist. Ich hoffe, dass sich die Schweiz nächstes Jahr wieder steigern kann.
    • Dä Trümli 17.05.2016 14:19
      Highlight Highlight Natürlich lag es nicht blos an Berra....nichts desto trotz war seine Fangquote absolut ungenügend für eine WM.

Die Schweiz ist «B-Weltmeister» – der erstaunlichste Reifeprozess aller Zeiten

4:1 gegen Norwegen. Vier Siege zum WM-Auftakt hatten wir auch schon. Aber noch nie auf diese Art und Weise. Die grosse Frage lautet nun: Wie weit kommt die «neue» Schweiz?

Kehren wir ein wenig in die Vergangenheit zurück, um die Leistungen der Schweizer hier in Bratislava einzuordnen. Die Vergangenheit hilft uns, die Gegenwart besser zu verstehen.

Also: Im letzten Jahrhundert mit der alten Ordnung des «Kalten Krieges» war auch die Hockeywelt überschaubar. Eingeteilt in eine A-, B- und C-WM. Die A-WM als oberste Stufe umfasste bloss 6 und später 8 Nationen. Und nicht 16 wie heute.

Die Schweiz gehörte mit Ausnahme von zwei schmachvollen Jahren in der C-WM (1969, …

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