Schweizer Titelserie endet: EVZ scheitert im CHL-Halbfinal an Lulea
Das Rückspiel in Nordschweden verloren die Zuger mit 2:3. Schon das Hinspiel in Zug hatte der EVZ mit 2:3 verloren.
Gerne hätten die Zuger im Europacup ihre Resultatkrise beendet. Die Innerschweizer investierten viel ins Spiel. Sie bemühten sich auch. Letztlich war Luleas Sieg und sowieso das Weiterkommen aber hochverdient. Fehler, wie sie den EV Zug auch in der National League derzeit immer wieder Spiele kosten, führten auch gegen Lulea in die Niederlage.
Zehn Pflichtspiele hintereinander verlor Zug, seit der EVZ am letzten Spieltag vor Weihnachten das Heimspiel gegen Davos mit 3:2 nach Penaltyschiessen gewonnen hat. In all diesen zehn Spielen erzielte Zug nie mehr drei Tore – je zweimal sogar gar keines oder bloss eines.
Der EVZ hingegen erlaubte es dem Gegner aber schon nach sieben Minuten, nach einem Puckverlust an der offensiven blauen Linie mit einem Konter in Führung zu gehen. Ausserdem leistete sich der Tscheche Tomas Tatar in den ersten zwölf Minuten die ersten drei Zweiminutenstrafen der Partie; eine davon führte zu Luleas Powerplay-Treffer zum 2:0.
Nach 26 Minuten führte Lulea 3:0; das Gesamtskore lautete 6:2. Erst ab diesem Zeitpunkt vermochte auch der EV Zug besser mitzuspielen. Gregory Hofmann verkürzte 37 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer auf 1:3, Tatar verkürzte noch im zweiten Abschnitt auf 2:3. Aber ein neuerliches Wunder wie im Viertelfinal, als Zug nach einem 1:3 im Hinspiel gegen Lukko Rauma mit einem 3:0 im Rückspiel noch weiter kam, stellte sich nicht mehr ein.
So kann sich der EVZ ab sofort aufs Hauptgeschäft – die National League – konzentrieren. Am Freitag gastieren die Zuger in Kloten, noch im Januar folgen (neben Heimspielen gegen Langnau und Lausanne) weitere Away-Partien in Davos und Zürich. Auswärts haben die Zuger sogar zwölf Pflichtspiele hintereinander verloren. Der letzte Auswärtssieg resultierte am 30. Oktober mit 1:0 in Genf.
Lulea - Zug 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)
4150 Zuschauer. SR Rohatsch/Kova (CZE/FIN), Strömberg/Sörholm (SWE).
Tore: 7. Hedqvist, Shinnimin, O'Neill) 1:0. 15. Andreasson (Laaksonen, Levtchi/Ausschluss Tatar) 2:0. 26. (25:35) Shinnimin (Engsund, Hedqvist) 3:0. 27. (26:12) Hofmann (Tatar) 3:1. 33. Tatar (Kubalik) 3:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lulea, 4mal 2 Minuten gegen Zug.
Zug: Genoni; Sklenicka, Riva; Schlumpf, Stadler; Senteler, Tobias Geisser; Mischa Geisser; Kubalik, Tatar, Hofmann; Vozenilek, Kovar, Wingerli; Künzle, Wey, Herzog; Leuenberger, Eggenberger, Lindemann; Antenen. (nih/sda)
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
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