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NHL-Spieler liess sich nicht gegen Corona impfen – nun fällt er mit Long-Covid aus

04.10.2021, 16:1504.10.2021, 16:55

Josh Archibald ist kein NHL-Star und das wird er wohl auch nie sein. Doch mit 235 Spielen in der besten Eishockeyliga der Welt darf er mit seinen 28 Jahren schon auf eine solide Karriere zurückblicken. Wie viele Spiele da aber noch obendrauf kommen, ist derzeit noch ungewiss, denn der kanadische Flügelstürmer fällt mit einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) bis auf weiteres aus.

Diese Myokarditis ist das Resultat einer Covid-Erkrankung, die sich Archibald Berichten zufolge diesen Sommer zugezogen haben soll. Das ist pikant, denn der Stürmer ist auch der einzige Spieler der Edmonton Oilers, der sich auch im Hinblick auf die neue Saison nicht impfen lassen wollte. Und nicht nur das, er verbreitete auch Verschwörungstheorien, wonach die Corona-Pandemie angeblich von langer Hand geplant gewesen sein soll, auf seinen Social-Media-Kanälen.

Bereits vor vier Tagen hiess es, dass Archibald nicht an sein gewohntes Leistungslevel herankomme und deshalb von den Ärzten genauer untersucht werden müsse. Wie lange der Spieler ausfalle, kann derzeit nicht gesagt werden.

Auch ohne eine Herzmuskel-Erkrankung wäre es für Archibald als ungeimpfter Spieler diese Saison schwierig geworden, normal am Spielbetrieb der Edmonton Oilers teilzunehmen. Ungeimpfte Personen dürfen derzeit nicht von den USA nach Kanada einreisen, ohne in Quarantäne gehen zu müssen. Das hätte bedeutet, dass Archibald mindestens 30 Auswärtsspiele in den Vereinigten Staaten verpasst hätte.

Der Oilers-Stürmer ist nicht der einzige ungeimpfte Spieler, der mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben muss. Auch Detroits Tyler Bertuzzi entschied sich gegen eine Impfung und wird deshalb wohl alle Spiele in Kanada verpassen und während dieser Zeit auch keinen Lohn beziehen können. Insgesamt drohen dem 26-Jährigen Lohnausfälle in der Höhe von 400'000 US-Dollar. Zac Rinaldo von den Columbus Blue Jackets wurde aufgrund seiner Weigerung, sich impfen zu lassen, in die AHL verbannt. Allerdings sieht es nicht so aus, als ob er dort dann spielen würde. Columbus' Assistenztrainer Sylvain Lefebvre wurde aus dem gleichen Grund entlassen.

Bei den New Jersey Devils ist Stammgoalie Mackenzie Blackwood derzeit noch ungeimpft und noch ist unklar, wie sich das auf die Saison auswirken wird. Bode Wilde, Zweitrunden-Draft der New York Islanders im Jahr 2018, durfte nicht am Trainingscamp der Mannschaft teilnehmen und wurde an das schwedische Team Västerviks ausgeliehen. Auf Instagram beschwerte sich der 21-Jährige, dass so seine «Menschenrechte» eingeschränkt worden sein sollen. (abu)

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